Naats

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt das Volk der klassischen Perry Rhodan-Serie. Für das Volk der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Naats (PR Neo).

Die Naats sind die Bewohner des Planeten Naat, des fünften Planeten im Arkon-System.

PR3074Illu.jpg
Heft: PR 3074 – Innenillustration
© Perry Rhodan KG, Rastatt
Pr adventure naat.jpg
Naat im PC-Spiel
© Deep Silver

Erscheinungsbild und Physiologie

Die nasenlosen Naats sind drei Meter hohe, füllige Wesen. Ihr Körper steht auf kurzen Säulenbeinen. Sie haben lange Arme und einen großen, haarlosen Kugelkopf. Auffällig sind ihre drei großen Augen und der große, dünnlippige, ovale Mund. Ihre Haut ist schwarz und hat die Konsistenz von Leder. (PR 38)

Die Lebensbedingungen der Naats umfassen eine hohe Schwerkraft von 2,8 Gravos, große Temperaturschwankungen und Stürme von mehr als 400 km/h, daher sind sie sehr zäh und in der gesamten Galaxis als Söldner beliebt.

Als Bewohner eines Wüstenplaneten haben die Naats ein sehr geringes Bedürfnis nach Flüssigkeiten und zudem eine sehr große Blase, weswegen sie nur alle paar Wochen urinieren müssen.

Sie bewegen sich an Bord arkonidischer Schiffe auf allen vieren. (PR 38) Im Freien bewegen sie sich aufrecht mit einem wiegenden, schaukelnden Gang. (PR 39)

Obwohl es unter den Naats zwei Geschlechter gibt, lässt sich die Fortpflanzung nicht mit der anderer humanoider Völker vergleichen. Die sogenannten Kapselträger stoßen zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens eine weiche Fruchtkapsel aus, die mit einem externen Uterus verlgeichbar ist und eine Eizelle enthält. Der Nestbewahrer, oft auch nur Wahrer genannt, übernimmt die Fruchtkapsel und umarmt sie. Dabei geben die Samenstränge der Haut Samen ins Innere der Kapsel ab und befruchten die Eizelle. Außerdem regt der Kontakt mit der Kapsel bestimmte Nährdrüsen an, die Nährstoffe abgeben, die von der Kapsel aufgenommen und an den Fötus weitergegeben werden. (PR 3074, S. 24)

Charakterisierung

Aufgrund ihres klobigen Körperbaus und ihrer im Alltag eher behäbigen Fortbewegungsweise werden sie von den hochmütigen Arkoniden für geistig nicht sehr gewandt gehalten. Unter anderem prägten sie so die Redewendung Wie ein Naat im Kristallzimmer für ungeschicktes und ungebührliches Verhalten. (PR-Action 9)

Derselbe Eindruck entstand bei den Terranern während des ersten Zusammentreffens – auch sie hielten die geistigen Kapazitäten der Naats für nicht sehr weit entwickelt, da sie sich willig den Anordnungen der degenerierten Arkoniden fügten. (PR 38)

Ihre scheinbare Denkschwäche unterliegt einem völligen Irrtum. Sie sind hochintelligent, nehmen sich aber Zeit, ein Problem von allen Seiten zu durchdenken, bevor sie eine Antwort geben. Der Vizeimperator Tormanac da Hozarius schätzte diese Eigenschaft so sehr, dass er den Ratschlag eines Naats gerne dem eines Arkoniden vorzog, zumal ihnen Eigennutz und Manipulation fremd sind. (PR 2719)

Außerdem sind sie in kritischen Momenten reaktionsschnell und instinktsicher – dies prädestiniert die leicht reizbaren, aber extrem loyalen und stimmgewaltigen Wesen als Leibwache des Imperators.

Sie lieben ihre Heimat über alles, weswegen sie wenig Bedürfnis haben, diese zu verlassen, um Kolonien auf anderen Welten zu gründen. (PR 2719)

Bekannte Naats

Gesellschaft

Die Naats sind in Clans organisiert, obwohl sie eigentlich eher einzelgängerischer Natur sind. Der Name des jeweiligen Clans wird vor dem Rufnamen genannt und mit dem Suffix »-cor« versehen. Die Clannamen werden allerdings nur gegenüber anderen Naats genannt, da sie für Außenstehende nicht von Bedeutung sind. (PR 3075, S. 40)

Kulinarisches

Eine beliebte Speise ist das berauschend wirkende Smöcklaaf. (PR 2797)

