Positronische Phantasien

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 815)
A815 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Positronische Phantasien
Untertitel: Der Alleingang eines Roboters
Autor: Hubert Haensel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann (1 x)
Erstmals erschienen: 1987
Hauptpersonen: Geselle, Atlan, Neithadl-Off, Goman-Largo
Handlungszeitraum: November 3820
Handlungsort: Sonnensteppe, Nukleus
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Der Roboter Geselle, nach wie vor verkleidet als Colemayns Sohn, hat sich mit einem Beiboot der HORNISSE abgesetzt und ist unterwegs zum Nukleus Alkordooms. Sein Raumschiff, einen kleinen Diskusraumer, hat er L.E.F. getauft, Liberté, Égalité, Fraternité. Ziel der Reise sind die Koordinaten, die er mit Colemayn auf Gorfu in Erfahrung bringen konnten.

Bei seinem Flug bewegt sich der Roboter mit der L.E.F. im Grenzbereich zwischen der Sonnensteppe und dem »Kopfschweif« Alkordooms. Heftige energetische Phänomene verursachen bei Geselle eine Art positronische Alpträume. Währenddessen fliegt die L.E.F., gesteuert von ihrer Bordpositronik Arko, weiter Richtung Ziel.

Auch Atlan ist unterwegs in Richtung Nukleus. Mit ihm befinden sich Anima und Chipol sowie Neithadl-Off und Goman-Largo an Bord der STERNSCHNUPPE. Das Raumschiff gerät unterwegs in den Schwerkraftbereich eines »Dunkelsterns« und kann nur mit knapper Not ein weiteres Überlichtmanöver einleiten.

Als die STERNSCHNUPPE in den Einsteinraum zurückkehrt sind ihre Energiereserven nahezu erschöpft, außerdem ist die Position des Schiffes unbekannt. Erst einige Stunden später, nach dem der Diskusraumer ausreichend aufgetankt hat, wird klar, dass sich das Schiff um rund zweitausend Lichtjahre in Richtung galaktischer Norden bewegt hat und sich jetzt am Rand der Sonnensteppe befindet.

Kurz darauf meldet die Ortung ein anderes Schiff, Schatzsucher auf der Suche nach der WELT DES EWIGEN LEBENS. Die Fremden in dem Hantelraumer sind nicht erfreut über die vermeintliche Konkurrenz und greifen an. Der STERNSCHNUPPE gelingt es relativ schnell, das andere Raumschiff mit einem Traktorstrahl zu fesseln und heranzuziehen.

Als Atlan Funkkontakt aufnimmt, fragt ihn sein Gegenüber, ob die Gerüchte wahr seien, dass auf der WELT DES EWIGEN LEBENS Zellaktivatoren in Hülle und Fülle bereit liegen. Der Zellaktivator des Arkoniden ist angemessen worden! Bevor es jedoch zu einem längeren Gespräch kommt, erscheinen weitere Hantelraumschiffe auf der Bildfläche, Atlan befiehlt den Rückzug.

Einige Zeit später, die STERNSCHNUPPE ist weiter in die Sonnensteppe vorgedrungen, ortet die Besatzung in eineinhalb Lichtjahren Entfernung eine Flotte von rund fünfzig Schiffen, ein großer Teil davon mit Transitionstriebwerken. Atlan lässt sich überreden, die Flotte näher unter die Lupe zu nehmen.

Wie sich herausstellt sind die Schiffe schon seit Jahren unterwegs und haben größtenteils nur noch Schrottwert. Die Lieferung einiger lebensnotwendiger Versorgungsgüter und Unterstützung bei einigen Reparaturen sorgen dafür, dass der Arkonide und seine Begleiter neue Freunde gefunden haben, als sie einige Stunden später weiterfliegen.

