Eine Welt im Griff

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 72)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Das Kampfschiff der Veteranen (Band 6/6)
Titel: Eine Welt im Griff
Untertitel: Das Raumschiff der Rebellen kommt – und ein Mann fordert die Macht
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (nur 1. Auflage)
Erstmals erschienen: 1973
Hauptpersonen: Koet Peranat, Krish Palony, Firell Kytubashe, Deuplin Y'Haryet, Dee Dorazia, Uloy Keizo, Atlan
Handlungszeitraum: Ende September 2841
Handlungsort: Flinters Boa
Besonderheit:

Leserrisszeichnung von Oliver Johanndrees in der 2. Auflage »Terranischer Abfangjäger«

Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Immer mehr Pensionäre sterben an dem fremden Blut. Durch einen Statthalter hat Koet Peranat auf dem Planeten Flinter Orega, der zum Shomona-Orden gehört, seine Machtübernahme vorbereitet. Allerdings haben seine Vertrauten vor kurzem ihre Posten im Orden verloren, so dass Flinter Orega eine Falle darstellt. Die HYPERION-DELTA erweist sich jedoch als zu stark für die sieben Schweren Kreuzer, die ihr auflauern. Einem der Kreuzer gelingt vor seiner Vernichtung ein Notruf an die USO.

Der Widerstand auf Flinter Orega wird brutal niedergekämpft. Als ein USO-Verband eintrifft, verlassen Krish Palony und Firell Kytubashe die HYPERION-DELTA, nachdem sie eine Zeitbombe zurückgelassen haben. Die Pensionäre werden aufgefordert, das Schiff zu verlassen, wenn sie sich ergeben wollen. Einige machen von dem Angebot Gebrauch und werden verhaftet. Der Rest, darunter Peranat, stirbt, als die HYPERION-DELTA explodiert.

Handlung

Es ist der 28. September 2841, und die HYPERION-DELTA nähert sich einer gelbroten Zwergsonne. Die Hyperfunkerin Dee Dorazia vertraut soeben ihrem Tagebuch einige neue Fakten an und überdenkt ihre Lage. Sie alle, insgesamt 5000 Pensionäre, haben sich Koet Peranat angeschlossen und sind zu Mördern geworden. Nun müssen sie diesen Weg bis zum bitteren Ende gehen.

Peranat ist endlich bereit, der Mannschaft mitzuteilen, wohin die Reise geht: Flinters Boa. Auf dem zweiten von insgesamt drei Planeten namens Flinter Orega hat er alles in die Wege geleitet, um nach der Ankunft die Herrschaft über diese Welt an sich zu reißen. In einem von ihm entwickelten Langzeitplan hat er durch Bestechung, Waffenhandel und Erpressung Vertraute in wichtige Positionen gehievt, die alles für seine Machtübernahme vorbereiten sollten. Allerdings ist das mehr als siebzehn Jahre her und birgt somit ein erkleckliches Maß an Unsicherheit in sich. Denn nur die Aussicht auf persönliche Macht verbindet die Auserwählten mit Peranat.

Auch an Bord der HYPERION-DELTA wird die Lage immer prekärer und für Peranat und Krish Palony immer lebensgefährlicher. Die von der Mannschaft erhoffte lebensverlängernde Wirkung des von ihnen auf Tayvor-DeCrot genossenen Saurierbluts will sich nicht einstellen – im Gegenteil: Es kommt bei mehreren Personen zum Ausbruch von Infektionen, die von unbekannten Erregern im Blut des Kugeltaklers herrühren dürften. Todesfälle durch Organversagen sind zu beklagen. Das heizt natürlich die Stimmung der Pensionäre gegen ihren Kommandanten und Palony an. Eine Meuterei steht kurz bevor. Peranat gelingt es in einer ergreifenden Rede an die Besatzung, die Zweifel der Männer größtenteils zu zerstreuen und ihnen wieder Hoffnung auf ein längeres Leben zu geben. Peranat und Palony tischen den Männern eine Lügengeschichte auf, dass sich die Balken biegen. So sei die immense und unkontrollierte Blutaufnahme, und damit die vehement und ungebremst einsetzende Wirkung der Hormone oftmals zu viel für den Kreislauf der Pensionäre. Dieser Stress äußere sich in Kreislauf- und Organversagen, die auch zum Tod führen könnten. Schonungslos eröffnet Palony der Besatzung, dass er in den nächsten Tagen mit mindestens 200 Toten und Sterbenden rechnet. Die Männer geben sich damit zufrieden, und jeder Einzelne hofft, dass gerade er zu jenen Personen gehört, bei denen die lebensverlängernde Wirkung nach Wochen oder Monaten einsetzen wird und er dem Tod ein Schnippchen schlagen kann.

