Der dunkle Imperator

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Serie: Perry Rhodan Neo (Band 388)
Neo388.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Zyklus: Artefakte
Titel: Der dunkle Imperator
Autor: Lucy Guth
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 31. Juli 2026
Handlungszeitraum:    ... todo ...
Handlungsort:    ... todo ...
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Heinrich Bauer Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Kurz­zusammen­fassung

Eine Spionin von Lee Norskwod verfolgt Varek da Sharib zu einer Höhle auf Balai'Ranton, einer früheren Ferienwelt in der Nähe von Arkon I, in der er verschwindet. Norskwod kann später nicht verhindern, dass da Sharib die Träne der Sterne an sich bringt. Weidenburn erklärt, dass Artefakte nach der Symaios aufgetaucht sind und die Raum-Zeit stabilisieren sollen, und sich die durch fehlende Artefakte verursachten Unregelmäßigkeiten im Hyperraum anmessen lassen. Als man den näheren Bereich um Arkon I vermisst, stößt man auf Balai'Ranton. Dort wurde durch ein defektes Artefakt eine Chronophase in die Realität gehoben, die es nicht geben dürfte, sodass das Universum nun zwischen zwei Zuständen hängt. Mit Hilfe des Artefakts von Agema kann Weidenburn für die TERRANIA II ein Portal in die andere Chronophase schaffen, wo sie sofort von drei Ultraschlachtschiffen bedroht werden. Hier herrscht eine Militärdiktatur, eine andere Thora, die sich Thora da Zoltral nennt, ist die Erste Klinge des Reiches, die TERRANIA II kann sich nur mit knapper Not zurückziehen. Bei dem Kontakt sind die Erinnerungen von Thora da Zoltral auf Thora übergegangen, in der anderen Realität sind Perry und Gucky in ihren Smaragdgrüften ums Leben gekommen, Atlan wurde von Thora da Zoltral eigenhändig hingerichtet. Imperator ist Varek da Sharib. Man hat den Übergang in die normale Realität entdeckt, ist auf Erkundung gegangen, dann haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Welt hinter dem Durchgang weitaus beständiger ist, während sich die eigene Realität auf einem Nebenzweig der Existenz befindet, der jederzeit zusammenbrechen kann. Also bereitet Varek da Sharib die Eroberung der anderen Realität vor.

Um die Eroberungspläne aus der anderen Realität zu verhindern, kontaktiert Thora den Präsidenten der Kristallrepublik, Varek Tolgan, und das Haus der Kelche. Man stellt eine Flotte auf, Weidenburn öffnet das Portal, doch der Angriff wird zu Desaster. Die gegnerischen Ultraschlachtschiffe ZARAKH und SUMURDH haben Artefakte an Bord, die die Raum-Zeit derart verändern können, dass die Waffen der beiden Schiffe die Schutzschirme und andere Sicherheitssystem der Gegner durchdringen können, als ob sie nicht da wären. Die Angreifer haben keine Chancen. Bei dem Angriff ist auch der Präsident der Kristallrepublik, Varek Tolgan den Feinden in die Hände gefallen, und dann kann Varek da Sharib auch noch Lee Norskwod bei einem Versuch, sich die Träne der Sterne zurückzuholen, gefangen nehmen. Norskwod erkennt, dass Varek Tolgan und Varek da Sharib nur zwei verschiedene Möglichkeiten derselben Person in zwei verschiedenen Chronophasen sind, und ebenso miteinander verbunden sind wie die beiden Thoras. Auf der TERRANIA II taucht wieder einmal Veiyerdal auf. Er will etwas dagegen tun, dass die Artefakte immer wieder verschoben werden. Und weil sie auf der ZARAKH und der SURMUDH gleichzeitig zuschlagen müssen, und außer Veiyerdal nur Norskwod Artefakte bewegen kann, gehen Perry, Thora, Atlan und Gucky in die andere Realität und befreien Norskwod und mit ihm auch Varek Tolgan.

Handlung

Vorbemerkung: Im vorliegenden Roman kommt neben der Thora der bisherigen Handlung eine zweite Thora aus einer alternativen Chronophase vor. Um Verwechslungen zu vermeiden, nenne ich diese alternative Person Thora da Zoltral, während ich die Thora der bisherigen Handlung wie bisher immer nur Thora nenne. Tatsächlich wird im Roman ausgeführt, dass die Thora der bisherigen Hanldung Thora Rhodan da Zoltral heißt, während die andere Thora nicht (mehr) mit Perry verheiratet ist, und daher nur Thora da Zoltral heißt.

