Schatzkammer des Todes

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 778)
A778 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Schatzkammer des Todes
Untertitel: In den Katakomben von Canali
Autor: Harvey Patton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann
Erstmals erschienen: 1986
Hauptpersonen: Soray, Derlag, Grablyn, Wingol, Singrai, Goman-Largo, Neithadl-Off, Karrn
Handlungszeitraum: 3820
Handlungsort: Canali
Atlans Extrasinn:

Ein neuer Kurs?

Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die YOI I befindet sich auf einem bisher ereignislosen Flug nach Tessal. Die STERNENSEGLER folgt dem Raumschiff der Tessaler. Während der Nachtperiode wird Soray von ungewöhnlichen Geräuschen geweckt. Doch noch bevor der Kommandant reagieren kann, wird er von einem gewaltigen Andruck auf sein Lager gepresst, wodurch er sogar das Bewusstsein verliert. Auch den anderen Besatzungsmitgliedern ergeht es wie Soray. Eine unbekannte Kraft reißt die YOI I aus dem Normalraum. Das Schiff legt eine große Entfernung in einem übergeordneten Medium zurück und setzt auf einer festen Oberfläche auf.

Soray wird von Hauptmann Derlag geweckt. Die Tessaler befinden sich in einer rechteckigen Halle, an deren beiden Längsseiten zwei Reihen niedriger metallener ovaler Liegestätten stehen. Darauf liegen die noch immer bewusstlosen und teilweise verletzten Besatzungsmitglieder der YOI I. Die unterirdische Anlage scheint schon ziemlich alt zu sein, was die leicht modrig riechende Luft, der Staub, die überall erkennbaren Risse und Rost beweisen. Seltsamerweise besitzen der Pilot, der Navigator und Derlag noch ihre Kombistrahler. Nur diese drei Personen verfügen über ihre Ausrüstung, die übrige Besatzung ist teilweise nur leicht bekleidet – eine Folge der Nachtperiode, während der sie entführt worden sind.

Das Metallportal setzt den Tessalern nur geringen Widerstand entgegen. Mit Soray, Grablyn und Derlag an der Spitze beginnen die Raumfahrer, die unbekannte Umgebung zu erkunden. Die Gänge sind leer und scheinen kein Ende zu nehmen. Von einer großen, ebenfalls leeren Halle, zweigen mehrere weitere Korridore ab. Die hinter den Türen an den Wänden der Halle liegenden Räume werden untersucht. Soray hofft, Wasser, Nahrungsmittel und eventuell Waffen zu finden. Soray entdeckt einen Raum, in dessen Boden längliche Vertiefungen eingelassen sind, die an Badewannen erinnern. Auch mehrere Wasserspender sind vorhanden. Die Tessaler schneiden eine der Wannen aus dem Boden und füllen sie mit Wasser. Dieses wollen sie zum Trinken als auch als Zusatz für Packungen verwenden, die dehydrierte und konzentrierte Nahrung in Pulverform enthalten und in einem Lagerraum gefunden wurden. Mit ihrer Beute kehren die Männer zu Wingol, Singrai und ihren verletzten Kameraden zurück, die sie freudig begrüßen.

Nach einem ausgiebigen Mahl und einer Ruhepause machen sich Soray, sein Adjutant Grablyn und Hauptmann Derlag mit einem Trupp erneut auf den Weg durch die Korridore. Sie hoffen, die YOI I zu finden. Ein Antigravschacht aktiviert sich, als die Tessaler ihn betreten. Die Männer schweben langsam nach oben und gelangen schließlich in einen weiteren Korridor, der in einen Hangar mündet, in dem tatsächlich die YOI I steht.

Soray stürmt als Erster über die ausgefahrene Rampe in den Schleusenraum des Aufklärers. Da das Schiff verlassen ist, folgen ihm die Männer auf schnellstem Weg. Grablyn schließt das Außenschott. In der relativen Sicherheit an Bord ihres Schiffes organisiert der Obmann den Transport der restlichen Männer um Wingol und Singrai zur YOI I. Den Einwand Derlags, eventuell auch ohne ihre Gefährten abzufliegen, weist Soray energisch zurück.

