In den Tiefen der Stahlwelt

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 777)
A777 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: In den Tiefen der Stahlwelt
Untertitel: Zwangslandung auf dem Todesplaneten
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann (1 x)
Erstmals erschienen: 1986
Hauptpersonen: Fartuloon, Inua, Dennenhor, Kornen Fus, Cardac, Utamag, Londways
Handlungszeitraum: 3820
Handlungsort: Stahlwelt
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die JIKULST befindet sich auf der Flucht vor den Hyptons. Plötzlich greift ein grünes, irrlichternes Leuchten nach dem Raumschiff. Die Kontrollen zeigen unsinnige Werte an. Alles scheint Grün zu sein. Panik beginnt sich der Ligriden zu bemächtigen. Nach etwa drei Minuten wird die JIKULST von einer fremden Kraft erfasst und stark beschleunigt. Mit einem peitschenden Geräusch erlischt das grüne Leuchten. Die Anzeigen der Instrumente normalisieren sich wieder. Der Bordpositronik ist ebenso wie der Besatzung nicht klar, durch welches Kontinuum der Raumer eigentlich fliegt. Endlich stürzt die JIKULST in den Normalraum zurück. Die Sterne Manam-Turus sind wieder zu sehen. Es dauert allerdings nicht lange, bis das Schiff erneut von einer unbekannten Kraft gepackt wird. Die JIKULST wird auf das Zentrum einer dunklen Zone gezogen. Die Triebwerke werden abgeschaltet und die Energieerzeugung auf Leerlauf geschaltet. Das Schiff dringt in die ungewöhnliche dichte Dunkelwolke ein, die jegliche Ortungsstrahlen verschluckt.

Die JIKULST gelangt in eine lichtdurchflutete Zone, die von einem schwachen Energiefeld gegen das Dunkel abgeschirmt wird. Bis zur Oberfläche des künstlichen Planeten Stahlwelt sind es 11.000 Meter. Es herrscht eine konstante Temperatur von 17 Grad sowie eine Schwerkraft von 0,98 Gravos. Die JIKULST setzt auf dieser Welt auf.

Beiboote werden ausgeschleust, um Stahlwelt zu erkunden. Fartuloon, Inua, Kornen Fus und Dennenhor nehmen sich ebenfalls eines der Boote und untersuchen eine der zahlreichen Vertiefungen im stählernen Boden. Auf der Suche nach den Unbekannten, die sie hierher verschleppt haben, entdecken sie kuppelförmige Erhebungen, die Abwehrforts darstellen. Cardac informiert die Erkundungstrupps darüber, dass das Alter von Stahlwelt mit ungefähr 17.000 Jahren ermittelt wurde.

Die Ligriden finden noch weitere Projektoranlagen, Schutzschirme, die sich bei Annäherung über Abwehrstellungen spannen, sowie zerstörte und verrostete Raumforts. Erst Fartuloon und seinen drei Begleitern gelingt es, einen Öffnungsmechanismus zu entdecken, der eine riesige Platte aus 150 Meter dickem Stahl unter hoher Geräuschentwicklung schräg nach unten kippen lässt. Mehrere Beiboote sorgen für Licht in der sichtbar gewordenen Halle. Cardac startet die JIKULST und landet das Schiff nahe der Öffnung.

Fartuloon, Dennenhor, Inua und Kornen Fus dringen durch eines der riesigen Portale in der Halle weiter vor. In einem breiten Korridor sind große Fenster eingelassen, die den Blick auf riesige Bildschirme, Würfel, Halbkugeln, Röhren, Bänke, merkwürdig gewundene Rampen und ähnliches freigeben. Die Ligriden finden auch gewaltige Magazine mit Kisten, Ballen und Fässern. In einer riesigen kegelförmigen Halle wird eine Umwelt mit Erdreich, Pflanzen und Bäumen, Regen und Wasserläufen simuliert. Utamag, Londways, Fartuloon und seine Gefährten arbeiten sich durch einen Wohnsektor in immer größere Tiefen der Stahlwelt vor. Die Einrichtungsgegenstände wie auch Reinigungsroboter lassen keinen Schluss auf das Aussehen der einstigen Bewohner zu.