Anfang Dezember 2480: Lee Norskwod hat ein Artefakt in Zhalur-Kyra abgeliefert, und schleicht nun unter dem Vorwand, dass er Eric Weidenburn noch einige Informationen direkt geben und ihn treffen muss, durch die Station. Varek da Sharib ist gerade abwesend, und in einer Hygienezelle aktiviert Norskwod ein Spiegelfeld, denn der wahre Grund, für dass Norskwod sich in die Station begeben hat, ist, dass er bei da Sharib spionieren will. Er hat sich auch einen Zugangscode besorgt, kann in dessen Arbeitsräume eindringen, und entdeckt dort ein Modell des Kristallpalastes von Arkon I, das irgendwie anders aussieht. Als er es berührt, öffnet sich der Palast, und drinnen ist ein Datenkristall. Norskwod ist klar, dass er den nicht einfach mintnehmen kann, so legt er ihn in ein Lesegerät. Eine unbekannte Schrift erscheint, plötzlich verschwimmt sie vor Norskwods Augen, und dann kann er sie plötzlich lesen. Auch das ist eine Fähigkeit, die er von der Träne der Sterne vermittelt bekommen hat. Varek da Sharib hält in dem Kristall die Erkenntnisse von Weidenburn fest, aber auch eigene Erfahrungen. Er spricht von einer Durchlässigkeit der Raum-Zeit und davon, dass er zwischen zwei Realitäten pendelt, dem Einsteinuniversum und seiner eigenen Heimat. Und er plant einen Umsturz, will die Macht ergreifen. Doch wenn er länger im Einsteinuniversum bleibt, verliert er an Kraft. Er muss daher immer wieder in die Welt seiner Herkunft zurückkehren. Und damit ist klar, warum er derart auf die Enträtselung der Artefakte fixiert ist: Er will einen Weg finden, länger hier überleben zu können. Norskwod muss abbrechen, weil Sicherheitsleute kommen, und steckt den Datenkristall zurück. Doch er hat da Sharib überwachen lassen, und Deinab, eine seiner Spioninnen, hat ihn zum Planeten Balai'Ranton im System der Sonne Silion verfolgt, wo da Sharib in einer Höhle verschwunden ist. Ein Flackern in der Luft deutet auf ein Artefakt hin, und nun ist Norskwod klar, dass das der Druchgang in die andere Dimension ist.

Mitte Dezember 2480: Lee Norskwod schleicht durch den Dschungel von Balai'Ranton, der Welt der Blüten, die nicht weit von Arkon I entfernt ist, und früher ein Urlaubsplanet war, in der Symaios aber aufgegeben werden musste. Die wunderschönen Blütenpflanzen von einst sind zu einem verfilzten Dschungel verwildert, durch den sich Norskwod hindurchkämpfen muss. Er musste etwas entfernt von der Höhle landen, weil um die Höhle eine Zone herrscht, in der keine Technik funktioniert. Er will das in der Höhle befindliche Artefakt, den flüsternden Stein, der einem Monolithen ähnelt, gegen ein anderes, den Würfel der Wahrheit, der relativ klein ist und den er bei sich hat, austauschen. Dann würden sich die Parameter der Umgebung ändern und der Übergang wäre verschlossen. Es wäre egal, wo sich da Sharib gerade befindet, wäre er auf der anderen Seite, wäre er dort eingeschlossen, wenn er im Einsteinuniversum wäre, wäre er von der Rückkehr abgeschnitten und würde langsam vergehen. Als er die Hand zum flüsternden Stein ausstreckt, sagt eine Stimme: „Das würde ich nicht tun“. Veiyerdal ist da, er hat Norskwod schon länger beobachtet, der aus Machtgier schon viel zu lange die Ordnung des Universums stört. Er will ihn nicht töten, denn die Träne der Sterne würde ihn wiederbeleben und das würde nur die Träne schwächen. Doch er greift in Norskwods Schädel, sodass dieser schrecklichen Schmerz verspürt, und danach erklärt Veiyerdal, dass er Norskwod eine Prägung verpasst hat. Von nun an sind sie verbunden. Sobald Noirskwod wieder in die Ordnung des Universums einzugreifen versucht, wird Veiyerdal das spüren und eingreifen.

