Firibirim

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Die Firibirim bewohnen mehrere Habitate, die sie »Stöcke« nennen, in einem vorgelagerten Sternhaufen jener Galaxiengruppe, in der sich das Reich der Harmonie befindet. Der Name Firibirim stammt vom Konstrukteur Sholoubwa.

PR2608.jpg
Mel-anta-Sel, Dom-helo-Rom
und Alaska Saedelaere
Heft: PR 2608
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Bei den Firibirim handelt es sich um vom Konstrukteur Sholoubwa nach dem Vorbild der auf Evolux beheimateten Firr geschaffene Lebewesen. Allerdings nahm Sholoubwa einige Änderungen vor. So gab er den Firibirim einen langen Greifschwanz und konstruierte das Schwerkraftorgan neu. (PR 2670, S. 31f)

Sie gleichen pelzigen Kugeln mit relativ großen Augen, spitzen Ohren und einer Nase, allerdings ohne sichtbaren Mund, mit einem circa 80 cm langen Schwanz. Der Körper hat etwa die Größe einer terranischen Kinderfaust. Für Individuen ihres Volkes verwenden die Firibirim den geschlechtsneutralen Artikel, also »das Firibirim«.

Die Firibirim haben ein körpereigenes Antischwerkraft-Organ, das Pilaboo, mit dessen Hilfe sie sich fortbewegen oder in der Luft schweben können. Das Schwanzende kann als Greiforgan verwendet werden.

In ihrem Inneren sorgt eine Art Organ, das Zenta, für die Aufnahme und Verarbeitung der aus dem »Alles« gewonnenen Energie. (PR 2608, S. 19) Unter diesem »Alles« verstehen die Firibirim den Weltraum.

Anmerkung: Laut PR 2609 – Glossar nähren sie sich von der hyperenergetischen Hintergrundstrahlung der Librationszone.

Die Fellfarbe der neugeborenen Firibirim eines Wurfs ist weiß, mit Eintritt in das Erwachsenenalter nimmt das Fell schließlich seine endgültige Farbe an, welche die Firibirim einer Kaste zuordnet. Den Firibirim ist kein medizinisches oder sonstiges Verfahren bekannt, die zukünftige Fellfarbe eines jungen Firibirim zu bestimmen.

Wenn Firibrim große Angst haben, sondern sie Tröpfchen ab und verbreiten einen unangenehmen Geruch. Das ist ihnen gegenüber anderen Firibirim sehr peinlich. (PR 2609, S. 23f)

Bekannte Firibirim

Die Namen der Firibirim bestehen aus drei Teilen. Der mittlere Name gibt den Wurf an, der erste und der dritte Namensteil reimen sich. (PR 2608, S. 5, PR 2609 – Glossar)

Heimatwelt

Die eigentliche Heimatwelt der Firibirim ist die Immaterielle Stadt Connajent. Dort wurden sie vom Konstrukteur Sholoubwa künstlich erzeugt. (PR 2670 S. 31f)

Den Firibirim ist dieser Sachverhalt aber unbekannt, obwohl zumindest einige Firibirim aufgrund des Tag-Nacht-Rhythmus, der ihren Stöcken herrscht, vermuten, dass ihr Volk von einem Planeten stammt oder dass zumindest ihre Stöcke einst einen Planeten umkreist haben.

Im Jahre 1469 NGZ lebten die Firibirim in mehreren zu Habitaten ausgebauten Raumstationen, die sie »Stöcke« nannten, in der Randzone einer Anomalie zwischen einer Konstellation von zwei Schwarzen Löchern, in der eine instabile, undefinierbare Raumzeit herrscht. Die Anomalie liegt in einem 5000 Lichtjahre durchmessenden Sternhaufen. Der Sternhaufen ist 36.000 Lichtjahre jener Galaxiengruppe vorgelagert, in der sich das Reich der Harmonie befindet. (PR 2620, S. 25)

Gesellschaft

Das Sozialgefüge der Firibrim beruht auf einem Kastenwesen, das Individuen je nach der Färbung des Fells eine bestimmte Funktion zuweist. Dieser Umstand geht auf Sholoubwa zurück, der ein Volk schaffen wollte, bei dem die Aufgabenverteilung nach genetischen Vorgaben funktioniert. (PR 2670, S. 31)

Bekannte Fellfarben und Aufgabengebiete

  • blau - Konstrukteure von Maschinen
  • braun - Dienstleister
  • gelb - Lehrer, die Wissen an junge Firibirim weitergeben
  • grün - Erfinder, sie führen Experimente durch, die zu Innovationen führen
  • orange - Künstler
  • rot - Befehlshaber
  • schwarz - Wissenssammler
  • violett - Firibirim, die Nachwuchs hervorbringen können
  • weiß - junge Firibirim von der Geburt bis zum Eintritt ins Erwachsenenalter

Einem Firibirim-Stock steht ein Stockwächter vor, der unter anderem für die Aufgabenverteilung unter den roten Firibirim zuständig ist. Der Stockwächter hat eine hohe Autorität. (PR 2608, S. 34)

