Magantilliken

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Magantilliken, einer der Varganen aus dem Mikrokosmos, ist vor allem als »Henker der Varganen« bekannt.

A172 1.JPG
Atlan 172
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Er besaß das normale Aussehen eines Varganen, mit bronzefarbener, zum Teil golden schimmernder Haut. Sein wallendes Haar war rotblond, seine Augen goldfarben. Er war groß und leicht gedrungen gebaut. Die Arme und Beine waren auffallend lang. Als Erkennungszeichen trug er zumeist einen blauen knielangen Umhang mit seinem persönlichen Wappen: einem gelben Möbius-Band innerhalb eines schwarzen Kreises.

Wie jeder Vargane war auch Magantilliken relativ unsterblich.

Magantilliken musste von Zeit zu Zeit in die Eisige Sphäre zurückkehren, um Bericht zu erstatten. Dabei verfiel sein Körper in eine Art Starre und war zu dieser Zeit verletzlich. Zwar bestand nicht die Gefahr, dass Magantilliken starb, da er jederzeit einen anderen varganischen Körper übernehmen konnte, doch der Tod des Körpers war hinderlich, denn ein neuer Körper musste erst wieder auf seine Aufgabe vorbereitet werden, und das war zeitaufwändig. (Atlan 177)

Charakterisierung

Magantilliken war ein begabter, ausdauernder Jäger und ein skrupelloser Mörder. Er war es gewohnt, Befehle zu erteilen. Dementsprechend strahlte seine ganze Körperhaltung Autorität aus.

Geschichte

Ein mörderischer Auftrag

Einst gehörte er zu der Mehrheit der Varganen, die sich nach der Revolte gegen den bisherigen Führer Mamrohn entschied, in den Mikrokosmos heimzukehren.

Nach der Rückkehr wurde der ehemalige Techniker nach einem Mord an einem Varganen aus Yarden und der Eisigen Sphäre verbannt. Er musste nur in Abständen von einem Jahr für kurze Zeit nach Yarden zurückkehren, da er sonst den Tod gefunden hätte.

Der Erneuerungsrat der Varganen gab ihm eine Chance zur Rehabilitation. Sie fühlten sich von den Experimenten der im Makrokosmos verbliebenen Varganen, den »Rebellen«, bedroht und erteilten Magantilliken daher den Auftrag, alle dort verbliebenen Angehörigen ihres Volkes zu töten. Der Erneuerungsrat fürchtete, dass die Rebellen einer möglichen Bestrafung zuvorkommen könnten und versuchen wollten, die Eisige Sphäre und damit die Varganen zu vernichten. Sofern Magantilliken seinen Auftrag erledigen könnte, würde er die Erlaubnis erhalten, wieder dauerhaft in Yarden zu leben. Eines seiner ersten Opfer wurde der ehemalige Führer der Varganen, der einstige Wissenschaftliche Erste Rat Mamrohn.

In den folgenden Jahrtausenden fiel es ihm immer schwerer, seine Opfer aufzuspüren. Zum Teil hatten sie sich an allen möglichen und unmöglichen Ecken der Milchstraße versteckt (siehe Kythara), zum Teil leisteten sie ihm erbitterten Widerstand. Seine härteste Gegnerin war dabei Ischtar, die »Goldene Göttin« und lange Zeit Führerin eines Großteils der varganischen Rebellen – Lebensgefährtin Mamrohns und »Königin« des vergangenen varganischen Reiches.

Die Rebellen von Kraumon

Im Jahre 10.498 da Ark war er schon fast 30.000 Arkonjahre auf seiner Mission, als er auf dem Planeten Margon mit seiner Androidenarmee zum ersten mal auf Atlan und dessen Gefährten Fartuloon, Ra und Morvoner Sprangk traf. Er erklärte, den Auftrag zu haben, die letzten noch lebenden Varganen zu finden und sie in die Eisige Sphäre zurückzubringen. Magantilliken war nach Margon gekommen, um den hier schlafenden Meschanort heim zu holen. Sein größtes Interesse galt aber Ischtar. Er forderte die Rebellen von Kraumon zur Zusammenarbeit auf. Andernfalls drohte er mit dem Einsatz der varganischen Machtmittel, die tief unter der Oberfläche Margons existierten.