Kurz darauf meldet sich Norskwods Spionin Deinab wieder. Varek da Sharib hat herausgefunden, wo sich die Träne der Sterne befindet, und will sie in seine Hände bekommen. Sofort startet Norskwod eine Operation, mit der er die Träne vom Asteroiden holen will. Ein Verband der Tarysh-Sippe mit dem Leitschiff YLOTA ZHAN unter dem Kommando von Kanoha Rasha Tarysh, der Schwester der Matriarchin Yaqu'in Rasha Tarysh, mit der sich Norskwod wieder versöhnt hat, fliegt das Asteroidenfeld an. Norskwod, der als einziger Artefakte bewegen kann, fliegt mit einem Beiboot zum Asteroiden und bringt die Träne in die YLOTA ZHAN, die dann die Träne zur GRAN PARET, dem Flaggschiff der Tarysh-Sippe, bringen soll. Dann fliegt Norskwod weiter, um an der anderen Seite des Asteroidenfeldes eine falsche Spur zu legen. Plötzlich bekommt er eine Hyperfunknachricht von Kanoha Rasha, die Sternadler mit den roten Augen seien da. Als er zurückfliegt, findet er von der Flotte, die aus drei mittelgroßen Walzen und der riesigen YLOTA ZHAN bestanden hat, nur noch Trümmer.

12. bis 15. Februar 2481: Eric Weidenburn ist nach seiner Befreiung nunmehr an Bord der TERRANIA II angekommen und hört, was sich während seines zwangsweisen Aufenthaltes auf Zhalur'Kamon ereignet hat, insbesondere vom Auftauchen des Konzils. Er äußert die Vermutung, dass es zum Durchbruch der Granulone kam, weil die Artefakte, die die Raum-Zeit in ihrer Umgebung stabilisiert haben, entfernt wurden. Man müsste die Artefakte, die weggebracht wurden, finden und zurückbringen, Das gilt auch für andere Raumregionen, aus denen Artefakte weggebracht wurden, und in denen nun die Raum-Zeit instabil wurde. Weidenburn hatte auf Zhalur'Kamon Kontakt zu Lee Norskwod, doch über die Frage, wie er die Artefakte bewegt hat, hat dieser geschwiegen. Und die Arkoniden um Varek da Sharib scheinen nun eine weitere Methode gefunden zu haben. Wo sich Veiyerdal befindet, der ebenfalls Artefakte bewegen kann, weiß ebenfalls niemand.

Thora meint, dass Weidenburn genug über Artefakte weiß, um zusammen mit Dao-Lin-H'ay einen Weg zu entwickeln, Artefakte aufzuspüren. Weidenburn meint, dass Artefakte dort auftauchen, wo die Symaios das Universum nicht oder nur unzureichend repariert habe, und dort mit der hyperphysikalischen Struktur der Raum-Zeit in Wechselwirkung treten. Diese Unregelmäßigkeiten lassen sich anmessen. Als er mit der Messung in der Nähe von Arkon I beginnt, stößt er bald auf das Silionsystem und damit auf Balai'Ranton, der Erholungswelt, die nach den Daten aber seit der Symaios verlassen ist. Die TERRANIA II fliegt hin, man misste eine Instabilität der Raum-Zeit an, eine Art Flackern der Raum-Zeit, vielleicht eine Quantentasche oder eine entartete Granule. Weidenburn will das auf Agema geborgene kugelförmige Artefakt als Vakuum-Phasen-Synchronisator verwenden, mit dem er Gegenfrequenzen erzeugen und eine Vielzahl von metastabilen Zuständen zum Kollabieren bringen kann. Als er ihn aktiviert, entsteht vor ihnen im All ein Riss. Ale Weidenburn den Riss untersucht, meint er, dieser sei ein Zugang zu einer anderen Realität. Das defekte Artefakt hat offenbar bewirkt, dass eine Chronophase in die Realität gehoben wurde, die es nicht geben dürfte, sodass das Universum nun zwischen zweit Zuständen hängt. Welche Wirklichkeit in der anderen Chronophase Realität wurde, kann man von außen nicht sagen. Es könnte eine sein, in der die Arkoniden die Besetzung der Erde niemals aufgegeben haben, oder sich die Geschichte der Menschheit ganz anders entwickelt hat, oder überhaupt Drachen herrschen. Das können sie nur herausfinden, wenn sie in die anderer Chronophase einfliegen. Und als der Riss groß genug ist, fliegt die TERRANIA II hindurch.

