Shinae Bull-Zindher

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Shinae Bull-Zindher war die Tochter von Reginald Bull und Toio Zindher sowie die Obhüterin des Sprosses SHINAE.

Erscheinungsbild

Im Jahr 1551 NGZ war sie 130 Zentimeter groß. Zu dem Zeitpunkt wirkte sie fast dürr, hatte allerdings ein rundliches Gesicht. Ihre Augen waren strahlend blau. Ihre Stupsnase strebte leicht aufwärts und der Mund vermittelte den Eindruck, Shinae wäre zum Schmollen geboren. Von der Mutter erbte sie ihre rotbraune Hautfarbe und die Statur. (PR 2917, S. 22-23)

Ihr glattes Haar war rot, die Haut hell, mit einer ins Rotbraune tendierenden Grundfarbe. (PR 2918 – Glossar)

Bis zum Jahre 2098 NGZ war sie auf 160 cm gewachsen. Mit etwa 30 Jahren wurde sie Brückengängerin und damit Trägerin eines Thaotama, der ihren Alterungsprozess stoppte. Daher wirkte sie nicht älter als dreißig Jahre. (PR 3283)

Charakterisierung

Shinae war ein aufgewecktes Kind, dennoch schnappte sie in der Schule einiges an tefrodischer Propaganda auf, was sie kritiklos weitergab. (PR 2917, S. 24) Von Icho Tolot wurde sie »Leuchtstern« genannt. (PR 2917, S. 28)

Das Mädchen war keck und mutig. Sie war im Besitz eines ewigen Passepartouts und verfügte über einen Identor, der mit ihr wuchs. Mit diesem konnte sie kommunizieren und hörte seine nach einer etwas älteren Freundin klingende Stimme direkt im Innenohr. Shinae nannte diese Stimme Tori. (PR 2918 – Glossar)

Auch als Erwachsene neigte Shinae dazu, Gedanken gelegentlich spontan auszusprechen. Gleichzeitig war sie vorsichtig gegenüber mentalen Beeinflussungsmöglichkeiten anderer und reflektierte den Einsatz ihrer eigenen Paragabe kritisch. (PR 3396)

Paragabe

Shinae konnte ÜBSEF-Konstanten wahrnehmen und durch ihre Mentalmodifikation gezielt beeinflussen. Im Jahr 2257 NGZ war sie in der Lage, ihre Gabe auch auf ÜBSEF-Konstanten anzuwenden, die mit unbelebter Materie verbunden waren. Auf Kheresterschong manipulierte sie die in das Baumaterial eines Turmes eingebetteten Konstanten so, dass sich eine Öffnung in der ansonsten geschlossenen Struktur bildete. (PR 3396)

Sie konnte außerdem fremde Bewusstseinsstrukturen mental untersuchen. Bei einer vorsichtigen mentalen Untersuchung des von Worja Dassun übernommenen Chit'axers Serx'zon erkannte sie acht voneinander unterscheidbare Einzelbewusstseine. (PR 3396)

Geschichte

Genesis

Shinae wurde am 28. Februar 1544 NGZ in Carpenseen geboren. Dort verbrachte sie fünf Jahre, bis sich ihre Eltern dazu entschlossen, nach Tann in Andro-Gamma zu gehen. Die Passage durch die Breviatur ging schief und die Familie landete stattdessen auf Krynn in der Milchstraße. Shinae behielt dabei ihren permanenten Identor. (PR 2917, S. 10, 24)

Im Mai 1551 NGZ fand sie zufällig heraus, dass ihre Eltern keineswegs einfache Tefroder waren. (PR 2917, S. 10, 24) Während eines Ausflugs zum Hanen-Kloster in Aoun-Koumm wurde sie zur Obhüterin eines GESHOD-Sprosses. (PR 2917, S. 53)

Mitte Juli wurde Familie Bull von dem Pikodh Sildrindh kontaktiert und Shinae, als Obhüterin des Sprosses, zu SHINAE eingeladen. Der Gemen beeinflusste sogar das Mädchen, um die Entscheidung der Eltern zu beschleunigen, indem er Shinae eine Vanudhe und eine Thedhele schenkte. Toio Zindher und Reginald Bull willigten schließlich ein und gingen mit ihrer Tochter mithilfe eines Transmitters an Bord des Sprosses. Dort wurde sie von ihren Eltern getrennt, als tefrodische Truppen den Spross enterten. Zusammen mit Icho Tolot wurde sie später von der MACANA aufgenommen, wo es ein Wiedersehen mit den Eltern gab. (PR 2918)

