Seth-Apophis (Roman)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Heftroman. Für weitere Bedeutungen, siehe: Seth-Apophis (Begriffsklärung).
Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1159)
PR1159.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Zyklus: Die Endlose Armada
Titel: Seth-Apophis
Untertitel: Der Weg zu kosmischer Macht – der Werdegang eines Überwesens
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Alfred Kelsner (2 x)
Erstmals erschienen: 1983
Hauptpersonen: Der Verkünder, Seth-Apophis, Virwen, Simsin, Der Wanderer, Clyvanth-Oso-Megh, Lafsater-Koro-Soth
Handlungszeitraum: viele Millionen Jahre in der Vergangenheit bis 427 NGZ
Handlungsort: Aitheran, M 82
Risszeichnung: Raumschiff der Kapseloden-Strahlen Armadaeinheit 3812
(Abbildung) von Günter Puschmann
Lexikon: Frostrubin
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 138

Handlung

Die von den Parsynnen auf einem Planeten zurückgelassene Heel Unfall Nummer Drei – in der parsynnischen Sprache Seth-Apophis – bringt dem Verkünder ein Tieropfer. Das ist das erste Anzeichen eines erwachenden Intellekts bei dem bisher nur instinkthaft gesteuerten Tier.

Dieses Erwachen ist auf das Eingreifen des Verkünders zurückzuführen, der ein geeignetes Psi-Potential benötigt, um die Lehre von Uxförd mithilfe von Suggestivimpulsen in das Universum zu tragen. Da es auf dem Planeten nur niedere Lebewesen gibt, fällt die Wahl auf die Heel.

Der instinkthafte Verstand der Heel wird eine Woche lang mit sorgfältig zusammengestellten psionischen Impulsen berieselt, um ihn der Kontrolle durch den Intellekt zuzuführen. Von der Heftigkeit seiner Bemühungen überrascht, erkennt der Verkünder das psionische Potential, das in dem Tier schlummert.

Von den Impulsen des Verkünders werden Jahre später Vertreter des spinnenartigen Volkes der Anximen angezogen. Sie wollen die Quelle der Signale erforschen. Der Kommandant des Forschungsraumschiffes, Virwen, beschließt, auf dem Planeten zu landen. Mittlerweile ist Seth-Apophis in der Lage, mit dem Verkünder auf telepathischem Weg zu kommunizieren und verfolgt bereits eigene Ziele.

Der Verkünder beabsichtigt, die Fremden als neues Psi-Potential einzusetzen, und hält die Heel für entbehrlich. Seth-Apophis jedoch sinnt darüber nach, wie sie die Fremden einsetzen kann, um ihr sich dem Ende zuneigendes Leben zu verlängern. Sie greift unmittelbar nach der Landung Virwen an und lähmt ihn mit ihrem Gift, um Bedingungen zu stellen. Da sie selbst des gesprochenen Wortes nicht mächtig ist, benutzt sie den Verkünder als Vermittler, um mit den Fremden in Kontakt zu treten.

Da angeblich nur Seth-Apophis das Gegengift für den Kommandanten hat, fordert sie von dem Anximen Simsin mit Erfolg den Körper eines intelligenten Wesens. Die Anximen sind Meister auf dem Gebiet der Biophysik und halten einen synthetisierten, humanoiden Körper bereit. In der Hoffnung, seinen Kommandanten zu retten, überträgt Simsin das Bewusstsein der Heel in den Wirtskörper.

Seth-Apophis gibt vor, dass Virwen nur an Bord des Verkünders geholfen werden kann, und alle 24 Anximen verlassen ihr Raumschiff. Am Ziel angekommen, offenbart ihnen Seth-Apophis ihre Lüge: Dem Kommandanten ist nicht mehr zu helfen, er ist tot.

Jahrzehnte später vertraut Simsin Seth-Apophis an, dass ihr Körper äußerst langlebig konzipiert ist und sie in ihm mehrere Millionen Jahre alt werden kann. Zwischen dem Verkünder und der ehemaligen Heel herrscht mittlerweile Gleichberechtigung und Apophis überzeugt den Verkünder, seine Botschaft zu ändern, da die Völker in Reichweite seiner Heilslehre sowieso nicht folgen. Stattdessen soll er von der »Quelle der kosmischen Kraft (Naduchuvannisor)«, der »Stabilmachenden (Vailomena)« und der »Schöpferin der Ordnung (Ipotherape)« berichten. Um die Reichweite des Verkünders zu erhöhen, beauftragt sie die Anximen mit der Installation eines Sonnenzapfers.