Magantilliken startete die Jagd auf den von Atlan, Fartuloon und Ra erweckten Meschanort. Es kam zu gewaltigen Materialschlachten zwischen den Androiden des Henkers und den Robotern des Gejagten. Meschanort gelang es jedoch nicht, den Nachstellungen des Henkers zu entkommen, der die Möglichkeiten des im Untergrund Margons existierenden Labyrinths an Schaltanlagen und technischen Einrichtungen geschickt zu seinem Vorteil einzusetzen wusste. Meschanort war gezwungen, sich nicht allzu lang an einem Standort aufzuhalten. Sollte Meschanort als Sieger aus dieser Auseinandersetzung hervorgegangen sein, so wollte er Magantillikens Körper einfrieren und als Abschreckung in eine stabile  Wikipedia-logo.pngUmlaufbahn um Margon bringen.

Meschanort unterlief ein folgenschwerer Fehler, als er sich in einem Schwimmbecken der Annehmlichkeit eines Bades hingab. Magantilliken hatte dem Wasser ein Konservierungsmittel zugesetzt, das bald seine Wirkung entfaltete. Meschanorts Körper begann langsam kalt zu werden. Um ihm ein möglichst angenehmes Ende zu bereiten, riet ihm Magantilliken, dem Tod im Schlaf zu begegnen. Meschanort bettete sich auf eine bequeme Liege, schlief ein und starb.

Magantilliken holte Atlan in eine Station, wo der Arkonide unter einer Metallhaube die in seinem Unterbewusstsein verankerten Informationen preisgab. Der Henker murmelte nach der schmerzfreien Prozedur nur »Tabraczon«. Dann brachte er Atlan zu seinen Gefährten zurück. In der Nacht wurde der Kristallprinz von einem Androiden abgeholt und heimlich in einen riesigen unterirdischen Raum gebracht, in dem Magantilliken, halb transparent geworden, unter einer Energiekugel mit zahlreichen Bildern von Varganen, unter ihnen Ischtar, stand und Anweisungen aus der Eisigen Sphäre erhielt. Das nächste Ziel des Henkers war Ischtar.

Zweikampf und Niederlage

Mit seinem Doppelpyramidenschiff brachte der Henker Atlan, Fartuloon und Ra zum Planeten Tabraczon. Auf einer Insel in einem Binnenmeer erhob sich Ischtars Stützpunkt. Riesige Tiere attackierten den Henker und die drei Freunde. Der Gleiter, mit dem sie zur Station gekommen waren, wurde von den Kolossen regelrecht zertrampelt. Vor der gewaltigen Tierarmee zog sich Magantilliken dank seines Umhangs fliegend zurück. Erst als der Kampf einige Zeit unterbrochen war, kehrte der Vargane zurück und schuf in den die Station umgebenden Schutzschirm mit seinen Händen durch bloßes Berühren eine Strukturlücke. Vor den erneut angreifenden Riesentieren flüchteten die vier Kampfgefährten durch die Lücke in den Innenraum des Stützpunkts.

Magantilliken stachelte durch sein arrogantes und selbstherrliches Gehabe die Wut der drei Freunde auf, was schließlich zu einem Angriff auf den Henker führte. Doch die überlegenen Machtmittel des Varganen machte alle Angriffe zunichte. Selbst der Einsatz von Impulsstrahlern erzielte keine Wirkung. Atlans und Fartuloons Individualschutzschirme wurden von einer Waffe des Henkers so zusammengepresst, dass Überschlagblitze auf die Körper der beiden Männer hämmerten und große Schmerzen verursachten. Magantilliken verbat sich weitere Attacken auf ihn.

