Geiseln der Mächtigen

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 789)
A789 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Geiseln der Mächtigen
Untertitel: Ein Roboter und ein Daila zwischen den Fronten
Autor: Falk-Ingo Klee
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann (1 x)
Erstmals erschienen: 1986
Hauptpersonen: Atlan, Anima, Don Quotte, Chipol, Pzankur, Ljossoph, Linque
Handlungszeitraum: 3820
Handlungsort: Aklard, Hawtuja
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Atlan und seine Getreuen befinden sich am 4. Juli 3820 auf Aklard. Auch dieser Tag scheint ereignislos vorüberzugehen. Anima bereitet ihm Sorgen. Die Orbiterin gibt sich verträumt und sehr verschlossen. Übergangslos erscheinen einige der schon seit längerem beobachteten seltsamen Gestalten in der STERNSCHNUPPE. Diese hominiden, jedoch unfertig wirkenden Gesellen lassen sich nicht berühren. Das Material des Mobiliars stellt für sie kein Hindernis dar – sie gleiten einfach hindurch. Plötzlich erstrahlt das Licht dunkelrot, wird schwächer, dumpfe Trommelwirbel ertönen. Die Positronik des Schiffes kann keine Gefährdung erkennen. Die Einrichtungsgegenstände verfärben sich und leuchten in den verschiedensten Farben. Das Grollen verstärkt sich zu einem Donnern, Blitze zucken, Lichtkugeln zerplatzen zu Farbkaskaden. Atlan zieht seinen Strahler und richtet ihn auf die Gestalten. Anima bittet ihn, die Waffe nicht abzufeuern. Sie wirkt entspannt. Die unfertigen Geschöpfe verschwinden unter Leucht- und Knalleffekten. Vor den Augen ihrer Gefährten löst sich auch Anima auf.

Atlan hält Don Quottes Meinung für ziemlich befremdlich. Der Roboter sieht die rätselhafte Angelegenheit nicht als dramatisch an. Er glaubt nicht, dass man sich um Anima große Sorgen machen muss. Er weist Atlan darauf hin, dass sie sich bereits seit etwa 30 Jahren kennen. Dabei ist der Roboter in verschiedenen Erscheinungsformen aufgetreten – als mobile Laborpositronik Blödel, als Schwiegermutter, Traykon-6 und schließlich als Don Quotte. Der Arkonide ist jedoch skeptisch. Die Schilderungen des Roboters hinsichtlich seiner Geschichte überzeugen Atlan zwar, doch ob es sich wirklich um den ursprünglichen Blödel handelt, ist für ihn nicht ganz klar. Für allem das Verschwinden Don Quottes auf Gezzel-7 bleibt rätselhaft.

Don Quotte gibt bekannt, seine Gefährten zu verlassen. Er will Anima suchen. Atlan soll auf Aklard bleiben und den Planeten nicht verlassen. Der Roboter hält sich alleine für befähigt, Anima finden zu können. Nur zögernd gibt Atlan seine Zustimmung. Don Quotte verlässt mit einem defekten Butlerroboter, den er einem Daila abgeschwatzt hat, die STERNSCHNUPPE.

Während der Nacht folgt Chipol dem Roboter, ohne sich von Atlan zu verabschieden. Atlan bleibt nur, an Bord der STERNSCHNUPPE zu warten, wie er es Don Quotte versprochen hat.

Don Quotte nimmt das auf dem Raumhafen liegende und verlassene Raumschiff NAMSANGE, auch SPÜRHUND genannt, in Besitz. Nur widerwillig erhält der Roboter die Startfreigabe. Don Quotte wird sich immer sicherer, dass ein innerer Zwang ihn dazu gebracht hat, die Suche nach Anima vorzugeben, um Aklard verlassen zu können. Er hat EVOLO als Verursacher identifiziert. Auf einem Rundgang durch das Schiff, versucht er, seine Speicher vor dem fremden Zugang zu sichern. Doch die Impulse scheinen übermächtig zu sein und die neuen Programme zwingen Don Quotte ihren Inhalt auf. Er nimmt mit Blödmann Kontakt auf, der in der Zentrale zurückgeblieben ist und ordnet an, Kurs auf Barquass zu setzen. Don Quotte erreicht den Kabinentrakt und findet dort Chipol als Blinden Passagier. Der Roboter informiert den jungen Daila, dass er nicht mehr sein eigener Herr und auch nicht mehr Don Quotte sei. Er ist von EVOLO übernommen worden. Don Quotte ist nicht imstande, den eingegebenen Kurs auf Barquass zu ändern. Sollte Chipol das für ihn tun wollen, so läuft der Daila Gefahr, mit Gewalt daran gehindert zu werden. Also rät Don Quotte ihm, das lieber bleiben zu lassen.