Peranats Position als Kommandant scheint gefestigt zu sein. Die HYPERION-DELTA taucht in den Normalraum ein und rast auf Flinter Orega zu. Hier siedeln seit 80 Jahren Sekundärsiedler. Sie gehören dem kleinen Shomona-Orden an. Das Superschlachtschiff schwenkt in eine Kreisbahn ein. Funkkontakt mit dem Planeten wird aufgenommen. Peranat meldet seinen Herrschaftsanspruch über den Planeten an. Nach einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Kultmaster Deuplin Y'Haryet landet die HYPERION-DELTA mit offenen Geschützluken und damit jederzeit feuerbereit, auf dem Raumhafen von Voygat. Zuvor sind alle 40 Korvetten ausgeschleust worden, um dem Superschlachtschiff Feuerschutz zu geben und mit dem Befehl, bei geringsten Anzeichen von Feindseligkeiten gegen das Schiff erbarmungslos zuzuschlagen.

Der überwältigende Empfang mit Tausenden von begeisterten Menschen macht die Offiziere der HYPERION-DELTA misstrauisch. Bei der intensiven Untersuchung des Sonnensystems wird auf dem Mond von Flinter Orega von einer Korvette unter Nono Jorn der 120 Meter durchmessende Kreuzer ALPHEDDON entdeckt. Während Jorn mit dem Kommandanten der ALPHEDDON kommuniziert, greift eine andere Korvette an und vernichtet den Shomona-Kreuzer. Es bleibt zu hoffen, dass das Geschehen keine Folgen zeitigt.

Auf dem Planeten trifft der Kultmaster an Bord der HYPERION-DELTA ein und wird sofort gewaltsam in Verwahrung genommen. In der medizinischen Abteilung wird er unter einem Stasisgenerator befragt. Das Gerät greift in die Taktfrequenz des menschlichen Herzens ein und kann sogar tödlich wirken. Peranat glaubt ihm nicht, dass die Machtübernahme ohne Probleme vonstattengehen sollte. Unter dem Stasisgenerator gibt Y'Haryet die Geschehnisse der letzten zwei Wochen preis.

In dieser Zeit hat der Shomona-Orden eine neue Führung erhalten, die von den Vorbereitungen Koet Peranats Kenntnis erlangt hat. Die neuen Machthaber fürchten eine eventuelle Ausweitung seines Machtbereiches über die Grenzen des Flinters-Boa-Systems hinaus. Das würde ihm angesichts des Zustands der Flotte des Ordens mit einem Schlachtschiff wie der HYPERION-DELTA ein Leichtes sein. Daher zogen sie die Konsequenzen und fegten die bisherigen Vertrauenspersonen Peranats aus ihren Ämtern. Alle wurden ermordet, lediglich Y'Haryet ist noch verschont worden.

