Romeo und Julia

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Romeo und Julia waren die beiden mobilen Außenstationen SENECAS und Joscan Hellmuts beste Freunde.

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Heft: PR 714
© Pabel-Moewig Verlag KG
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Atlan 539
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erscheinungsbild

Die beiden Roboter wurden speziell für einen langen Flug mit der SOL konstruiert. Die besten Wissenschaftler hatten die technisch hochmodernen Maschinen nach psychologischen Gesichtspunkten so konstruiert, dass Menschen aufgrund des Aussehens der Roboter bei deren Anblick erheitert wurden und so neue Hoffnung schöpften. (PR 710)

Ihr klobiges Äußeres entsprach den Vorstellungen, welche die Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts von Robotern hatten. Romeo war blau, und Julia war rosa. Die 2,50 m großen Robotkörper bestanden aus Ynkelonium-Terkonit. Sie waren mit leistungsfähigen Positroniken ausgestattet, hatten jedoch im Gegensatz zu SENECA keinen Zellplasma-Zusatz. (PR 710)

Sie hatten eckige Köpfe auf beweglichen Hälsen (Atlan 539) und kastenförmigen Körper, übersät mit kleinen Lampen, sowie dünne Arme und Beine. An den Armen und Beinen sah man die Gelenke. Des Weiteren besaßen sie runde Öffnungen als »Mund«, zwei runde, rot leuchtende Öffnungen als Augen sowie ein kreisrundes Nasenloch und kegelförmige Ohren (PR 701, S. 18) aus Antennendraht. (Atlan 539) Romeos Augen hatten eine viereckige Augeneinfassung, die Augeneinfassung Julias war rund. Auf der Vorderseite von Julias Kastenkörper befanden sich zwei halbkugelförmige Ausbuchtungen. Die Roboter sprachen mit knarrender Stimme. (PR 710) Beim Sprechen klappte der große Mund auf und zu. (Atlan 539)

Hinter versteckten Klappen befanden sich mehrere Impuls-/Kombistrahler und Paralysatoren. Darüber hinaus verfügten sie über IV-Schirme. Im Körperinneren waren hochwertige Sensorsysteme für optische, akustische und energetische Erfassung untergebracht. (Atlan 539)

In den Zentralen der SOL befanden sich spezielle Anschlussbuchsen, so genannte Manöver- und Gefechtsplätze, die von diesen Robotern genutzt werden konnten. (PR 701, S. 23) Im unteren Teil der Vorderseite der Robotkörper befanden sich vier ausfahrbare Steckkontakte. Diese konnten über Verbindungskabel an externe Positroniken angeschlossen werden. Vier weitere Buchsen stellten die Rückverbindung der Positronik mit dem Roboter her. (Atlan 539)

Aufgaben

Romeo und Julia wurden von den Kindern der Solaner zwar als beliebte Spielgefährten angesehen, tatsächlich hatten sie aber, neben der psychostabilisierenden Funktion, eine andere Aufgabe. Sie waren Ableger SENECAS und standen mit ihm in ständiger Hyperfunkverbindung. Durch die Befehlsübermittlung handelten und reagierten sie wie SENECA. (Atlan 539)

Die Roboter spielten mit den Kindern ebenso wie mit den Erwachsenen und verhielten sich dabei stets nett und zuvorkommend. Wurde es den beiden Robotern zu toll, machten sie nicht mehr mit und verabschiedeten sich mit weinerlicher Stimme und lustigen Bemerkungen. Dabei verwendeten sie oft die Floskel: »Nur nicht rosten, Madam, nur nicht rosten. Wasser bekommt uns nicht!« (Atlan 539)

Beide Roboter hatte auch eine Erste-Hilfe-Programmierung, die sie befähigte, den Solanern medizinische Hilfe zu leisten. (PR 726, S. 12)

