Heimdall

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translation from German to English.
Google translator: Překlad z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertaling van het Duits naar het Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduction de l'allemand vers le français.
Google translator: Tradução do alemão para o português.

Heimdall war der erstgeborene Sohn Odins. Er lebte in seiner Burg Lettro südöstlich von Donkmoon auf dem Weltenfragment Pthor. (Atlan 316)

Mythologischer Hintergrund: Wikipedia-logo.pngHeimdall (altnord. heimdallr: »der Strahlende« od. »Weltglanz« od. »der, der die Welt beleuchtet«) ist in der nordischen Mythologie der Schutzgott, der Lichtgott, und der Himmelswächter, sowie der Schützer allen Lebens.
A316Illu.jpg
Atlan 316 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erscheinungsbild

A325Illu.jpg
Atlan 325 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG

Er war ein Hüne von einem Mann. An die zwei Meter groß und muskelbepackt, brachte er etwa 130 kg auf die Waage. Sein Haar war schwarz, seine Augen ebenfalls, und sein kantiges, breites Gesicht wurde von einem dämonisch wirkenden schwarzen Bart eingerahmt. Wie alle Nachkommen Odins war auch Heimdall relativ unsterblich. (Atlan 316)

Bekleidet war er – außerhalb seines Heims – mit einem schuppigen gelben Lederkleid, das den ganzen Körper bis zum Hals einschloss, und trug darüber eine aus blauen Metallteilen bestehende Rüstung, dazu Beinschienen sowie einen geschweiften Helm. Seine Waffe war die Khylda, eine anderthalb Meter lange Doppelaxt, sein Fahrzeug der Truvmer, ein fast zehn Meter langes Gleiskettenfahrzeug. (Atlan 316)

Charakterisierung

Heimdall gab sich immer mürrisch und mies gelaunt; so gut wie nie kam ein Lächeln auf seine Lippen. Er war der typische Einzelkämpfer, der sich unnahbar gab und ständig vor sich hin brütete, misstrauisch gegenüber jedermann. Doch obwohl er dachte, alle anderen Kreaturen, die auf Pthor umher krochen, zu verachten, war er vom Wesen her ein hilfsbereiter Pthorer. Besonders mit dem einst stolzen Volk der Berserker empfand er großes Mitleid. (Atlan 316)

Bei Auseinandersetzungen tötete er seine Gegner ohne Bedenken, er zog in den Kampf mit einem Lächeln auf den Lippen und jubelte innerlich, wenn er den Klang aufeinander treffender Waffen vernahm. Doch bereits besiegte Gegner verschonte er. Er hielt nur wenig von listenreichem Vorgehen, sondern bevorzugte lieber den direkten Weg.

Er war sehr reaktionsschnell, sehr beweglich und vor allem sehr kräftig. Nicht nur in der Körperkraft, sondern auch bei der Nahrungsaufnahme konnte er sich mit mehreren Männern gleichzeitig messen. (Atlan 316)

Aufgabe auf Pthor

Seine eigentliche Aufgabe war es, die Straße der Mächtigen im Bereich zwischen Donkmoon und Zbohr zu bewachen. Dem widmete er jedoch nur wenig Aufmerksamkeit; viel lieber suchte er nach Parraxynt-Stücken oder half (wenngleich zögernd) Notleidenden. (Atlan 316)

Geschichte

Über seine Kindheit und frühen Jahre ist nichts bekannt, auch nicht, welche Rolle er während der Zeit einnahm, in der Pthor blühende Kulturen auf anderen Planeten zerstörte. Jedenfalls besaß er im Lettro eine große Schatzkammer, zu der auch mehrere Dutzend Parraxynt-Stücke gehörten. Er war zweifellos die Person, die die meisten Stücke ihr Eigen nennen konnte. Als ältester Sohn Odins hatte er einen Teil davon von seinem Vater übernommen, den Rest jedoch selbst gesammelt. Er hatte die feste Absicht, eines Tages alle Bruchstücke gefunden zu haben, um damit das Geheimnis von Pthor entschlüsseln zu können. (Atlan 316)

