Flucht in den Kerker

Aus Perrypedia
(Weitergeleitet von Quelle:A352)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translate from German to English.
Google translator: Přeložte z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertalen van Duits naar Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduire de l'allemand vers le français.
Google translator: Traduzir do alemão para o português.
Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 352)
A352 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Flucht in den Kerker
Untertitel: Der Arkonide spielt gefährlich
Autor: Clark Darlton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Tais Teng (1 x)
Erstmals erschienen: 1978
Hauptpersonen: Atlan, Koralbe, Camauke, Erytder, Slosc
Handlungszeitraum: 2648, vermutlich November/Dezember
Handlungsort: Wolcion, namenloser Planet
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die Tekrothen haben ein kleines Sternenreich in Wolcion gegründet. Ihre Raumschiffe verfügen über mächtige Waffen, aber Expansionsbestrebungen bestehen keine mehr. Der Tyrann Sperco will auch dieses Volk unter seine Herrschaft zwingen, befürchtet aber, dass bei einem Krieg der tekrothische Heimatplanet Vallischor vernichtet werden könnte. Daher will er sich dieses kleine Reich mit einem Friedens- und Beistandsvertrag diplomatisch einverleiben. Koralbe, das Oberfell der Tekrothen, durchschaut das – hat aber keine Wahl, wenn er keinen Vernichtungskrieg riskieren will, den sein Volk nicht gewinnen kann. Da die Forderungen der Spercoiden immer drängender werden, schickt er das Viertfell Camauke mit dessen Diener Erytder als offizielle Vertreter der Tekrothen los, um einen möglichst günstigen Vertrag für sie auszuhandeln. Beide begeben sich an Bord des spercoidischen Schlachtschiffs BESCHEIDENHEIT und treten ihre Reise an.

Anfangs ist ihnen Kommandant Slosc noch freundlich gesinnt, und der verfressene Camauke bekommt, was immer er will. Doch nach einigen Tagen wird es Slosc zu bunt, und Camauke muss sich mit einer einzigen Mahlzeit pro Tag begnügen. Auch wird ihm und Erytder relativ deutlich zu verstehen gegeben, dass sie de-facto Gefangene an Bord sind (wenngleich sie auch in einer luxuriösen Gästesuite wohnen dürfen) und gefälligst die bedingungslose Unterwerfung ihres Volkes zu unterzeichnen haben, sind sie erst einmal auf der Hauptwelt der Spercoiden angekommen.

Bei einem geplanten Zwischenstopp auf der Stützpunktwelt Marsocc schleicht sich unbemerkt Atlan an Bord. Da er sich eine Spercoidenrüstung angezogen hat, erkennt ihn niemand. Er versteckt sich in einem leer stehenden Lagerraum, wo er sich endlich für kurze Zeit des Anzugs erledigen kann. Die permanente mentale Beeinflussung des Anzugs will ihn zum willenlosen Werkzeug des Tyrannen machen. Aber noch kann sich der Lordadmiral dagegen wehren. Während er sich erholt, wird er von Erytder entdeckt, der von Camauke ausgeschickt wurde, um für den verfressenen Diplomaten irgendwo Nahrungsmittel und Wein aufzutreiben. Atlan erklärt sich bereit, ihnen zu helfen. Nachdem es ihm unbemerkt gelungen ist, sich in ihre Kabine zu schleichen und mit Camauke direkt zu sprechen, macht er sich als angebliches Mitglied eines Reinigungstrupps auf, um Sprengstoff und einen Zeitzünder zu entwenden. Er versteckt beides unauffindbar – nämlich innerhalb des Sperdoidenanzugs, wo niemand nachsehen kann, da alle Spercoiden sofort sterben, wenn ihr Anzug geöffnet wird. Und so kommt auch niemand auf die Idee, er könnte diese gefährlichen Gegenstände mit sich führen. In den nächsten Tagen kann Atlan eine Bombe im Triebwerkssektor platzieren und damit das Schiff so stark beschädigen, dass es auf einem Planeten landen muss, um die notwendigen Reparaturarbeiten durchzuführen.