Während Romeo in der Zentrale der SZ-1 stationiert war, hielt sich Julia in der SZ-2 auf. Sie fungierten an ihren Standorten als wichtige Zusatzelemente zu den bordinternen Rechnern, die kein Plasma und keine Differenzierungsspeicherung besaßen. Diese Steuerpositroniken verfügten über kein Geheimwissen, das von autorisierten Personen abgefragt werden konnte. Romeo und Julia wurde dieses Wissen jederzeit zugänglich gemacht, sofern es ihnen SENECA zur Verfügung stellte. Wenn die SOL-Zellen in einen Einsatz gingen, schlossen sich die beiden Spezialroboter mit Steckern an die jeweiligen Bordpositroniken an und versorgten sie mit den notwendigen Daten. Bei jedem Einzelmanöver einer SOL-Zelle mussten sie an ihrem Platz sein. Nur wenn alle Teile der SOL zusammengeschlossen waren, konnten sich die beiden Roboter frei an Bord bewegen. (Atlan 539)

Eine besondere Verbindung hatten sie lange zu dem Kybernetiker Joscan Hellmut. (PR 710)

Geschichte

Unterwegs für den Plan der Vollendung

Bereits beim ersten Einsatz der SOL, im Malibu-System (Juli 3540) stand Romeo der unterbesetzten Mannschaft zur Seite und führte den Beschuss des Null-Feldes mithilfe der UQD-Bomben durch. (PR 701, S. 24)

Als sie zusammen mit Joscan Hellmut 3578 auf Last Stop eine der Maschinen fanden, welche die SOL am Start hinderten, zerstrahlten Romeo und Julia sie plötzlich, so dass nur noch ein Staubhaufen an die Maschine erinnerte, bevor Hellmut von seinem Fund berichten konnte. Auf Anfrage wollte sie nicht erklären, warum sie das getan hatten. Als Hellmut bei SENECA nach dem Grund der Handlung fragte, erhielt er die erstaunliche Antwort, dass Romeo und Julia zum fraglichen Zeitpunkt nicht unter seiner Kontrolle gestanden hätten und er nichts von dieser Aktion wisse. Hellmut, der zwar sehr beunruhigt war, verschwieg den Vorfall, damit Romeo und Julia nicht untersucht wurden. (PR 710) Später stellte sich heraus, dass das Roboterpärchen doch auf Befehl von SENECA gehandelt hatte. Beide Roboter wurden von Gucky aufgespürt und vorübergehend handlungsunfähig geschossen. (PR 713)

Im August 3578 wurden Romeo und Julia mit der BRESCIA unter dem Kommando von Galbraith Deighton losgeschickt, um Verhandlungen mit den Keloskern aufzunehmen. Um sicherzustellen, dass SENECA nicht Einfluss nahm, kappte man die Kommunikation zwischen dem Roboterpärchen und ihm. Er hatte dies jedoch vorausgesehen und vorher ein Ersatzaggregat einbauen lassen. So konnten Romeo und Julia auf Befehl von SENECA die Kontrolle über die BRESCIA übernehmen und lenkten den Kreuzer nach Takrebotan statt wie vorgesehen nach Tomphus. Hier wurde die Mannschaft durch Narkosegas paralysiert und das Schiff von den Keloskern gekapert. Sie brachten die Mannschaft ins Freie und starteten wieder nach Last Stop, um die SOL zu übernehmen. Joscan Hellmut gelang es zu spät, die Hyperfunkverbindung zwischen den Robotern und SENECA zu trennen, doch ab diesem Zeitpunkt standen sie unter seiner Kontrolle. (PR 714) Alle drei wurden gezwungen, die BRESCIA nun für die Kelosker zu steuern, da diese es aufgrund ihrer plumpen Gliedmaße nicht selbst konnten. (PR 715) Als die BRESCIA von Perry Rhodan zurück erobert wurde, deaktivierte man das Roboterpärchen vorerst, damit sie keinen weiteren Schaden mehr anrichten konnten. (PR 716) Sie wurden erst wieder auf Wunsch von Dobrak aktiviert, als dieser sie brauchte, um das Shetanmargt bedienen zu können. (PR 717) Später stellte sich heraus, dass das Roboterpärchen vermutlich einer Programmierung von ES gefolgt waren genauso wie SENECA selbst, die zur Erfüllung des Plans der Vollendung diente.