Sie kommen wieder im Silonsystem an, doch in der anderen Realität ist es nicht verlassen, sondern Balai'Ranton nach wie vor als Urlaubswelt intakt. Und dann materialisieren drei Ultraschlachtschiffe mit jeweils 1500 Metern Durchmesser, die ZARAKH, die SURMUDH und die ORCAST. Als Kommandantin meldet sich Thora da Zoltral, die hier die Erste Klinge des Imperiums ist. Die Uniformen sind hier eisblau, es gibt keine Republik, das Kristallimperium existiert nach wie vor und befindet sich im Krieg mit den Terranern, Thora da Zoltral ist die Oberbefehlshaberin der arkonidischen Flotte, und weil Terraner Feinde sind und hier nichts zu suchen haben, verlangt sie die sofortige Kapitulation. In ihren Haaren sind schwarze Strähnen zu sehen, bei Arkoniden eine Alterserscheinung. Die Thora aus dem Normalraum spürt, wie ihr etwas Kraft entzieht, zugleich verschwinden einige der schwarzen Strähnen in der Frisur von Thora da Zoltral. Weidenburn braucht etwas Zeit, um das Artefakt neu zu kalibrieren und das Tor für den Rückweg zu öffnen, man muss also Zeit gewinnen. Als sich Rhodan ins Gespräch einschaltet, meint Thora da Zoltral, Rhodan sei tot. Dann werden die Waffen der drei Schiffe aktiviert, doch Weidenburn kann das Tor zurück rechtzeitig öffnen und die TERRANIA II entkommt im letzten Augenblick. Beim Durchgang durch das Tor bricht Thora zusammen.

Grund von Thoras Zusammenbruch war, dass die gesamten Erinnerungen von Thora da Zoltral, ihres Pendants in der anderen Chronophase, auf sie übergegangen sind. Dies sind ihre Erinnerungen:

In einem früheren, anderen, glücklicheren Leben hieß sie Thora Rhodan da Zoltral. Dieses Leben ging mit der Symaios zu Ende, die dort nur 37 Jahre dauerte, und die Thora in einer Smaragdgruft auf der Erde verbrachte. Als sie aufwachte, war die Erde entvölkert. Sie fand die Grüfte von Perry und Gucky zerstört, beide waren nur noch mumifizierte Leichen. Als ein Raumschiff mit einer Crew verwahrloster Arkoniden auf der Erde landete, ergriff Thora die Gelegenheit, vom verlassenen Planeten wegzukommen. Sie kehrte nach Arkon zurück wo sich die Republik zu einem Desaster entwickelt hatte. Durch die Granulierung des Hyperraumes war die Raumfahrt stark eingeschränkt. Und so beteiligte sich Thora mit anderen Arkoniden an der Wiedererrichtung des alten Imperiums. Im Khasurn da Sharib fand man eine neue Herrscherfamilie. Arkoniden, die sich dieser Entwicklung widersetzten, wurden von der wieder erstarkten Flotte der Anhänger eines Imperiums überrannt.

Thora überlebte eine Reihe von Imperatoren des Khasurns da Sharib. Unter Imperator Voltak da Sharib, in einer Zeit, in der nach hundert Jahren die schlimmsten Nachwirkungen der Symaios abklangen, bekam man wieder Kontakt zu den Terranern. Diese hatten die Symaios auf Gäa unter der Ägide von Reginald Bull überstanden hatte. Nun waren sie nach Terra zurückgekehrt, und warennach M 13 geflogen, um die alten, freundschaftlichen Beziehungen wieder aufzunehmen. Thora war eine der ersten, die jeden Kontakt ablehnte, vor allem, weil sie Bull vorwarf, dass er seine Freunde Perry und Gucky auf der Erde zum Sterben zurückgelassen hat. Sie trat wieder in den Dienst der Flotte ein und wurde die Erste Klinge des Imperiums. Und sie kam wieder zur Überzeugung, dass sie auf dem Weg, den Perry einst propagiert hatte, nicht weit gekommen waren, und vertrat wieder Stärke und Unerbittlichkeit. Sie traf mit John Marshall und Belle McGraw, deren Gruft in der anderen Chronophase offenbar nicht zerstört worden war, zusammen, die als Botschafter gesandt worden waren. Das Treffen verlief feindselig, doch sie ließ sie gehen. Dann wurde eine letzte Smaragdgruft gefunden, mit Atlan da Gonozal. Und weil Atlan die Arkoniden auf den Weg der Republik zurückbringen wollte, wurde er von Imperator Kefal da Sharib zum Tod verurteilt. Thora da Zoltral hatte die Ehre, die Klinge bei der Hinrichtung zu führen.