Als der Energieschirm um die Station erlosch, stürzten sich die Tiere neuerlich in den Kampf. Gewaltige Zerstörungen waren die Folge. Plötzlich erschien Ischtar in einem schalenförmigen Gleiter am Ort des Geschehens. Die Goldene Göttin stellte sich zu einem lautlosen Kampf mit den Waffen des Geistes. Magantilliken und Ischtar standen sich Auge in Auge in einigen Metern Entfernung gegenüber. Die Varganin löste nach einiger Zeit ihren Gürtel mit den Waffen und ließ ihn zu Boden gleiten. Dann brach sie zusammen, wurde von Magantilliken aufgehoben und zu einem unzerstörten Gebäude der Station getragen. Der Henker legte die Varganin auf den Boden und kippte stocksteif um. Sein Geist hatte die körperliche Hülle verlassen. Er würde, wenn er sich wieder mit Energie aufgeladen hätte, zurückkehren und den Körper erneut übernehmen.

Als es wieder soweit war, begab sich Ischtar mit einem Gleiter von ihrem Doppelpyramidenschiff erneut auf die Oberfläche Tabraczons. Atlan schlich sich unbemerkt an Bord des Fahrzeugs. Ischtar versammelte ihre Tiere um sich und hetzte sie auf Magantilliken. Währenddessen deponierten Atlan und Ra in einer unterirdischen Fabrik, in der Ischtar ihre Giganten züchtete, Thermobomben, die mit einem Zeitzünder versehen wurden. Als die beiden Freunde wieder an die planetare Oberfläche zurückkehrten, war die Tierarmee tot. Die beiden Varganen hatten sich an den Handflächen berührt und fochten einen lautlosen geistigen Kampf aus.

Durch die Explosion der Thermobomben wurde Magantilliken leicht irritiert. Diesen Augenblick nutzte Ischtar aus, mobilisierte all ihre geistigen Kräfte und ließ sie auf den Henker los. Magantilliken stürzte mit einem Aufschrei zu Boden. Sein Bewusstsein verließ den Körper und kehrte in die Eisige Sphäre zurück.

Neuerliche Niederlage im Glaathan-System

Der Henker kehrte bald an Bord seines Doppelpyramidenschiffes zurück und flog ins Glaathan-System. Dort begab er sich per Transmitter an Bord der riesigen Arsenalkugel im Schweif des Kometen. Dabei passierte ein Unglück. Magantilliken verdoppelte sich und konnte sich nicht mehr an sich selbst und seine Aufgabe erinnern. Erst als er auf einem sechseckigen Gebilde auf jenem Planetoiden, der die Station der Träume beherbergte, sich selbst liegen sah, kehrte die Erinnerung immer mehr zurück. Es kam zum Kampf mit seinem Doppelgänger. Eine leuchtende Energiekugel erschien. Die beiden Personen versuchten, die Kugel zu erreichen, ehe die Transmitteranlage, die das Energiegebilde darstellte, aktiviert wurde. Kurz vor dem Transportvorgang erreichte Magantilliken die Transmitterkugel, in der sein Doppelgänger bereits vor ihm eingetroffen war. Die beiden Gestalten verschmolzen wieder zu einer Person, dem »Henker der Varganen«, der sich wieder erinnerte, warum er in dieses Universum geschickt worden war – um die hier lebenden Varganen zu töten. Durch sein Auftauchen hatte er die Träume, die Abrogal Mervin, Hectavor, Parvenool, Morgonol und Letron Parseener auf ihrem Asteroiden sehnsüchtig erwarteten, nachhaltig gestört.

Magantilliken materialisierte endlich in der Arsenalkugel und führte zahlreiche Experimente durch. Im Depot für Aktivierungskapseln wurde Alarm ausgelöst. Auf dem Weg dorthin wurde Magantilliken von einem entarteten Wesen, hervorgegangen aus Kralasenen, mit zahlreichen Tentakeln angegriffen. Mit dem Stabstrahler tötete er das Wesen. Der Henker war erschüttert als er feststellen musste, dass alle Behälter aufgebrochen worden waren. Um den Metamorphose-Ungeheuern, die das gesamte biogenetische Material der Aktivierungskapseln infiziert hatten, Herr zu werden, blieb Magantilliken schlussendlich nichts anderes übrig, als das gesamte verseuchte Deck aus dem Verbund der Arsenalstation herauszulösen und sodann mit Fusionsladungen völlig zu vernichten.