Der Wohltäter

Obwohl Heimdall ein meist mürrischer Eigenbrötler war, verrichtete er einige uneigennützige Taten. Er kämpfte gegen Räuberbanden und versorgte die Berserker – allerdings von ihnen unerkannt – immer wieder mit Gebrauchsgegenständen und Nahrung. Seine Behauptung, es nur deshalb zu tun, damit die Berserker nicht eines Tages über sein Heim herfielen, war sicher ein Vorwand, denn die Berserker verließen so gut wie nie das Taamberg-Massiv. Vielmehr hatte er Mitleid mit den Nachkommen dieses einst hochstehenden und stolzen Volkes. Eines Tages fand er an der Straße der Mächtigen den halbverhungerten Magier Kröbel und nahm ihn bei sich auf. Kröbel agierte seither als sein Faktotum und versuchte, seine magische Unfähigkeit nicht nur mit Angeberei und Keiferei, sondern vor allem als nahezu perfekte Haushaltshilfe zu übertünchen. Nebenbei versuchte er immer wieder, Freude in Heimdalls Leben zu bringen, was ihm nur allzu selten gelang. (Atlan 316)

Im Jahre 2648 geriet Heimdall mit seinem Truvmer in eine Falle von Flusspiraten. Nachdem er den Kampf gegen ein Dutzend Gegner gewonnen hatte, entdeckte er Koy den Trommler, der ihm seine Hilfe bei der Reparatur des Fahrzeugs anbot. Heimdall lehnte erst ab, musste jedoch später annehmen und nahm aus Dank Koy mit in seine Burg. Dort erkannte er, dass das Lettro von Gordys überfallen wurde, und stellte sich zum Kampf, den er jedoch nur dank Koy für sich entscheiden konnte. Aus Dankbarkeit lieh er dem Trommler, mit dem er längst Freundschaft geschlossen hatte, und durch den er wieder Freude in seinem Leben verspürte, seinen Truvmer. (Atlan 316)

Ragnarök

Mehrere Tage nach Koys Abschied erhielt Heimdall durch Hugin und Munin eine Botschaft von Sigurd, der seine Brüder zu sich rief, denn Ragnarök, die Götterdämmerung, stand unmittelbar bevor. Er versiegelte das Lettro und machte sich mit einem kleineren Gleiskettenfahrzeug auf den Weg zum Lichthaus, doch sein Fahrzeug hatte bereits mehrere verschlissene Teile und bedurfte dringend der Reparatur. So steuerte Heimdall es direkt nach Donkmoon, wo er eine Werkstätte fand, die es ihm »gegen übliche Bezahlung« reparieren wollte. Leider stellte sich heraus, dass die Gordys Parraxynt-Stücke als für Heimdall übliche Bezahlung forderten, und als er sie nicht leistete, wurde er festgesetzt und in einem zehn Meter über dem Boden befestigten Käfig gefangen gehalten, wo er durch Schlafentzug mürbe gemacht werden sollte. Durch eine List gelang ihm die Flucht, er versteckte sich in einer Überwachungszentrale und verteidigte sich tapfer, geriet aber immer mehr in Bedrängnis. Schließlich war es sein Bruder Balduur, der ihn daraus befreite. Auf dem Rücken seines neuen Reittieres Gruck, eines gezähmten Mitglieds der Horden der Nacht, reisten beide weiter. (Atlan 324) Vor dem Lichthaus trafen sie auf ihren Bruder Honir, der sich ihnen jedoch als Schwester namens Thalia offenbarte, was sie mit Freude begrüßten. Dann trafen sie am Lichthaus ein und feierten ihr Wiedersehen. (Atlan 325)

Mit dem Leuchter des Odin beschworen sie nun ihren Vater, der ihnen als semimaterielle Projektion tatsächlich erschien. Odin offenbarte ihnen, dass die Zeit für einen Machtwechsel auf Pthor gekommen war, und sie gegen die Herren der FESTUNG in den Kampf ziehen sollten. Aber nicht sie würden danach Pthor regieren. Nach der Beschwörung mussten sich die Brüder (Thalia wurde von Odin abgelehnt und durfte nicht mit dabei sein) mehrere Tage lang erholen. (Atlan 325)

