Galornen

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Das Volk der Galornen ist das technisch fortschrittlichste der Galaxie Plantagoo.

PR1852.jpg
Kaif Chiriatha
Heft: PR 1852
© Heinrich Bauer Verlag KG

Ihre Ursprungswelt ist Galorn. Danach besiedelten sie Bushtam und Pondor. Ihre Wohnwelt im 13. Jahrhundert NGZ ist Helter Baaken in der Pentrischen Wolke.

Erscheinungsbild

Galornen sind humanoid bei einer Körpergröße von etwa zwei Metern. Sie sind äußerst dickleibig mit einer Körperbreite von circa 1,50 Metern um die Hüften. Ihre Haut ist dunkelblau und faltig. Ihre Augenfarbe ist schwarz. Statt Zähnen besitzen sie im Mund eine durchgehende, bräunliche Kauleiste. Wenn Galornen als Raumfahrer oder Techniker tätig sind, tragen sie die typischen kanariengelben Schutzanzüge. Galornen sind mit einer Lebenserwartung von etwa 800 Jahren relativ langlebig.

Männliche und weibliche Galornen sind nicht am Aussehen unterscheidbar, sondern nur durch ihre Aura. Über diese Aura ist auch der Gefühlszustand eines Galornen fühlbar.

Charakterisierung

Die Galornen waren einst ein sehr gewalttätiges Volk, das jedoch nach Entdeckung des Planeten Tasch-Term und der Tasch-Ter-Man gelernt hat, seine natürliche Aggression anders abzubauen. Traumatisiert von ihrer eigenen Vergangenheit, haben sie eine Philosophie des »Friedens um jeden Preis« entwickelt. Diese Philosophie wenden sie nicht nur auf sich an, sondern zwingen sie ihrer gesamten Galaxie auf:

Sie nutzen ihre technische Vormachtstellung bedenkenlos aus, um Kriege oder deren Vorbereitung in Plantagoo gewaltsam zu unterbinden. Da sie selbst unsichtbar bleiben wollen, haben sie die Völker der Adlaten und der Tasch-Ter-Man in ihre Dienste genommen.

Der Kampf mit dem Drachen

Galornenkinder besitzen noch die natürliche Aggressivität der frühen Galornen. Sie bleiben bei ihren Eltern und wohnen zuhause, bis sie ein Alter erreicht haben, in dem sie für Unterricht reif genug sind. Dann werden sie in die so ggenannten Stadt der Kinder gebracht. Dies ist ein abgeschotteter Stadtteil ihrer Hauptstadt, in dem es den Kindern an nichts mangelt. Hier werden sie von freiwilligen Erwachsenen betreut und unterrichtsmäßig geleitet. Jedes Kind ist für sein Lernpensum selbst zuständig. Durch den Konkurrenzkampf sind die Kinder jedoch sehr enthusiastisch beim Lernen, besonders in den Naturwissenschaften. Unterhalb der Stadt der Kinder gibt es Labyrinthe und Tunnelsysteme, in denen die Kinder ihre geistigen Fähigkeiten in Prüfungen unter Beweis stellen müssen. Das einzige Muss sind hier die täglichen Dosen Khasch-Phee die getrunken werden müssen.

Im Zentrum der Stadt der Kinder gibt es einen etwa 100 Meter durchmessenden Bereich, der vollständig von einer drei Meter hohen Mauer aus Formenergie umschlossen ist. Wenn ein Kind für bereit erachtet wird, wartet man auf die nächste Gelegenheit, bei der es sich alleine an der Mauer aufhält. Dann öffnet sich ein Loch in der Mauer, woraufhin das Kind den Bereich aus Neugier betritt. Im Zentrum des Bereichs gähnt ein Schacht von etwa fünf Meter Durchmesser und ungewisser Tiefe. Der Boden ist nicht sichtbar, da der Schacht von künstlichem Nebel und orangefarbenem Licht erfüllt ist. Von Psi-Lockimpulsen wird das Kind nun dazu gebracht, in diesen Antigravschacht zu steigen. Dort muss es mit dem Drachen kämpfen.