Nachdem diese Gefahr gebannt war, entdeckte der Henker in einem seit langer Zeit nicht mehr benutzten Hangar einen Kardenmogher. Trotz einiger Zweifel aktivierte Magantilliken das Allzweckgerät. Damit hoffte er, die letzten frei lebenden Varganen schneller zu finden. Doch er hatte nicht mit der Grundprogrammierung Ezellikators gerechnet. Der Kardenmogher weigerte sich, Magantillikens Befehle zu befolgen, schleuste sich aus der Arsenalstation aus und teilte sich auf. Dann begann er, das Doppelpyramidenschiff des Henkers zu demontieren.

Entsetzt legte Magantilliken einen Raumanzug an und schleuste sich aus der Arsenalstation aus. Er versuchte, wenigstens ein Beiboot seines Raumschiffes zu retten, ansonsten würde er in der Station gefangen sein. Das Raumschiff wurde in Blöcke zu 60 mal 60 Metern zerlegt. Magantilliken erreichte einen solchen Block, wurde aber von Jagdrobotern des Kardenmoghers eingekreist. Zu seinem Glück tauchten die fünf Alten mit ihrem Beiboot auf und nahmen ihn an Bord. Magantilliken stellte sich als »Assortan« vor. Die Flucht aus dem Glaathan-System gelang. Bald traf das Raumschiff auf Kraumon ein. Als das Raumschiff gelandet war, blieb Assortan/Magantilliken wie vom Erdboden verschwunden. Ischtar war geschockt. Der Henker der Varganen befand sich auf Kraumon – in unmittelbarer Nähe seines Opfers. (Atlan 177)

Duell mit dem Kristallprinzen

Dem Henker war es gelungen, das Schiff beim Landeanflug unbemerkt mit seinem Raumanzug zu verlassen und in das Doppelpyramidenschiff Ischtars, das sich im  Wikipedia-logo.pngOrbit um Kraumon befand, einzudringen. In einer Funkbotschaft forderte er die Varganin auf, zu ihm an Bord zu kommen. Doch Atlan fasste einen verwegenen Plan und begab sich in einem klobigen Raumanzug mit einem Helm, in dem lediglich ein schmaler Sehschlitz eingelassen war, an Bord des Doppelpyramidenschiffes. Erst in der Zentrale des Schiffes nahm der Kristallprinz den Helm ab. Magantilliken war überrascht, nicht Ischtar vor sich zu sehen. Es kam zum Kampf zwischen den beiden Männern. Als Atlan zu unterliegen drohte, begann Magantilliken plötzlich zu schwanken und stürzte zu Boden. Sein Bewusstsein hatte den varganischen Körper verlassen und war in die Eisige Sphäre zurückgekehrt.

Atlan nutzte die Gelegenheit und entfernte den Behälter mit Chapat aus dem Überlebenssystem. Der Behälter hatte ein eigenes Versorgungssystem, das den Embryo eine Zeit lang am Leben erhalten konnte. Das Raumschiff war inzwischen auf Sogantvort gelandet. Chapat drängte Atlan mit seinen telepathischen Botschaften, das Schiff trotz des gewaltigen Sandsturms zu verlassen und eine naheliegende varganische Station aufzusuchen.