Als sie wieder fit genug waren, brachen sie Richtung FESTUNG auf, um einen Machtwechsel auf Pthor zu erzwingen. In der Ebene der Gerippe stellte sich ihnen ihr erster Gegner in den Weg: Ymir, der Eisriese, der sie mit Hagel, Eiszapfen, Schneestürmen und ähnlichen Waffen bekämpfte, ihnen letztendlich aber nichts anhaben konnte. Eben noch bis zu den Hüften im Schnee stehend, fanden sie sich beinahe übergangslos in einer grünenden Landschaft wieder und setzten ihren Weg auf die die FESTUNG umgebende Energiebarriere fort. (Atlan 325)

Die Odinskinder drangen in die Nebelbarriere ein. Dort fanden sie in deren Mitte einen freien Platz und eine Öffnung zu einem unterirdischen Gang. Die Dellos, die aus diesem Gang kamen, wurden von den geübten Kämpfern schnell besiegt. Im Gang gerieten sie jedoch in einen Hinterhalt und mussten sich gegen eine intelligentere Form der Festungs-Androiden erneut ihrer Haut erwehren. Trotzdem blieben sie Sieger und gelangten in die Gartenlandschaft um die FESTUNG. Hier erwartete sie eine Falle von ganz anderer Art: Eine seltsame Musik versetzte sie in einen Traumzustand, der sie die nächste Front anrückender Feinde gar nicht mehr wahrnehmen ließ. Doch Thalia, deren Traum sich um die im Lichthaus gesehene Vision Odins drehte, wurde durch die Enttäuschung über die Ablehnung ihres Vaters aus dem Traum herausgerissen und erkannte die Gefahr gerade zur rechten Zeit. Sie konnte auch ihre Brüder wecken und verteidigte sie gegen die anrückenden Dellos, bis sie wieder kampfbereit waren und alle gemeinsam weiter vorrücken konnten. (Atlan 330)

Die Odinskinder wurden von robotgesteuerten Flugwagen angegriffen, die Netze abwarfen. Sie konnten sich eine Weile behaupten, doch schließlich wurden Sigurd und Heimdall in ein Netz verwickelt und Thalia und Balduur von einem Greifer aufgenommen und in einem der Flugwagen angekettet. Sigurd und Heimdall konnten sich und ihre Geschwister während des Fluges befreien und brachten das Gefährt zum Absturz. Sie brachten zwei Dellos in ihre Gewalt, die sie zu einem sicheren Zugang in die FESTUNG führen sollten. Aber diese lockten sie in eine Falle, in der sie sich plötzlich einer Übermacht von Robotkämpfern gegenüber sahen. Erneut tauchte ein Flugwagen auf, der ein Netz abwarftt, das die Roboter sofort zu Boden zogen. Die Odinskinder ergaben sich in die Gefangenschaft. Man lud sie gefesselt auf einen Flugwagen, der sie in die FESTUNG bringen sollte, wo sie den entsetzlichsten Tod sterben sollten, der überhaupt vorstellbar war. (Atlan 330)

Sigurd wendete eine List an und erklärte, die Odinskinder hätten niemals die Herren der FESTUNG bekämpfen wollen. Im Gegenteil hätten sie den Herren ihre Hilfe im Kampf gegen die fremden Eindringlinge anbieten wollen. Die Dellos hätten sie nur getötet, weil sie von ihnen angegriffen worden waren. Die Herren erklärten sich zu einem Treffen bereit. Sigurd und seine Geschwister wurden von den Fesseln befreit, und erhielten sogar ihre Waffen wieder, als sie versprachen, sie nicht gegen die Herren einzusetzen. Sie wurden in einen großen Raum geführt, den wenig später einige kräftige Mischwesen betraten, die sich als die Herren vorstellten. Obwohl Sigurd ihnen im ersten Moment nicht glaubte, ließ er sich doch schnell überzeugen, dass sie es waren, und leitete den Angriff auf die Wesen ein. Als sie ihre Widersacher niederstreckten, mussten sie jedoch feststellen, dass es sich lediglich um eine besondere Form von Androiden gehandelt hatte. Die Geschwister versuchten nun erneut, sich den Weg zu den Herren der FESTUNG freizukämpfen, doch sie erlagen der Masse der Dellos und deren Heimvorteil. Man fesselte sie erneut und brachte sie nun zu den wahren Herren der FESTUNG. (Atlan 331)