Der Drache ist eine Entität, die sich aus geklontem Zellgewebe gebildet hat. Pro Planet kann nur ein Drache existieren. Der Drache hat die Aufgabe, in einem parapsychischen Kampf die Aggressivität des Kindes zu fressen. Dies wird durch die psychogene Wirkung des Khasch-Phee erleichtert. Je wilder das Kind kämpft, desto schneller verliert es. Wenn der Kampf vorbei ist, und das Kind keine Aggressivität mehr besitzt, lässt man es auf den Boden des Schachtes sinken, wo ein aktivierter Transmitter wartet. Das Kind materialisiert in einem speziellen Transmitter mitten in einem Park, wo es von seinem zukünftigen Mentor in Empfang genommen wird. Nachdem es sich in einem mehrtägigen Schlaf voller Alpträume wieder erholt hat, macht der Mentor das Kind mit den Grundzügen der galornischen Zivilisation vertraut. Nach mehreren Monaten wählt es sich dann einen Beruf.

Frieden um jeden Preis

Um für die schrecklichen Taten ihrer Vorfahren zu büßen, haben die Galornen es sich zur Aufgabe gemacht, in ganz Plantagoo für Frieden zu Sorgen. Dies geschieht entweder mit dem Shifting oder mit dessen Androhung. Diesem radikalen Vorgehen kommt entgegen, dass alle anderen Völker dieser Galaxie technisch stark unterlegen sind.

Das Shifting ist eine Psi-Waffe, die vermutlich ähnlich wie der Drache funktioniert. Sie ist nur in Raumschiffen installiert, und man benötigt für den maximalen Wirkungsradius mindestens zwanzig Schiffe. Dass Shifting zieht aus den Psychen aller Betroffenen die aggressiven Bestandteile heraus. Da aber keine Vorbehandlung stattfand, kommt es zu Nebenwirkungen. Selbstmordrate und Unfallrate steigen unter den Betroffenen während die natürliche Sterblichkeit steigt. Statistisch sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung auf die Hälfte.

Wohnungen mit Charakter

Die Wohnungen der Galornen werden schon seit Jahrzehntausenden aus demselben psi-reaktiven Material und Formenergie angefertigt. Dieses Material interferiert mit der Persönlichkeit des Wohnenden und beginnt eine Umgebung zu bilden, wie sie ihm angenehm ist. Wenn ein Galorne zum Beispiel davon träumt eines Tages Raumfahrer zu werden, so verwandelt sich seine Zimmerdecke über Wochen hinweg sukzessive in einen Sternenhimmel. Oder wenn man die Natur liebt, so kann es sein, dass ein kleiner Wald das Zimmer ausfüllt. Es ist auch schon vorgekommen, dass sich eine Wohnung in ein Werkshalle mit Dampfmaschinen verwandelt hat.

Die Umwandlung der Wohnung nimmt gewöhnlich Wochen und Monate in Anspruch. Wenn ein neuer Galorne die Wohnung bezieht, dann wird die Gestaltung nur langsam verdrängt und zieht sich meist in unbeachtete Winkel zurück, bis sie ganz verschwindet.

Glücksreduktion

Galornen betreiben einen etwas ungewöhnlichen Totenkult. Wenn möglich lassen sie sich kurz vor ihrem Tod nach Gaalo, der alten Hauptstadt ihres Ursprungsplaneten Galorn bringen. Dort befindet sich im Herzen der Stadt eine Art Pantheon. Es handelt sich dabei um einen kreisförmigen Bereich, der mit großen quadratischen Platten gepflastert ist, und von hohen silbernen Säulen begrenzt wird. Wenn ein Galorne nun stirbt, so löst sich sein Körper in nichts auf, während von ihm eine parapsychische Schockwelle des reinen Glücksgefühls ausgeht. Diese Schockwelle ist über mehrere Lichtsekunden hinweg fühlbar. Die Gestrandeten, die in den Slums um die Mauern der Galornenstadt leben, haben dieses Phänomen Glücksreduktion getauft, da man auf das pure Glück reduziert wird.

Bekannte Galornen

Technik

Das technische Level der Galornen ist das höchste in ganz Plantagoo. Sie besitzen Hyperraumzapfer, Aggregate für kontinuierlichen Überlichtflug, Syntrons, hochentwickelte Schutzschirme und dergleichen, während die restlichen Völker Plantagoos noch auf dem Niveau von Transitionstriebwerken, Fusionsreaktoren und Thermostrahlern sind.