Kommandant Slosc ist überzeugt davon, dass es einen Saboteur an Bord geben muss, aber eine Überprüfung der Besatzung bringt kein Ergebnis. Wenig später erhält er die Meldung, dass die beiden Tekrothen nirgends mehr aufzufinden sind. Er befiehlt eine Suchaktion auf der Oberfläche des unbewohnten Planeten, aber sie verläuft erfolglos.

Inzwischen hat Atlan Camauke und Erytder erfolgreich aus der BESCHEIDENHEIT geschleust und ist mit ihnen auf einem Floß flussabwärts bis knapp vor einen größeren Wasserfall geflohen. Dort übernachten sie in einer Höhle. Der verfressene Camauke bekommt in der Nacht Hunger, entfacht ein Feuer, um die Reste eines am Abend davor erlegten Tieres zu braten, und löst damit einen Waldbrand aus. Entsetzt flieht er in die Wildnis, sein Diener Erytder folgt ihm etwas später, während Atlan versucht, ein Beiboot der Spercoiden zu stehlen. Damit will er den beiden Tekrothen die endgültige Flucht ermöglichen. Aber er gerät in eine Falle, wird gefangen genommen und auf die inzwischen für die notwendige Reparatur zur Hilfe geeilten WAHRHAFTIGKEIT gebracht. Dessen Kommandant ist mit umfangreichen Sondervollmachten Spercos ausgestattet und will Atlan verhören. Doch der Lordadmiral betont, nur Sperco persönlich Auskunft über seine Motive geben zu wollen. Auch Slosc wird von ihm abgesetzt und eingesperrt. Da der Spercoide den sicheren Tod vor Augen hat, – Sperco duldet kein Versagen – will er Atlan töten, scheitert aber an dessen Wehrhaftigkeit. Nach Beendigung der Reparaturen reist die WAHRHAFTIGKEIT mit den beiden Gefangenen zur Zentralwelt des Spercoidischen Reiches.

Camauke und Erytder sind den Flammen entkommen und finden einen Ort, an dem es reichlich Früchte sowie frisches Wasser gibt. Hier werden sie sich wohl eine neue Existenz aufbauen müssen. Erytder, das Erstfell, das viel schlauer ist als sein Herr, das Viertfell, statuiert sofort ein Exempel, bei dem es klarstellt, dass es in Zukunft keine Rangunterschiede zwischen ihnen beiden geben wird. Sie sehen einer ungewissen Zukunft entgegen, fühlen sich dabei aber durchaus frei.

Anmerkungen

  • Im Gegensatz zu den vorangegangenen Romanen werden diesmal die Spercoiden nicht als gefühllose Wesen geschildert. Im Gegenteil, sie empfinden sogar relativ häufig Gefühle, besonders die negativen, wie Hass, Verachtung, Nervosität, Misstrauen, Ungeduld, Schadenfreude, etc.
  • Die Sprengkraft von Atlans Bomben war viel zu groß und hätte das Raumschiff vernichtet, wenn Slosc nicht gerade zufällig das Tempo auf zehnfache Lichtgeschwindigkeit hätte reduzieren lassen, als sie (weiterer Zufall) gerade in der unmittelbaren Nähe eines bewohnbaren Planeten waren, den sie binnen weniger Stunden erreichen konnten. Dabei sollte er aber in Eile gewesen sein, denn der Termin mit Sperco war bereits in drei Tagen, und der Tyrann bestraft Unpünktlichkeit rigoros.
  • Atlan scheint inzwischen des Spercoidischen mächtig geworden zu sein, er spricht es sowohl mit Spercoiden als auch den Tekrothen ziemlich perfekt. Wie stark sich diese knarrende Sprache auf seine Stimmbänder auswirkt, bleibt unbekannt.

Innenillustration