Magantilliken folgte dem Arkoniden nach seiner Rückkehr aus der Eisigen Sphäre. Er griff das Dorf der Sogantvortler an und präsentierte eindrucksvoll seine Überlegenheit vor den Eingeborenen. Doch Atlan war mit Chapat aus dem Talkessel entkommen und hatte die alte varganische Station erreicht. Als Atlan in die Pyramide eindrang, konnte ihm Magantilliken nur mehr einen Strahlschuss nachschicken, der sein Ziel aber verfehlte. (Atlan 178)

Auf der Welt der Toten Augen

Endlich gelang es dem Henker, in die Station einzudringen. Dort traf er auf Atlan. Chapat war verschwunden. Der Kristallprinz berichtete ihm von den zwölf Erinnyen, die seinen Sohn in die Eisige Sphäre geholt hatten.

Der Henker der Varganen paralysierte den Arkoniden und brachte ihn an Bord des Doppelpyramidenschiffs. Er brauchte Atlan als Druckmittel, um Ischtar zu zwingen, sich ihm zu stellen. Als die FARNATHIA über Sogantvort auftauchte, versuchte der Henker, das arkonidische Schiff mit den Geschützen des Doppelpyramidenschiffes zu vernichten. Doch die Kanonen versagten ihm den Dienst. Ischtar hatte eine hypnotechnische Sperre eingebaut, die es unmöglich machte, mit den Waffen ihres Schiffes auf die Goldene Göttin zu feuern.

Der Henker forderte Ischtar auf, ihm nach Zercascholpek zu folgen. Das varganische Schiff blieb in einer Umlaufbahn um den Planeten. Magantilliken brachte Atlan zu einem an der Flanke eines Vulkans wachsenden Baumes. Das Gewächs umschlang den Kristallprinzen mit seinen Zweigen und fesselte ihn dadurch. So brauchte der Henker nur zu warten, bis Ischtar bei ihrem Geliebten auftauchte. (Atlan 180)

Auf der Suche nach Atlan stießen Fartuloon, Ra und Ischtar an Bord der F-1 an einem Vulkankegel auf eine Leiche, die von einem blauen Umhang mit einem gelben Möbiusstreifen bedeckt war. Bei näherer Untersuchung stellte Fartuloon fest, dass Magantilliken von innen heraus verbrannt sein musste. Doch nur die körperliche Hülle war vernichtet, das Bewusstsein des Henkers war wieder einmal in die Eisige Sphäre zurückgekehrt. (Atlan 181)

Flottenstützpunkt Trantagossa

Sein Rücksturz in die Eisige Sphäre verlief diesmal jedoch nicht wie sonst üblich. Es gelang seinem Bewusstsein nicht, in die Sphäre einzudringen und sich mit den Energien aufzuladen, die er benötigte, um einen der uralten Körper, die auf den Versunkenen Welten aufbewahrt wurden, zu übernehmen. Er war im Nichts gefangen. Stimmen ertönten in seinem Bewusstsein und bezeichneten ihn als Versager. Ihm drohte die Verbannung aus der Eisigen Sphäre. Eine Neukonditionierung seines Bewusstseins wurde vorgenommen, um etwaige vorhandene Erinnerungen seiner Gastkörper zu löschen, die ihn von seiner vordringlichsten Aufgabe, die Goldene Göttin zu beseitigen, abhalten hätten können. Dann wurde er wieder auf die Jagd geschickt.

Bald spürte er die Gegenwart mehrerer varganischer Körper. Drei schieden für ihn gleich aus, denn es handelte sich um weibliche Körper, die ihn mit beinahe schmerzhaften Schlägen abwiesen. Ein weiterer Körper wies bereits Zerfallserscheinungen auf und schied für eine Übernahme ebenfalls aus. Der nächste Körper war jung und kraftvoll. Magantillikens Bewusstsein vereinigte sich mit dem männlichen Körper. Als er die Augen öffnete, musste er zu seinem Schrecken feststellen, dass er sich nicht in einer varganischen Anlage, sondern in einer arkonidischen befand. Er bewaffnete sich mit einem Betäubungsstrahler, einer Energiewaffe und einigen anderen Geräten aus dem Fundus, den die BARGONNA nach Enorketron gebracht hatte. Schließlich überwältigte er den Arkoniden Bher Gobon und kam so in den Besitz von Kleidung.