Sitten und Gebräuche

Für die Naats sind Ringkämpfe, genannt Muathamen (PR 2796), eine Art heiliger Sport, alle Zivilisationsversuche von Seiten der Arkoniden wurden inzwischen längst aufgegeben. Sie haben lange nichts daran zu ändern vermocht, dass die Naats den besiegten Ringkämpfer in jedem Fall töteten. (PR 38)

Das Muathamen ist jedoch mehr als eine rein körperliche Aktivität und gilt als ein wichtiger Teil der naatschen Kultur. Es war aus der Philosophie des Mua hervorgegangen, die dem Dagor ähnelt und davon auch beeinflusst wurde. Das Mua gilt dabei als die Erfüllung, der man sich mit jedem Wettstreit nähert, egal ob der Wettkampf gewonnen oder verloren wird. Wichtig ist vielmehr, dass man seine Lehren daraus zieht. So lautet auch einer der Lehrsätze des Muathamen „Stehenbleiben ist Sinken, Vorwärtsstreben ist Steigen.“ (PR 3074, S. 44)

Das Muathamen wird auf einem Muaghosh ausgetragen. Dabei handelt es sich um ein etwa 14 Meter langes, ovales Brett mit abgeschnittenen Enden, das in der Mitte etwa sechs, an den Enden jeweils drei Meter breit ist. Derjenige Kämpfer, der zuerst vom Muaghosh herunterfällt oder vom Gegner bäuchlings darauf fixiert werden kann, verliert den Kampf. (PR 3074, S. 44)

Im Jahre 1517 NGZ hat sich die Tradition in der Richtung geändert, dass die Besiegten nach dem Kampf am Leben bleiben. (PR 2796)

Eine Art individuelle Geschichtsschreibung wird durch den Pranaat erfüllt. Es handelt sich um eine über mehrere Jahrtausende fortgeführte Erzählung aus einer Mischung von Heldengeschichten, persönlichen Erinnerungen und prägenden geschichtlichen Ereignissen. Er ist stark persönlich gefärbt und wird bewusst von exakten Daten frei gehalten. Die typischen Ereignisse des Pranaat werden Pra genannt. Diese werden aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert und sind oft als Dialoge angelegt. (PR 3074, S. 32)

Geschichte

Schon kurz nach der Entwicklung der Raumfahrt der Arkoniden fanden diese die Naats auf dem fünften Planeten ihres Systems vor. Sie dienten den Arkoniden seit dieser Zeit als treue Soldaten oder Arbeitskräfte.

Im Jahre 8050 v. Chr., während der Methankriege, planten Naats, die bei den mit den Maahks verbündeten Taumuu lebten, einen Aufstand gegen das Imperium. (PR 2845)

Während der Herrschaft des Robotregenten ab 1976 dienten sie als Kommandanten an Bord von Robotschiffen der Arkonidischen Flotte, da zu dieser Zeit nur wenige noch aktive Arkoniden verblieben, weil ihr Volk langsam degenerierte. (PR 38)

Im Jahre 2043 probten die Naats den Aufstand nicht nur wegen der ausufernden Rekrutierungen des Regenten. Die Naats revoltierten auch deswegen, weil sie den Aras für »wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt« wurden. Die Aufstände wurden blutig niedergeschlagen und weitere Proteste unterdrückt. (Blauband 14) Allerdings wurden die Naats nicht mehr auf den Raumschiffen eingesetzt. Der Regent musste nach anderen Quellen für seine Flottenbesatzungen suchen, etwa Kolonialarkoniden, wie den Zalitern, oder Fremdvölkern, wie den Topsidern.

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Im 25. Jahrhundert besiedelten die Naats viele Planeten außerhalb von M 13.

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1303 NGZ gehörten 250 von Naats besiedelte Welten der Naat-Föderation mit der Hauptwelt Naatsdraan an. Die Naat-Föderation war ein selbständiges Sternenreich, gehörte aber zum Einflussbereich des Kristallimperiums.

Die Naat-Föderation nahm 1344 NGZ an der Aufbaukonferenz der Völker auf Terra teil.

Zu den 804 Millionen Auswanderern, die im Herbst 1346 NGZ vor der Bedrohung durch TRAITOR über die Teletrans-Weiche ins Stardust-System flohen, gehörte auch eine Gruppe von Naats. (PR 2508)

Ende August 1514 NGZ besetzte das Atopische Tribunal das Arkonsystem. Der Atope Chuv verkündete, dass der Atopischen Ordo Geltung verschafft werden müsse. Aus diesem Grund wurde das Arkonsystem in Baag-System umbenannt an dessen »wahre Kinder«, die Naats, zurückgegeben. Die Arkoniden wurden gezwungen, das System binnen fünf Jahren zu räumen. (PR 2719)

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Quellen