In der Zentrale der FESTUNG trafen die Odinskinder auf Atlan und dessen Gefährten. Wesen der Horden der Nacht strömten in das Gebiet der nun ungeschützten FESTUNG und drangen durch die Risse, die die Straße der Mächtigen in die Pyramide geschlagen hatte, in das zentrale Gebäude ein. Die Herren der FESTUNG wollten das Raumschiff daher starten, da im Weltall nur noch sie und ihre Roboter überleben würden. Doch Atlan konnte seine Fesseln abstreifen und in einem angrenzenden Raum die dort befindlichen Elektroniken zerstören, worauf die Triebwerke verstummten. Weil sie glaubten, sich damit an Atlan rächen zu können, starteten die Herren nun Pthor. Sie ahnten nicht, dass die Entfernung Pthors von der Erde genau das Ziel gewesen war, das Atlan zu erreichen gehofft hatte. Der von Koy befreite Darsior konnte das durch ein eindringendes Monster Chaos nutzen und die Kontrollen der Nährstofftanks erreichen. Darsior legte die Hebel um und tötete dadurch die Herren der FESTUNG. (Atlan 331)

Herrschaft über Pthor

Die Odinssöhne zogen sich aus der Hauptpyramide der FESTUNG zurück. Dort erfuhren sie, dass die Herren von Darsior getötet worden waren – sofort sahen sie sich als die legitimen Nachfolger und stellten den Herrschaftsanspruch. Heimdall behauptete, dass es zunächst am wichtigsten wäre, ihre Macht im unmittelbaren Umfeld durchzusetzen: Er wollte vor allen anderen Atlan unterwerfen. Thalia bot an, den Arkoniden zu suchen. In Wirklichkeit wollte sie ihn und dessen Freunde jedoch warnen. Sie fand sie in der zweiten Pyramide, doch irrtümlich glaubte sie, ein Gespinst hielte die Männer gefangen, und schlug mit der Vars-Kugel zu. Der Steuermann von Pthor war nicht schwer verletzt, doch er stellte fest, dass Pthor nun den Kurs verloren hatte und er nicht wusste, wo der Dimensionsfahrstuhl wieder materialisieren würde. Thalias Schlag hatte also herbeigeführt, was Atlan zu erreichen hoffte. (Atlan 332)

Als die drei die Pyramide wieder verließen, warteten die anderen drei Odinskinder bereits auf sie. Sie warfen Thalia Verrat vor, doch Atlan erklärte ihnen, dass sie ganz Pthor gerettet hatte. Außerdem machte er ihnen klar, dass er nie vorgehabt hatte, ihre Herrschaft über Pthor anzufechten, sondern sie unterstützte. Sie trafen die Abmachung, dass Atlan, Razamon und Kolphyr sich an die Gesetze der Göttersöhne hielten, aber von diesen als unabhängige Gäste behandelt würden. Damit waren die Verhältnisse geklärt, und die Odinskinder konnten sich auf ihre wirklichen Gegner konzentrieren. Sie schickten eine Gruppe Dellos aus, um überall auf Pthor zu verbreiten, wer nun das Sagen auf dem Weltenfragment hatte. Außerdem verboten sie eine weitere Untersuchung der Steueranlagen Pthors, um kein Unglück herbeizuführen. (Atlan 332)

Die Odinssöhne waren beunruhigt, da die Verbindung zum Wachen Auge abgerissen war. Da ihnen ihre Schwester wegen ihrer Zuneigung Atlan gegenüber ohnehin ein Dorn im Auge war, schickten sie Thalia los, um nach dem Rechten zu sehen. Heimlich nahm sie Atlan mit, denn die Unergründlichen Seen lagen in gleicher Richtung. Razamon und Kolphyr blieben in der FESTUNG zurück. Etwas später erfuhren die Odinssöhne davon und schickten Fenrir nach, als Aufpasser. (Atlan 335)

Nach Kämpfen mit Nobarcs kehrten Thalia und Fenrir völlig entkräftet zur FESTUNG zurück. Dort berichtete Thalia Razamon, Kolphyr und ihren drei Brüdern von den Geschehnissen bei den Unergründlichen Seen und dem Wachen Auge. Die Odinssöhne waren mit der Lage nicht gerade unglücklich und hielten sich für zu unentbehrlich, um nach Atlan zu suchen. Sie erlaubten aber Razamon und Kolphyr, mit der Windrose die Suche nach ihrem Freund aufzunehmen. (Atlan 335)