Don Quotte ordnet heimlich ein Orientierungsmanöver an. Die NAMSANGE verlässt den Linearraum. Auf den Bildschirmen wird eine gelbe Sonne mit drei Planeten sichtbar. In der Kommandozentrale taucht unvermittelt ein Daila auf, der sich als Ljossoph vorstellt. Der Fremde fordert überheblich Don Quotte auf, die NAMSANGE nach Hawtuja zu fliegen. Der einem Krelquotten nachempfundene Roboter will den Daila unschädlich machen, um seiner Programmierung folgen zu können und die SPÜRHUND nach Barquass zu bringen. Er springt aus seinem Sessel auf. Doch es gelingt ihm nicht, Ljossoph zu erreichen. Ein Schockfeld beeinträchtigt seine Motorik und greift auch den Plasmazusatz seiner Positronik an. Don Quotte sackt zusammen und geht zu Boden. Nun greift auch Blödmann in die Auseinandersetzung ein. Doch auch er bleibt schlussendlich reglos liegen. Der Daila kann auch einen zweiten Angriff Don Quottes abwehren. Als Chipol einen Strahler auf den Eindringling abfeuert, teleportiert dieser, materialisiert dicht bei dem Jungen und entreißt ihm die Waffe. Chipol wird in seinen Sitz zurückgeschleudert, wo er benommen liegen bleibt. Die NAMSAGE beschleunigt und rast im Überlichtflug auf Hawtuja zu.

Das Schiff landet auf einem Hochplateau, das von Hominiden in bunten Gewändern bevölkert wird. Diese Gestalten scheinen Ljossoph zu irritieren. Don Quotte versucht diese Unaufmerksamkeit auszunützen und die Schiffspositronik wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Doch noch ehe der Roboter die Sperren überwinden kann, materialisiert ein weiterer Daila, der sich Collar Sayum nennt. Blödmann stürzt sich auf die Kopie eines Daila und entwindet ihm den Strahler, mit dem dieser seine Gefährten bedroht. Doch die Waffe löst sich auf und liegt wieder in der Hand Sayums. Ein unsichtbarer Schlag trifft Blödmann wie eine Dampframme und schleudert ihn zwischen zwei Schaltpulten an die Wand. Aber Blödmann gibt nicht auf, holt einen Strahler aus einem Ausrüstungsschrank und feuert die Waffe ab. Doch bevor die tödlichen Strahlen den Körper Collars erreichen, verlassen sie ihre Bahn, werden um den Daila herumgelenkt und lösen sich auf. Blödmann ruft Ljossoph zu Hilfe. Dieser wendet sich tatsächlich an Collar und erklärt diesem, dass Don Quotte, Blödmann und Chipol unter seinem Schutz stehen. Bevor die beiden Daila aneinandergeraten, erscheint ein Kaytaber namens Linque, der sie wüst beschimpft und davonjagen will, um die Gefährten ihrer eigentlichen Bestimmung zuführen zu können.

Don Quottes Plan, sich mit Ljossoph zu verbünden und zuerst Collar und dann Ljossoph auszubooten, kann als gescheitert betrachtet werden. Dem Roboter ist überhaupt nicht klar, welchen Herren die drei Fremden wirklich dienen. Da alle drei sie als »Freunde« bezeichnen, schlägt Blödmann vor, dass sie in aller Ruhe diskutieren sollen, was das Beste für Don Quotte, Chipol und ihn sei. Sie wollen sich bis dahin zurückziehen. Doch nur Chipol und Blödmann gelingt es, die Zentrale zu verlassen. Don Quotte wird von Collar aufgehalten. Der Daila beginnt ihm, Energie zu entziehen. Dies ruft Linque auf den Plan, der Sayum mit telekinetischen Kräften angreift und in die Knie gehen lässt. Don Quotte schüttelt die Beeinflussung ab und kontrolliert sein Innenleben nun wieder selbst.

Schnaubend vor Wut liegt Collar auf dem Boden, unfähig sich zu bewegen. Als ihn der Kaytaber wieder aus der Fessel entlässt, schwört ihm der Daila bittere Rache. Ljossoph teleportiert zu Sayum und versetzt ihm einige schallende Ohrfeigen. Jetzt greift Collar die beiden Kontrahenten an. Ljossoph wird zur Seite geschleudert, Linque von einem gewaltigen Schlag getroffen. Collar trifft eine immaterielle Riesenfaust. Die Einrichtung der Schiffszentrale muss als Wurfgeschoss herhalten. In diesem Chaos macht sich Don Quotte unbemerkt aus dem Staub. Chipol wird mit einem Raumanzug ausgestattet und verlässt mit Blödmann das Schiff.