Sie diente schon Jahrhunderte dem Geschlecht da Sharib, als Varek da Sharib den Kristallthron bestieg. Eines Tages ließ er sie in seinen Palast auf Balai'Ranton rufen und führte sie in eine Grotte in der Nähe, in der sich ein flackernder Monolith befand, der ein Tor in eine andere Realität öffnete. Ein Spion, den da Sharib hinübergeschickt hatte, berichtete, dass auf der anderen Seite noch immer eine Republik Arkon bestand. Und da Sharibs Wissenschaftler hatten herausgefunden, dass die Welt hinter dem Durchgang weitaus beständiger war, während ihre eigene Realität sich auf einem Nebenzweig der Existenz befand, der jederzeit zusammenbrechen konnte. Da Shairb hatte die Wissenschaftler und den Spion hinrichten lassen, damit es keine Mitwisser gab. Thora da Zoltral war die Einzige, die er nun ins Vertrauen zog. Wenn sie überleben wollten, mussten sie auf die andere Seite umsiedeln. Und das musste jemand vorbereiten. Thora da Zoltral bot sofort an, diese Aufgabe zu übernehmen, doch das wollte da Sharib selbst machen. Von da an verschwand er immer wieder durch das Tor, während Thora da Zoltral ihm den Rücken freihielt. Die zahlreichen Übertritte in die andere Realität zeigten Folgen, da Sharibs Haar wurde schwarz und sein Gesicht entstellt. Der imperialen Öffentlichkeit erklärt man das mit einer Erkrankung, die aber nicht tödlich war. Und da Sharib kündigt Thora da Zoltral an, dass er auf der anderen Seite mit ihr zusammen herrschen wollte.

Nachdem Thora die Geschichte ihres Alter Egos von der anderen Seite erzählt hat, berät man, wie man weitermachen soll. Thora ist sich sicher, dass die Informationen nicht nur in eine Richtung geflossen sind und Thora da Zotral nun alles weiß, was sie weiß. Und ihr Alter Ego hat von ihr Lebensenergie aufgenommen, nur so ist erklärbar, dass die schwarzen Strähnen in ihrem Haar wieder weiß wurden. Es dürfte in der zweiten Chronophase auch von vielen anderen Personen derartige Alter Egos geben, die man noch nicht gesehen hat. Weidenburn vermutet, dass Varek das Sharib einer Invasion ihrer Realität vorhat, und dass er mit den Artefakten Doppelexistenzen überschreiben kann. Um dieser Invasion abzuwehren, sollte ein Präventivschlag versucht werden. Dazu soll Thora versuchen, die Hilfe der Republik zu bekommen.

Diesmal bekommt Thora den Termin beim Varek Tolgan, dem Präsidenten der Republik schnell. Dieser fragt, ob er eine Ähnlichkeit mit Varek da Sharib hat, doch Thora kann eine solche Ähnlichkeit nicht erkennen. Einen Khasurn da Sharib hat es weder im alten Imperium gegeben noch gibt es diese Familie in der Kristallrepublik. Varek Tolgan meint, für eine Präventivschlag müsse er zuvor formell den Ark'Orron Telar einberufen, den „Hohen Rat, der die arkonidische Zivilisation lenkt“ und aus 15 Leuten besteht. Doch das ist nicht die größte Hürde, denn wenn bekannt werden sollte, dass der Präventivschlag auf Betreiben der Terraner erfolgt, befürchtet er in der Flotte eine Meuterei. Vor allem Ylkor-Kul'Thar, eine Gruppierung, die die Meinung vertritt, durch die Demokratisierung habe Arkon in der Galaxis sein politisches Prestige verloren, würde sich gegen ihn stellen.

