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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan Neo (Band 111) | |
| Zyklus: | Die Posbis | |
| Titel: | Seid ihr wahres Leben? | |
| Autor: | Oliver Fröhlich | |
| Titelbildzeichner: | Dirk Schulz / Horst Gotta | |
| Erstmals erschienen: | Freitag, 18. Dezember 2015 | |
| Handlungszeitraum: | Anfang Juni 2049 | |
| Handlungsort: | Sede, Taui, Dochuul/Uno, DROP, CREST, EXPLORER | |
| Zusätzliche Formate: | E-Book, Hörbuch | |
| Leseprobe: | ||
| Hörprobe: | ||
Kurzzusammenfassung
Die Forscher auf Sede entdecken in der Station Pietra einen Wassertropfenraumer ähnlich der SHOSHIDA CARDELI. Als sie an Bord gehen, hebt dieser automatisch ab und aktiviert den Sonnentransmitter Trapeza. Durch diesen gelangen sie zum Transmittersystem Wepesch in Canis Major. Auf dem Planeten Taui entdecken sie das Pietra-Gegenstück Pietra Piramidale und ein zerstörtes Physiotron. Tuire Sitareh erzählt nach einem seiner Erinnerungsschübe, dass er das Physiotron vor 400 Jahren mittels Zeitbomben zerstört hat. Der Hort des Ewigen Lebens ist nun nicht mehr hier.
Unterdessen übersetzt Ephraim Oxley den Sinnspruch Crest da Zoltrals in Liduuri-Symbole und kann damit ebenfalls den Sonnentransmitter aktivieren. Die CREST rematerialisiert im Sonnentransmitter Twin im intergalaktischen Leerraum und wird von einem Fragmentraumer kontaktiert: »Seid ihr wahres Leben?« Auf eine Bejahung seitens der CREST teilt sich der Raumer in acht Würfelraumer, die sich eiligst durch Transition absetzen. Eine Korvettenbesatzung erkundet auf dem Planeten Uno die dortige Station Uno-Pietra, als sie von Robotern mit überlegenen Schutzschirmen angegriffen wird. Einer dieser Roboter nimmt freundlichen Kontakt mit Amanda Heikkinen auf, erhält von ihr den Namen Kaveri und schützt sie vor den anderen Robotern, die er verwirrt nennt. Kaveri und seine »Brüder« sind Wahrdiener oder Bakmaátu, die die seit 50.000 Jahren verlassene Station auf Dochuul (Uno) im Auftrag der Anich bewachen. Kaveri versucht mit Heikinnen zur Korvette durchzukommen, doch seine Brüder töten Heikinnen, bevor er sein Ziel erreicht. Mit Kaveri an Bord startet die Korvette EXPLORER von Uno, als zwei Fragmentraumer die CREST angreifen.
Handlung
Als die CREST rematerialisiert, gehen im Schiff überall Explosionen hoch und fallen Geräte aus. Man stellt fest, dass man in einem System aus zwei Sonnen, das offenbar tief im intergalaktischen Raum steht, herausgekommen ist. Kurz darauf taucht vor ihnen ein riesiger Würfel von 2000 Metern Kantenlänge und irrwitzigen Aufbauten auf der Oberfläche auf. Rhodan erinnert sich, dass sie in der Nähe des Refeksystems Überreste von Mehandorschiffen entdeckt haben, die von einem übermächtigen Gegner zerstört wurden. Aus den Aufzeichnungen und Berichten der Überlebenden weiß man, dass vor dem Angriff dreimal Botschaften in einem Abstand von genau 31 Sekunden geschickt wurden. Und dann langt die erste Botschaft ein, in einer unbekannten Sprache. Man lässt sie durch alle Sprachen laufen, doch sie wird nicht erkannt. Nach der zweiten Botschaft meint Oxley, dass der Anhang vielleicht ein Codeschlüssel sein könnte, beim dritten Mal entschlüsselt man die Frage: Seid ihr wahres Leben? Während die Erwachsenen rätseln, was sie antworten sollen, ruft Thomas: Ja! Das senden sie und der Angriff bliebt aus. Kurz darauf teilt sich der Würfel in acht Teilwürfel mit je 1000 Metern Kantenlänge auf, fragmentiert sich, und wird daher Fragmentraumer genannt. Die acht Würfel, die auch nicht weniger bedrohlich aussehen, fliegen in verschiedene Richtungen davon und transitieren dann.
