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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan Neo (Band 389) | |
| Zyklus: | Artefakte | |
| Titel: | Wenn Sterne bluten | |
| Autor: | Rüdiger Schäfer | |
| Titelbildzeichner: | Dirk Schulz / Horst Gotta | |
| Erstmals erschienen: | Freitag, 14. August 2026 | |
| Handlungszeitraum: | ... todo ... | |
| Handlungsort: | ... todo ... | |
| Zusätzliche Formate: | E-Book, Hörbuch | |
| Leseprobe: | ||
| Hörprobe: | ||
Kurzzusammenfassung
Das Hologramm von Eric Leyden wird von NATHAN gegen dessen Willen von der TERRANIA II zum Mond zurückgeholt. Der Kreellblock hat sich aufzulösen begonnen, doch der Ara-Xenomedizinerin Toula Meravin gelingt es, in einer Reintegrationskapsel Eric und seine Gefährten in ein organisches Leben zurückzuholen, mit einem Körper, aber auch natürlicher Alterung. Thora, Perry, Atlan, Gucky, Dao-Lin-H'ay, Veiyerdal und Lee Norskwod gelingt es, bei einem Kommandounternehmen die beiden Artefakte, die der feindlichen ZARAKH und der SURMUDH die besonderen Waffenfähigkeiten geben, von den Schiffen zu stehlen. Daraufhin zieht Varek da Sharib seine Flotte hinter das Portal zurück. Doch nachdem die Artefakte auf die TERRANIA II gebracht wurden, beginnen dort eigenartige Realitätsverschiebungen, Besatzungsmitglieder verschwinden und tauchen mit zerrütteter Psyche wieder auf, die Artefakte widersetzen sich jedem Versuch, sie wegzubringen, auch der Versuch einer Transition der TERRANIA II scheitert. Andere Artefakte, die von den dreien an Bord herbeigerufen wurden, tauchen auf. Weidenburn meint, dass die TERRANIA II zum Kondensationskeim einer Proto-Negasphäre zu werden droht. Die einzige Möglichkeit, das abzuwenden, wäre, dass sie einen anderen Kondensationskern schaffen. Und Eric Leyden, der mit der MAGELLAN gekommen ist, und Eric Weidenburn gehen an Bord des robotgesteuerten Schweren Kreuzers HUMBOLDT II, schaffen die Voraussetzungen für den zweiten Kondensationskern, kommen dabei um, ermöglichen der TERRANIA II aber das Entkommen. Die entstehende Proto-Negasphäre wird sich aber ausdehnen und zumindest ganz M 13 verschlingen. Dao-Lin-H'ay hat sich per Distanzlosem Schritt auf das Schiff von Varek da Sharib begeben und hat ihm die Träne der Sterne gestohlen. Damit will sie sich nun auf die Suche nach Nathalie machen.
Handlung
Thora überlegt, wie sie mit der Existenz der parallelen Thora, die sie für sich Chronophasen-Thora nennt, umgehen soll. Dann geht sie in den Einsatz: Team eins besteht aus Gucky, Dao-Lin-H'ay, Lee Norskwod und ihr, und soll zur SURMUDH fliegen, Team zwei aus Perry, Atlan und Veiyerdal, und soll das Artefakt von der ZARAKH bergen. Während sich die Maxi-Space-Disk dem gegenerischen Verband nähert, zeigt die Ortung, dass immer mehr Einheiten von der anderen Seite herüberwechseln und sich hier sammeln. Und dann bringt sie Dao mit Distanzlosem Schritt auf die SURMUDH. Dort solle sie Norskwod zum Artefakt führen, doch das ist nicht so einfach. Es gibt keinen direkten Weg, sie müssen den Pfad nehmen, der sich ihm zeigt. Der Weg ist mental anstrengend, die technischen Strukturen des Schiffes verschieben sich, die Gänge wirken zunehmend organischer. Dann stehen sie vor dem Artefakt. Und Gucky meint, jemand zähle hier einen rückwärts, einen Countdown.
