Koy, der Trommler

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 313)
A313 1.JPG
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Koy, der Trommler
Untertitel: Jagd im Auftrag der Herren von Pthor
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Horst Hoffmann (1 x)
Erstmals erschienen: 1977
Hauptpersonen: Koy der Trommler, Amshun, Dagrissa, Ursinda, Andrakhon, Stygor, Chamody
Handlungszeitraum: 1. September 2648 (Tag 54–75 Pthor-Eigenzeit)
Handlungsort: Pthor (Aghmonth, Barkot-Gebirge, Taamberg)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Koy lebt als Pflegesohn des Pfisters Amshun in Aghmonth. Er ist selbst jedoch kein Pfister. Jahrelang hat er den Herren der FESTUNG bereits treu und zuverlässig als Jäger gedient, wann immer etwas oder jemand gefangen oder getötet werden musste. Aufgrund seiner besonderen psionischen Fähigkeit, der Psi-Detonation, die ihm den Beinamen »der Trommler« eingetragen haben, ist ihm noch niemand entkommen. Nun hat er jedoch Träume, die ihn verunsichern. Sein Freund, ein sogenannter Missgriff, rät ihm deshalb, Amshun nach Kergho und Dagrissa zu befragen. Amshun erschrickt, als Koy die Frage stellt, und versucht, ihn davon zu überzeugen, dass es besser ist, wenn er nichts über seine Herkunft weiß. Doch nun weigert sich Koy, seinen nächsten Auftrag anzutreten, falls sein Pflegevater nicht sein Wissen preisgibt. Amshun gibt nach und berichtet:

Koy ist das Kind eines Missgriffes, also eines fehlerhaften experimentalen Androiden, der aussortiert und zur Vernichtung bestimmt worden war. Kergho konnte jedoch entfliehen. In seinem Versteck begegnete er der Androidin Dagrissa, die auf ihren Abtransport zur FESTUNG wartete. Sie verliebten sich und zeugten ein Kind, obwohl keiner von beiden hätte fortpflanzungsfähig sein dürfen. Nach Koys Geburt wurde Kergho entdeckt und zerstört, während seine Mutter Dagrissa wie geplant zur FESTUNG gebracht wurde. Hätten die Verantwortlichen etwas von Koy gewusst, wäre er ebenfalls als illegal eingestuft und getötet worden. Er wurde jedoch von dem Pfister Amshun verborgen gehalten. Als das Talent des Jungen zum Vorschein kam, wagte der Pfister es jedoch, ihn den Dienern der FESTUNG vorzustellen, da er sicher war, dass sie ihn ob seiner Fähigkeit sowieso bald entdecken mussten. Da Koy ihnen jedoch nützlich sein konnte, hoffte Amshun, dass sie den Jungen nicht töten würden. Tatsächlich wurde der Junge begnadigt und als Diener für die Herren der FESTUNG ausgewählt.

Mit diesem Wissen versehen, bricht Koy zu seinem neuen Auftrag auf: Einige Eindringlinge von der Erde zu fangen und zu töten. Doch das, was er erfahren hat, bringt ihn in eine innere Unruhe, die er zunächst durch eine andere gefährliche Jagd abzureagieren versucht: Er will einen Uka erlegen, ein hochgiftiges Tier, das auch als Höhlengiftfüßler bezeichnet wird und in stillgelegten Minen im Barkot-Gebirge lebt. Es gelingt ihm jedoch nicht, das erwünschte Ende der Jagd zu erreichen, denn am Ende sind er und seine Beute durch einen Höhleneinsturz voneinander getrennt, und er kann dem Tier nicht den Fangschuss geben. Das Einzige, was er erbeutet hat, ist ein Fundstück aus der Höhle, mit dem er nichts anfangen kann: Mehrere aneinandergebundene Metallröhren unterschiedlicher Länge. Sein Ausflug hat ihn jedoch einen vollen Tag gekostet, und so macht er sich nun mit seiner Vegla schnellstmöglich auf den Weg zu dem Punkt, an dem er, gemäß ihrem letzten Aufenthaltsort und den inneren Gesetzmäßigkeiten Pthors, seine eigentliche Beute vermutet. Als die Nacht hereinbricht, hat er bereits die Ortungsimpulse des Wachen Auges als Orientierungshilfe für sich und kann das Gerät von selbst fliegen lassen. Er beschäftigt sich mit seinem Fund und stellt fest, dass es sich um ein Musikinstrument handelt. Das Spiel auf dem Instrument hat jedoch unerwartete Nebenwirkungen: Der Funkorter wird zerstört, und auch die Systeme der Vegla versagen allmählich. Koys Flug endet mit einer Bruchlandung in einer Gegend, die weitab von seinem ursprünglichen Kurs liegt: im Massiv des Taamberges.