Einige Stunden davor war man noch im Trapez-System. Cel Rainbow wurde mit der Korvette EXPLORER nach Sede geschickt, um Eric Leyden, seine Begleiter und Tuire Sitareh abzuholen. Doch das Zelt und das gesamte Lager sind verlassen. Rainbow will in Pieta, der Steinstadt, die nur aus einem Gebäude besteht, nachsehen, zwei Teams dringen in die Gänge ein, Rainbow geht zusammen mit Amanda Heikinnen im Team. Sie entdecken auf der untersten Ebene eine Rampe, die in einen tiefer liegenden Raum hinunterführt, und finden dort einen Steinquader, auf dem die Steinscheibe liegt, die Leyden immer bei sich hatte. Als Rainbow sie aufhebt, hebt sich die Rampe und das Licht erlischt, Amada ruft einen Namen: Minttu. Als Rainbow die Scheibe zurücklegt, sind Rampe und Ausgang wieder da, doch er will von Heikinnen eine Erklärung: Minttu war ihre Zwillingsschwester, als sie 11 Jahre alt waren, waren sie bei einem Schulausflug in der Stadt Savonlinna, und haben die Burg Olavinlinna besucht. Sie und ihre Schwester sind auf Erkundung gegangen, es war die Zeit der Invasion der Fantan, die Besun suchten. Und einer hielt einen Turm von Olavinlinna für Besun, als er ihn abschnitt, brach ein ganzer Trakt zusammen, Minttu und Amanda wurden begraben. Amanda wurde durch den Einsturz nur leicht verletzt, musste aber miterleben, wie Minttu von den Steinen langsam erdrückt wurde, schrie, weinte, noch ein Kinderlied sang und starb. Amanda hingegen wurde relativ unversehrt ausgegraben.
Auf der CREST versucht man, aus dem Vers, den Crest in seinem Unterbewussten gefunden hat, schlau zu werden. Oxley kommt auf die Idee, darin keinen Hinweise zu suchen, sonderrn den Vers einfach zu senden, ohne Erfolg. Nach mehreren Zwischenschiritten kommt man auf die Idee, es auf liduurisch zu senden, und plötzlich bildet sich ein Abstrahlfeld. Rhodan befiehlt Rainbow und dem Landetrupp die sofortige Rückkehr. Als man in das Abstrahlfeld einfliegt, wirkt dieses eigenartig instabil, so als hätte es nicht genug Energie, als ob kurz zuvor ein Durchgang erfolgt wäre.
Einen Tag davor untersuchen Leyden und sein Team den Steinbau von Pieta. In einer Säulenhalle entdeckt Luan Perparim, dass die Striche auf den Säulen, wenn man sie von einer bestimmten Stelle aus betrachtet, einen Lageplan der Pyramide ergeben. Und dort ist eine fünfte Etage eingezeichnet. Sie entdecken den Öffnungsmechnismus, Sitareh legt seine Hand hinein, und der Abgang mit der Rampe öffnet sich. Als sie hineingehen, schließen sich Eingang und Rampe wieder. Sie entdecken den Raum mit dem Quader und einem Gesicht des Gottes Viracocha, dessen Maske zuvor den Erinnerungsschub von Tuire ausgelöst hat. Die Augen des Gottes haben einen Durchmesser, in den das Ma-Bab-Ben, die Steinschiebe, die Leyden auf dem Mars gefunden hat, genau hineinpasst. Als er sie hineinlegt, öffnet sich der Weg mit der Rampe wieder, doch wenn er die Scheibe herausnimmt, schließt er sich erneut. Also müssen sie sie zurücklassen. Und sie verlassen die Pyramide zügig. Davor steht ein Tropfenraumschiff mit 40 Metern Durchmesser, genau den Ausmaßen der SHOSHIDA CARDELI. Als sie einsteigen, startet es und geht durch den Sonnentransmitter.