Im Januar 3581 begleiteten sie Dobrak in einen Dimensionstunnel des Dakkardimballons und wurden extra zu diesem Zweck mit einigen Bauteilen des Shetanmargts »ergänzt«. Hier fand die Besatzung Py, die allerdings eine Emotio-Strahlung aussandte, die jedes Lebewesen in Apathie verfallen ließ. Romeo und Julia entfernten die Strahlungsquelle mit einem Feinstrahl-Hochenergieskalpell und gemeinsam kehrte man zur SOL zurück. (PR 730)

3582 belauschte Galto Quohlfahrt ein Gespräch zwischen Joscan Hellmut und Julia, dass bei ihm den Verdacht erzeugte, dass Hellmut versuchte, SENECA durch das Roboterpärchen im Interesse der Solaner zu beeinflussen. (PR 770)

Auf der Suche nach der Erde

Anfang 3583 wurden Romeo und Julia vom COMP übernommen, der gerade an Bord gebracht worden war, und standen damit unter der Kontrolle der Kaiserin von Therm. Die beiden Roboter halfen zusammen mit Joscan Hellmut dem COMP, die SOL in seine Gewalt zu bekommen. Dabei schreckten sie auch vor Gewalt nicht zurück. Als Vigo Hynes sie bei der Manipulation eines Computers erwischte, schlugen sie ihn kurzerhand nieder, wobei er lebensgefährlich am Kopf verletzt wurde. Als Perry Rhodan wenig später die Roboter in der Lagerhalle des COMP zur Rede stellte und angriff, wurde er ebenfalls von Romeo paralysiert. (PR 791)

...

Raumschiff außer Kontrolle

Im Jahre 3650 ging die SOL in einen unkontrollierten Dimetransflug über. Die wenigen an Bord befindlichen Emotionauten wurden durch den so genannten Emotio-Schock am Eingreifen gehindert. Cleton Weisel meldete sich und erklärte, dass er Romeo und Julia ersuchen würde, die Führung des Schiffes zu übernehmen. Die Idee dazu kam von SENECA. Somit stellte sich die Frage, wer oder was für den Irrsinnsflug tatsächlich verantwortlich war. (Atlan 523)

Romeo und Julia gelang es tatsächlich, die SOL zu stoppen. Wie sie das angestellt hatten, wurde nicht überliefert. Sicher war, dass sie die Zentralen der beiden SOL-Zellen benutzten. Von dort aus machten sie sich auf den Weg, um sich im Mittelteil zu treffen. Die Roboter kamen dort allerdings nie an. (Atlan 523)

Geheimniskrämerei

Esterhan Soeklund, Joscan Hellmuts Nachfolger, begann nach einer tagelangen, erfolglosen Aktion mit Suchkommandos, den Weg Romeos rück zu verfolgen. Er entdeckte einen Transmitter, der Romeo abgestrahlt hatte. Von der Positronik abgerufene Transportdaten zeigten, dass zur exakt gleichen Zeit ein zweiter Transport stattgefunden hatte. Als Ziel der Vorgänge stellte sich nun die Panzerkugel SENECAS heraus. Es gelang dem Kybernetiker, durch geschickte Fragen SENECA zu einer Antwort zu verleiten, wann die Inpotronik gedachte, Romeo und Julia wieder herauszurücken. SENECA gab zur Antwort, dass die beiden Roboter schon längst aus der SOL hinaus zum »Empfänger« geschickt worden waren. Julia kehrte mit einem Kleinraumschiff unbekannten Typs zur SOL zurück. Sie erkundigte sich, ob auch Romeo schon auf der SOL eingetroffen war. Der Roboter wollte nicht, dass SENECA von seiner Rückkehr erfuhr. Julia war bestens darüber informiert, dass SENECA vollkommen mit sich selbst beschäftigt war und jeden Kontakt mit der Außenwelt abgebrochen hatte. Auch Julia hatte keine Verbindung mit der Biopositronik. Das fremde Raumschiff ähnelte einer Erbsenschote mit einigen kugelförmigen Verdickungen. Julia wurde von Soeklund empfangen. Es war auffällig, dass sie kein Wort sprach, die bunten Lämpchen nicht blinkten und auch die Augen seltsam glanzlos waren. Auf Soeklunds Frage nach der Herkunft des Bootes erklärte Julia nur kurz, dass sämtliche Daten gelöscht worden waren und niemand den Weg des Bootes zurückverfolgen konnte. Im Mittelteil der SOL versuchten drei Solaner, Julia auszuschalten. Diese aktivierte jedoch ihren Schutzschirm und war somit unangreifbar. Eine große Gruppe Techniker der Arge SOL entwaffnete die Männer und führte sie ab. (Atlan 539)