Die Tessaler kleiden sich ein und bewaffnen sich aus den Vorräten des Schiffes. Die YOI I wird mit einem Kodegeber verschlossen, während sich Soray und seine Männer aufmachen, ihre zurückgelassenen Kameraden zu holen. Plötzlich baut sich ein grüner Energieschirm auf, der die Tessaler einschließt und sie auch von ihrem Raumschiff trennt. Eine Stimme ertönt und teilt ihnen mit, dass sie sich in der »Festung« nicht frei bewegen dürfen. Zudem wird die YOI I zerlegt und umgebaut werden. Zahlreiche eiförmige Roboter drängen in den Hangar, um die Tessaler zum Aufenthaltsort ihrer Gefährten zu geleiten. Soray gibt auf. Als der Energieschirm erlischt, beginnen Hauptmann Derlag und einige andere Männer zu feuern. Doch die Energien können den Robotern nichts anhaben, da diese sich in grüne Schutzschirme hüllen. Die Tessaler brechen betäubt zusammen. Die Roboter beginnen unverzüglich mit der Zerlegung der YOI I.

Die STERNENSEGLER beginnt die Suche nach dem Raumschiff der Tessaler. POSIMOL und die von der Bordpositronik ausgeschickten Sonden können nicht einmal eine Rest-Energiespur orten. Goman-Largo und Neithadl-Off sind sich sicher, dass der »Schwarze Ritter« von der Kristallwelt Llokyr seine Hände im Spiel hat. Hoffnung, eine Sonne, die von einem Planeten umkreist wird, auf dem Sauerstoffatmer leben können, wird als Ziel auserkoren. Die STERNENSEGLER geht in den Linearraum. Nach nur kurzem Flug landet das Schiff auf dem Planeten Canali. Eine der ausgeschickten Sonden übermittelt die Bilder einer Kolonne aufrecht gehender Wesen, die zu einem der Kanäle unterwegs ist. Die Aufnahmen sind nicht deutlich genug, sodass sich Goman-Largo entschließt, die STERNENSEGLER auf einem verfallenen Raumhafen nahe der Ruinenstadt zu landen. Der Modulmann rüstet sich mit einem Raumanzug aus. Als Bewaffnung nimmt er lediglich einen Paralysator mit, den er in der rechten Hüfttasche seines Anzugs versteckt. Ein Individualschutzschirm kann ihn vor etwaigen Gefahren schützen. Derart ausgerüstet, nähert sich Goman-Largo den Planetariern.

Goman-Largo erreicht den Zug der Canalis. Diese froschähnlichen Wesen schleppen braune, etwa einen Meter hohe und 50 Zentimeter breite und ebenso dicke Lehmblöcke mit sich, die mit dicken pflanzlichen Fasern durchsetzt sind. Das Erscheinen des Fremden löst Unruhe unter den Canalis aus. Der Translator übersetzt den Friedensgruß des Tigganoi in die quarrende Sprache der Froschwesen. Ein einzelner Canali tritt vor und stellt sich als Karrn, der Oberste Quaker, vor. Auf die Frage Goman-Largos nach dem Verbleib der Tessaler und deren Raumschiffs, kann Karrn nur antworten, dass in diesem Teil seiner Welt schon seit langer Zeit kein Schiff mehr gelandet ist. Nur die Alten Quaker haben einst von derartigen Vorfällen berichtet. Der Oberste Quaker berichtet davon, dass unter seinem Volk ein erst kürzlich stattgefundenes Ereignis für große Unruhe gesorgt hat. Das Wasser im Kanal, das üblicherweise kaum eine Strömung aufweist, hat große Wellen geschlagen und dabei Schäden angerichtet, die die Canalis jetzt zu reparieren versuchen. Goman-Largo kehrt an Bord der STERNENSEGLER zurück.

POSIMOL ortet in einer weiteren Ruinenstadt die Tätigkeit eines Reaktors auf Wasserstoff-Helium-Fusionsbasis. Unter dem Raumhafen der Stadt gibt es ein ausgedehntes System von Kavernen und Korridoren. Ein äußerst großer Raum könnte ein unterirdischer Hangar sein. Eine von einer Erdschickt bedeckte Metallplatte verschließt einen 100 Meter durchmessenden Schacht, der zur planetaren Oberfläche führt. Eine in ihrer molekularen Beschaffenheit der YOI I entsprechende Masse wird erkannt.

In den subplanetaren Gefilden von Canali können Soray und Grablyn von Singrai und seinen Leuten aus dem tiefen Koma geweckt werden. Rund 50 Tage sind vergangen, seit die Roboter die Tessaler in den Raum mit den Wannenbetten gebracht haben. Wingol berichtet dem Obmann von mehreren Vorstößen in den Hangar. Die YOI I ist von den Robotern demontiert worden.

In der Zwischenzeit hat POSIMOL einen fünf Meter weiten Schacht gefunden, der leicht schräg von der Oberfläche zum Hangar führt. Der Modulmann und Neithadl-Off bewaffnen sich mit Quintadimwerfern und fliegen mit ihren Flugaggregaten durch den Schacht in die Tiefe. Trümmer werden durch den Einsatz der Waffen aus der Schatzkammer Krell-Nepethets aus dem Weg geräumt.