Auf der CREST nennt man das Zwei-Sonnensystem Twin. Senkrecht zur Achse, die die beiden Sonnen verbindet, kreist ein Planet, den sie Uno nennen und auf dem sich eine Sternstadt wie Sede befindet. Wieder wird die EXPLORER mit dem Landungsteam von Sede unter Cel Rainbow ausgeschickt, das sich dort bewährt hat, doch das Kommando übernimmt diesmal Rhodan. Schon am Eingang zur Steinstadt müssen sie ein Rätsel lösen, drinnen finden sie einen zwölfeckigen Raum, von dem in Strahlen 12 Gänge ausgehen. Sie gehen in Teams auf Erkundung und stoßen sie auf zwei Angreifer. Rainbow befiehlt sofortigen Rückzug, und Amanda muss Ron Daltrey, den zweiten Offizier der LEPARD, der nach deren Vernichtung der EXPLORER zugeteilt wurde, und dem sie an Bord der CREST nähergekommen ist, den Rücken decken. Plötzlich wird sie selbst von den angreifenden Robotern, gejagt, ihr einziger Ausweg ist ein Schuss gegen die Decke, die dann auf alle herunterstürzt. Das bringt in ihr das Trauma von Olavinlinna wieder hoch. Rhodan fordert KAROs von der EXPLORER an, in der sich nur noch Tim Schablonski die Stellung hält. Die KAROs decken den Rückzug. Kaum ist der Trupp in der EXPLORER, werden die Schutzschirme hochgefahren, doch die beiden angreifenden Roboter und ein Dritter, der hinzukommt, sind so feuerstark, dass sie fast den Schutzschirm der Korvette zum Zusammenbrechen bringen. Und Amanda Heikinnen ist verschollen.
Das Schiff, auf dem sich das Leyden-Team befindet, das sie aufgrund seiner Tropfenform DROP genannt haben, rematerialisert in einem anderen Sonnentransmitter, der auch aus zwei Sonnen besteht. Sie nennen das System Wepesch-System, nachdem Liduuri Hor Wepesch Taui, den Planeten, der die Achse senkrecht umkreist, Taui und dessen Mond Hor. Das System befindet sich in Canis Major, einer Zwerggalaxis, die von der Milchstrasse aufgefressen wird, die sich durch eine hohe Dichte von roten Riesensternen der Spektralklasse M auszeichnet. Auch der Monoceros-Ring ist von Wepesch aus sichtbar. Auf Taui befindet sich eine Steinstadt wie Pieta auf Sede, man landet in deren Nähe. Nahe der Steinstadt ist eine Meeresbucht, und jenseits davon ist ein großes Metallobjekt zu orten. Tuire Sitareh erinnert sich, dass es sich dabei um ein Physiotron handelt, den Hort der Unsterblichkeit, den Crest und Agaior Thoton suchen.