In der FESTUNG glaubte man Atlan in der Gewalt der Nobarcs. Während die drei Odinssöhne darin keinen Grund zur Beunruhigung sahen, beschlossen Thalia, Razamon und Kolphyr, den Arkoniden zu befreien. Sigurd zeigte, nach anfänglicher Besorgnis um das Wohl seiner Schwester, Verständnis für deren Gefühle und ließ sie ziehen. (Atlan 337)

Durch die Notlandung der ARMOSTUZ wurde Pthor von gewaltigen Wassermassen überschwemmt. Den Odinssöhnen war es nicht möglich, ihre Macht über Pthor anzuwenden, wodurch sie nichts zur Normalisierung der Lage tun konnten. Es gab Tausende Tote und gewaltige Schäden. Sie mussten einsehen, dass es besser gewesen wäre, Atlan nach den Steueranlagen suchen zu lassen, da nur der Arkonide weitreichende Kenntnisse und Erfahrungen auf technischem Gebiet hatte. Die Söhne Odins konnten nur die Entstehung von Strukturrissen beobachten, die einen baldigen Austritt des Weltenfragments aus dem Dimensionskorridor ankündigten. (Atlan 338)

Sie erteilten unnütze Anweisungen, nur um nicht ihr Gesicht zu verlieren. La'Mghor gelang es, die Seele von Pthor so zu beeinflussen, dass sich vor dem Austritt der schützende Wölbmantel aufbaute, ohne den die Atmosphäre weggerissen worden ware. Als Sigurd und Balduur erschöpft einschliefen, wurden sie dabei von ein paar Technos gesehen. Anstatt eines Ansehensverlustes verdienten sie sich damit Respekt, denn wenn die neuen Herren über Pthor so gelassen der Zukunft entgegen sahen, war sicher bereits alles erledigt und konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Der Aggiare konnte den befürchteten Aufschlag in eine sanfte Landung umwandeln. Pthor setzte in der Ebene der Krieger auf. (Atlan 339)

Sigurd, Balduur und Heimdall versuchten, die FESTUNG aufzuräumen und die beschädigten Anlagen reparieren zu lassen. Noch wichtiger war ihnen die Festigung ihrer Herrschaft. Außer von den Dellos, Technos und Robotbürgern wurden sie noch von keiner anderen Volksgruppe offiziell anerkannt. (Atlan 340)

Endlich erreichten Abgesandte von beinahe allen Machtgruppen und Völkern Pthors die FESTUNG. Sie brachten Geschenke mit, um Sigurd, Heimdall und Balduur ihnen gegenüber milde zu stimmen. Nur die Abgesandten von Moondrag hatten keine Geschenke gebracht. Ihr Wortführer Pan-pank forderte von den neuen Herrschern, dass sie sich um die Versorgung von Pthor kümmern sollten. Wenn alles besser werden sollte als unter den verhassten Herren der FESTUNG, musste es anders organisiert werden. Sigurd nutzte diese Rede, um alle Anwesenden auf eine zukunftsträchtige Zusammenarbeit einzuschwören. Das wieder einigermaßen reparierte Wache Auge vermeldete die Annäherung eines Raumschiffes. Es wurde genereller Bereitschaftsalarm über ganz Pthor ausgerufen und die Vertreter mit entsprechenden Instruktionen entlassen. (Atlan 342)

Die Odinssöhne erhielten von Atlan Bericht über die Landung der Spercoiden mit der TREUE. Doch sie verweigerten dem Arkoniden ihre Unterstützung, stellten ihm aber einen Zugor, Ausrüstung und Proviant zur Verfügung. (Atlan 343)

Die Brüder konnten Thalia nicht ganz von der Macht ausschließen, wollten sie aber auch nicht als gleichwertiges Mitglied daran beteiligen. Daher entsandten sie sie in die Große Barriere von Oth, wo sie zu den in einem magischen Knoten abgeschotteten Magiern Kontakt aufnehmen sollte. (Atlan 344)

Als Oberhaupt aller Magier suchte Copasallior die drei Odinssöhne in der FESTUNG auf. Der Weltenmagier fand rasch heraus, dass Heimdall, Balduur und Sigurd nur das Interesse hatten zu herrschen, aber mit dieser Aufgabe überfordert waren. Sie selbst hatten das auch erkannt und baten, dass ihnen die Magier helfen sollten, Odin ins Reich der Lebenden zurückzuholen. Copasallior machte eine vage Zusicherung, wohlwissend, dass sie dadurch die Lage nur verschlimmern würden. (Atlan 348)