Atlan macht sich zunehmend Sorgen um Geselle – obwohl der Extrasinn ihm versichert hat, dass eine derartige Positronik sich jederzeit ersetzen lässt – daher beschließt er nun, auf schnellstem Wege die erhaltenen Koordinaten anzufliegen. Bei einem Orientierungsaustritt etwa fünfhundert Lichtjahre vor dem Nukleus ortet die STERNSCHNUPPE heftige Energieturbulenzen im Bereich des Kopfschweifs, eindeutig eine Gefahr für alle Raumfahrzeuge. Da das Schiff jedoch nur wenige Lichtstunden in den Nukleus eindringen soll, erwartet Atlan keine Schwierigkeiten und lässt den Flug fortsetzen.

Bei einem zweiten Orientierungsaustritt wird die STERNSCHNUPPE in ein Energiefeld hineingezogen und ungewollt auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt, dann wieder schnell abgebremst. Gegen alle Naturgesetze bleibt sie im Linearraum hängen, obwohl sie zum Stillstand gekommen ist. Unter Einsatz aller verfügbaren Reserven schafft es der Raumer schließlich sich zu befreien.

Zwei Stunden später glaubt Atlan zunächst, dass ein weiterer Linearflug möglich ist, ohne Schiff oder Besatzung zu gefährden, besinnt sich jedoch im letzten Moment eines besseren. Gleich darauf fegen sechsdimensionale Schockfronten durch den Nukleus, dann verändert sich die Anzeige auf den Bildschirmen. Wie Messungen ergeben ist die STERNSCHNUPPE quasi in Nullzeit um 23.000 Lichtjahre versetzt worden.

Erneut treffen Schockwellen das Raumschiff, jedoch deutlich abgeschwächt. Trotzdem wird der Raumer erneut unfreiwillig weitertransportiert, diesmal endet der Flug nur wenige hundert Lichtjahre vom Zentrum Alkordooms entfernt. Hier toben wieder stärkere Energieentladungen. Atlans verzweifelter Versuch, ungeachtet des Risikos einen Linearflug zu starten, scheitert.

In unmittelbarer Nähe ortet die STERNSCHNUPPE zwei weitere Raumschiffe, die jedoch energetisch tot sind. Chipol meint, eines von ihnen aufgrund der Erzählungen Colemayns als die URSTARK identifizieren zu können.

Als Geselle nach seinen Ausflügen in eine positronische Fantasiewelt wieder klar denken kann, stellt er fest, dass man immer noch den zehnten November schreibt. Nach seiner internen Rechnung wäre die Zeit bereits zwei Tage weiter voran geschritten.

Die L.E.F. ist weiter heftiger überdimensionaler Strahlung ausgesetzt. Als das Schiff zur nächsten Etappe in den Linearraum eintaucht, wird es von einem starken Sog ergriffen, trotzdem endet der Flug mit einer unwesentlichen Abweichung an den angepeilten Koordinaten. Jedoch ist um das Schiff herum nur Leere und absolute Schwärze. Dann scheint sich die Zeit für Geselle ins Endlose zu dehnen.

Als der Roboter seine Umgebung wieder klar wahrnimmt, sind sämtliche Anzeigen in der Zentrale ausgefallen. Das Schiff ist schwer beschädigt. In der Gewissheit sein Ziel erreicht zu haben, steigt Colemayns »Sohn« aus. Er stellt fest, dass er sich in einer Halle oder einem Hangar befindet, vermutlich im Inneren einer Raumstation.

Als sich Geselle auf einen Ausgang zubewegt, betreten Kampfroboter die Halle und schießen mit Lähmstrahlern. Nicht gewillt seine Tarnung aufzugeben, spielt Colemayns »Sohn« den Bewusstlosen. Er wird mit einem Transmitter abtransportiert und in einem Verhörraum auf eine Liege geschnallt.

Bei der folgenden Befragung durch eine Lautsprecherstimme tritt wieder einmal die ebenso humorvolle wie widerspenstige Seite des Roboters zu Tage. Als man schließlich versucht, ihn mit Elektroschocks gefügig zu machen, setzt er seine körpereigenen Waffen ein und verwandelt den Raum in einen Trümmerhaufen. Dann flieht er.