Wandelnde Bomben

Auf der SZ-1 verband sich Julia mit der Positronik einer Nebenzentrale über Steckkontakte. Soeklund schaffte es, durch diese Verbindung das in der Positronik gespeicherte Wissen des Roboters auf den externen Rechner zu übertragen. Gleichzeitig gaukelte er Julia vor, dass sich der sehnlich erwartete Romeo gemeldet hatte. Während Julia davonstürmte, um sich mit Romeo zu treffen, rief Soeklund die überspielten Informationen ab. Romeo und Julia waren vom Transmitter zu dem unbekannten »Empfänger« abgestrahlt worden. Von diesem hatten sie den Auftrag erhalten, an zwei unterschiedlichen Orten je eine Hälfte einer Quasi-Antimateriemasse herzustellen. Diese Hälften waren in den Körpern der beiden Roboter untergebracht, von einem speziellen Ortungsschutz vor Entdeckung geschützt. Bei Vereinigung der beiden Hälften würde eine Explosion ausgelöst werden, die jegliche Materie in einem Umkreis von zehn Kilometern vernichtete. In die beiden Roboter war eine hyperphysikalische Zeituhr installiert worden, die einen Vereinigungsdrang auslöste, der mit der Zeit immer größer werden würde. Nach zwei Jahren würde dieser Drang seine Höchstphase erreicht haben. Sodann waren Romeo und Julia mit einem Raumschiff wieder zur SOL zurückgeschickt worden. (Atlan 539)

Soeklund war erschüttert. Cleton Weisel musste umgehend informiert werden. Als er eine Verbindung zur Zentrale hergestellt hatte, erfuhr er, dass auch Romeo angekommen war. Soeklund war nicht fähig, seine Warnung auszusprechen. Julia war zurückgekommen, hatte das Gespräch mitgehört und die Verbindung getrennt. Der Roboter schlug den Kybernetiker bewusstlos. Cleton Weisel schickte zwei Gruppen von Bordrobotern im Auftrag SENECAS los, um Romeo und Julia abzufangen. Die beiden Roboter wurden in glasartige, undurchdringliche Substanzen eingegossen. Die beiden Blöcke wurden in wenig benutzten Sektoren der SOL-Zellen abgestellt, Romeo in der SZ-1 und Julia in der SZ-2. SENECA verhinderte, dass die Blöcke aus Sicherheitsgründen aus der SOL entfernt wurden. (Atlan 539)

Ruhestellung

Circa 146 Jahre lang stand Romeo danach in einem Korridor in SOL-Zelle 1, Julia befand sich in SOL-Zelle 2. Im Jahre 3791 entdeckte Atlan den Roboter in der SZ-1. Romeo war von SENECA in einen massiven Block aus transparentem Synthoquarz eingegossen worden. Mit einem Impulsstrahler versuchte der Arkonide, die Maschine zu befreien. Als die letzten Brocken absprangen, erwachte Romeo und rief nach Julia. Mit seinen Paralysatoren vertrieb er die anrückenden Schergen der SOLAG. Jammernd und schreiend raste der Roboter auf den am Boden liegenden Atlan zu, der durch Schläge einer Neuropeitsche gegen die Bewusstlosigkeit kämpfte. Flimmernde Abstrahlfelder der Desintegratoren richteten sich auf den Arkoniden. Der Roboter nahm Atlan auf die Arme und trug ihn davon. Romeo bestätigte, ihn erkannt zu haben. Er sah in dem Mann einen der Schläfer. Romeo verlangte, zu seiner geliebten Julia geführt zu werden. Er drohte sogar, Atlan zu töten, sollte er seinen Wunsch nicht erfüllen. Romeo weigerte sich, mit SENECA in Kontakt zu treten, um Julias Aufenthaltsort zu bestimmen. Er räumte Atlan eine Stunde ein, um seine Partnerin zu finden. Nach Ablauf der Frist richtete er die Waffenarme auf Atlan – und erstarrte. Roboter tauchten auf und gossen die funktionsgeschädigte Maschine neuerlich in einen transparenten Block aus Synthoquarz. (Atlan Taschenheft 2)