Also muss Thora auch das Haus der Kelche überzeugen, und sie spricht wieder auf Mas'Mons vor der Versammlung. Ihr Glück ist, dass die Versammlung dort ohnehin tagt, extra für sie hätte man sie nicht zusammengerufen. Und als Thora von der anderen Realität berichtet, werden sofort Stimmen laut, die meinen, dass eine Wiedererrichtung eines Imperiums ihnen entgegenkommen könnte, und man dann sehen würde, ob Varek da Sharib dem Spiel der Kelche gewachsen ist oder von einem aus ihrem Kreis verdrängt werden könnte. Doch dann weist Thora darauf hin, dass ihre Realität einfach überschreiben werden könnte, und das überzeugt dann doch. Überschreiben will sich keiner lassen. Und so erklärt auch das Haus der Kelche, eine Flotte bereitzustellen.

Kurz darauf ist eine Flotte von 200 arkonidischen Kampfschiffen der Republik im Silionsystem versammelt, darunter die SETHRON, das 1500-Meter-Flaggschiff der Hohen Kommandantin Zalara da Keranth. Die Flotte der Khasurne stößt dazu. Dann öffnet Weidenburn wieder das Tor und die Flotte fliegt hindurch. Auf der anderen Seite erwartet sie eine Flotte des Imperiums, doch diese hat nur die halbe Anzahl der Schiffe der Angreifer, und schnell bekommt die Flotte der Republik die Oberhand. Dann materialisieren die Ultraschlachtschiffe SUMURDH und ZARAKH des Imperiums, mit einem einzigen Schuss der ZARAKH wird die KRALAS, das Schiff, auf dem sich Efkor da Zoltral, das Oberhaupt der Zoltrals befindet, zerstört. Und so geht es weiter, die Geschütze der beiden Ultraschlachtschiffe ignorieren die Schutzschirme der Angreifer. Weidenburn meint, dass sie Artefakte an Bord haben, die die Realität derart verändern, wie sie die Gegner für eine maximale Wirksamkeit ihrer Waffen benötigen. Um nicht völlig aufgerieben zu werden, müssen sich die Angreifer schnellstmöglich durch das Tor zurückziehen. Und Weidenburn schließt das Tor hinter ihnen, sodass es keine Verfolgung gibt. Als sich das Tor geschlossen hat, wird klar, dass es das Beobachterschiff, das den Präsidenten Varek Tolgan an Bord hatte, nicht herübergeschafft hat.

Die nächste Vorsprache im Haus der Khasurne wird für Thora unangenehm. Man meint, ihr Plan sei ein Desaster geworden. Und dann marschiert plötzlich ihr Alter Ego, Thora da Zoltral in die Versammlung. Sie verlangt den Platz des Hauses Zoltral, weil Efkor da Zoltral beim Angriff gefallen ist. Thora spricht sich dagegen aus, wird aber überstimmt. Danach beginnt Thora da Zoltral den anwesenden Khasurnoberen auszumalen, wie viele Opfer ein Kampf zwischen den Flotten der beiden Realitäten fordern würde, vor allem auf der Seite der Khasurne, da die Angreifer überlegene Waffen haben. Wenn sie sich hingegen in das Reich des Varek da Sharib eingliedern würden, hätten sie ohne weitere Opfer die Wiedererrichtung des Imperiums, ihr eigentliches Ziel, erreicht. Als Thora dagegen argumentiert, behauptet Thora da Zoltral, die alle Erinnerungen von Thora kennt, dass Thora den Angriff, der nur deshalb initiiert habe, um ein Artefakt in die Hände zu bekommen, mit dem sie ihre Tochter Nathalie retten kann. Der Angriff hat in den Khasurnen viele Opfer gefordert, die Wut ist entsprchend groß und bei einer darauffolgenden Abstimmung wird Thora aus dem Haus der Kelche ausgeschlossen und hinausgeworfen. Draußen trifft Thora auf Atlan, der marschiert als nächster in die Versammlung hinein, beansprucht den Sitz des Hauses Gonozal für sich, bekommt ihn per Abstimmung zugewiesen und daraufhin verlässt Thora da Zoltral würtend die Versammlung.