Ihre Bemühungen werden von Erfolg gekrönt: Plötzlich strömen Millionen von Angehörigen fremder Völker aus der Galaxie Sethdepot herbei, um dem Ruf der Ipotherape zu folgen. Ihren Planeten tauft sie auf den Namen Aitheran und hüllt ihn in einen psionischen Schirm. Durch diesen Schirm hält sie die Zügel unwiderruflich in der Hand, alle Vertreter der auf Aitheran niedergelassenen Völker folgen ihr ohne Widerspruch, und mit ihnen auch ihre Völker. Die Galaxie ist fest in der Hand von Seth-Apophis, ohne dass sie auch nur einen Schritt von ihrem Planeten gemacht hat.

Eines Tages landen Vertreter des äußerst interessanten Volkes der Nortaghi auf Aitheran. Auf einen Hinweis von Simsin beginnt Seth-Apophis mit der Übernahme von deren Bewusstseinen. Neun Bewusstseine machen nun die Person Seth-Apophis aus, sie hat sich in ein Wesen höherer Ordnung verwandelt.

Jahrhunderte später hat sie bereits tausende von Bewusstseinen und Bewusstseinssplittern in sich aufgenommen, und der letzte der Anximen, Simsin, ist immer noch ihr Vertrauter. Die Bevölkerung Aitherans zählt mittlerweile nach Milliarden. Als das Volk der Unquitor abtrünnig zu werden droht, will sie es mit mentaler Gewalt wieder unter ihre Macht bringen. Dabei entdeckt sie, dass sie sich mithilfe ihrer Gedanken direkt an den Ort des Geschehens begeben kann und dabei an zwei Orten gleichzeitig ist. Sie nennt dieses Phänomen »Jetstrahl«.

Da sie mithilfe des Jetstrahls auch alleine Kontakt zu »ihren« Völkern halten kann, verzichtet sie darauf, Ersatz für verstorbene Gesandte auf Aitheran anzufordern. Der Planet verwaist, nicht zuletzt durch das Eingreifen von Seth-Apophis: Sie nimmt nützliche Bewusstseine in ihren Pool auf und die Zahl der in ihrer Mentalsphäre gespeicherten Seelen beläuft sich auf mehr als dreißigtausend. Seth-Apophis hat sich zur Superintelligenz entwickelt, ist sich dessen aber noch nicht bewusst.

Die Größe ihres Mentalpools wird mehr und mehr zu einer Belastung und sie beginnt, nach Wegen zu suchen, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Als ihr Vertrauter Simsin stirbt, eröffnet er der Superintelligenz die Wahrheit: Er hat die vergangenen eintausend Jahre nur noch gelebt, um seine Rache vorzubereiten. Er hat die vom Verkünder ausgestrahlte psionische Strahlung manipuliert, um besonders dafür empfängliche Völker vor Seth-Apophis zu warnen. Ferner sagt er voraus, dass sie an ihrer Gier zu Grunde gehen wird.

Die Superintelligenz reagiert darauf mit der Erschaffung eines galaxisweiten Abwehrsystems: 8000 Doppelstern-Fallensysteme, die angreifende Flotten abwehren sollen. Hinzu kommen mehrere Reservepläne. Außerdem versteckt sie durch mehrere Tarnmechanismen den Planeten Aitheran vor den Augen des übrigens Universums. Im Zuge dieser mehrere zehntausend Jahre dauernden Maßnahmen verwandelt sich der einst blühende Planet in einen düsteren Pfuhl. Alle anderen Planeten des Systems werden zerstört und als Energie genutzt.

Nach Abschluss der Arbeiten experimentiert Seth-Apophis erneut mit ihrem Jetstrahl und versucht nun, größere Entfernungen zu überwinden. Auf einer dieser Reisen trifft sie auf ein Wesen ihrer Art, den Wanderer, der ihr zu verstehen gibt, dass es auch für sie Grenzen gibt, die sie zu respektieren hat. Zunächst geht sie auf dieses Gebot ein und zieht sich zurück. Er teilt ihr aber auch mit, dass sie nicht für die Ordnung, sondern für das Chaos steht.