Vor dem Hyperimpedanzanstieg waren die Galornen den Milchstraßenvölkern technisch mindestens 200 Jahre voraus.

Transmitter

Die Galornenstädte sind mit einem Netz aus Transmittern durchzogen. Diese Transmitter besitzen dabei keine Aufbauten, sondern bestehen nur aus einem fußhohen Ring, der einen Bereich von etwa fünf Meter Durchmesser umschließt. An einer Stelle über dem Ring befindet sich ein Hologramm, in dem als Lichtpunkte alle erreichbaren Transmitter gekennzeichnet sind. Die Auswahl des Zieles erfolgt über die Markierung eines Lichtpunktes mit einem Laserstrahl. Der Transport geschieht binnen Nullzeit, ohne akustische oder visuelle Begleiterscheinungen

Raumschiffe

Die bevorzugte Schiffsform der Galornen ist das Ei. Von den vier Raumschiffstypen die sie verwenden, sind drei eiförmig.

Diese Raumschiffe sind 38 m lang, 20 m durchmessend, eiförmig und weiß. Sie werden meist als Beiboote verwendet, verfügen jedoch auch praktisch über alle technischen Vorrichtungen wie die großen Weißen Galornenschiffe.
Diese Schiffe sehen aus, wie das vorderste Glied eines Daumens und sind 450 m lang. Sie sind dreigeteilt: Vorne befindet sich der nach oben gekrümmte Teil mit Triebwerken und Waffensystemen. Dahinter folgt ein zylindrischer Teil mit Lagerräumen und Hangars und schließlich ein abschließende Schürze, die alle Antennen und Projektoren enthält.
Diese Frachter stammen noch aus der Frühzeit der Galornen und werden seit ihrer Befriedung 4000 v. Chr. nur noch als Totenschiffe oder zur Versorgung der Slums von Galorn eingesetzt.
Diese Schiffe sind 550 m lang, 220 m durchmessend, eiförmig und weiß. Sie sind die meistverwendeten und am häufigsten gesichteten Schiffe der Galornen. Meist werden sie für Forschungsexpeditionen eingesetzt, doch auch das Shifting wird mit ihnen durchgeführt.
Sie sind 900 m lang, 510 m durchmessend, eiförmig und schwarz. Sie sind extrem schwer bewaffnet und besitzen starke Schutzschirme. Ihre Rechner besitzen eine richtige, aggressive Persönlichkeit, die auch mental spüren kann. Die Gänge und Räume dieser Schiffe sind in schwarz und grau gehalten. Überall gibt es Kanten. Das Licht ist hart und weiß.
Dies sind die legendären Kriegsschiffe der frühen Galornen. Als sie friedfertig wurden, wurden die 18.000 noch existierenden Schiffe auf dem Planeten Tribath in der Pentrischen Wolke eingelagert.

Bekannte Raumschiffe

Geschichte

Solange die Galornen sich zurückerinnern können, hat immer ein Pilzdom in der Basaltwüste von Galorn gestanden. Für die ersten intelligenten Galornen war er ein Heiligtum. Für die späteren interstellaren Eroberer war er eine Schmach.

Etwa 45.000 v. Chr. waren die Galornen die ungekrönten Herrscher Plantagoos. Ihre Bevölkerung betrug zu diesem Zeitpunkt nur etwa 450 Millionen Individuen, aber wegen ihrer Aggressivität und ihrer starken Flotte, wurden sie in ganz Plantagoo gefürchtet. Auf jedem bewohnten Planeten gab es zwei oder drei von ihnen, wo sie sich von den Planetenbewohnern verwöhnen und schmeicheln ließen. Selbst ihre Sprache, das Goo-Standard, zwangen sie der Galaxie auf. In diesen Jahrtausenden besuchte einmal ein Bote von Thoregon vom Volk der Baolin-Nda diesen Planeten, da ihm ein Heliote mitgeteilt hatte, die Galornen würden eine große Stütze des noch zu gründenden Thoregons sein.

