An Arkons Wurzeln

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2744)
PR2744.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Das Atopische Tribunal
Titel: An Arkons Wurzeln
Untertitel: Sie verbergen sich zwischen Zeugen der Vergangenheit – und erlangen Einblick in die Zukunft der Galaxis
Autor: Verena Themsen
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenillustrator: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 21. März 2014
Hauptpersonen: Pellindor da Shamonay, Gissilin, Chuv, Phörn, Ai Coulonn
Handlungszeitraum: Juni 1516 NGZ
Handlungsort: Arkon I
Report:

Ausgabe 475: Erinnerungen an William Voltz von Arndt Ellmer

Kommentar: Arkonidische Frühgeschichte I
Glossar: (kein Glossar)
Besonderes:

»Die Rede des Maghan«

Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Kurz­zusammen­fassung

Tormanac da Hozarius erkennt, dass im ausgehandelten Zeitraum der Abzug der Arkoniden aus dem Arkon-System kaum zu schaffen ist und bittet den Atopischen Richter Chuv um eine Verlängerung des Ultimatums, was dieser jedoch ablehnt.

Tormanac darf ab und zu für kurze Zeit einen Zellaktivator anlegen, damit wird seine tödliche Krankheit aufgehalten.

Unterdessen landet ein Onryonenschiff auf Arkon, um Material für die Kontrafaktische Forschung zu suchen. In geheimen Archiven entdecken sie, dass die Naats ursprünglich nicht primitiv waren, sondern eine hochstehende Kultur entwickelt hatten.

Das Atopische Tribunal beschließt, dass Arkon I zu einem Atopischen Konduktor mit Naat als Steuerwelt umgewandelt werden soll.

Fortsetzung des Handlungsstrangs Arkon in PR 2763.

Handlung

Die Zeit läuft den Arkoniden davon. Vizeimperator Tormanac da Hozarius erkennt, dass der vom Atopischen Tribunal geforderte Abzug aus dem Arkon-System nicht innerhalb der ausgehandelten drei Jahre zu schaffen ist. Während die Evakuierung von den Onryonen mit teils unnötiger Härte vorangetrieben wird – eroberte Trichterbauten von Adelsfamilien, die noch Widerstand leisten, werden vor den Augen der ehemaligen Besitzer gesprengt, wer nicht freiwillig ausreist, wird paralysiert und abtransportiert – ersucht Tormanac den Atopen Chuv um eine Fristverlängerung. Die Bitte wird rundweg abgelehnt. Da sich der Vizeimperator als Puffer zwischen seinem Volk und dem Atopischen Tribunal instrumentalisieren lässt (mancher Arkonide betrachtet ihn sogar als Kollaborateur), wird ihm ein Zellaktivator als Belohnung in Aussicht gestellt. Noch darf er ihn nur ab und zu für kurze Zeit anlegen, und das reicht nicht, um den Fortschritt der Krankheit Morbus Khesdar endgültig aufzuhalten. Tormanac flüchtet sich in Gespräche mit seinem toten Freund, dem Naat Ghlesduul, und in die virtuelle Welt der Messingträumer.

Fürst Alhos Ta-Amonte ist einer jener Adligen, die ihren Khasurn nicht freiwillig verlassen wollen. Seine Streitkräfte sind der onryonischen Übermacht jedoch nicht gewachsen. Der Fürst muss fliehen, nur begleitet von Pellindor da Shamonay, dem Freund seines rebellischen Enkels Rafir. Pellindor stammt aus einem Adelshaus, das aus jetzt nicht mehr bekannten Gründen vor Jahrtausenden in Ungnade gefallen ist. Der Fürst betrachtet Pellindor als Parasiten, ist aber auf seine Hilfe angewiesen, denn er wurde tödlich verwundet und will auf den Entrückten Feldern bei den Ruinen von Rakkalin zur letzten Ruhe gebettet werden. Obwohl Alhos Ta-Amonte bis zu seinem Tod nur Beleidigungen für Pellindor übrig hat, hält dieser trotz eines gegenteiligen Befehls des Fürsten die Totenwache, angeleitet von Docer Botest, dem Hirten der Abwesenden.

