Venuspositronik

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt die Venus-Station und deren Robotgehirn der klassischen Perry Rhodan-Serie. Für die Venus-Station der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Zarakh'khazil (PR Neo). Für weitere Bedeutungen, siehe: Robotgehirn.

Die Venuspositronik – manchmal auch Venusgehirn oder Robotgehirn genannt – war das Kommandogehirn der auch als Venusfestung oder Venusbasis bekannten arkonidischen Basis auf Larsa/Venus.

PR0009Illu 1.jpg
Heft: PR 9 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG

Aufbau

Die Venusfestung wurde in 6000 Meter Höhe auf einer Hochebene im Valta-Gebirge errichtet. Der Außendurchmesser betrug sieben Kilometer. Die 1440 Meter hohe Anlage war in 120 Etagen unterteilt. (PR-Action 28)

Das Zentralgebäude der Festung war ein Stahlplastikzylinder, der von einem 200 Meter breiten, mit Ausnahme einiger Metallkuben weitestgehend von Bebauung freien Streifen umgeben war. Der sich beinahe über die gesamte Höhe der Anlage erstreckende Zylinder bildete den Positronikkern und damit die eigentliche Venuspositronik. (PR-Action 28)

Geschichte

8010 v. Chr.

Als die Arkoniden unter Kapitän Larsaf das Solsystem im Jahre 8010 v. Chr. entdeckten und es traditionsgemäß nach seinem Entdecker Larsaf-System tauften, errichteten sie zunächst auf Larsa eine Kolonie und eine Militärbasis, die in einen Tafelberg hineingebaut wurde.

Anmerkungen:
  • In PR 8 erklärt Crest, das Solsystem sei damals von einer Kolonistenflotte angeflogen worden, die eigentlich ein anderes Ziel gehabt habe. Der dritte Planet des Systems sei ihnen aber als geeignetere Siedlungswelt erschienen. Die Besiedlung sei von der Basis auf dem zweiten Planeten aus vorbereitet worden. Die Festung sei als Ausweichstation gedacht gewesen. Die Arkoniden hätten sich dann auf dem damals noch vorhandenen Überrest einer Landbrücke zwischen dem afrikanisch-europäischen und dem amerikanischen Kontinent niedergelassen.
  • Nach PR 15 war seinerzeit nicht Larsaf, sondern Kerlon der Anführer der arkonidischen Expedition, die das Solsystem entdeckte. Kerlon wurde auf das Solsystem aufmerksam, als er ohne offiziellen Auftrag in der Milchstraße unterwegs war. Von ihm gefundene Hinweise auf ein Volk, welches das Geheimnis der Unsterblichkeit kannte, zeigten sowohl auf das Solsystem als auch auf das Wegasystem. Kerlon flog zunächst das Wegasystem an, wo er dem in die Vergangenheit gereisten Crest begegnete. Dann begab er sich mit drei Kugelraumern in das Solsystem, wo die Venusfestung errichtet und anschließend ein Kontinent auf dem Nachbarplaneten besiedelt wurde, der später bei einem Angriff aus dem Weltraum unterging (Atlantis). Die Informationen über diesen Verlauf der Geschehnisse waren Crest bis 1975 nicht bekannt. Crest und Perry Rhodan erhielten die entsprechenden Informationen von der Venuspositronik sowie im Rahmen ihrer Zeitreise in das Jahr 8010 v. Chr.
  • In PR 54 sagt Atlan zu Perry Rhodan: (Zitat) »[...] Das venusische Robotgehirn ist unter meiner Leitung erbaut worden. [...]«

Der anfänglich von 200.000 Personen bewohnte Stützpunkt wurde von einem leistungsfähigen Positronikgehirn gesteuert, von den Arkoniden nur Der Kommandant genannt. Er war neben bewaffneten humanoiden Robotern sowie schweren Desintegratorgeschützen (PR 8 E) auch mit einem Hangar ausgestattet, in dem eine Gruppe von Raumjägern zur Verfügung stand. (PR 9 E)

Nichts davon half jedoch gegen die druufschen Überlappungsfronten, die das Larsaf-System heimsuchten. Nachdem einige Kolonisten verschwanden, wurde die Bevölkerung des Stützpunktes auf Atlans Befehl hin nach Larsaf III evakuiert.

8000 v. Chr.

Nach dem Untergang von Atlantis im Jahre 8000 v. Chr. flohen die Überlebenden zur Venus und flogen mit den dort stationierten Raumschiffen zurück in das Arkon-System. Lediglich rund 2000 Kolonisten verblieben in der Festung und verbrachten dort den Rest ihres Lebens. (PR-TB 271)

Anmerkung: Laut Crests Bericht in PR 8 soll der Großteil der Überlebenden versucht haben, das ursprüngliche Ziel der Kolonistenflotte anzufliegen. Von den Raumschiffen dieser Gruppe habe man nie wieder etwas gehört, mit Sicherheit habe die Gruppe jedoch ihr Ziel nicht erreicht. 2000 Kolonisten seien auf der Venus zurückgeblieben, weil in den Raumschiffen kein Platz mehr für sie gewesen sei. Sie seien irgendwann ausgestorben.