Julia wurde nur einige Wochen später in einem Raum in der SZ-2 von Atlan, Joscan Hellmut, Gasht und weiteren Ferraten gefunden. Hellmut erhoffte sich, über Julia mit SENECA in Kontakt treten zu können. (Atlan 523)

Der Roboter war in einen Block aus Synthoquarz eingegossen. Im Laufe der Jahre war das glasähnliche Material gesprungen und von dünnen Rissen durchzogen. Das hatte zur Folge, dass der Block undurchsichtig geworden war. Hellmut war überglücklich, seine Julia endlich gefunden zu haben. (Atlan 523)

Amoklauf

Die Ferraten begannen damit, den Block abzutragen. Atlan ordnete an, dass der Kybernetiker Julia lahmlegte, sobald dies möglich war. Er verlangte, dass der Roboter keine Bewegung machen konnte, ohne dass ihm dies befohlen wurde. Hellmut reagierte mit Unverständnis und weigerte sich, den Befehl auszuführen. Doch Atlan ließ ihm keine Wahl. Zähneknirschend und äußerst wütend erledigte Hellmut die Anweisung. Die Ferraten legten Julia Stück um Stück frei. Auf wiederholte Kontaktversuche Joscan Hellmuts reagierte der Roboter nicht. Als auch das letzte Stück Glassit entfernt war, brüllte Julia plötzlich, dass sie sofort zu Romeo geführt werden wollte. Für Hellmut brach eine Welt zusammen. Julia setzte sich in Bewegung. Lautstark verlangte sie nochmals, zu Romeo gebracht zu werden. Atlan zerrte Hellmut von dem Roboter weg, der ihnen langsam folgte. Alles was Julia ihm Weg stand, wurde niedergewalzt. Dabei setzte sie auch ihre Waffen ein. Hellmut schlug Atlan die Waffe aus der Hand, als dieser versuchte, auf Julias Beingelenke zu schießen. Im Schutz der lodernden Glut einer Thermohandgranate gelang es Julia, zu verschwinden. Sie ließ eine Spur der Verwüstung auf ihrem Weg hinter sich, da sie auf alles schoss, was an Geräten zu funktionieren schien. Sie warf auch mit Thermobomben um sich, was zu schweren Zerstörungen führte. (Atlan 523)

Julia begab sich in eine Spielzeugfabrik und schoss dort um sich. Als Atlan und Ferraten in die Halle eindrangen, drehte sich der Roboter um und erstarrte. Einer der Ferraten meldete die Ankunft von einigen großen Robotern. Die Maschinen hüllten Julia erneut in einen Glassitblock. Sie teilten Atlan mit, dass eine Vereinigung von Romeo und Julia das Ende der SOL bedeuten würde. Diese Botschaft stammte wahrscheinlich von SENECA. (Atlan 523)

Unterhändler

Im März 3792 entwickelte Order-7 einen Plan, um den widerspenstigen Atlan, der mit der abgekoppelten SZ-2 in Flatterfeld unterwegs war, zur Ankopplung mit der Rest-SOL zu zwingen. Der High Sideryt schickte fünf Roboter aus, um Romeo und Julia herbeizuschaffen. Ohne dass die Magniden etwas bemerkten, wurde Romeo in die Klause gebracht. Mit ihren Desintegratoren lösten die Roboter den Quarzblock auf, der Romeo einhüllte. Ein Reinigungsroboter saugte die dabei entstehenden Dämpfe ab. Als der Kopf, die Schultern und die Oberarme freigelegt waren, ließ der High Sideryt die Arbeit einstellen. Order-7 erteilte Romeo den Befehl, als Unterhändler auf die SZ-2 zu wechseln und Atlan zur Aufgabe zu bewegen. Durch die Aussicht, dort Julia zu treffen, willigte der Roboter ein. Zwei Roboter brachten Romeo in eine Space-Jet. Nach Verlassen des Hangars befreiten sie Romeo endgültig aus dem Quarzblock. Zwei Lichtminuten von der SOL entfernt, nahm das Beiboot eine Warteposition ein. Order-7 aktivierte die Hyperfunkanlage und bot Atlan Verhandlungen an. (Atlan 552)