In ihrem Inneren ist sie jedoch nicht bereit, sich mit den Grenzen abzufinden. Es ist ihre Absicht, sich über das gesamte Universum auszubreiten und diese Grenzen nicht zu akzeptieren. Bei ihren weiteren Erkundungen mit dem Jetstrahl stößt sie eines Tages auf ein merkwürdiges Gebilde: eine Blase, die mit psionischer Energie gefüllt ist. Wegen seiner optisch sichtbaren, rötlichen Strahlung nennt sie das Gebilde Psi-Rubin.

In den folgenden Jahrmillionen erforscht Ipotherape die Grenzen ihrer Mächtigkeitsballung und beginnt, die Struktur des Kosmos zu begreifen. Auch weitere Bewusstseine verleibt sie sich ein und gibt schließlich ihren Körper auf. Plötzlich beginnt die Katastrophe: Durch die bedenkenlose Aufnahme weiterer Bewusstseinsfragmente tritt ihre Mentalsphäre in unkontrollierte Wechselwirkung mit der Außenwelt. Ipotherapes Massenbewusstsein hat sich in ein psionisches Black Hole verwandelt und reißt mit unwiderstehlicher Kraft weitere Fragmente an sich. Simsins Prophezeiung scheint sich zu erfüllen. Im letzten Augenblick erinnert sie sich an den Psi-Rubin und es gelingt ihr, den Strom der Fragmente in dessen Richtung zu lenken.

Seth-Apophis hat einen Weg gefunden, weitere Bewusstseine in sich aufzunehmen, die Kapazität des Psi-Rubins scheint unermesslich zu sein. Alle Bewusstseine nehmen jedoch den Weg über Aitheran, der Planet entwickelt eine deutlich ausgeprägte Affinität zu der psionischen Blase. Wer aus dem Inneren des Rubins in das vierdimensionale Kontinuum zurückkehrt, landet mit größter Wahrscheinlichkeit in der Galaxie Sethdepot. Er geht den Weg des geringsten Widerstandes.

Durch die unkontrollierte Aufnahme der vielen Bewusstseine beginnt die Blase, von ihrem bisher steten Kurs abzuweichen und wahllos durch das Universum zu irren. Überall, wo die Blase auftaucht, verschlingt sie alles, was ihr im Weg liegt, und hinterlässt energetisches Vakuum und die eisige Kälte des absoluten Nullpunktes. Seth-Apophis beginnt sich vor dem Tag zu fürchten, an dem auch die Kapazität des Rubins erschöpft sein wird.

Als dieser Tag kommt, entlädt sich der Rubin in einer gigantischen psionischen Explosion, die Tausende von Sonnensystemen in den Abgrund reißt und die die Mächte der Ordnung auf den Plan ruft. Sie geben ihm einen Namen, der ihn treffender nicht charakterisieren könnte: Frostrubin. Selbst Seth-Apophis steht nun einer Kraft gegenüber, die sie nicht mehr bändigen kann, und die Mächte der Ordnung bereiten sich zum Kampf gegen sie vor.

Den Porleytern gelingt es schließlich, den Frostrubin durch konzentrierte Rotationsenergie – den Anker der Porleyter – zu bändigen. Damit ist jedoch Seth-Apophis nicht besiegt, denn die Bewusstseine lagern nach wie vor im Frostrubin. Sie beginnt mit den Vorbereitungen zur entscheidenden Auseinandersetzung mit den positiven Mächten des Universums.

Mehr als zwei Millionen Jahre nach der Verankerung des Frostrubins ist es soweit: Mit erbeuteter Technik der Porleyter beginnt sie ihre Offensive gegen das aktuelle Hilfsvolk der Superintelligenz ES, die Terraner. Diese können jedoch den Angriff zurückschlagen und Seth-Apophis wird von Lethos-Terakdschan im Zweikampf vorerst besiegt. Als in unmittelbarer Nähe des Psi-Depots die Endlose Armada materialisiert und sich während der Verfolgung der Galaktischen Flotte in den Frostrubin stürzt, wird die negative Superintelligenz von dem mentalen Schock bewusstlos, denn die Raumschiffe gehen den Weg des geringsten Widerstandes.

Als sie wieder erwacht, zögert sie nicht, ihre Hilfsvölker zum Gegenschlag zu versammeln…

Innenillustrationen