Einige Tage vorher hat auf der GRAN PARET das Zarakhbin Famal, das Totenritual der Mehandor, stattgefunden. Es ist die Abschiedsfeier für Kanoha Rasha und dreihundertvier weitere hingemetzelte Mehandor. In der Zeit vor dem Ritual konnte sich Norskwod die Suche nach der Träne der Sterne nicht beginnen. Bei der Feier wird nicht getrauert, sondern die Wut über die Verluste hinausgebrüllt und werden die Schuldigen verflucht. Dann eröffnet eine alte Mehandor, dass auch Norskwod schuld hätte, und die Stimmung wird für ihn angespannt. Doch Norskwod nutzt eine Eigenschaft, die er ebenfalls durch die Träne der Sterne vermittelt bekommen hat: Er kann die Stimmung von anderen wahrnehmen und dadurch die richtigen Worte finden, um sie in seine Richtung zu lenken. Und so hält er eine Rede, dass auch er ein Tarysh sei, er die Getöteten gekannt habe, der Verlust für ihn genauso groß sei, sie aber die Schuldigen finden und bestrafen würden. Nun gibt es Applaus. Danach probiert Norskwod aus, ob seine Fähigkeit, Artefakte zu bewegen, noch vorhanden ist. Yaqu'in Rasha hat eine kleine, rote, schwebende Murmel, die man verkaufen wollte, zurückbehalten. Bisher hat Norskwod sie immer bewegen können, jetzt kann er es nicht mehr. Die Verbindung zur Träne der Stern erlischt, seine Fähigkeiten vergehen, die Zeit drängt.

Norskwod spürt noch immer vage, wo sich die Träne befindet. Er fliegt mit einem fernflugtauglichen Beiboot los, die Spur führt ihn nach Balai'Ranton, wieder zum Portal beim flüsternden Stein, und diesmal geht er hindurch. Auf der anderen Seite ist ebenso eine Höhle, als er diese verlässt, sieht er, dass sie durch ein Prallfeld verschlossen ist. Er ist in einer Art Zoo herausgekommen, dahinter erhebt sich eine Stadt und ein imperialer Palast, die Residenz. Die Urlaubswelt Balai'Ranton ist hier noch intakt. Er begibt sich in die Stadt, bringt einen mit Chronners aufgeladenen Kreditchip in seinen Besitz und schleicht sich als angeblicher Koch bei der Firma Gaytara Torrske ein, die vor allem das Sicherheitspersonal für die Residenz stellt, und einen Koch nur ausnahmsweise aufnimmt. Mit seiner Fähigkeit der Überredung schafft er es, dass man über das Fehlen von Papieren hinwegsieht. In der Residenz entfernt er sich aus der Küche, und begibt sich in Richtung der Träne. Doch dort erwartet ihn bereits Varek da Sharib. Es war eine Falle, da Sharib hat zwar die Träne in seinen Besitz gebracht, hat aber noch keinen Zugriff auf sie. Den hofft er über Norskwod zu bekommen.

Norskwod ist jetzt Gefangener in der Residenz. Doch er wälzt Ausbruchspläne, und tatsächlich kann er den Wächter vor seiner Zelle mit Andeutungen, dass er gestehen wolle, überlisten und niederschlagen. In einer weiteren Zelle findet er den Präsidenten Varek Tolgan, der aus seinem Schiff hierher verschleppt wurde, dem es sehr schleht geht und der daher glaubt, dass man ihn vergiftet hat. Norskwod erkennt, dass das keine Vergiftung ist: Bisher war die Ähnlichkeit zwischen Varek Tolgan und Varek das Sharib nicht so erkennbar, weil da Sharib nicht nur schwarzes Haar hatte, sondern sein Gesicht durch die Übertritte in die andere Realität auch entstellt war. Doch jetzt, wo auch das Gesicht von Varek Tolgan verzerrt ist, ist die Ähnlichkeit für Norskwod kalr erkennbar. Und als Tolgan meint, es müsse einen Spion geben, der ihren Präventivschlag verraten habe, meint Norskwod, dass Varek da Sharib diese Information einfach aus den Erinnerungen von Tolgan hat, genauso wie da Sharib aus ihm die Energie abzieht, was die Erklärung für Tolgans miserablen Zustand ist. Tolgan und da Sharib sind zwei verschiedene Möglichkeiten derselben Person in zwei verschiedenen Chronophasen, die sich diese Dinge teilen. Norskwod will Tolgan in seine Realtiät in Sicherheit bringen, doch dazu muss Tolgan wieder etwas zu Kräften kommen. So greift Norskwod auf die Träne der Sterne zurück, auf deren Energie er wieder Zugriff hat, und will sie Varek Tolgan zuführen. Das ist ein fürchterlicher Fehler: Bisher hatte Varek da Sharib die Träne zwar in seinem Besitz, aber keinen Zugriff auf sie. Doch weil er mit Varek Tolgan verbunden ist, konnte er in dem Augenblick, in dem Norskwod Tolgan die Energie zuführte, endlich auf die Träne zugreifen. Und Norskwod hat seinen Zugang zur Träne verloren.