Mit dem Physiotron kann man eine Zelldusche erhalten, die die Alterung um 33 Jahre anhält. Wenn man danach nicht eine neue Zelldusche erhält und die Verzögerung einen Zeitraum von 33 Stunden überschreitet, setzt eine radikale Alterung ein, die unumkehrbar ist und den Betroffenen innerhalb kürzester Zeit tötet. Weil es sich um Liduuri-Technik handelt, sind es Terra-Jahre und Terra-Stunden. Abha Prajapati fällt auf, dass man aus 33 das Unendlichkeitszeichen machen kann, wenn man die vordere Drei nach hinten klappt, und sie die hintere Drei überdeckt. Unmittelbar nach der Landung bemerken sie, dass ihre Technik Aussetzer hat. Weil sie zunächst zum Physiotron wollen, liegt ein Fußmarsch vor ihnen. Dabei werden sie von Flughunden angegriffen, die hier fast halbe Menschengröße erreichen, Fleisch und Blut verzehren und in Rudeln jagen, und die sie in Anlehnung an ihre irdischen vegetarischen Vettern Kalongs nennen. Schließlich können Leyden und seine Begeliter die Kalongs zurückschlagen.
Danach unterliegen sie Zeiteffekten, die Tuire auf Zeitbomben zurückführt, die vor 400 Jahren ausgelöst wurden. Durch die Zündung der Zeitbomben brannte das Physiotron aus, die Zeitbomben schicken Chronofrakturen in die Vergangenheit und Zukunft, die Zeiteffekte reichen bis in die Gegenwart. Und Tuire gibt zu, dass er die Bomben gezündet hat. Als sie das zerstörte Physiotron erreichen, sehen Abha und Luan einen Eric, der offenbar aus der Zukunft kommt und mit entsetztem Augenausdruck auftaucht, läuft und wieder verschwindet. Der echte Eric versucht, den Öffnungsmechanismus zum Physiotron zu knacken, und scheitert. Dann bricht die Dämmerung und Nacht an, und plötzlich greifen die Kalongs an.
Amanda wird von einem der Roboter ausgegraben, der sie in sein Versteck bringt. Er ist kleiner als die anderen, als sie ihn nach seinem Namen nennt, kommen unverständliche Zischlaute. Doch er versteht ihre Sprache, hat sie aus einem Translator extrahiert. Amanda sagt, sie nenne ihn Kaveri, das heißt in ihrer Heimatsprache Freund. Er fragt, was dann Amanda bedeutet. Es ist lateinisch und heißt "die Liebenswerte". Kaveri nennt sein Volk die Bakmaatu, die Wahrdiener, und meint, dass Anich den Planeten irgendwann kolonisieren wird. Doch die Wächter, die sie hier zurückgelassen habe, seien verwirrt. Sie hätten geschlafen, dann hätten die Leute von Amanda sie geweckt, und es gäbe vier Wächter hier. Dann ist er einverstanden, Amanda zu ihren Leuten zu bringen. Sie soll sich an seinen Rücken klammern, dann fliegt er los. Es geht durch Gänge, zum Haupteingang kommt er nicht, doch dann sehen Rhodan und die Leute der EXPLORER, wie aus einer der Lagerhallen, die die Steinstadt umstehen, etwas hervorbricht: Es ist einer der Roboter, auf dem Amanda reitet. Die anderen Roboter greifen an, Kaveri muss zahlreiche Haken schlagen, bei einem wird Amanda von seinem Rücken geschleudert und bleibt bewusstlos liegen. Daltrey geht hinaus, um sie zu retten, nimmt sie auch auf die Arme, wird dann aber selbst angeschossen. Als er sich vom Boden aufrichtet, erwacht Amanda und sieht, wie ein Roboter Daltrey von hinten anvisiert. Keinesfalls will sie noch jemanden, der ihr nahesteht, wie Minttu sterben sehen, sie stößt Daltrey zur Seite und wird selbst vom Schuss getroffen, der sie tötet. Rhodan hat Daltrey zwei KAROS hinterhergeschickt, die seine Rückkehr decken. In der Korvette ist Daltrey am Boden zerstört, jetzt startet die EXPLORER zum Rendezvouspunkt mit der CREST. Und sie hat einen blinden Passagier an Bord, plötzlich taucht Kaveri auf und fragt: „Ich bin Kaveri. Aber wer seid ihr?“ ...