Cardac und seine Ligriden finden in der Zwischenzeit einen Asteroiden, der auf der Oberfläche von Stahlwelt vor einiger Zeit eingeschlagen ist. Der Felsbrocken ist von Höhlen und Gängen durchzogen. Er muss viele kleine Lebewesen beherbergt haben.

Der Calurier und seine Begleiter ruhen sich einige Zeit aus. Ein merkwürdiges Geräusch weckt Fartuloon. Zwei etwa fuchsgroße, sechsbeinige Wesen mit Fledermausflügeln und gelben, handtellergroßen Augen machen sich zum Sprung bereit. Ihr Körper ist gelb und rot gestreift, die beiden hinteren Füße enden in drei krallenbewehrten Zehen, während die vorderen in langen Fingern auslaufen und deutlich länger sind. Diese Wesen bewahren in Bauchbeuteln verschiedene Gegenstände auf, die sie irgendwo haben mitgehen lassen. Zwei Schüsse aus der Schockwaffe verhindern dieses Vorhaben. Es stellt sich heraus, dass auch die anderen Ligriden Bekanntschaft mit diesen Wesen gemacht haben. Kornen Fus ist über die Beutestücke entzückt. Er ist überzeugt, reich zu werden.

Der Weg durch Stahlwelt führt Fartuloon und seine Gefährten an Magazinen, Kaufhäusern, Museen, Kraftstationen, Erholungszentren und auch an einer Halle voller Gleiter vorbei. Mit einem riesigen Aufzug legen sie gewaltige Entfernungen zurück. Als die Kabine zum Stillstand kommt, heißt sie eine Lautsprecherstimme in ligridischer Sprache Willkommen. Ein kleiner Gleiter wartet auf sie. Ein Rundflug durch das Innere von Stahlwelt beginnt. Das Steuergehirn will den Fremden die Schönheit seiner Welt zeigen. In einer Art Stadt mit zehn Kilometern Durchmesser hält das Fahrzeug an. Die Eindringlinge suchen ein großes Gebäude aus Stahl auf. Im Inneren finden sie Stockwerke voller Schaukästen, in denen funkelnde Schätze ausgestellt sind. Inuas Frage nach dem Aussehen der Herren des Zentralgehirns wird von dieser unter dem Hinweis, dass diese Informationen nur den neuen Bewohnern von Stahlwelt zugänglich sind, nicht beantwortet. Von den sechsbeinigen geflügelten Wesen hat das Gehirn angeblich erst durch die Ligriden erfahren. Es plant, diese Wesen auszurotten, da sie nicht erwünscht sind. Fartuloon warnt seine Gefährten, dass gerade diese Äußerung des Zentralgehirns das größte und gefährlichste Problem für sie werden könnte.

Bis auf Kornen Fus flaut die Bewunderung Fartuloons, Dennenhors und Inuas für die ausgestellten Schätze der einstigen Bewohner Stahlwelts nach zahlreichen Räumen, die mit den Kostbarkeiten vollgestopft sind, ab. Plötzlich werden sie von dem dröhnenden Peitschen eines Strahlschusses aufgeschreckt. Ein von dem Zyrpher ausgestoßener qualvoller Schrei ertönt. Mit einem weiteren Knall wird Kornen Fus ins Freie katapultiert. Glastrümmer und glitzernder Staub folgen ihm. Nach einigen Überschlägen in der Luft schlägt er nach einem 40 Meter weiten Flug auf. Ein letzter Glutstrahl löst sich aus seiner Waffe. Der Körper bleibt unbeweglich liegen. Als Fartuloon, Inua und Dennenhor ihren Kameraden erreichen, meldet sich das Zentralgehirn und teilt mit, dass die Schutzeinrichtungen des Gebäudes unabhängig von der zentralen Steuerung arbeiten. Durch sein Vorgehen hat der Zyrpher seinen Tod selbst verschuldet. Fartuloon verlangt, mit dem Leichnam zu den Ligriden auf der Oberfläche von Stahlwelt gebracht zu werden, um ihn nach eigenen Sitten und Gebräuchen zu bestatten. Das Gehirn ist darauf erpicht, dass die Fremden wiederkommen, um ihnen noch weitere Schätze zeigen zu können. Es lässt einen Gleiter kommen, der durch einen Antigravschacht den Wohnbezirk erreicht, wo die Ligriden warten. Fartuloon informiert Londways, Utamag und Cardac über die Vorfälle. Er warnt die Kriegsherren davor, unüberlegt mit der JIKULST starten zu wollen. Dies würde höchstwahrscheinlich eine heftige Reaktion des Zentralgehirns herausfordern. Das Gehirn will, dass sich die Ligriden vermehren und Stahlwelt bevölkern. Der Bauchaufschneider schlägt vor, dem Zentralgehirn klar zu machen, dass sich unter den Ligriden keine Frauen befinden. Diese müssen erst nach Stahlwelt geholt werden. Nur dann wird das Gehirn erlauben, die künstliche Welt zu verlassen. Cardac garantiert, zwei Tage zu warten. Erst dann wird die JIKULST starten.