Kaum auf dem Gang angekommen, gerät Geselle in das Kreuzfeuer zweier Kampfroboter. Er wehrt sich nach Kräften und kann die beiden Maschinenwesen unschädlich machen. Dann setzt er seinen Weg fort, auf und ab, kreuz und quer durch die Station. Schließlich gelangt er in eine Maschinenhalle, wo er erneut von Kampfrobotern gestellt wird. Sie feuern jedoch nicht, offenbar um die Gerätschaften zu schonen. Als Geselle beginnt, seinerseits die Einrichtung unter Beschuss zu nehmen, wird er von einem blauen Licht erfasst und langsam außer Gefecht gesetzt.

Auf der STERNSCHNUPPE sieht Atlan keine andere Möglichkeit mehr, den tobenden Energien zu entkommen, als in den Linearraum zu fliehen. Dort gerät die STERNSCHNUPPE in einen energetischen Wirbel, dem sie nicht mehr entrinnen kann. Immer schneller wird das Schiff herumgeschleudert. Dann ist Stillstand.

Die STERNSCHNUPPE schwebt im Inneren einer Halle, teil eines größeren Gebildes. Der Sog, dem das Schiff zum Opfer fiel, ist vermutlich künstlich erzeugt, dazu gedacht, Raumschiffe über eine große Entfernung zu transportieren. Atlan fragt sich, ob sie sich im DOMIUM befinden.

Plötzlich greift ein blaues Leuchten nach dem Raumschiff, umgeht die Schutzschirme über die Außenbeobachtungsanlagen und erfasst, von den Bildschirmen kommend, schließlich die Insassen. Neithadl-Off stellt fest, dass der Zeitablauf sich verlangsamt. Sie steht dem Phänomen jedoch ebenso hilflos gegenüber wie Goman-Largo.

Geselle wird zu seiner Überraschung nicht einfach zerstrahlt, sondern von Robotern erneut abtransportiert. Seine Sinneswahrnehmungen funktionieren noch, auch denken kann sein Positronengehirn weiterhin, jedoch ist er jeglicher Bewegungsmöglichkeit beraubt. In diesem Zustand wird er Ohrenzeuge eines Gesprächs zwischen einem der Robots und einem unbekannten Lebewesen.

Er erfährt nicht nur, dass er sich im DOMIUM befindet, sondern auch, dass seine Sabotage in der Maschinenhalle dafür gesorgt hat, dass ein Eindringling direkt im APSIDION gelandet ist. Dann setzen die Roboter ihren Transport fort, schließlich endet der Weg für Geselle festgeschnallt auf einem Tisch in einem Raum der sowohl Labor- und Werkstatt- als auch Kommunikationseinrichtungen beherbergt.

Während die Roboter ihren Gefangenen entkleiden, bessert sich dessen Zustand nach und nach. Auf einem der Bildschirme erkennt Geselle schließlich sogar die STERNSCHNUPPE, die mehr und mehr von einem blauen Leuchten erfasst wird. Dann ertönt eine Stimme und ordnet an, den Gefangenen ins APSIDION zu bringen, um ihn dort mit in das Stasisfeld einzuschließen.

Im Angesicht der Gefahr in der sich Atlan und seine Gefährten befinden, nimmt Geselle keine Rücksicht mehr auf sein eigenes Schicksal. Durch Einsatz seiner Waffen erlegt er die umstehenden Roboter, dann nimmt er über eines der Kommunikationsgeräte Kontakt zur STERNSCHNUPPE auf.

An Bord von Atlans Raumschiff macht sich Hilflosigkeit breit, immer langsamer vergeht die Zeit. Ein Versuch, der Falle mit der Schiffsbewaffnung zu entkommen, ist gescheitert. Plötzlich meldet sich das Funkgerät, Geselle fordert die Schiffsbesatzung auf, mit den Rettungskapseln der RA-perfekt zu fliehen.

Unsicher, ob die beiden Kapseln noch funktionieren, begeben sich Atlan und seine Begleiter an Bord der nur zwei Meter durchmessenden Kugeln. Unter Zurücklassung der STERNSCHNUPPE gelingt die Flucht auf den Nullzeit-Spuren.

Innenillustration