Chart Deccon setzte einen ungerichteten Funkspruch an die SZ-2 ab. Er kündigte einen Unterhändler an, der mit einer Space-Jet zu Point Qua unterwegs war. Von der SZ-2 startete nun Brooklyn mit einer Space-Jet und flog Point Qua an. In einer Kreisbahn von einer Lichtminute über der Oberfläche der Sonne wartete bereits das Beiboot der SOL. Die beiden Jets koppelten mit den Bodenschleusen aneinander an. Romeo schlug Brooklyn den Strahler aus der Hand, packte die Solanerin und raste in die Zentrale der Jet. Die vier Pyrriden wurden mit dem Paralysator gelähmt. Romeo forderte Brooklyn auf, ihn sofort zu Atlan zu bringen. (Atlan 552)

Romeo meldete sich bei Atlan und verlangte im Auftrag Deccons die sofortige Kapitulation des Arkoniden. Als einzige Gesprächspartnerin wollte der Roboter ab nun nur noch Julia anerkennen. Atlan erinnerte sich an die Warnung SENECAS, dass eine Vereinigung der beiden Roboter das Ende der SOL bedeuten würde. Ihm war klar, dass der Order Romeo als Waffe benutzte. (Atlan 552)

Romeo verankerte die Space-Jet mit Magnetklammern an der Außenhülle der SZ-2. Sternfeuer schlug den Einsatz von Arkonbomben vor, was Atlan aber ablehnte. Lyta Kunduran erhielt den Befehl, Romeo aufzuhalten, während Atlan und Palo Bow versuchten, Julia von Bord zu schaffen. (Atlan 552)

Vereinigungstendenz

Inzwischen war Romeo gewaltsam durch ein selbstgebranntes Leck in die SZ-2 eingedrungen. Er rief laut nach seiner Gefährtin Julia. Rücksichtslos überwand der Roboter die Sperren und Fallen, die ihm die Solaner stellten, um sein Tempo zu verlangsamen und Atlan und Palo Bow so Zeit zu verschaffen. Atlan wartete an jener Stelle auf Romeo, an der eigentlich Julia stehen sollte. Sie war von Palo Bow mit vier Transportrobotern mitsamt ihrem Block in einen Leichten Kreuzer gebracht worden. Bow, der den Kreuzer allein steuerte, flog wie mit Atlan vereinbart die Sonne Taucher an. Dort verbarg sich das Raumschiff in der Korona des Sterns. Romeo erreichte den Arkoniden, der ihm versprach, ihn zu Julia zu bringen, sobald er einige Fragen beantwortet hatte. Romeo öffnete sogar seinen kastenförmigen Körper und zeigte Atlan, den kopfgroßen, von einem blauen Energiefeld umhüllten Block, der pulsierte. Julia besaß auch einen derartigen Block. Das »befohlene Werk« war, die beiden Massehälften zu vereinigen. Atlan versuchte, Zeit zu gewinnen, doch Romeo packte ihn und trug ihn mit sich weg. Er drohte, den Arkoniden zu töten, wenn er ihn nicht zu Julia bringen würde. Romeo und Atlan gingen an Bord der Space-Jet. (Atlan 552)

Bald darauf wurden an Bord der SZ-2 gewaltige Energieentladungen und ein heller Lichtblitz geortet. Antimateriereaktionen wurden eindeutig festgestellt. Romeo und Julia schienen zueinander gefunden zu haben. (Atlan 552)