Die Zentrale gleicht einem Schlachtfeld. Erst jetzt bemerken die Kämpfenden, dass Don Quotte und seine Freunde verschwunden sind. Ein Waffenstillstand wird vereinbart. Misstrauisch überwachen sie, jeder für sich, die Anzeigen, die Überwachungskameras und suchen mit telepathischen Fähigkeiten nach den Verschwundenen. Als sie Mentalimpulse in der Nähe der Triebwerksräume auffangen, versucht Sayum dorthin zu teleportieren, wird jedoch von einem Parapsi-Blockadefeld daran gehindert, das Ljossoph aufgebaut hat. Don Quotte ist es bisher erfolgreich gelungen, die drei Boten mit Projektionen, Hologrammen und mit Variofeldern versehenen Mentalschablonen zu täuschen.

Sayum, Ljossoph und Linque teleportieren beinahe gleichzeitig aus der Zentrale, um die Flüchtigen zu stellen. Hinter ihnen baut sich ein Schutzschirm auf, der für Teleporter nicht zu durchdringen ist. Diese Tatsache müssen die drei Boten zur Kenntnis nehmen, als sie in die Zentrale zurückkehren wollen, nachdem sie festgestellt haben, dass sie von Don Quotte genarrt wurden. Linque beseitigt den Schutzschirm, indem er die Anlage zerstört, die den Schirm immer wieder aufbaut.

Währenddessen flüchten Don Quotte, Blödmann und Chipol über das Plateau, auf dem die NAMSANGE noch immer steht. Starker Regen lässt einen bisher ausgetrockneten Fluss zu einem reißenden Wildbach anschwellen. Blödmann springt über das Gewässer, wird jedoch von einem Windstoß erfasst und prallt gegen eine Felswand. Der Roboter versinkt in den Fluten. Chipol springt in das Wasser, um Blödmann zu Hilfe zu kommen und wird von der Strömung mit- und unter Wasser gerissen. Don Quotte folgt ihm, um den Jungen zu retten. Er kämpft gegen die tobenden Wassermassen an. Blödmann gelingt es, eine Hand des Daila zu fassen. Der Roboter bewegt sich langsam auf ruhigeres Wasser zu. Plötzlich verschwinden sie und tauchen am Steilufer wieder auf. Neben ihnen steht Collar Sayum, den ein intensiver gedanklicher Hilferuf Chipols hierher geführt hat. Collar befördert auch Don Quotte an Land. Der falsche Daila teleportiert mit den Freunden in die Zentrale der SPÜRHUND.

Ljossoph und Linque missgönnen Collar Sayum dessen Erfolg. Es kommt erneut zu Auseinandersetzungen zwischen den Multi-Mutanten. Sayum feuert seinen Strahler auf Linque ab, dessen Körper zu schmelzen beginnt und sich verflüchtigt. Die Substanz versickert wie Regenwasser im absolut undurchlässigen Boden. Ljossoph, dessen Mission anscheinend erfüllt ist, da er den Kaytaber daran gehindert hat, die Gefährten nach Barquass zu bringen, löst sich auf und verschwindet spurlos.

Für Don Quotte stellt sich nun die Frage, in wessen Auftrag Collar Sayum tätig ist. Don Quotte wird erlaubt, den entkräfteten Chipol in dessen Kabine zu bringen. Bei dieser Gelegenheit will der Roboter heimlich eine Nachricht an Atlan absetzen. Doch dieses Vorhaben wird von Collar unterbunden, der damit gerechnet hat. Don Quotte wird von den Kräften des angeblichen Daila zu Boden geworfen und mit telekinetischen Fesseln fixiert. Collar konzentriert sich und schaltet die Positronik des Pseudo-Krelquotten aus. Als sie wieder aktiviert wird, ist das Programm EVOLOS entfernt. Der Zwang, Barquass aufzusuchen, ist verschwunden.

Die CUPU-DULZ nähert sich Hawtuja. Nun gibt sich Sayum als Teil Pzankurs zu erkennen. Der falsche Daila teleportiert mit Don Quotte und Chipol auf die CUPU-DULZ. Die SPÜRHUND mit Blödmann an Bord wird von Waffenstrahlen zerstört. Die CUPU-DULZ nimmt Kurs auf Tobly-Skan.

Anmerkung: Im Vorspann wird als Zeitraum des Geschehens das Jahr 3280 genannt.

Innenillustration