Sie gelangen in einen Raum mit kreisförmiger Grundfläche und nach oben hin gewölbt. In zwei Meter tiefen und einen Meter hohen Nischen ruhen die sterblichen Überreste von mehreren Hundert insektoiden Wesen in luftdicht verschlossenen, transparenten Behältern. Durch den Zahn der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogene Kunststoffkästen an den Fußenden der Särge, hat sich deren Inhalt über den Boden verteilt. Die Grabbeigaben bestehen aus seltenen Metallen und sind mit kostbaren Juwelen besetzt. Noch während Goman-Largo und Neithadl-Off in die Betrachtung dieser Schätze versunken sind, schließt sich der Eingang zu dieser Schatzkammer. Von der Decke fällt ein Memowürfel herb. Das Bild des Schwarzen Ritters erscheint. Er warnt die beiden Eindringlinge davor, sich nicht mit den Schätzen aufzuhalten, sondern Dulugshur zu suchen. Nur auf diese Weise kann der Tod vieler intelligenter Wesen verhindert werden.

Mit seinen Modulen stellt Goman-Largo fest, dass diese Botschaft vor etwa 12.000 Jahren verfasst worden ist. Seine kleinen Helferlein können die positronische Sperre des Eingangsportales überwinden. Zurück in der Freiheit verschließt der Tigganoi das Tor, um den Insektenmumien ihre Totenruhe zurückzugeben.

Auf ihrem weiteren Weg treffen Goman-Largo und Neithadl-Off auf Soray und seine Tessaler. Erfahrungen werden ausgetauscht. Um alle Personen von dieser Welt abzutransportieren, ist die YOI I unbedingt erforderlich. Goman-largo findet den Raum mit der Sektorenpositronik, die durch den Dimensionsschock bei der Versetzung der YOI I aus ihrem »Schlaf« geweckt worden ist und einer uralten Programmierung folgt. Der Würfel mit sechs Metern Kantenlänge ist nun voll aktiv, was die zahllosen Skalen und Leuchtelemente beweisen. Auf einem großen Bildschirm ist der Rumpf der YOI I zu sehen. Die abmontierten Teile werden auf Metallgestellen gelagert. Die Positronik droht, die Eindringlinge in die »Festung« zu vernichten. Der Tigganoi und die Vigpanderin werden von dicken bläulichen Strahlen erfasst, deren Energien jedoch von den Schutzschirmen abgelenkt werden. Die Positronik ist gezwungen, ihrerseits einen grünen Schutzschirm aufzubauen, um sich nicht selbst zu schaden.

Neithadl-Off gibt sich als »Zeitprinzessin« aus, die mit ihrem »Ritter« Goman-Largo von den Herren der Positronik entsandt worden ist, um auf dem Planeten nach dem Rechten zu sehen. Die Sektorenpositronik bleibt skeptisch, da sie mit der Zentralpositronik keine Verbindung aufnehmen und die Behauptungen überprüfen kann. Auf Verlangen schaltet das Rechengehirn seinen Schutzschirm aus, um eine Funkverbindung der Abgesandten mit der Zentralpositronik POSIMOL störungsfrei zu ermöglichen. Goman-Largo schickt einige seiner Module unbemerkt in das Innere des Rechners. Dann funkt er POSIMOL an und berichtet von den Schwierigkeiten mit der Sektorenpositronik der Festung. Er fordert die Bestätigung über den Status als befehlsberechtigte Abgeordnete an, denen sich sowohl POSIMOL als auch die Sektorenpositronik unterzuordnen haben. Das Bordgehirn der STERNENSEGLER bestätigt. Inzwischen haben die Module einen großen Teil der alten Programmierung der Sektorenpositronik gelöscht. Diese ordnet sich nun den Abgesandten der Herren unter. Goman-Largo und Neithadl-Off erhalten ihre Freiheit zurück und die Roboter beginnen mit dem Wiederaufbau der YOI I.

Nach drei Tagen fliegt der Aufklärer der Tessaler durch den großen Ausflugschacht und schließt zur STERNENSEGLER auf, die sich in einem stationären  Wikipedia-logo.pngOrbit über dem Raumhafen befindet. Dem Weiterflug nach Tessal liegt nun nichts mehr im Weg. Noch bevor die beiden Schiffe starten, wird ein 20.000 Quadratkilometer großes Gebiet um den Raumhafen von einer nuklearen Explosion verwüstet. Goman-Largo ist davon überzeugt, dass dies das Werk des Schwarzen Ritters ist.

Innenillustration