Nun kann Varek da Sharib selbst ein Portal in die andere Realität schaffen. Und in der Dimension, in der sich die TERRANIA II befindet, ist das schnell zu bemerken. Dort hat man noch Atlans Erfolg gegen Thora da Zoltral gefeiert, als plötzlich Veiyerdal auftaucht. Zuerst stellt er Rhodan zur Rede, warum er die schwarze Kugel nicht, wie vereinbart, an ihren Ursprungsort zurückgebracht hat. Rhodan erklärt, dass er das noch tun werde. Veiyerdal will sich in den Kampf gegen Varek da Sharib nicht einmischen, da ihm egal ist, wer gewinnt. In seinen Augen sind beide Realitäten Fehlschläge. Er will nur verhindern, dass weiter Artefakte verschoben werden. Dann gibt es eine Erschütterung der Raum-Zeit, bei Balai'Ranton erscheint wieder ein Riss, und die ZARAKH und die SUMURDH kommen durch. Da Sahrib kann das Portal nun auch selbst öffnen. Fünf Großkampfschiffe der Arkoniden stellen sich ihnen entgegen, werden aber vernichtet. Veiyerdal nimmt wahr, dass die beiden Ultraschlachtschiffe die Träne der Sterne und zwei weitere Artefakte an Bord haben. Und wenn er die Artefakte in einem der Schiffe lahmlegt, hätte das andere Schiff noch die Möglichkeit, ihn zu töten. Sie müssen beide Schiffe gleichzeitig lahmlegen. Atlan hat die Idee, dass sie das mit Hilfe von Norwkwod erreichen könnte, wenn dieser die Träne deaktiviert, während Veiyerdal sich um die beiden anderen Artefakte am anderen Schiff kümmert. Sie müssen also Norskwod befreien. Und weil Veiyerdal Norskwod mit einer Prägung versehen hat, kann er wahrnehmen, dass er sich in der anderen Chronophase auf Balai'Ranton befinet.

Ein Team, bestehend aus Perry, Thora, Atlan, Gucky und Veiyerdal, soll die Befreiungsaktion durchführen. Und dann geht es sehr schnell: Veiyerdal versetzt sie direkt in die Höhle auf Balai'Ranton. Doch das Portal, das der flüsternde Stein schafft, flackert. Veiyerdal muss zurückbleiben, um es zu stabilisieren. Auf der anderen Seite kann Gucky Norskwod telepathisch wahrnehmen, und teleportiert die Gefährten gleich zu diesem Ort. Erst jetzt wird klar, dass sie sich im Keller der Residenz befinden. Dann gelangen sie in die Zelle von Norskwod und Varek Tolgan, doch dann taucht auch Thora da Zoltral mit einigen Soldaten auf. Während die Soldaten schnell ausgeschaltet sind, liefern sich Thora und Thora da Zoltral einen Kampf bis aufs Messer. Gucky bringt die anderen in Sicherheit, doch auf Thora springt die Mordlust ihres Alter Egos über, und als sie Thora da Zoltral unter sich liegen spürt, will sie sie umbringen. Gucky verhindert das in letzter Sekunde.

Kurze Zeit später sind alle auf die TERRANIA II zurückgekehrt, auch Veiyerdal. Man ortet ein Beiboot, das durch den Durchgang kommt und die ZARAKH ansteuert: Thora da Zoltral, die andere Thora ist gekommen. ...