Etwa 33.000 v. Chr. wurde eine neue Kriegsschiff-Generation entwickelt. Das erste Schiff dieser Klasse war die KEMPEST. Sein erster Kommandant wurde der Kommandant Erster Klasse Pool Tammen. In dieser Funktion war es Pool Tammens Pflicht, eigenverantwortlich für die Sicherheit des galornischen Volkes zu sorgen. In diesem Sinn zerstörte er in einem hinterhältigen Schlachtplan das Reich der Mocksgerger und ihre Heimatwelt gleich dazu.

In seinen letzten Lebensjahren erkannte Pool Tammen, dass die Galornen langfristig degenerieren würden, weil sie keine passenden Gegner mehr hätten. Also müssten Galornen gegen Galornen kämpfen. Es gelang ihm, diesen neuen Behauptungswillen weiterzugeben und das Volk der Galornen langfristig auf einen Bruderkrieg zusteuern zu lassen.

Etwa 25.000 v. Chr. legte Gea Reden, eine direkte Nachfahrin Pool Tammens, einen weiteren Grundstein, als sie in einem öffentlichen Duell ihren Lebenspartner herausforderte und tötete. Nun war auch dem Letzten klar, wie hart sie sein müssten, um zu überleben. Unter ihrer Protektion züchtete auch Dinn Zentri das Volk der Zentrifaal.

Die Galornen zogen mit ihren schwarzen Schiffen durch die Galaxie um sich sofort auf jeden zu stürzen, den sie vorfanden. Manchmal schlossen sich Galornenschiffe zu kleinen Clans zusammen, doch auch sie zerfleischten sich im Kampfesrausch gegenseitig.

Etwa 8500 v. Chr. war Londa Dad die Kommandantin KEMPESTS. Sie erkannte, dass ihr Volk durch die ständigen Kriege nicht nur stagnieren, sondern sich auch langfristig selbst zerfleischen würde. In einem glücklichen Zufall stieß sie auf den Planeten Tasch-Term und seine erstaunlichen Bewohner: die Tasch-Ter-Man.

Die Tasch-Ter-Man waren in der Lage ein Hormon namens Schoudam zu produzieren. Die Einnahme Schoudams linderte die Aggressivität des Rezipienten binnen Stunden auf ein niedriges Maß. Doch eine Befriedung ihres Volkes war damit nicht möglich, da Schoudam auch das Nervensystem schädigte. Um eine entsprechende Forschungseinrichtung außerhalb KEMPESTS zu besitzen, ließ Londa Dad im Sumpf eine schwimmende Station konstruieren. Nach langen Experimenten fand man das Hormon Khasch-Phee. Dieses Hormon löste in einem langwierigen Prozess die aggressiven Bestandteile einer Persönlichkeit aus und sammelte sie am Rand. Wenn nun genügend Khasch-Phee eingenommen wurde, so lösten sich diese aggressiven Anteile in einer psionischen Schockwelle blinder Wut vom Betroffenen.

Diese Schockwelle sorgte jedoch dafür, dass sich die Umstehenden stundenlang mit bloßen Händen bekämpften. Es musste also ein Speichermedium gefunden werden. Wieder wurden die Tasch-Ter-Man zur Hilfe herangezogen und wieder konstruierten diese eine biologische Lösung. Sie erschufen den Drachen, der die lockeren, aggressiven Bewusstseinsinhalte von alleine aufsaugen und unbegrenzt speichern würde.

Bau des Drachen von Galorn

Etwa 5900 v. Chr. waren über 90% der Galornen friedlich geworden. Zwar wurden sie von den aggressiven Galornen mit aller Gewalt gejagt, doch sie konnten einige überzeugen und schließlich den Planeten Galorn einnehmen und durch einen Schutzschirm vor den schwarzen Galornenschiffen schützen. Ein Problem war nur noch, dass die Aggression unkontrolliert aus den Galornen heraussprang. Also begann man von den geheimen Welten die technische Ausrüstung heranzuschaffen, um einen Drachen zu bauen. Doch Galorn wurde immer noch von mehreren hundert Schwarzen Galornenschiffen bewacht. Der Anführer der Splittergruppe heuerte einen der Clans an, und versprach ihnen die Gelegenheit zum Kampf. Außerdem traf er eine persönliche Abmachung mit dem Clanführer, über die er sich jedoch bis zu seinem Tod ausschwieg.

