Strangeness

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem auch Hyperschock genannten Strangeness-Schock.
Für weitere Bedeutungen, siehe: Hyperschock (Begriffsklärung) und Strangeness-Schock (Begriffsklärung).

Die Strangeness ist ein relativer Wert, der das Maß der Unterschiedlichkeit der verschiedenen Universen des Multiversums angibt. In der Sprache der Kartanin wird dieser Wert als Transaffinität bezeichnet.

Beschreibung

Universen unterscheiden sich mehr oder weniger deutlich in den geltenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Je unterschiedlicher die Naturgesetze zweier Universen sind, desto größer ist ihre Strangeness.

Naturkonstanten in Korrelation mit der Strangeness:

Die möglichen Werte der Strangeness reichen von 0 bis 1 und können als Abstand verstanden werden. Ein Objekt aus dem eigenen Universum hat per Definition den Strangenesswert 0, der Maximalwert ist auf 1 festgelegt. Im Jahre 1216 NGZ wurde das Arresum mit der Strangeness -1 als »andere Seite« des Standarduniversums entdeckt.

Siehe dazu auch: Negative Strangeness.

Nach der Mitte des 5. Jahrhunderts NGZ geltenden Theorie waren Paralleluniversen in den Hyperraum eingebettet. Benötigt man für die eindeutige Definition eines Ortes im Raum-Zeit-Gefüge vier Koordinaten, so kann man die Strangeness als zusätzliche Koordinate für den Hyperraum auffassen. (PR 1315)

Strangeness-Konstante

In Bezug auf das Standarduniversum ist die Strangeness eine physikalische Konstante, die nach Geoffry Waringers anerkannter Definition den Wert 0 hat. Für andere Universen lässt sich aber kein absoluter Wert bestimmen, sondern immer nur der relative Wert in Bezug zueinander. (PR 1315)

Vor allem im Kontext von Pararealitäten und Existenzebenen spricht man bevorzugt von einer Strangeness-Koordinate. (PR 1316, PR 1317)

Um 446 NGZ überlegte Waringer, ob die Strangeness tatsächlich für das gesamte Standarduniversum konstant war, oder ob es anderswo Abweichungen geben konnte. (PR 1343 – Computer)

Strangeness-Schock

Allgemeines zum Strangeness-Schock

Bei einem Übergang von einem Universum in ein anderes haftet einem Objekt seine Strangeness noch eine Zeit lang an. Es stellt im neuen Universum einen Fremdkörper dar und ist von einem Bereich mit harter Hyperstrahlung umgeben, der den Verstand von organischen Wesen schädigt sowie auch technische Funktionen (von einfachen Elektroniken aufwärts) stört, wobei Stärke und Dauer der Störung mit zunehmender technischer Komplexität ansteigen. (PR 1315)

Der Bereich, innerhalb dessen sich die abweichende Strangeness bemerkbar macht, wird Strangeness-Feld genannt. (PR 1348)

Auf das Objekt selbst wirkt der Strangeness-Schock ein, der mehrere kurzfristige und langfristige Auswirkungen hat.

Man vermutete, dass die langfristigen und bewusstseinsverändernden Auswirkungen eines Strangeness-Schocks auf eine negative Wechselwirkung zwischen der Strangeness und der psionischen Aura von organischen Lebewesen zurückzuführen sei. (PR 1330 – Computer)

Der Strangeness-Schock wird auch als ultrahochfrequenter Hyperschock bezeichnet. (PR 1343 – Computer)

Allgemein spricht man auch von einem Strangeness-Effekt. (PR 1315)

Auch bei extrem weiten Zeitreisen (mehrere Millionen Jahre) machen sich Strangeness-Effekte bemerkbar. (PR 2450)

Der Abbau der Strangeness bis zum Wert 0 kann Jahrhunderte, Jahrtausende oder noch länger dauern.

Immunität

Eine Person, die häufiger zwischen den Universen wechselt, wird immer resistenter gegen den Strangeness-Schock und kann sich mit der Zeit eine Immunität aneignen. (PR 1369, S. 16)

Die Hauri besitzen eine Immunität anderer Art gegen den Strangeness-Schock. Ihr Blut enthält ein ungewöhnliches Wikipedia-logo.pngGlobulin, das den Schock in Wechselwirkung mit der psionischen Schutzaura jedes Hauri neutralisiert.