Sofort nach diesem Geständnis ruft Peranat höchste Alarmstufe für die HYPERION-DELTA aus. Im gleichen Augenblick schlagen die Bodenforts zu und können zwei Wirkungstreffer landen, bevor der HÜ-Schirm um das Superschlachtschiff aufgebaut werden kann. Sieben Schwere Kreuzer des Shomona-Ordens greifen in den Kampf ein. Sie sehen sich aber insgesamt 35 Korvetten gegenüber, die noch nicht eingeschleust worden sind. Die Kanoniere der HYPERION-DELTA vernichten mit einer gezielten Breitseite das nächstgelegene Bodenfort. Das Schlachtschiff startet mit auf Volllast laufenden Impulstriebwerken im Schutz seines HÜ-Schirms und richtet auf dem Raumhafen und in der Umgebung schwere Schäden an. Aus einer Umlaufbahn in 300 Kilometern Höhe werden alle Bodenforts zerstört. Das größte Schiff des Shomona-Ordens wird mit einer Transformbombe vernichtet. Die übrigen sechs Kreuzer flüchten in den freien Raum, verfolgt von den Korvetten der HYPERION-DELTA. An Bord des Superschlachtschiffes werden zahlreiche Kommandotrupps zusammengestellt, die vom Schiff abgesetzt werden und die Widerstandsnester auf der Planetenoberfläche angreifen. Die Kolonisten haben den rund 3000 kampferprobten Pensionären nicht viel entgegenzuwerfen.

Im Raum um Flinter Orega schlagen die Schiffe des Shomona-Ordens eine aussichtslose Schlacht. Uloy Keizo, der Kommandant der kleinen Flotte, setzt einen Hilferuf an die USO ab, in dem der Überfall Koet Peranats geschildert wird. Dann wird auch das letzte Schiff der Flotte zerstört.

Auf dem Planeten besetzen die Pensionäre die planetare Fernsehstation und rufen die Bevölkerung zur Ruhe auf. Auch die Energieversorgung fällt in die Hände der Pensionäre. Die HYPERION-DELTA landet erneut auf dem Raumhafen von Voygat.

Im Trubel der Ereignisse wagt es Firell Kytubashe, einen Funkspruch an Lordadmiral Atlan zu senden, in dem er den Überfall Peranats schildert und über die jetzt auf Flinter Orega herrschenden Zustände berichtet. Und tatsächlich steht dem Ertruser das Glück erneut zur Seite. Sein Funkspruch wird zwar von Dee Dorazia bemerkt, aber nicht weiterverfolgt, da die Terranerin im selben Moment eine Herzattacke erleidet und irrtümlich die Aufzeichnung löscht.

In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober ist der Handstreich der Pensionäre gelungen. In äußerster Rage sucht Peranat den noch immer unter dem Stasisgenerator liegenden Kultmaster auf. In seiner Wut stellt Peranat das Gerät auf die höchste Stufe ein. Y'Haryets Herz beginnt wie rasend zu schlagen, bis es die Belastung nicht mehr aushält und versagt. Der Kultmaster ist tot.

Der mit seiner Flotte aus Großkampfschiffen im Raum wartende Lordadmiral Atlan fängt sowohl den Funkspruch des Kommandanten der kleinen Shomona-Flotte wie auch jenen von Firell Kytubashe auf. Endlich war der Aufenthaltsort Peranats bekannt. Es lagen rund elf Stunden Linearflug zwischen dem Arkoniden und der HYPERION-DELTA.

Am 4. Oktober lässt sich Koet Peranat im Regierungspalast zum neuen Machthaber des Planeten Flinter Orega ausrufen. Inzwischen sind 311 der Pensionäre gestorben. Während seiner ersten Rede an die Bevölkerung empfängt er einen Funkspruch von Lordadmiral Atlan, der ihn zur Kapitulation auffordert. Alle Pensionäre ziehen sich sofort an Bord der HYPERION-DELTA zurück, die im Alarmstart vom Raumhafen abhebt. In seinem Wahnsinn ist Peranat überzeugt, schon bald zurück auf Flinter Orega zu sein. Krish Palony, der sich noch immer an Peranats Seite befindet, sieht seine Chance gekommen, um in dieser wirren Lage unbemerkt verschwinden zu können. Er begibt sich auf schnellstem Wege in den Hangar, wo die Space-Jet Firell Kytubashes steht. Der Ertruser bemerkt ihn und lässt ihn an Bord. Da eine Flucht mit dieser Jet unmöglich ist, beschließen die beiden Männer, mit einer anderen Space-Jet zu entkommen. Als Rückendeckung nehmen sie eine von Kytubashe gebastelte Fernsteuerung mit, mit der sie die Jet steuern können.