Der Plan ging auf. Die Schwarzen Galornenschiffe stürzten sich auf die Verteidiger, doch auch nachdem diese geschlagen waren, hörten sie nicht auf zu kämpfen. Am Ende des Tages trieb nur noch ein einziges Schwarzes Schiff durch das Galorn-System, das zu beschädigt war, um sich gegen die Gravitation der Sonne zu wehren.

Die Wissenschaftler und Ingenieure der Splittergruppe verloren in den Wirren der Raumschlacht die Hälfte ihrer Schiffe. Doch deren Verlust war bereits einkalkuliert gewesen und behinderte den Bau des Drachen nicht. In diesen Tagen wurde der Grundstein gelegt, der zur unumkehrbaren Befriedung der Galornen führte.

Thoregon

Etwa 3500 v. Chr. kontaktierte ein Heliote den Galornen Tiis Methare am Pilzdom von Galorn. Er erzählte Tiis von den Idealen Thoregons. Tiis Methare war sofort begeistert. Sein Volk hatte nun nicht nur eine neue Herausforderung, in ganz Plantagoo für Frieden zu sorgen, sondern auch die Möglichkeit, indirekt an Friedensbemühungen im ganzen Universum mitzuwirken. Tiis Methare nahm stellvertretend für sein Volk das Angebot an, und der Heliote ernannte ihn zum ersten »Zweiten Boten von Thoregon« und übergab ihm ein Passantum.

Nach Jahrtausenden mussten die Galornen ihre Heimatwelt verlassen. Der Drache konnte keine weitere Aggression mehr in sich aufnehmen, und es zeigte sich, dass nur ein Drache pro Planet existieren kann. Die Galornen wählten sich Bushtam als neue Heimat. Hier wurde auch das erste Mal eine Stadt der Kinder errichtet. Die Kinder würden hier geschult und betreut werden. Außerdem würde man ihnen täglich eine Dosis Kasch-Phee verabreichen, um sie auf den Kampf mit dem Drachen vorzubereiten.

Nachdem auch der Drache von Bushtam gefüllt war, wählten die Galornen als nächstes Pondor. Inzwischen waren sie alle von den Idealen Thoregons durchdrungen. In diesem Sinn, und um für die Sünden ihrer Vorfahren zu büßen, beschlossen die Galornen, in Zukunft für Frieden in Plantagoo zu sorgen. Sie entwickelten das Shifting und nahmen für sich das Recht in Anspruch, jeden kriegerischen Konflikt unterbinden zu dürfen.

Eines Tages kam wieder ein Heliote zu ihnen und übergab ihnen die Baupläne eines Heliotischen Bollwerks. Die Galornen sollten in Zukunft die Baumeister für Thoregon sein und machten sich im Inneren der Pentrischen Wolke sofort an die Arbeit. Sie erbauten zwei Bollwerke. Ein drittes sollte unter Kaif Chiriathas Leitung erbaut werden, es wurde jedoch während des Ausbruchs der Drachen zerstört.

Eines Tages kam Unruhe in Plantagoo auf: Die Zentrifaal bereiteten sich auf einen neuen Krieg vor, und auf Galorn entwendete ein Adlat ein Galornenbeiboot. Die Zentrifaal konnten mit einem Shifting gestoppt werden, und der Adlat wurde auf Helter Baaken festgenommen, zusammen mit denen, die er verfolgte.

Es stellte sich heraus, dass der Adlat der Wächter Foremon war. Er verfolgte zwei Extragalaktiker namens Perry Rhodan und Reginald Bull, da sie das Passantum des Vierten Boten von Thoregon bei sich trugen und er sie als Mörder verdächtigte. Das Passantum gab an, es hätte sich bei Perry Rhodan zurückgezogen, da er auch ein Bote von Thoregon wäre. Das Testament Ce Rhiotons schließlich bestätigte Kaif als seine Nachfolgerin und erteilte Foremon den Auftrag, zum Rat von Thoregon zu gehen.