Strangeness verschiedener bekannter Universen

Druuf-Universum

Man geht davon aus, dass bei den Begegnungen mit den Druuf im 21. Jahrhundert eine gegenseitige partielle Durchdringung der Universen stattfand. Wer sich im Druuf-Universum aufhielt, war immer noch mit seinem Heimatuniversum verbunden, nur war dieses nicht mehr wahrnehmbar und die neue Umgebung war für ihn vorrangig. Das Standarduniversum haftete ihm immer noch so weit an, dass sich nicht einmal die minimal andere Strangeness auswirken konnte. (PR 1343 – Computer)

Anti-Universum

Als die MARCO POLO im Jahre 3456 in das Anti-Universum verschlagen wurde, soll laut Theorie die explodierende HYODPON eine solche Menge Energie freigesetzt haben, dass der Strangeness-Schock damit ausgeglichen wurde. (PR 1343 – Computer)

NARGA SANT

Die Besatzung der im 51. Jahrtausend v. Chr. von Tarkan in das Standarduniversum übergewechselten NARGA SANT benötigte einige Monate, um die primären Auswirkungen des Strangeness-Schocks zu überwinden. Darüber hinaus trat Jahrzehnte später eine sekundäre, aber weit schlimmere Nachwirkung auf: Alle Angehörigen der 21 Völker, die sich mittlerweile in M 33 angesiedelt hatten, unterlagen einer degenerativen Mutation und fielen in die Primitivität zurück. (PR 1348, PR 1349)

Anmerkung: Die bei den Pterus in der Mächtigkeitsballung Estartu zurückgebliebenen Nakken konnten den Strangeness-Schock anscheinend überwinden.

NARGA PUUR

Die anfangs als KLOTZ bekannte NARGA PUUR erreichte das Standarduniversum Ende September 445 NGZ. Das riesige Raumschiff und die Besatzung unterlagen dem Strangeness-Schock: Durch die Strahlung verfielen Lebewesen vorübergehend dem Wahnsinn, viele technische Anlagen zeigten massive Fehlfunktionen oder fielen komplett aus. Die abweichende Strangeness hatte großen Einfluss auf die Umgebung, so war es bis zum Februar 446 NGZ niemandem möglich, das Schiff zu betreten. (PR 1300, PR 1315)

Orphisches Labyrinth von Yagguzan

Der Übergang in ein Orphisches Labyrinth war mit einer mehrstufigen Transmutation verbunden. Der schrittweise Vorgang diente dazu, einen Strangeness-Schock zu vermeiden. Manchmal trat dennoch ein Strangeness-Schock auf und nicht jeder, dessen Geist sich verwirrte, wurde wieder gesund. (PR 1316, PR 1317)

Hangay

Beim Transfer der Galaxie Hangay kam es innerhalb der Galaxie nicht zu einem Strangeness-Schock, da sie auch ihre eigene Raumzeit mitbrachte. Stattdessen bildete sich um sie ein Strangeness-Wall (ähnlich der Strangeness-Zone um die NARGA PUUR), bei dessen Durchquerung Raumfahrer einen solchen Schock erlitten. Mit der langsamen Anpassung der Strangeness von Hangay an die des Standarduniversums baute sich diese Zone über Jahre hinweg kontinuierlich ab. (PR 1353, PR 1354)

Intrawelt

Auch die Intrawelt besitzt einen niedrigen Strangenesswert ungleich null. Diese Tatsache bewirkt eine kurzzeitige Orientierungslosigkeit von Personen nach dem Durchgang durch den Transferschlauch.

ZENTAPHER

Innerhalb des Mikrouniversums des Chaotenders ZENTAPHER erreichte die Strangeness einen Wert von beinahe 1.

CRULT

CRULT, die Dienstburg des Progress-Wahrers Antakur von Bitvelt, konnte zwischen verschiedenen Universen reisen. Aufgrund der dabei auftretenden Strangeness wurde vor einem Übertritt ein Großteil der Besatzung narkotisiert und die technischen Aggregate herunter gefahren. Trotz dieser Maßnahmen und eines schnellen Abbaus der Strangeness durch Aggregate führte der Schock zu einem Verlust an Personal. Außerdem war der Progress-Wahrer selbst von den Auswirkungen derart betroffen, dass er auf Tage nicht handlungsfähig war. (PR 2342)

Stardust-System

Auch bei der Reise in das Stardust-System kam es beim Durchgang durch den Dimensionstunnel der Teletrans-Weiche zu einem schwachen Strangeness-Schock, obwohl das Sonnensystem im selben Universum wie das Solsystem liegt.