Die Positronik der Venusbasis erhielt vom letzten arkonidischen Kommandanten den Auftrag, jedes Raumschiff zur Landung zu zwingen, das nicht in der Lage war, ein bestimmtes Kodesignal zu senden. In der folgenden Zeit machte die Positronik die halbintelligenten Robben der Venus zur ihren Helfern. (PR 8 E)

194

Im Jahre 194 erreichte Atlan mit seinem Raumschiff LARSAF DREI:ZWEI erstmals wieder die Venus und nahm Kontakt mit der Venus-Festung auf. (PR-TB 271)

1971

1971 erhielt der tefrodische Admiral Hakolin von dem aus dem Jahr 2406 in der Zeit zurückgereisten Faktor II der Meister der Insel den Auftrag, am 10. Juni 1971 die AETRON auf Luna zu zerstören, um ein Zusammentreffen der Arkoniden und der Menschen zu verhindern. Sein Schiff, die RAWTHOR, flog von Tefrod aus über den Sonnensechseck-Transmitter in die Milchstraße und erreichte am 7. Juni 1971 das Solsystem.

Zur Überbrückung der Zeit erkundete sie das System und flog nach der Entdeckung der großen Rohstoffvorkommen die Venus an. Die Positronik der Venusfestung ließ das Schiff einfliegen, verhinderte aber die Rückkehr in den Weltraum durch einen Traktorstrahl, nachdem die Tefroder auf die alt-arkonidischen Funksprüche nicht antworteten und von der Positronik als Fremdvolk eingestuft wurden.

Admiral Hakolin schleuste Truppen unter seinem persönlichen Kommando aus, die mit allen Mitteln die Festung bekämpften, um den Start der RAWTHOR zu ermöglichen – letztlich vergeblich. In einer Verzweiflungstat startete die RAWTHOR mit Vollschub und wurde von den Geschützen der Venusfestung noch in der Atmosphäre vernichtet.

Die überlebenden Tefroder suchten wie Hakolin den Freitod oder fielen der urweltlichen Vegetation der Venus zum Opfer. (PR 297)

1972

Der Stützpunkt wurde erst 1972 von Perry Rhodan wiederentdeckt. Die Venuspositronik zwang seine GOOD HOPE zur Landung, weil das erwartete Kodesignal nicht gegeben wurde. Die Positronik nahm an, eine feindliche Macht habe das arkonidische Beiboot gekapert. Das Missverständnis konnte ausgeräumt werden. Rhodan sowie seine Gefährten konnten sich frei im Stützpunkt bewegen und erhielten Informationen über die Geschichte der Venusbasis. Schließlich erkannte die Positronik Rhodan als neuen Kommandanten an. (PR 8 E)

Die im Stützpunkt aufgefundenen Raumjäger bewiesen ihre Qualitäten beim Einsatz im Wega-System, und die Venuspositronik war für lange Zeit ein wichtiges Hilfsmittel beim Aufbau des Solaren Imperiums. (PR 9)

1975

Die Venuspositronik lieferte Perry Rhodan entscheidende Daten zum Wega-System, die erst den Flug der GOOD HOPE zu diesem Gestirn ermöglichten. (PR 10 E, Kap. 4)

Mit Hilfe der Venuspositronik wurde ein wichtiger Teil des Galaktischen Rätsels gelöst, das sich mit der Kerlon-Expedition befasste. (PR 15)

1981

1981 wurden zwei Drei-Mann-Zerstörer von der Venuspositronik abgeschossen, da beide nicht den gültigen Identifizierungscode abstrahlten. Es handelte sich dabei um ein Versehen, denn als Besatzung waren einerseits Thora da Zoltral und im anderen Fall Perry Rhodan, John Marshall und Son Okura an Bord. Die Schiffe waren noch nicht fertig programmiert und wurden deshalb an der Grenze zum Sperrgebiet, das in einem Durchmesser um die Venuspositronik von 500 Kilometern verlief, angegriffen. Die Insassen überlebten die Abstürze, die Schiffe waren allerdings zerstört. (PR 22)

2102

Im Zuge der Bedrohung der Erde durch die arkonidische Geisterflotte aus der Vergangenheit flog Bully auf Anweisung Rhodans zur Venus, um 15.000 Jahre alte Informationen über die Zeit Metzats III. zu erhalten. Hieraus zogen die Terraner Schlüsse auf die weitere Vorgehensweise, wie sie die Gefahr beseitigen konnten. (PR 105)

2130

Erst ab 2130 übernahm NATHAN auf Luna die Aufgaben der Venuspositronik. (PR 150)

2169

...ToDo: Informationen über Deaktivierung aus PRA 27 verarbeiten...
...ToDo: Stützpunkt Saquolas (PRA 28)...

Quellen