Perry und Atlan werden von Veiyerdal auf seine Art auf die ZARAKH versetzt, Veiyerdals Unterarm, den sie bei der Versetzung berührt haben, wirkt plötzlich heiß. Die Wände bestehen aus dunkel schimmerndem Metall, die Konturen verlaufen nicht in nüchternen Winkeln, sondern fließend, wie in einem Kunstwerk. Auch Veiyerdal führt sie auf eigenartigen Wegen. Als eine Frau in goldenem Gewand auftaucht, deren Mund sich plötzlich spaltet, warnt Veiyerdal, Perry solle nicht hinsehen, das sei gefährlich. Schließlich erreichen sie das Artefakt, es ist eine schwebende Flamme, und Veiyerdal bemerkt sofort, dass sie gewachsen ist. Dann ertönt ein Alarm. Zahlreiche energetische Verbindungen der Flamme zeigen sich. Veiyerdal beginnt, Energie aus der Flamme abzuziehen, doch er kann den Vorgang nicht stoppen, und nimmt immer mehr Energie auf, als wollte er die Flamme fressen. Zehn Soldaten erscheinen, schießen aber nur mit Paralysatoren, offenbar um das Artefakt nicht zu gefährden. Atlan feuert zwei Thermoschüsse, zielt dann auf das Artefakt und droht, es zu zerschießen, wenn sie sich nicht zurückziehen. Und sie ziehen ab. Perry meint, Veiyerdal verzehre durch die Energieaufnahme Ordnung und erzeuge Entropie. Er schreit auf Veiyerdal ein, der sich schließlich aus dem Bann lösen kann. Veiyerdal deutet etwas im Zusammenhang mit Perrys Eingeschaft als Zeitträger an, dann bringt er sie auf die Maxi-Space-Disk zurück.
Auf der SUMURDH kann Gucky nicht sagen, wer zählt, und Norskwod beginnt, das Artefakt, das wie ein von der Decke hängendes Mobile aus Ringen aussieht, und sich ebenfalls in einem Geflecht energetischer Linien befindet, zu lösen. Er scheint zu altern, Thora appelliert an ihn, weiterzumachen, und dann hat er es gelöst. Im Raumschiff ertönt Alarm, und Dao bringt sie per distanzlosem Schritt zurück auf die Maxi-Space-Disk.
Eric Leyden, der sich mit seinem Hologramm auf der TERRANIA II befunden hat, ist plötzlich in NATHAN, der ihn zurückgeholt hat. Der Kreellblock, in dem sie eingeschlossen sind, hat sich unvermittelt viel schneller als vorher aufzulösen begonnen, in frühestens zwei Tagen, spätestens zwei Wochen hat der Prozess ihre Körper erreicht. Die Ara-Xenomedizinerin Toula Meravin erklärt ihm, dass sie das Kreell nicht einfach konserviert hat, sondern laufend beschädigte Zellen ersetzt, stabilisiert, repariert und sogar rekonstruiert hat, dabei nicht zwischen gespeicherten Informationsmustern, biologischer Struktur oder neuronaler Aktivität unterschiedenhat, und eine gewaltsame Trennung unter Umständen nicht nur zum Tod führen würde, sondern zu einem unkontrollierten Zusammenbruch der mentalen Identität. Danach könnte ein vielleicht biologisch funktionsfähiger Körper ohne stabiles Bewusstsein zurückbleiben. Sie müssen also das Freischmelzen der Körper abwarten, dann muss sich der Körper neu definieren und sie können versuchen, sie wiederzubeleben. Also wird Leyden in eine Reintegrationskapsel gesteckt, die die Synapsen etc. wiederherstellen soll. Als er erwacht, ist zuerst Schmerz, dann erfährt er von Toula Meravin, die darüber sichtbar stolz ist, dass es geklappt hat. Sie haben wieder einen Körper, mit allen Vor- und Nachteilen, das heißt, dass er auch altert. Luan Perparim will auf die Erde zurück, und an einer Universität Linguistik lehren. Eric wird klar, dass sie ihm gefällt, und Luan freut das. Doch dann wird Eric klar, dass er sofort wieder nach M 13 zurück muss.