Odins Rückkehr

Copasallior fasste den Plan, Thalia mit einer Maske zu versehen und als falschen Odin in die FESTUNG zu schicken, um die sich nur um ihre Machtansprüche kümmernden Odinssöhne zur Vernunft zu bringen. Nach einigem Zureden war Thalia bereit, die ihr zugedachte Rolle einzunehmen. Antharia stellte eine lebende Maske her, die mit Thalias Körper verschmolz, Koratzo verlieh ihr eine männliche Stimme und Copasallior überreichte ihr eine dem Göttervater angemessene Rüstung. (Atlan 356)

Mehrere Magier sorgten für einen angemessenen Auftritt Odins. Parlzassel beeinflusste Hugin und Munin, den Göttersöhnen mitzuteilen, dass sie an diesem Abend einen Beschwörungsversuch unternehmen sollten. Als es soweit war, und die drei den Leuchter des Odin aktivieren wollten, wischte Breckonzorpf den Leuchter mit einem Windstoß vom Tisch und Koratzo ließ eine Stimme ertönen, die eine Beschwörung außerhalb der FESTUNG verlangte. Zu groß war die Gefahr, dass die Odinssöhne sonst in Trance verfielen und das bombastische Schauspiel gar nicht richtig mitbekommen würden. Draußen war inzwischen ein mächtiger Sturm aufgezogen, Blitze zuckten vom Himmel, eine von Querllo erzeugte Leuchterscheinung senkte sich vom Himmel, ein von Haswahu geschaffener Flammenring entstand, und der falsche Odin erschien darin. (Atlan 356)

Heimdall, Balduur und Sigurd brachten den vermeintlichen Göttervater in die FESTUNG und bewirteten ihn. Fenrir konnte von der Maske nicht getäuscht werden, aber für diesen Fall war Thalias Schild von Parlzassel entsprechend magisch aufgeladen worden – der Fenriswolf zog sich zurück. (Atlan 356)

Razamon und Kolphyr kehrten aus der Senke der verlorenen Seelen zurück und konnten das Ende des Schauspiels mitverfolgen. Der Berserker stellte in einem unbeobachteten Moment Odin zur Rede. Thalia musste sich ihm durch eine entsprechende Bemerkung zu erkennen geben – doch er hielt zu ihr und dem Plan der Magier. (Atlan 356)

Die als Odin verkleidete Thalia tat sich schwer, Balduur, Heimdall und Sigurd zu würdigen Herrschern über Pthor zu machen; zu verfahren waren ihre Einstellungen, zu wenig flexibel ihre Mentalität. Nur indem sie den belehrenden Göttervater herauskehrte, konnte sie ihre Brüder langsam auf andere Denkgleise führen. Eine Delegation der Kelotten aus Aghmonth wollte wissen, wie es mit der Dello-Produktion weitergehen sollte. Die Odinssöhne wollten die Produktion wieder anfahren lassen, doch der vermeintliche Odin widerrief diese Anordnung. Die Infrastruktur war stark geschädigt, viel wichtiger war es, dass die Kelotten nach Möglichkeiten forschten, wie die Nahrungsproduktion angekurbelt werden könnte. Denn die Überschwemmungsschäden, die durch das Abtauen der Eisküste im Tal des Xamyhr, dem Hauptanbaugebiet Pthors, sowie die pthorweiten Zerstörungen plus anschließender Flutkatastrophe, verursacht durch den Zusammenstoß des Weltenfragments mit der ARMOSTUZ, entstanden waren, hatten die Versorgungslage akut gefährdet. Durch die enorme Dezimierung der Horden der Nacht könnte neben der nun eisfreien Eisküste auch die Ebene Kalmlech landwirtschaftlich genutzt werden. Auch eine Delegation der Guurpel aus Panyxan kam mit Problemen in die FESTUNG. Ihr Volk brauchte täglich einen Aufenthalt im Wasser, aber Pthor lag derzeit auf der Oberfläche von Loorsat und damit auf dem Trockenen – auch hier wusste Thalia Rat, wenngleich sie sich damit beinahe verriet. Die Odinssöhne wurden misstrauisch, wie Odin trotz seiner langen Abwesenheit über die Verhältnisse auf Pthor so gut Bescheid wissen konnte. (Atlan 358)