Romeos Ende

Palo Bow hielt sich weiterhin mit Julia im System Taucher versteckt. An Bord der Space-Jet umklammerte Romeo Atlans Hals und schnürte ihm immer mehr die Luft ab. Der Roboter wollte wissen, wo sich Julia befand, doch der Arkonide verweigerte beharrlich die Auskunft. Bevor er das Bewusstsein verlor, ließ Romeo los. Der Robot sperrte ihn in die Funkzentrale der Space-Jet ein, deren Geräte zuvor unbrauchbar gemacht worden waren. Romeo hatte eine Information erhalten, wo er Julia finden konnte. Dies hatte Atlan das Leben gerettet. In einem Schrank fand Atlan einen voll funktionsfähigen Raumanzug, den er anlegte. Mit einem Impulsstrahler zerstörte er das Schloss des Funkraumes und bereitete sich auf den Kampf mit Romeo vor. Mit deaktiviertem Schutzschirm und ausgeschalteten Anzugsystem näherte er sich der offen stehenden Zentrale. Romeo wendete ihm den Rücken zu und stand vor den Kontrollen, eingehüllt in einen Schutzschirm. Mit einem gewaltigen Sprung hechtete Atlan in die Zentrale, aktivierte gleichzeitig die Anzugsversorgung und den Individualschirm und feuerte den Impulsstrahler auf den Hauptbildschirm ab. Romeo feuerte zurück und traf präzise das Schaltpult, hinter dem Atlan Deckung gefunden hatte. Ein harter Kampf entbrannte. Der Arkonide fand eine Möglichkeit, dem Roboter beizukommen. Er schnellte sich auf Romeo zu und griff auf eine Schwachstelle zu, woraufhin ein Teil der Schutzschirme zusammenbrach. Der Schuss mit dem Impulsstrahler zerfetzte den rechten Arm und trennte auch das rechte Bein ab. Doch Romeo fing sich sofort wieder und Atlan war gezwungen zu fliehen. Die Auseinandersetzung führte zu großen Zerstörungen im Inneren der Space-Jet, die steuerlos, ruckend und schlingernd in das System der Sonne Taucher einflog. Romeo brachte einen Treffer in Schulterhöhe Atlans an. Die Fleischwunde war nicht bedrohlich, schmerzte aber ungemein. Der Arkonide beschaffte sich ein auf einer Antigravplattform montiertes Impulsgeschütz. Plötzlich kam es im Beiboot zu einem Vakuumeinbruch. Sicherheitsschotts setzten Atlan fest. Mit dem Geschütz schoss er ein Schott auf und steuerte die Zentrale an. Romeo konnte sich dem konzentrierten Beschuss aus dem Geschütz erfolgreich entziehen. Die Zentrale glich bald einem Trümmerfeld. In Zusammenarbeit zwischen Impulsgeschütz, Strahler und Mikrosprengsätzen konnte Atlan den Paratronschirm Romeos knacken. Das verbliebene Bein wurde durchtrennt, der Kopf weggeschossen, der zweite Arm ging verloren und die Brustverkleidung teilweise zerstört. Das blaue Energiefeld, das den kopfgroßen Block aus pulsierendem Material umgab schien unüberwindbar zu sein. Eine gewaltige Detonation zerriss die Space-Jet. Atlan überlebte dank des geschlossenen Raumanzuges und des Schutzschirms des Impulsgeschützes. (Atlan 553)

Aus für Julia

Nach der Zerstörung Romeos trieb der Arkonide auf die rote Sonne zu. Palo Bow ließ den Kreuzer aus der Korona der Sonne Taucher fliegen. Atlan bemerkte einen Gegenstand, der in seiner Nähe vorbeidriftete. Es war der in blaues Leuchten gehüllte Fremdkörper aus Romeo, der über einen eigenen Antrieb zu verfügen schien. Er hielt mit steigender Geschwindigkeit direkt auf den Kreuzer zu. Der Brocken überholte Atlan und flog in die offen stehende Schleuse. Eine vor Atlan sich aufblähende Miniatursonne schleuderte den Arkoniden durch den Raum davon. Nach 24 Stunden erlangte er das Bewusstsein wieder. Der Kreuzer war durch eine Denotation-Implosion vernichtet worden. Die beiden Fremdkörper hatten sich irgendwie vereinigt und dadurch eine Antimaterie-Explosion hervorgerufen, die das Ende des Kreuzers und ebenso jenes von Palo Bow und Julia bedeutet hatte. (Atlan 553)

Risszeichnung

Quellen