Die Gesundheit Shinaes litt mit der zunehmenden Entfernung zu »ihrem« Spross immer mehr. Ihre Eltern entschlossen sich daher am 3. August dazu, Shinae mit ins Vindonnussystem zu nehmen und dort in die Nähe zu YETO zu bringen. (PR 2923) An Bord der RIBALD CORELLO wurde sie weiterhin von Icho Tolot betreut. (PR 2924, S. 31) Die Nähe zu YETO schien dem Mädchen gut zu tun, dennoch konnte bis Anfang November kein Arzt eine deutliche Verbesserung seines Zustandes erreichen. (PR 2926, S. 19, 30) Als ihre Eltern am 5. November zum Giromsystem abreisten, blieb sie unter der Obhut Icho Tolots auf Terra zurück. (PR 2928, S. 12) Dort wurde sie am 31. März 1552 NGZ Zeugin der Invasion der Xumushan. (PR 2959) Zusammen mit ihren Eltern und Icho Tolot floh sie am 4. April vor Adam von Aures nach Neo-Ganymed. (PR 2960) Dort blieb sie unter Homer G. Adams' Obhut in der relativen Sicherheit des Kastells. (PR 2961) Am 20. April erlebte sie die Ankunft von Gucky und Atlan und deren Wiedersehen mit ihrem Vater mit. Dabei reagierte Tamareil, die sich zu diesem Zeitpunkt in Atlans Bewusstsein aufhielt, sehr aufgeregt. Die Olkonorin erkannte die besonderen Fähigkeiten des Mädchens. (PR 2973, S. 39)

Shinae wurde von ihrem Identor vor den schlimmsten Auswirkungen des Hyperlicht-Effektes geschützt, daher reagierte sie am 11. Mai mit Begeisterung auf das Erlöschen des TERRANOVA-Schirmes. (PR 2977, S. 8, PR 2978, S. 62) Das erneute Auftauchen des Sprosses SHINAE im Solsystem, das das Mädchen sofort erspürte, gab ihm noch mehr Anlass zur Freude – etwas zum Verdruss der besorgten Eltern. (PR 2992, S. 8–9)

Am 22. August entschieden ihre Eltern endgültig, dass sie mit der Rolle ihrer Tochter als Obhüter eines GESHOD-Sprosses nicht einverstanden waren. Shinae reiste zwar mit Tolot in die Kaverne der HaLem-Armee auf dem Merkur, wo sie dem Gespräch mit GESHOD beiwohnte, doch ihren Platz an Bord der SHINAE sollte nun das Mehandormädchen Kylldin einnehmen. (PR 2997, S. 56)

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Mythos

Im Dezember 1556 NGZ kam der Posbi Ganud nach Terra. Shinae baute ein Vertrauensverhältnis zu ihm auf. Dies war bis dahin nur Icho Tolot gelungen. Ganud gegenüber erwähnte Shinae ihren »traurigen« Freund« namens Opeth Ezenzer. Außer Shinae wusste niemand etwas von seiner Existenz. (PR 3015)

Am 5. Januar 1557 NGZ kam es in der grönländischen Kleindstadt Nuuk zu einer Prozession, bei der immaterielle Tiere aus dem Nichts erschienen. Shinae hatte Angst vor den Tieren, denn ihr geheimnisvoller Freund hatte sie vor ihnen gewarnt. Shiane berichtete ihren Eltern von Opeth Ezenzer. Am 2. März war überall auf Terra und Luna exakt zwei Minuten und neun Sekunden lang ein durch Mark und Bein gehender unmenschlicher Schrei zu hören. Toio Zindher und Shinae begaben sich danach in die Stadt Allerorten. Anschließend schloss sich die Breviatur und der Kontakt zwischen der Stadt Allerorten und dem Solsystem brach ab. (PR 3015)