Palony und Kytubashe erreichen einen auf der gegenüberliegenden Seite des Superschlachtschiffes liegenden Hangar und machen eine Space-Jet startbereit. In der Zwischenzeit hat die HYPERION-DELTA das Feuer auf die Schiffe der USO eröffnet. In einem Depot mit Transformbomben versieht Kytubashe eine der Bomben mit einem Zeitzünder. Dann machen sich die beiden Männer auf den Rückweg zu ihrer alten Jet. Mit einigen Feuerstößen zerschießen sie die Schleusentore. Palony nimmt mit Peranat Kontakt auf und fordert ihn im Namen der USO zur sofortigen Kapitulation auf. Zur Unterstreichung seiner Forderung macht er auf die in 165 Minuten explodierende Transformbombe aufmerksam. Dann schaltet er den Interkom ab und verlässt mit Kytubashe auf schnellstem Weg die Space-Jet. Mit der Fernsteuerung starten sie das kleine Raumschiff und fliegen es aus dem Hangar. In rasender Eile begeben sich die beiden USO-Spezialisten erneut in den Hangar, in dem die zweite Space-Jet startbereit auf sie wartet.

Die ausgeschleuste Jet wird von den Feuerleitpositroniken erfasst und durch Transformbeschuss vernichtet. Gleichzeitig wird die HYPERION-DELTA aus Transformgeschützen von etwa 30 USO-Raumschiffen beschossen. Die von den Explosionen geblendeten Ortungseinrichtungen der HYPERION-DELTA können die Space-Jet mit Krish Palony und Firell Kytubashe an Bord nicht orten, so dass das Schiff in den Linearraum entkommen kann. Nach kurzem Linearflug taucht die Jet in den Normalraum zurück und die beiden Männer beobachten das weitere Geschehen um die HYPERION-DELTA.

Das Superschlachtschiff ist nicht mehr fähig, in den Linearraum zu entkommen, da die Bodenforts auf Flinter Orega schwere Treffer gelandet haben und die Triebwerke in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Peranat erteilt den Befehl zur Evakuierung und schickt alle Männer in die Beiboote. Etwa 200 besonnene Pensionäre verlassen in kleinen Beibooten die HYPERION-DELTA mit direktem Kurs auf Atlans Flotte und werden von den USO-Schiffen eingeschleust. Die Besatzungsmitglieder werden verhaftet. Die ausgeschleusten Korvetten der HYPERION-DELTA werden mit Paralysekanonen ausgeschaltet und von USO-Kommandos geentert. Koet Peranat, der sich noch immer an Bord des Superschlachtschiffes aufhält, erleidet eine Herzattacke, an der er stirbt. Die USO-Schiffe ziehen sich von der HYPERION-DELTA in sichere Entfernung zurück. Als die Zeitbombe explodiert, verwandelt sich das Schlachtschiff in eine kleine Sonne.

Palony und Kytubashe nehmen mit der IMPERATOR Kontakt auf und werden eingeschleust. Die beiden USO-Spezialisten erstatten dem Lordadmiral Bericht. Der Albtraum mit den aufständischen Pensionären ist vorbei. Unbeantwortet bleibt die Frage nach dem Lebenselixier, das bei Palony wirkt. Vielleicht waren es die Worte, die einst der Blutdämon zu ihm sprach. Die Wahrheit wird wohl nie offenkundig werden.