Sitten und Gebräuche

Die jungen Firibirims werden in Wuschelhöhlen aufgezogen, in denen einige tausend auf engem Raum beeinander leben. Je älter sie werden, in umso kleineren Gruppen leben sie. Sie werden von Dienstleister-Firibirim beaufsichtigt. (PR 2608, S. 31f)

Die Nahrungsaufnahme erfolgt in einer Genusshalle. Die Firibirim haben sich dort leise zu verhalten. (PR 2608, S. 18)

Die Firibirim halten Nutzwesen wie die Nuru-Bar, Ti-Jah'wk und Seg'helm, deren Körperausscheidungen werden unter anderem zur Fellpflege verwendet. (PR 2608, S. 6) Sie leiden kaum unter Krankheiten, nur Pelzmotten kommen als Erreger im Stock vor. (PR 2608, S. 8)

Sprache

Die Sprache der Firibirim wurde von Sholoubwa nach dem Vorbild der Firr entworfen. Dabei überlagern sich die drei Sprachebenen Information, Emotion und Persönlichkeit und formen eine hochkomplexe, kaum zu entschlüsselnde Sprachstruktur. Das sollte sie davor schützen, Befehlsempfänger von anderen Lebewesen zu werden. (PR 2670, S. 32) Auf Alaska Saedelaere wirkten die Lautäußerungen der Firibirim wie eine Quietsch- und Fiepssprache. Sie konnte nicht einmal mit den technischen Möglichkeiten an Bord der ROTOR-G übersetzt werden. (PR 2608, S. 58ff)

Raumschiffe

Die Firibirim verfügen über sogenannte Blasenraumschiffe in unterschiedlichen Größen. Das Blasenraumschiff, das Mel-anta-Sel und Dom-helo-Rom benutzten, war walnussförmig und etwa mannsgroß mit braunvioletter Oberfläche.

Geschichte

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Alaska Saedelaere und die Firibirim
Heft: PR 2608 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Bei den Firibirim handelt es sich um künstlich geschaffenes Leben. Dem Konstrukteur Sholoubwa wurde von Eto Thalwaaruu, einem Bewohner Connajents, die Aufgabe gestellt, »Leben« zu konstruieren. Sholoubwa widmete sich dieser Aufgabe mehrere Wochen und schuf die Firibirim nach dem Vorbild der Firr, die ihm von Evolux bekannt waren. Die Firibirim lebten in einer eigenen Biosphäre, die Sholoubwa auf dem Raumschiff SCHRAUBE-B mit sich führte. Sie begleiteten ihn zumindest zweitausend Jahre lang und dienten ihm als Inspirationsquelle. Schließlich setzte er insgesamt vier Biospähren im Weltall aus, die sich Regionen mit optimalem Nahrungsangebot für die Firibirim suchen sollten. (PR 2670 S. 31f, S. 60)

Vermutlich im Jahre 1469 NGZ erkannten die Firibirim, dass nicht mehr alle Fellfarben gleichmäßig vorkamen, sondern dass es nun extrem viele Rotpelze gab, während alle anderen Farben in deutlich zu geringer Anzahl vorhanden waren. Sie vermuteten, dass dieses Ungleichgewicht durch eine Störung des Energiegefüges des Alls verursacht wurde. Außerdem schmeckte ihnen dieses Alls, das ihnen zugleich als Nahrung diente, immer schlechter.

Astronomische Beobachten ergaben, dass diese Störung möglicherweise durch fremde Raumschiffe verursacht wurde. Der Wissenssucher Mel-anta-Sel und der Künstler Dom-helo-Rom machten sich daraufhin unbefugt mit einem Raumschiff auf den Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen, und eventuell mit den Fremden Kontakt aufzunehmen. Dabei trafen sie auf Alaska Saedelaere, der mit der ROTOR-G auf der Suche nach Samburi Yura war, und aufgrund eines Hinweises, den sie hinterlassen hatte, einer Spur des Reiches der Harmonie folgte. Bei diesem Zusammentreffen gab es große Kommunikationsschwierigkeiten, da weder Saedelaeres Translator noch die Computer der ROTOR-G die Sprache der Firibirim übersetzen konnten.

Dom-helo-Rom und Mel-anta-Sel wurden zu Saedelaeres ständigen Begleitern. Sie verloren im weiteren Verlauf der Ereignisse ihr Leben. (PR 2610, PR 2623)

Das Schicksal des Firibirim-Volkes ist ungewiss, denn die Anomalie löste sich vollständig auf. (PR 2623)

Trivia

Marc A. Herren schrieb in der LKS von PR 2678, dass er die Firibirim im Jahre 1991 im Alter von 15 Jahren für eine Perry Rhodan-Kurzgeschichte erfunden und zwanzig Jahre später wieder aufgegriffen habe, als er für die Romane PR 2608 und PR 2611 ein Volk einbringen durfte. Hubert Haensel habe die Firibirim in PR 2608 so dargestellt, wie Marc es sich erhofft habe.

Quellen