Am nächsten Tag erscheint das onryonische Raumschiff QOSTOR, dessen Besatzung in den Ruinen nach Material für die Kontrafaktische Forschung sucht. Botest wird zur Räumung des Friedhofs aufgefordert, Pellindor muss befürchten, verhaftet zu werden. Die beiden erhalten unerwartete Hilfe von der alten Arkonidin Gissilin, die sich schon seit geraumer Zeit auf den Entrückten Feldern herumtreibt und keineswegs, wie Botest angenommen hatte, geistig verwirrt ist. Sie gehört zu einem Forschungsteam unter der Leitung von Marnik dom Troghar, das ein unter den Ruinen verborgenes Archiv untersucht. Die Anlage war schon in der Zeit des Vereinten Imperiums und der alten USO Gegenstand geheimer Untersuchungen, ist aber noch viel älter. Dorthin werden Pellindor und Botest von Gissilin geführt. Im Archiv sind Daten über den Grund der Ächtung des Khasurn da Shamonay gespeichert. Zur Zeit der Methankriege ist einer von Pellindors Vorfahren zum Verräter geworden, aber nur, um sein Volk zu retten.

Als die Onryonen in die Anlage eindringen, fliehen die meisten Forscher. Botest wird festgenommen und abgeführt. Die Onryonin Ai Coulonn lässt sich von Gissilin tiefer in die Anlage führen, Pellindor darf sie begleiten. Kontra-Historiker wie Ai Coulonn versuchen, entscheidende Wendepunkte in der Geschichte ausfindig zu machen und alternative Entwicklungen zu extrapolieren, damit das Atopische Tribunal anschließend negative Ergebnisse eliminieren kann. Im Herzen des Archivs werden uralte Aufzeichnungen abgerufen, aus denen hervorgeht, dass die Naats vor der Ankunft der Arkoniden keineswegs primitiv waren, sondern eine hochstehende Kultur entwickelt hatten. Fremde Raumfahrer, die zunächst auf Iprasa durch genetische Manipulationen an Insekten das Volk der Taa erschaffen hatten, waren verantwortlich für den Rücksturz der Naats in die Primitivität. Um der vollständigen Vernichtung ihrer Zivilisation zu entgehen, hatten sich die Naats in eine unterirdische Stadt zurückgezogen, waren dann aber ausgestorben.

Ai Coulonn ist erfreut, dass die Thesen des Atopischen Tribunals, was die Besitzverhältnisse im Arkon-System angeht, nunmehr bewiesen sind, und ist abgelenkt. Gissilin nutzt die Gunst der Stunde, sticht die Frau nieder und verabreicht ihr ein Wahrheitsserum. Sie zwingt die sterbende Onryonin zu verraten, warum sich das Atopische Tribunal gegen die Annektierung Terras und für die Eroberung Arkons entschieden hat. Ai Coulonn sagt, nur auf Arkon I sei der Atopische Konduktor, das Rückgrat jeder Operation des Atopischen Tribunals, wirklich sicher. Naat soll zur Steuerwelt werden. Gissilin bleibt zurück, um Pellindor die Flucht zu ermöglichen. Der holografische Führer Nathan Kreisz weist dem jungen Arkoniden den Weg nach draußen. Pellindor muss nun dafür sorgen, dass andere den wahren Grund für die Besetzung des Arkon-Systems erfahren.

Anmerkungen

  • Wegen Überlänge wurde die gedruckte Ausgabe des Romans um ein Kapitel gekürzt. In der E-Book-Version ist das Kapitel als Anhang enthalten. Das fehlende Kapitel kann online eingesehen werden: »Die Rede des Maghan«. Eine Einleitung zum Text gibt Infos, wo im Roman gekürzt werden musste.
  • Die in diesem Roman vorkommende Figur Nathan Kreisz ist an Johannes Kreis angelehnt, die von Marnik dom Troghar an NikNik aus dem Kreis der Perrypedianauten. Beide entstanden im Rahmen der Aktion Perrypedia: Ein Dankeschön.

Innenillustration