Magantilliken erreichte unbehelligt die Oberfläche Enorketrons und fand sich im Zentrum eines riesigen Raumhafens wieder. Dort wurde er von Wachposten aufgefordert, sich wieder in den Untergrund zurückzuziehen. Der Henker machte sich auf, den Kommandeur des Stützpunkts Trantagossa zu finden, da er berechtigter Hoffnung war, dass dessen Raumschiff das Sonnensystem gefahrlos verlassen konnte. (Atlan 185)

Der Vargane überwand zahlreiche Fallen und kam dem Versteck Hengs immer näher. In einer der Zentralen des Stützpunktkommandanten sah er Bildaufnahmen von der zwischen den Arkoniden und Maahks entbrannten Schlacht um den Flottenstützpunkt Trantagossa. Das störte seinen Plan, mit dem SKORGON aus dem System zu fliegen, denn allein würde er nicht imstande sein, das Schiff zu steuern und gleichzeitig die Waffen zu betätigen. Er müsste Amarkavor Heng mit an Bord nehmen.

Bevor der Henker die Schaltzentrale betrat, aktivierte er zur Vorsicht einen Schutzschirm, der die auftreffenden Energien aus Hengs Impulsstrahlern absorbierte. Der Arkonide zitterte vor Angst. Auf einem Bildschirm erkannte der Vargane Vregh Brathon alias Atlan und forderte Heng auf, den Kristallprinzen in die Zentrale zu beordern. Von der Erkenntnis wie gelähmt, kam Amarkavor Heng dem Auftrag nach. Der Henker und Amarkavor Heng erreichten über den Fluchttunnel den Hangar mit dem startbereiten SKORGON, wo Atlan in Begleitung eines Kampfroboters wartete. Heng versuchte, den Kristallprinzen zu erschießen. Durch Magantillikens reaktionsschnelles Eingreifen wurde der Energiestrahl abgelenkt und Heng entwaffnet. Der Roboter wurde durch einen Befehl Hengs zur Untätigkeit verurteilt.

Kurze Zeit später begaben sich die drei Männer an Bord des SKORGONS und verließen den Planeten Enorketron. (Atlan 186)

Der Henker veränderte die Programmierung des SKORGON derart, dass er alleiniger Herr des Schiffes war. Die erste Transition brachte das Raumschiff zu einem verlassenen Walzenraumer der Maahks, in dem die Reststrahlung des Zwergenmachers ihre unheimliche Wirkung verbreitete. Atlan und Amarkavor Heng gerieten bei einem Besuch des Maahk-Schiffes in den Einflussbereich der Strahlung und begannen zu schrumpfen. Zurück an Bord des SKORGON setzte sich der Vorgang weiter fort und war nicht mehr zu stoppen. Auch ein kurzer Ausflug in ein fremdes Raumschiff im System einer blauen Riesensonne brachte für Atlans Zustand keine Besserung. Sofort nach Verlassen des Schiffes, in dem Barbaren von der Art Ras die ursprüngliche Besatzung beseitigt hatten, holte sein Körper den angehaltenen Schrumpfungsvorgang wieder nach.

Magantilliken begann, zu fürchten, dass durch das hohe Gewicht der beiden Arkoniden trotz ihrer Winzigkeit das Material des Bodens des SKORGON nachgeben könnte und dann schwere Schäden an den Antriebsaggregaten hervorgerufen werden könnten, sollten Atlan und Heng auf die Maschinen stürzen. So machte sich der Vargane auf die Jagd nach den Winzlingen. Der Kristallprinz und der Stützpunktkommandant konnten einen auf einem Schaltpult abgelegten Blaster abfeuern und den Henker verletzen. Atlan hielt sich an der Kombination des Varganen fest, prallte auf dessen Oberschenkel und von dort auf einen Fuß. Der Kristallprinz sprang mehrmals in die Höhe, und die Fußknochen des Henkers brachen durch das aufprallende Gewicht. Trotz der höllischen Schmerzen gab Magantilliken nicht auf und verfolgte die beiden Arkoniden weiterhin durch die Zentrale des SKORGON. Während Amarkavor Heng nach seinem Tod seine ursprüngliche Größe zurückerhielt, setzte sich der Schrumpfungsprozess bei Atlan so lange fort, bis ihn das normale Raum-Zeit-Gefüge nicht mehr halten konnte und er in den Mikrokosmos der Dnofftries stürzte. (Atlan 187)