Die zwei Artefakte werden auf die TERRANIA II gebracht, wo sich bereits das Artefakt von Agema befindet. Die drei Artefakte werden in getrennten und weit voneinander entfernten Isolationskammern deponiert. Kurz darauf beginnen die unerklärlichen Ereignisse, extreme Temperaturen werden gemessen, es gibt Ausschläge der Schwerkraft, und für 5,3 Sekunden hat die TERRANIA II einen zusätzlichen Fusionsreaktor. Im Besprechungsraum verschwindet vor den Augen der Versammelten Bulls Wasserbecher, nur um kurz darauf leer und zerknüllt wieder zu erscheinen. Weidenburn spricht von hyperkausalen Interferenzzuständen, wenn zwei Wirklichkeiten nebeneinander bestehen und die Natur sich nicht entscheiden kann, welcher gilt. Man bemerkt, dass Dao-Lin-H'ay verschwunden ist. Und Seraya da Vohl, die Erste Offizierin, berichtet von einer Reihe von Antworten, die aus dem Solsystem eingetroffen sind, auf Anfragen, die sie noch gar nicht gestellt hatten.
Die Wartungsspezialistin Ylena Azure soll nach einem Wartungssensor sehen, der ungewöhnliche Werte meldet. Wartungsroboter konnten den Fehler nicht beheben, nicht einmal eine vollständige Auswechslung des Sensors hat das Problem behoben. Auf dem Weg zum Einsatzort findet sie in einem leeren Gang den Werkzeugkoffer ihres Großvaters Stonar Azure, der 20 Jahre davor bei einem Reaktorunfall ums Leben kam, und dann steht ihr der Opa gegenüber, nur um gleich wieder zu verschwinden. Dann findet sie in einem Gang ein Frau, die halb aus der Wand ragt, die andere Hälfte ragt daneben aus der Wand und die beiden Hälften rufen sich gegenseitig Worte zu.
Die Flotte von Varek da Sharib zieht sich ohne weiteren Kampf hinter das Portal zurück, offenbar weil sie sich ohne die durch die Artefakte verstärkten Waffen keine Chancen ausrechnen. Kurz darauf materialisieren hunderte republikanische Einheiten unter Führung von Has'athor Zohatan da Mir. Varek Tolgan hat diese Einheiten noch vor seiner Gefangenschaft auf der der anderen Seite angefordert, und der Ark'Orron Telar hat sie entsandt. Nun fallen sie über die Nachzügler her. In der Zentrale der TERRANIA II treffen Meldungen über verschwundene Personen ein, die zwar wieder auftauchen, dann aber berichten, dass sie etwas Furchtbares gesehen haben. Viele starren nur noch ins Leere und benötigen psychologische Beratung. Alle zeigen in den zerebralen Stresszentren Aktivitätskurven wie bei den Überlebenden großer Katastrophen. Weidenburn hat eine Karte der bisherigen Vorfälle angefertigt, die auf eine gemeinsame Ursache hinweisen: Die Artefakte wechselwirken, versuchen zueinander zu gelangen, die Intensität der Vorfälle steigt exponentiell. Die Artefakte probieren also verschieden Zustände aus, die ihnen andere Positionen ermöglichen. Inzwischen misst die Ortungsspezialistin Karra Finndal an, dass sich die Einflusszone des Portals von mehreren Tausend auf mehrere Hunderttausend Kilometer erweitert hat. Man versucht eine Transition, in der Hoffnung, dass sich am neuen Aufenthaltsort die Artefakte neu kalibrieren müssen, die TERRANIA II entmaterialisiert, doch als sie rematerialisiert, ist sie am selben Ort.
Weidenburn befürchtet die Bildung einer Proto-Negasphäre. Eine Negasphäre ist ein Gebiet, an dem das Universum seinen Endzustand erreicht hat, das Ende jeder Entwicklung, das Fehlen von Möglichkeiten, den Zustand maximaler Stasis. Sie maximiert die Entropie, zwingt das Universum, schneller alt zu werden. Dann alarmiert Gucky Perry, dass Veiyerdal durchdreht. Er steht in einem Labor, nimmt Energie in sich auf und wächst. Weidenburn meint, er beziehe die Energie aus Realitätsverschiebungen: Temperaturunterschiede, Wahrscheinlichkeiten, alles beinhalte potentielle Energie, die er in sich aufnehme. Er fresse Differenzen. Die Kollision der Wahrscheinlichkeiten der Chronophasen erzeuge Energie, die Veiyerdal aufnehme. Und er werde dadurch zum Resonanzverstärker. Und plötzlich materialisieren weitere Artefakte, offenbar von den drei Artefakten auf der TERRANIA II herbeigerufen. Offenbar wollen sie sie unterstützen, doch in Wirklichkeit bringen sie weitere abweichende Raum-Zeit-Parameter mit. Sie verteilen sich in Form eines Hohlspiegels, wobei die TERRANIA II im Brennpunkt ist. Als Gucky versucht, telepathisch in Veiyerdal einzudringen, greift er ins Leere, als ob er den Horizont ergreifen wollte. Am Ende sagt Veiyerdal: „Es hat begonnen!“.