Ausbruch der Drachen

Durch das Testament Ce Rhiotons und das Passantum akzeptierte Kaif Chiriatha Perry Rhodan als einen Boten von Thoregon. Perry Rhodan, Reginald Bull und Foremon brachen bald darauf mit der PEGOOM nach Galorn auf. Sie wollten über die Brücke in die Unendlichkeit zum Rat von Thoregon gelangen.

Nachdem die drei Helter Baaken verlassen hatten, ging wieder alles seinen gewohnten Gang. Doch nur wenige Tage später kam es zu merkwürdigen Ereignissen. In der Stadt der Kinder prügelten sich zwei Kinder, als eines von ihnen ein Messer zückte. Die herbeieilende Betreuerin unternahm jedoch nichts, sondern ließ zu, dass das andere Kind getötet wurde. Bei der Befragung stammelte sie, es hätte ihr Spaß gemacht, das Kind sterben zu sehen. Tags darauf beging sie Selbstmord. Immer häufiger wurde nun von gewalttätigen Auseinandersetzungen berichtet. Selbst kleine Meinungsverschiedenheiten mündeten in Schlägereien. Es gab bald erste Tote.

Kaif Chiriatha vermutete sofort, dass etwas mit dem Drachen nicht stimmen würde. Als die Drachenbauer den Drachen von Helter Baaken untersuchen wollten, wurden sie von der Aggressivität überwältigt und begannen sich gegenseitig zu bekämpfen. Das Oberhaupt der Drachenbauer stürzte dabei unglücklich und starb, und Pega Mrion wurde dessen Nachfolger. Die Drachenbauer waren einhellig der Meinung, dass kein Galorne unter diesen Umständen eine Reparatur durchführen konnte. Über Nacht breitete sich die Aggressivität weiter aus, und am nächsten Morgen waren alle Galornen so aggressiv und kampfeslustig wie vor zehntausenden Jahren.

Kaif Chiriatha nutzte ihre Macht als Oberhaupt der Galornen schamlos aus und befahl den Robotern, die schlimmsten Auseinandersetzungen gewaltsam zu beenden. Dann hielt sie eine flammende Rede an ihr Volk, in der sie eine Zeit der Eroberung und des Krieges proklamierte. Gleichzeitig rief sie dazu auf, nicht blindlings jeden zu bekämpfen, sondern sich mit Leibesübungen für den bevorstehenden Krieg in Form zu bringen und sich verwaltungstechnisch zu organisieren. Acht Galornen, unter ihnen Pega Mrion, hatten sich aber inzwischen über einen Transmitter nach Tribath abgesetzt und waren mit einigen schwarzen Galornenschiffen aus der Pentrischen Wolke geflohen. Kaif sperrte daraufhin sofort den Transmitter nach Tribath und ließ ihn nur noch einmal für die Verfolger öffnen.

Die Bezirksvorsteher Baaken Bauus wurden Kaif Chiriathas erstes Regierungsgremium, mit ihr als Kriegsherrin an der Spitze. In den folgenden Tagen wurden einige Mitglieder ersetzt oder komplett beseitigt. Das galornische Volk wurde auf der Basis der Wohnbezirke bürokratisch organisiert. Kaif Chiriatha wollte die Möglichkeit haben, in ihrer hierarchischen Struktur jeden Galornen erfassen zu können. Einem alten galornischen Wissenschaftler befahl sie, zu erforschen, wie weit die Aggressionsstrahlung schon reiche. Mit seinen Messsonden fand dieser heraus, dass auch die anderen drei Drachen ausgebrochen waren.

Schließlich befahl sie, die schwarzen Galornenschiffe zu bemannen. Sie sollten jedoch erst auf ihren Befehl hin starten. Kaif Chiriatha selbst startete unverzüglich mit KEMPEST, um die letzten Renegaten zu vernichten. Als sie zurückkehrte, stellte sie fest, dass ihr syntronischer Stellvertreter versucht hatte, ihre Macht zu usurpieren. Sie konnte ihn schließlich löschen, als KEMPEST sich auf ihre Seite stellte.