Fartuloon, Inua und Dennenhor begraben Kornen Fus in einer mit Pflanzen bewachsenen Senke auf der Oberfläche von Stahlwelt. Dann begeben sich die Freunde in den Unterkünften zur Ruhe. Nach einer ausgiebigen Körperpflege und einem kargen Frühstück werden sie auf Anweisung des Zentralgehirns abgeholt. Diesmal reisen sie in einer transparenten Kugel. Nach einem 54stündigen Flug gelangen sie in eine gigantische Halle, deren blauleuchtende Kuppel dem Himmel aus der Sicht von einer Planetenoberfläche darstellt. Nachdem sie ihr Gefährt verlassen haben, das in einem metallenen Amphitheater mit zahlreichen Schaltpulten und Monitoren gelandet ist, spricht das Zentralgehirn wieder zu ihnen. Es will den Planeten wieder besiedeln. Auf einem Bildschirm mit riesigen Ausmaßen wird die JIKULST gezeigt, in die alle Beiboote eingeschleust werden. Nur eines der Boote bleibt zurück und ein großer Stapel verschiedener Ausrüstungsgegenstände und Nahrungsmittel. Das Zentralgehirn beklagt, dass die Ligriden sich nur damit begnügen, die gefundenen Schätze wegzuschleppen und starten wollen, obwohl sie dazu ausersehen sind, Stahlwelt zu bevölkern und die Kostbarkeiten für immer besitzen zu können. Fartuloons Argument, dass die Männer spätestens in 30 oder 40 Jahren an Altersschwäche sterben werden, lässt das Gehirn nicht gelten. Es erklärt, dass die Ligriden Jahrhunderte leben werden. Der Calurier bittet das Gehirn, die JIKULST mit Zugstrahlprojektoren einzufangen, den Start zu verhindern und die Ligriden auf diese Weise nicht zu töten. Die JIKULST beschleunigt und erreicht den Übergang aus der lichtdurchfluteten Zone und Schwarzball. Obwohl das Zentralgehirn beteuert, das Raumschiff ziehen zu lassen, können auch die aktivierten Schutzschirme eine Explosion nicht verhindern. Trümmerstücke bewegen sich auf Stahlwelt zu. Das Gehirn beteuert sicher gewesen zu sein, dass die Sperren abgeschaltet waren.

Eine Stellungnahme über den Tod der Ligriden und die Zukunft Fartuloons, Inuas und Dennenhors verweigert das Gehirn. Nachdem sich der Schock ein wenig gelegt hat, presst Fartuloon die Spitze des Skargs gegen die schrankgroße Pultanlage. Nach etwa fünfzehn Sekunden zeigen sich erste Reaktionen. Die technischen Einrichtungen schalten sich ab. Das Gehirn reagiert nicht.

Nach einigen Stunden Schlaf erwacht Fartuloon mitten in der Nacht. Über sich erkennt er eine auffällige Sternenkonstellation, bestehend aus insgesamt neun Sonnen. An einem Ende funkelt ein rubinroten Stern, an dem anderen ein smaragdgrüner. Fartuloon gelingt es, das Zentralgehirn zu einem Gespräch zu bewegen. Er schlägt ihm vor, mit einem Raumschiff abzufliegen und in Manam-Turu nach Intelligenzwesen zu suchen, die bereit sind, Stahlwelt zu besiedeln. Ideal wären solche Wesen, die den ursprünglichen Bewohnern in etwa gleichen. Das Gehirn kann aber nicht sagen, wie diese ausgesehen haben, da es die Speicher, in denen Daten über die Erbauer aufbewahrt werden, nicht mehr erreichen kann. Das Zentralgehirn ist bereit, ein Raumschiff zur Verfügung zu stellen.