In Aghmonth taucht indessen eine verwahrloste alte Frau auf, die nach Amshun fragt. Als man sie zu ihm führt, erkennt er mit einiger Mühe Dagrissa in ihr. Sie ist wegen einer Krankheit aus der FESTUNG vertrieben worden. Amshun berichtet ihr, dass Koy lebt, und widmet sich dann ihrer Pflege.

Als Koy aus der Bewusstlosigkeit erwacht, muss er feststellen, dass die Vegla und ein Großteil seiner Ausrüstung zerstört sind. Er befindet sich auf der westlichen Flanke des höchsten Berges des Massivs, ist abgesehen von unzähligen Prellungen und Schrammen aber glücklicherweise unverletzt. Mit der Antigravscheibe ist auch der Peilsender zerstört, der den Herren der FESTUNG anzeigt, wo er ist. Zum ersten Mal fühlt er sich gänzlich frei in seinen Entscheidungen und beschließt, nicht so schnell wie möglich zu versuchen, Kontakt mit seinen Herren zu bekommen, sondern erst die ungewohnte Freiheit zu nutzen.

Er macht sich an den Abstieg und erreicht die Ruinenstadt Tfohr, die verlassen scheint. Als er ein besser erhaltenes Gebäude betreten will, wird er jedoch unsanft überwältigt und gefesselt. Überrascht stellt er fest, dass er von der früher einmal bedeutenden Berserkerfamilie Knyr gefangen genommen wurde. Der junge und ungestühme Stygor fordert Koy zum Zweikampf, bei dem Koy Stygors Axt sowie einen Teil des Arenabodens mit seiner Parafähigkeit zerstört. Der Anführer Andrakhon will den Kampf mit einem Blaster zu Stygors Gunst beenden, und als Koy auch diese Waffe zerstört, explodiert das Energiemagazin und reißt den Berserker in Stücke. Die übrigen wählen ihn zu ihrem neuen Anführer, und Ursinda bietet sich Koy sofort als dessen Gefährtin an. Von Chamody erfährt der Trommler, dass die Familie Knyr vor langer Zeit in Ungnade und Armut gestürzt wurde, nachdem angeblich einer der ihren einen Fehler gemacht hatte (die Rede ist von Razamon, aber den kennt weder Koy noch der Rest der Knyrs). Ein Unbekannter versorgt sie seither gelegentlich mit Lebensmitteln und Ausrüstung, denn sie können weder Ackerbau noch Jagd betreiben, da sie durch ihre Berserker-Anfälle nur zerstören, aber nichts aufbauen können. Koy verspricht, ihnen zu helfen und diese Umstände zu ändern.

Fünf Tage später überfallen die Berserker ohne Rücksprache mit Koy eine Handelskarawane der Nudirs und ermorden die Händler. Koy beschließt daraufhin, dass er die Berserker nicht ändern kann und sie verlassen will. Als am nächsten Morgen wieder einmal der Wohltäter Waren ablädt und weiterfährt, macht sich Koy an die Verfolgung seines Fahrzeugs.

In Aghmonth erfährt Amshun, dass die Herren der FESTUNG ein Verhör Dagrissas angeordnet haben, da sie vermuten, dass ihr Unterbewusstsein Informationen über den Aufenthaltsort ihres verschwundenen Sohnes enthalten könnte. Amshun, der um das Leben der Androidin fürchtet, bittet sie, sich nicht zu widersetzen, sondern zu helfen, damit ihr Sohn gefunden werden kann. Dann schickt er zwei reiseerfahrene Pfisters aus, die ebenfalls nach Koy suchen und ihm berichten sollen, was in Agmonth geschehen ist.

Koy hat inzwischen das Fahrzeug des Wohltäters eingeholt. Es wurde von Flusspiraten in einen Hinterhalt gelockt und angegriffen. Der Wohltäter scheint jedoch trotz der Überzahl keine Hilfe zu benötigen, und Koy erkennt, dass es der Odinssohn Heimdall sein muss. Er beschließt jedoch zu versuchen, den Göttersohn zu beeindrucken, da er sich von ihm Hilfe erhofft.

Anmerkungen

  • Der Handlungsstrang mit Koy dem Trommler wird in Atlan 316 fortgesetzt.
  • Dieser Roman ist zeitlich kurz nach Atlan 308 einzuordnen. Die Robotbürger hatten den Herren der FESTUNG ausgerechnet, dass es Eindringlinge auf Pthor geben müsse, jedoch verschwiegen, dass sie sich in Wolterhaven haben blicken lassen. Doch das haben die Herren der FESTUNG vermutlich auch so herausgefunden und entsprechende Schritte veranlasst: Damals wurde sowohl der Bau des Kartaperators in Auftrag gegeben (da die Versuche der Robotbürger, den Paratronschirm zu durchdringen, fehlschlugen), als auch Koy auf die Suche nach den beiden Fremden geschickt.

Innenillustration