Tod auf Cherkaton

Nach Atlans Verschwinden im Mikrokosmos steuerte Magantilliken das SKORGON nach Cherkaton. Hier verscharrte er Amarkavor Heng unweit der Landestelle einfach in der Erde. Dann machte er sich in das an die Stadt Cherkan angrenzende Gebirge auf.

Der Henker fand in den Bergen die Trümmer eines abgestürzten Raumschiffes. Bei der Untersuchung eines großen Wrackteils geriet er in den Wirkungsbereich eines Fesselfeldes. Die durch sein Notsignal nach Cherkaton gelockte Ischtar fand den Henker und tötete den varganischen Körper. Magantillikens Bewusstsein kehrte wiederum in die Eisige Sphäre zurück. (Atlan 190)

Im Mikrokosmos

In einer Gefühlsbasis im Mikrokosmos trafen Atlan und Prinzessin Crysalgira auf Magantilliken. Das Bewusstsein des Henkers hielt sich in seinem wirklichen Körper auf. Ihm war von den Mächtigen der Eisigen Sphäre eine neue Aufgabe zugeteilt worden. Er sollte sich um die Organisation der Kreuzzüge nach Yarden kümmern. Der Henker informierte Atlan über den Plan der Varganen, dass Crysalgira als Mutter für viele varganische Kinder dienen sollte, die sich dann untereinander wieder fortpflanzen konnten. Aus diesem Grund sollten die beiden Arkoniden nach Yarden gebracht werden. Atlans Umstimmungsversuche schlugen fehl. Jedoch war der Henker bereit, Atlan eine Strahlenwaffe zuzuspielen. (Atlan 200)

Eine neue Chance

Der Henker erhielt von den Mächtigen der Eisigen Sphäre erneut eine Chance auf Rehabilitation. Der Ausfall der Gefühlsbasis Xertomph war besorgniserregend. Magantilliken wurde beauftragt, die Basis aufzusuchen und den Grund der Beeinträchtigung herauszufinden. Als Lohn für einen positiven Abschluss der Operation sollte ihm der Zutritt nach Yarden gewährt werden. Seine beiden Begleiter waren Isthmy und Xonth.

Die drei ungleichen Gefährten gaben sich als Beauftragte des Diktators Teihendru aus dem Land Grodh aus, um die Bergungskommandos zu unterstützen. Ein heranziehendes Sturmtief versuchte Magantilliken auszunutzen, um an die Gefühlsbasis heranzukommen. Die im Innern der Station wartende Erinnye grub einen Schacht bis knapp unter die Oberfläche.

Magantilliken wurde von Gaddos verfolgt. Noch ehe der Ckorvone mit seinen Leuten zuschlagen konnte, löste Gwarn, ein Sklave, eine neue Lawine aus. Gwarn tötete mit einem gezielten Kopfschuss Gaddos, ehe er selbst von einer Kugel getroffen wurde. Magantilliken und Isthmy entfernten sich aus der Gefahrenzone. Xonth war zuvor von Gwen irrtümlich getötet worden.

Als Magantilliken mit Isthmy aus einer schützenden Eishöhle an die Oberfläche des Lawinengebiets kroch, wurde der Henker von bewaffneten Ckorvonen gefesselt und in ein Verlies geworfen. Diktator Teihendru versuchte, ihm die Geheimnisse seiner technischen Ausrüstung, die ihm selbstverständlich abgenommen worden war, zu entreißen.