Der Calurier, der Fjuker und die Ligridin fliegen erneut mit der durchsichtigen Kugel zu einem Hangar, in dem fünf kleine Raumschiffe stehen. Drei der Schiffe sind nicht einsatzbereit. Roboter haben bereits vor langer Zeit mit einer größeren Reparatur begonnen und bis heute nicht beendet. Eines der Schiffe ist flugtauglich. Fartuloon erhält von kleinen Robotern eine Einschulung. Der Calurier ist bald bereit, die KLINSANTHOR junior durch eine etwa sieben Meter durchmessende Startröhre an die Oberfläche zu fliegen. Alle Sperren sind beseitigt. Nachdem die Roboter das Schiff verlassen haben, aktiviert Fartuloon die Triebwerke. Die KLINSANTHOR junior bewegt sich durch die mehr als 5000 Kilometer lange Röhre. Das Schiff erreicht die von gelblichem Licht durchflutete Zone um Stahlwelt, dringt in Schwarzball ein und beschleunigt immer mehr. Fartuloons Befürchtungen, dass das Schiff ebenfalls explodieren könnte, bewahrheiten sich glücklicherweise nicht. Die KLINSANTHOR junior verlässt Schwarzball und findet sich zwischen den Sternen Manam-Turus wieder. Drei Hyperfunksprüche an Atlan werden in altarkonidischer Sprache ausgeschickt. Während eines Zwischenstopps auf einem Planeten, auf dem Dennenhor einen Braten schießt und der Aufnahme von Frischwasser, wird eine Antwort der STERNSCHNUPPE aufgefangen. Die KLINSANTHOR junior nimmt Kurs auf das Psionische Tor.

Bei der Ankunft im Ukenzia-System gelingt es nicht, das Tor zu orten. Die STERNSCHNUPPE sendet ein Peilsignal und lotst die KLINSANTHOR nach Yumnard. Unweit der STERNSCHNUPPE setzt das Raumschiff von Stahlwelt auf. Nach einer herzlichen Begrüßung verblüfft Atlan den Bauchaufschneider mit der Frage, warum sich ein Zgmahkone unter ihnen befindet.

Fartuloon berichtet von Fjukium und dem Zusammentreffen mit Dennenhor, von den Hyptons und deren Aktivitäten, von Stahlwelt und dem Tod von Kornen Fus. Im Gegenzug erfährt er vom Hetos der Sieben und der Rolle der Zgmahkonen als Begründer des Konzils. Er erzählt auch von den Zgmahkonen, die aus der Heimatgalaxie Absomman-Pergh kommen.

Atlan ist sich sicher, dass der geheimnisvolle Dulugshur ein Zgmahkone gewesen ist, der mit seiner Raumflotte Manam-Turu oder zumindest Bennerton erreicht hat. Die Hyptons haben die Überlebenden dieser Expedition in ihre Gewalt gebracht, mit Hilfe ihrer Fähigkeiten versklavt und manipuliert und zu Ligriden verwandelt. Künstliche Erinnerungen wurden den Geschöpfen aufgepfropft, die zum Verhaltenskodex von Gward und Gwyn führten. Fartuloon wird auch über die als Lockmittel benutzten Hyperfunkrufe der Hyptons, die im Namen des Bauchaufschneiders an Atlan gesendet worden sind. Er hört auch von dem Schwert des Rächers, dessen Konstellation er im Innern von Stahlwelt gesehen hat. Atlan spricht auch darüber, dass die JIKULST im Sternhaufen RC-112 von den Hyptons geortet und von der KHEZY-KCOM vernichtet worden wäre.

Der Arkonide ist gern bereit dem Bitten Dennenhors nachzukommen, ihm mehr über sein Volk zu erzählen. An einem Lagerfeuer verbringen die Gefährten die Nacht und lassen sich einen Braten schmecken.

Innenillustration