Zu allem Überfluss war Tonkuhn gerade dabei, Thalias Tarnung auffliegen zu lassen. Glücklicherweise stellte er sich dabei aber wenig geschickt an, der falsche Odin blieb souverän. Durch Copasalliors Auftauchen wurde dem Spektakel rasch ein Ende gesetzt, und Odins Ansehen war wieder hergestellt.(Atlan 358)

Thalias Maske war optisch zwar perfekt, aber die hemmungslosen Ess- und Trinkgewohnheiten des Göttervaters konnte Thalia nicht nachahmen. Daher ließ sie immer wieder Speisen in ihrem Gewand verschwinden, um sie anschließend in ihren Privatgemächern zu entsorgen. Heimdall hatte noch nicht alle Vorbehalte abgelegt und beobachtete sie heimlich, was Thalia bemerkte. Mit den ihr von den Magiern übertragenen Fähigkeiten ließ sie die Decke einstürzen, und ihr ältester Bruder landete vor ihren Füßen. Als sie ihm eine Standpauke halten wollte, zerfiel plötzlich ihre Maske; sie war enttarnt und musste die Flucht ergreifen. Heimdall berichtete Sigurd und Balduur über diesen Vorfall und sie beschlossen, die Schwester deshalb zu töten. (Atlan 363)

Atlan und Feigling beobachteten den nun ausbrechenden Kampf der Geschwister. Der Arkonide griff zugunsten Thalias ein, wurde aber niedergerungen. Feigling gab sich als der wahre Odin zu erkennen. Die Odinskinder waren geschockt, obwohl sie spürten, dass dies der Wahrheit entsprach. Atlan nutzte die Situation aus und floh mit Thalia in die Gärten um die FESTUNG, wo er das Goldene Vlies versteckt hatte. (Atlan 363)

Die Brüder beschlossen, dass ihr Vater eine Schande für ihr Geschlecht wäre, die es umgehend auszulöschen galt. Davor wollten sie aber Atlan und dessen Gefährten ausschalten, die inzwischen auf dem Weg zum VONTHARA waren. Während Heimdall und Sigurd den Hauptzugang zu dem rätselhaften Gebilde verschlossen, verbarrikadierte der bereits ziemlich betrunkene Balduur den anderen Ausgang eines Geheimgangs. Danach begab er sich zu Odin, dem er in seinem Suff ihr Vorhaben verriet. Seinem alten Namen alle Ehre machend, ergriff dieser natürlich sofort die Flucht, konnte aber eingefangen werden. Die Brüder brachten ihn in die große Halle, beschlossen seinen Tod und wollten ihn an Ort und Stelle mit der Khylda enthaupten. (Atlan 363)

Atlan, Razamon, Thalia und Kennon konnten Balduurs Blockade beseitigen und machten sich auf die Suche nach Odin, als plötzlich ein schrilles, lautes Pfeifen ertönte. Binnen kürzester Zeit wurden alle Lebewesen in der FESTUNG so müde, dass sie in ihren Bewegungen einschliefen und nicht mehr wachzubekommen waren. Davon betroffen waren auch die Odinssöhne, Odin selbst, und Atlans Gefährten. Der Lordadmiral dagegen war aber immun. (Atlan 363)

:ToDo: A 364 bis A 372

Invasion der Krolocs

ToDo: A 379 bis A 389

Pthor unter fremder Herrschaft

Als Pthor am Rande der Schwarzen Galaxis, nämlich im Marantroner-Revier, zum Stillstand kam, wollte Atlan nicht darauf warten, dass das Weltenfragment von dunklen Mächten erobert wurde. Daher bekundete er auf einer Versammlung, mit der GRIET einen Vorstoß zu unternehmen, um den bevorstehenden Gefahren besser trotzen zu können. Aber kaum jemand war bereit, ihn zu begleiten. Sigurd konnte sich mit dieser Idee auch nicht besonders anfreunden, Balduur lehnte sie deutlich ab und Heimdall bezichtigte den König von Atlantis sogar der Feigheit und des Verrats. Daher brach Atlan nur in Begleitung Thalias sowie einiger Dellos auf. (Atlan 400)