Inzwischen hatte sie über die galaktischen Überwachungseinrichtungen erfahren, dass die Zentrifaal eine große Kampfflotte gegen die Galornen zusammenstellten und ihre 5000 Kriegsschiffe im Leerraum sammelten. Kriegsherrin Kaif Chiriatha ließ alle 18.000 schwarzen Galornenschiffe starten und gegen die Zentrifaal-Flotte in den Kampf ziehen. Kurz vor Beginn der Schlacht gab sie noch den Befehl, keiner außer ihr dürfe auf das feindliche Flaggschiff feuern. Die Zentrifaal waren sowohl zahlen- als auch waffenmäßig hoffnungslos unterlegen und wurden massakriert. Anschließend stellte Kaif Chiriatha einem Teil der Flotte frei, nach Belieben in Plantagoo Raumschiffe anzugreifen. Drei Schiffe erhielten jedoch den Befehl, die Drachen zu bewachen. Der Rest der Flotte wurde zurück in die Pentrische Wolke verlegt.

Dies war eine weise Entscheidung gewesen. Es gelang einem schwarzen Sternenschiff nämlich, das weiße Galornenschiff SCARVANKEN zu kapern. Unter Folter gestand die Kommandantin dann, dass eine kleine Flotte noch friedlicher Galornen vorhätte, alle Schiffe in der Pentrischen Wolke zu shiften. Derart gewarnt war Kaif Chiriatha in der Lage eine Abwehrformation für ihre Flotte zu entwickeln und die Schiffe sofort bei der Ankunft zu zerstören.

Nur wenige Tage später kam ein einzelnes Galornenbeiboot in die Pentrische Wolke eingeflogen. Es identifizierte sich als die THOREGON ZWEI und erklärte allen Anwesenden den Krieg. Kaif Chiriatha befahl sofort den Angriff. In ihrer blinden Wut ging ihr nicht auf, dass die THOREGON II nur Ausweichmanöver flog, aber nicht zurückschoss. Immer mehr Schiffe hetzte sie hinter ihr her. Sie ließ alle Beiboote ausschleusen und rief sogar Teile ihrer Flotte aus Plantagoo zu Hilfe, doch vergeblich. Die ganze Zeit merkte sie nicht, dass die THOREGON II nur halbherzig zurückschoss.

Foremon und Reginald Bull hatten die Aufgabe erhalten, die aggressiven Galornen zu binden. Inzwischen schlichen sich Perry Rhodan, A-Caliform und dessen Clan an Bord des Galornenbeiboots SCARV-3 nach Helter Baaken. Verkleidet mit galornischen Schutzanzügen, gelangten sie unbehelligt zum Drachen und konnten ihn reparieren.

Schon wenige Stunden danach ebbte die Aggressionsstrahlung spürbar ab und Kaif Chiriatha beendete die Kampfhandlungen. Auf einer Konferenz mit Perry Rhodan, Reginald Bull und A-Caliform gelobte sie, dass ihr Volk alles in seiner Kraft stehende tun würde, um die angerichteten Sachschäden zu begleichen. Den Wunsch A-Califorms, dass die Zentrifaal von nun an untereinander nach Belieben Krieg führen dürften, lehnte sie jedoch rundheraus ab. Daraufhin zogen sich A-Caliform und sein Clan von der Besprechung zurück und begingen Selbstmord.

Gegenüber Perry Rhodan sagte Kaif Chiriatha, ihr Volk stünde wegen ihrer Rettung für immer in seiner Schuld. Als erstes Zeichen ihrer Hilfsbereitschaft ließ sie für ihn, nach Untersuchung seines SERUNS, den Galornenanzug anfertigen. Um die Drachen in Zukunft zu schützen, wurde direkt über ihnen jeweils ein schwarzes Galornenschiff stationiert.

Jahrtausend der Kriege

Während des Jahrtausends der Kriege fiel eine Invasionsflotte in Plantagoo ein. Die Galornen zögerten lange, waren aber schließlich doch gezwungen, ihre schwarzen Schiffe zu reaktivieren, um die Invasoren zurückzuschlagen. In dieser Zeit wurden die schwarzen Schiffe auch mit Shifting-Generatoren aufgerüstet.

Gegen SEELENQUELL

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Quellen

PR 1814, PR 1815, PR 1816, PR 1844, PR 1845, PR 1852, PR 1853, PR 1854, PR 1873, PR 1874, PR 1875 ...