Weidenburn erklärt, dass die TERRANIA II der Kondensationskeim der Proto-Negasphäre werden wird. Der einzige Ausweg wäre, einen besser geeigneten Kondensationskeim zu schaffen. Dazu müsste man bereits vorhandene Instabilitäten im Bereich des Portals durch leistungsstarke Hyperfeldprojektoren gezielt verstärken.
Plötzlich materialisiert die MAGELLAN mit Eric Leyden an Bord. Und sie bringt in einem Hangar die HUMBOLDT II mit, einen Schweren Kreuzer, der keine Mannschaft hat, vollautomatisch und mit Autopilot fliegt. Leyden und Weidenburn haben sich schon verständigt, dass sie an Bord gehen wollen, denn nur sie haben die Fähigkeit, die Hyperfeldprojektoren so zu steuern, dass ein anderer, stärkerer Kondensationskeim entsteht. Bull lässt sich versichern, dass das kein Himmelfahrtskommando ist und sie zurückkehren werden. Nach dem Start der HUMBOLDT II kann man nur noch beobachten, unter Führung von Aristacoa da Veramon, der Wissenschaftsoffizierin der MAGELLAN. Die HUMBOLDT II emittiert plötzlich enorm starke Hyperstrahlung, der Raum um sie beginnt zu pulsieren, plötzlich existiert das Raumschiff an mehreren Stellen gleichzeitig. Dann entsteht eine wabernde Wolke, der Keim ist aber instabil, an Bord der HUMBOLDT II werden mehrere Explosionen geortet. Atlan ruft zu Eric, dass er abbrechen soll, doch dann würde alles zusammenbrechen, und auch die TERRANIA II wäre gefährdet. Das letzte, was Atlan seinem Sohn sagen kann, ist, dass er auf ihn stolz ist. Eric antwortet, dass ihm das reiche.
Die Entstehung der Proto-Negasphäre ist optisch unscheinbar, nur das Licht einiger Sterne im Hintergrund flackert plötzlich, wie in diesiger Luft. Doch sie ist anzumessen. Die TERRANIA II transitiert in einen Sicherheitsabstand. Varek Tolgan bedankt sich und zieht mit seiner Flotte ab. Die drei Artefakte findet man ausgebrannt, zerschmolzen, die Kugel von Agema wirkt wie ein Globus aus einem unbekannten Material. Doch da Veramon berichtet, dass sich die Proto-Negasphäre ausdehnt und in wenigen Wochen M 13 eingeschlossen haben wird.
Nach einigen Transitionsetappen spricht Norskwod Perry an: Er will wissen, wo die Träne der Sterne versteckt ist, sie gehöre ihm. Perry meint, er habe sie nicht, doch Norskwod weiß, dass sie in der Nähe ist. Da taucht Dao-Lin-H'ay auf, sie ist per Distanzlosen Schritt auf das Schiff von Varek da Sharib gegangen, der durch die anderen Entwicklungen gerade abgelenkt war, hat die Träne an sich gebracht und ist per Distanzlosem Schritt wieder zurückgekehrt. Jetzt hat sie das Artefakt, mit dem sie sich auf die Suche nach Nathalie begeben kann. Die Begleitung von Thora lehnt sie ab. Als sie per Distanzlosem Schritt aufbricht, bricht Norskwod zusammen. Die Bordärztin Nayeli Quispe wird sich um ihn kümmern. Und dann wird die nächste Transition angekündigt. ...