Die nächsten Wochen verbrachten er und seine Brüder damit, sich Strategien für die bevorstehende Begegnung mit Eindringlingen zu überlegen. Aus heiterem Himmel erschien eine Fremde unter ihnen, die sich Leenia nannte und forderte, mit der GOL'DHOR über den Wölbmantel hinaus gebracht zu werden. Die Odinssöhne lehnten kategorisch ab, weshalb die Körperlose Heimdall entführte und damit seine Brüder erpresste. Also begleitete sie Sigurd mit dem Dello Jarsen über den Wölbmantel hinaus, wo Leenia spurlos verschwand. Zuvor verriet sie noch, dass Heimdall in einer Höhle am Rand der Senke der verlorenen Seelen gefangen war. Sie konnten ihn problemlos finden und befreien. (Atlan 414)

Die Odinssöhne überzeugten die Repräsentanten der verschiedenen Völker Pthors, wie den Orxeyaner Gynar Tronk, zu behaupten, Atlan hätte gegen ihre Interessen gehandelt, und wäre nicht nur für die gegenwärtige Situation verantwortlich, sondern letztendlich von ihnen vertrieben worden. Nur so glaubten sie, später eine Überlebenschance zu haben. Ihre Nerven lagen blank, es kam immer wieder zu ernsthaften Streitereien unter ihnen. (Atlan 416)

Bei einem ihrer regelmäßigen Erkundungsflüge zu sieben vorbestimmten Koordinaten außerhalb des Wölbmantels entdeckten sie schließlich eines Tages ein herannahendes Raumschiff. Zurück in der FESTUNG gaben sie sofort die Anweisung, dass die Besucher untertänig empfangen werden mussten. Dann landete auch schon das Raumschiff; es war das Kundschafterschiff des Mathoners Algonkin-Yatta. Er und seine Begleiterin Anlytha wurden entsprechend willkommen geheißen und zu großen Feierlichkeiten in der FESTUNG eingeladen. (Atlan 416)

Gleich nach diesem Fest landeten zwei Organschiffe vor der FESTUNG, denen Wesen entstiegen, die nur wie schwarze Schatten aussahen: Scuddamoren. Die etwas verwirrten Odinssöhne wurden zur Rede gestellt und konnten ihren Kopf nur mit Mühe aus der Schlinge ziehen. Dem sturzbetrunkenen Balduur wurde sogar gedroht, als Galionsfigur zu enden, wenn nicht alles zu ihrer Zufriedenheit erledigt würde. Mit großem Aufwand gelang es schließlich, Algonkin-Yatta, Anlytha sowie deren Freunde Kolphyr und Kennon gefangen zu nehmen. Die drei Brüder waren mit den neuen Herren überhaupt nicht einverstanden, mussten aber gehorchen. Balduur entschloss sich zu einer Art passiven Widerstand, indem er Fenrir ausschickte, um nach Koy dem Trommler zu suchen. Die beiden konnten tatsächlich die Gefangenen befreien und dem Kundschafter sowie seiner Gefährtin die Flucht von Pthor ermöglichen. (Atlan 417)

In der Folgezeit wurden die drei Odinssöhne meistens unter Hausarrest gestellt. Sie mussten mit ansehen, wie die alte Ordnung Schritt für Schritt wiederhergestellt wurde. Als es einer Gruppe von Piraten vom Regenfluss gelang, das Organschiff WAPSIET in ihre Gewalt zu bringen, verlangten sie, nur mit den Odinssöhnen zu verhandeln. Daher ließ Kommandant Atzbäll sie in die Ebene Kalmlech bringen. Doch Zambor Hirto und seine Männer waren schlauer als alle gedacht hatten; sie nahmen die Brüder als Geiseln und flüchteten mit einem Zugor. Balduur, Heimdall und Sigurd wurden irgendwo in der Öde abgesetzt, während die Gefangenen untertauchten. Sie wurden später von Scuddamoren gefunden und wieder in die FESTUNG zurückgebracht. (Atlan 424)

Als Monate später die Scuddamoren von Pthor vertrieben wurden und den Trugen Platz machen mussten, spielten die Odinssöhne keine nennenswerte Rolle.

Quellen