Negative Strangeness

Am 20. Januar 1172 NGZ entdeckte der Haluter Icho Tolot auf dem Planeten Lingora einen ausgebrannten Zellaktivator. Obwohl es jedem wissenschaftlichen beziehungsweise kosmologischen Modell zu widersprechen schien, war der Zellaktivator mit einer negativen Strangeness behaftet. Seine stets gleich bleibende, umgebungsunabhängige Temperatur machte außerdem deutlich, dass er keinen thermodynamischen Wechselwirkungen unterlag. Aufgrund der später erlangten Erkenntnis, dass der Zellaktivator durch eine Zeitreise über eine Spanne von mehr als 10.000 Jahren doppelt existierte, vermutete Sato Ambush am 5. Juni 1173 NGZ, dass dieses Phänomen durch ein daraus resultierendes Zeitparadoxon entstand. Er interpretierte die negative Strangeness deshalb als eine Strangeness der Zeit. (PR 1570, PR 1580)

Am 14. Oktober 1200 NGZ gelangte Atlan in den Besitz eines 21-seitigen kristallinen Pyramidenprismas. Wie schon der Zellaktivator zeichnete es sich durch negative Strangeness und fehlende Entropie aus. Als man im Forschungszentrum Titan die beiden Fundstücke zusammenbrachte, kam es zwischen ihnen zu einem Temperaturaustausch. Der Wissenschaftler Xii-Gien-Qek spekulierte über einen Zusammenhang zwischen negativer Strangeness und potenziellen, tatsächlich jedoch nicht existenten Wirklichkeiten. Die zu dieser Zeit auftretenden, von der Sinta initiierten »gespiegelten Welten«, die man für Abbilder eines anderen Universums hielt, wiesen ebenfalls den abnormalen Strangenesswert auf. Der Nakk Paunaro teilte diese Meinung nicht: Er sprach stattdessen von einer anderen »Sphäre« und wies darauf hin, dass nur bei oberflächlicher Betrachtung der Eindruck entstehen konnte, es handele sich um eine Strangeness der Zeit. (PR 1628, PR 1632, PR 1639)

Im Zuge der ersten Coma-Expedition verschwand die Ertruserin Lyndara im Juni des Jahres 1206 NGZ mitsamt dem ihr unterstellten Landungskommando in dem Gravo-Kubus auf der Samplerwelt Noman. Nachdem sie auf Mystery, der Heimatwelt der Ennox, wieder aufgetaucht waren, ergaben spätere Untersuchungen, dass auch sie eine negative Strangeness aufwiesen. (PR 1656, PR 1658)

Im Jahre 1207 NGZ wurden durch Voltago auf den verschiedenen Samplerwelten zwanzig Spindeln geborgen. Sie waren wesentlich schwerer, glichen ansonsten aber dem von Atlan entdeckten Pyramidenprisma, einschließlich der negativen Strangeness. Auffällig war, dass jedem einzelnen von ihnen eines der 21 Segmente fehlte. (PR 1669, PR 1677)

Dass die im Jahre 1212 NGZ aus den Prismen entstandenen Spindelwesen eine negative Strangeness besaßen, stellte keine Überraschung mehr dar. Diese mit einem überragenden Intellekt ausgestatteten Wesen erforschten, während sie auf der Suche nach dem Hintergrund ihrer Existenz waren, auch das Phänomen der negativen Strangeness. Ohne es weitergehend zu kommentieren, bezeichneten sie Perry Rhodan gegenüber die Annahme von der Strangeness der Zeit schlichtweg als dumm. (PR 1694)

Als Rhodan und Moira während der zweiten Coma-Expedition am 31. Oktober 1216 NGZ zusammen mit Charon in das Arresum versetzt wurden, erhielten sie selbst wie auch der Planet eine negative Strangeness. Dadurch wurde deutlich, dass alles, was auf die jeweils gegensätzliche Seite des Universums wechselte, einen negativen Strangenesswert annahm. Somit klärte sich dieses Phänomen als natürlicher Umstand, der aus der Zweiteilung des Universums in Arresum und Parresum resultierte. (PR 1701)

Im April 1218 NGZ versiegelten die Ayindi alle Sampler. Die Ennox stellten im Jahre 1260 NGZ fest, dass die negative Strangeness von Charon II verschwunden war und den für das Parresum normalen Wert angenommen hatte. (PR 1872)

Während ihres Fluges durch die Synchronie verschlug es die ATLANC in eine potentielle Zukunft des Jahres 2577 NGZ. Atlan stellte dort bei der 236-COLPCOR, dem Raumschiff des Atopen Matan Addaru Jabarim, eine erhebliche negative Strangeness fest. Da die Zeitlinie, in der er sich befand, vom Atopischen Tribunal massiv gegen alle Wahrscheinlichkeiten manipuliert worden war, stützte dies nach seiner Ansicht Sato Ambushs Theorie der Strangeness der Zeit: Die negative Strangeness der 236-COLPCOR konnte dadurch zustande gekommen sein, dass das Schiff aufgrund seiner anorganischen Beschaffenheit seine Strangeness nicht an die der manipulierten Zeitlinie hatte anpassen können. (PR 2814)

Weblink

Wikipedia: Strangeness

Quellen