Der Henker wurde von dem in der Gefühlsbasis angekommenen Kristallprinzen Atlan aus dem Gefängnis befreit. Bei der Flucht schoss Magantilliken in seiner unbeschreiblichen Arroganz wild um sich und tötete zahlreiche Angehörige des Wachpersonals. Dabei zerstörte er Teile der Gefängnismauer. Durch herumfliegende Trümmerbrocken wurde Atlan zu Ausweichmanövern gezwungen, in deren Verlauf ihm der ebenfalls befreite Burjos von der Schulter glitt und damit aus dem Bereich des Deflektorfeldes geriet. Für die Wachmannschaften nun sichtbar, war Burjos ein leichtes Ziel. Der junge Ckorvone wurde von den Geschossen regelrecht zerfetzt. Isthmy wurde ebenfalls zerstört, als das Haus, in dem sich Jintha verborgen hatte, um den positiven Abschluss der Befreiungsaktion abzuwarten, durch den Henker völlig zerstört wurde.

Nach Magantillikens Rückkehr in die Gefühlsbasis konnte die Station repariert werden und ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen. Atlan erfuhr vom Henker den wahren Sinn des Kreuzzugs nach Yarden. Dann drängte der Vargane zum Aufbruch per Transmitter direkt nach Yarden. (Atlan 206)

In der Eisigen Sphäre

Der Henker traf erst wieder in Yarden auf Ischtar, die in einer Kabine mit Chapat unter Arrest stand. Mit einem Detonator zerstörte er die Tür zur Unterkunft der Goldenen Göttin. Ein Sprung in die Kabine rettete ihn vor einem Schlag, den Ischtar mit einem stählernen Tischbein ausführte. Magantilliken kam mit gezogener Waffe auf die Goldene Göttin zu, deren Ende besiegelt schien. Zu seiner großen Verwunderung tauchte Kristallprinz Atlan im Rücken der Varganin auf, die sich zur Seite warf, um dem Arkoniden freies Schussfeld zu verschaffen. Magantilliken und Atlan lösten gleichzeitig ihre Detonatoren aus, doch die Schüsse verfehlten ihr Ziel. Es kam zu einem Feuergefecht. Varganen eilten herbei und umzingelten die Unterkunft. Als Magantilliken den Befehl zum Sturmangriff gab, erschütterten schwerste Explosionen das Doppelpyramidenschiff. Die Schwerkraft fiel aus, das Licht erlosch und im trüben Schein der Notbeleuchtung waren starke Schäden an den Einrichtungen des Raumschiffs zu erkennen. Der Angriff der Varganen kam zum Erliegen. Atlan, Ischtar und Chapat gelang in der allgemeinen Verwirrung die Flucht aus der Kabine. (Atlan 216)

Das Ende des Henkers

Durch Vargos Versuch, sein Raumschiff aus dem Verbund Yardens zu lösen und die dadurch hervorgerufenen schweren Zerstörungen, begann Magantilliken Amok zu laufen. Er sah seinen von Kandro und Kreton erhaltenen Auftrag plötzlich mit anderen Augen. Der Henker sollte alle Varganen hinrichten. Doch an seine Artgenossen in der Eisigen Sphäre hatte er bisher nie gedacht. Magantilliken begann sofort mit der Umsetzung seiner neuen Aufgabe. Sein erstes Opfer war Naikondro, den er vor den Augen der beiden Varganen-Führer erschoss. Bald merkten die Varganen, dass sich Magantilliken ihrer annahm und einen nach dem anderen auszulöschen versuchte. Sie verwickelten den Henker in ein Gefecht. Kandro und Kreton konnten sich unbemerkt in seinen Rücken schleichen. Zitternd vor Angst stellten sie ihre Energiestrahler auf Dauerfeuer und schossen auf den Henker. Sie stellten das Feuer erst ein, als von Magantilliken nur mehr ein kleines Häufchen Asche übrig war. (Atlan 216)

Quellen

Atlan 172, Atlan 174, Atlan 177, Atlan 178, Atlan 180, Atlan 181, Atlan 185, Atlan 187, Atlan 206, Atlan 216