Im Jahr 2045 NGZ glaubte Reginald Bull immer noch daran, dass Shinae und Toio Zindher eines Tages zurückkehren würden. (PR 3000)

Fragmente

PR3283.jpg
Heft: PR 3283
© Heinrich Bauer Verlag KG

Ernst Ellert wies Toio und Shinae die Villa Zindher im Stadtteil Anabranch von Stadt Allerorten zu. Shinae unternahm als Jugendliche Streiche mit einer Gruppe Gleichgesinnter. An der Schwelle zum Erwachsenenalter eröffnete ihr ihre Mutter Toio Zindher, dass sie sich nun eine sinnvolle Beschäftigung suchen müsse, vor allem, wenn sie auch einmal ein lebensverlängerndes Thaotama tragen wolle. Shinae war daraufhin vier Wochen als Aushilfe im Maiorat tätig und machte dort eine gute Figur.

Brücken zum Anderland wurden durch Brückengänger begangen, auch Toio war einst Brückengängerin. Shinae wurde zu einer Zählung Grauäugiger Nutribils zu einer der Brücken entsandt, doch ein Durian musste sie zu der gesuchten Brücke führen. Mit der Zeit lernte sie, dass Brückengänger Kontakt zu den Brücken aufnehmen. Ihr gelang ein erster Kontakt zu der Klagenden Brücke, die als stumm galt.

Eine zeitweilige Tätigkeit als Assistentin ihrer Mutter Toio befriedigte sie ebenso wenig wie die selbstständige Tätigkeit als Vermittlerin. Für einen Auftrag in der Milchstraße setzte Toio ihre Tochter auf Reno 25 ab, wo sie durch ihre Eigeninitiative als Dolmetscherin und Vermittlerin einen Patriarchen der Mehandor so sehr beeindruckte, dass sie in seiner Sippe über Jahre hinweg Karriere machte, bis ihre Mutter sie überraschend wieder mit nach Anabranch nahm. Dort gelang es ihr, die Klagende Brücke nach Anderland zu öffnen und sie ging mit Toio hinüber. Nun war auch sie Brückengängerin und erhielt ihren lebensverlängernden Thaotama. (PR 3283)

Im Jahr 2098 NGZ betrat Gucky auf der Suche nach einem ES-Fragment die Breviatur Amboriand der Stadt Allerorten in der Galaxie Wolf-Lundmark-Melotte. (PR 3280) Dort erfuhr er, dass Toio Zindher und Shinae Bull-Zindher noch lebten. (PR 3281)

Über eine Brücke in das Anderland gegangen, nahm Shinae Bull-Zindher das dort in einem Thaotama versteckte ES-Fragment in sich auf, trotz der Angriffe Protochs, Danou Shinshids und der Schattengarde. Danach waren in ihren weit geöffneten Pupillen Milchstraßen zu sehen, sie hatte nun »Sternenaugen«.

Shinaes latente Paragabe erwachte. Sie konnte jetzt ÜBSEF-Konstanten modifizieren, was über eine hypnosuggestive Wirkung hinausging. Das Fragment teilte ihr mit, dass sie das ES-Fragment für eine gewisse Zeit in sich aufnehmen solle. Nach dem einige Stunden dauernden Übergang des Fragmentes von dem Tanzschwarm in Shinae wusste diese, dass alle Fragmente sich wieder an einem geeigneten Ort zusammenfügen werden, dem Haus von ES. Dieses befinde sich in der Yodor-Sphäre und werde mehrere Hüterinnen und Hüter haben, darunter Shinae und Toio.

Über die Brücke führte Shinae die Gruppe wieder nach Allerorten. Die Brücke blieb anschließend offen, so dass die Vrochonen Anderland auch ohne Brückengängerin verlassen konnten. Shinae Bull-Zindher, Gucky und Bouner Haad verließen die Stadt in Richtung Amboriand, über dem gerade die Kosmokarawane SHARIKAL eingetroffen war. (PR 3283)

Zusammen mit ihrer Mutter, Farye Sepheroa, Xenia Biefang und Shema Ghessow ging sie am 1. Januar 2100 NGZ, als eine der Hüterinnen von ES, in die Yodor-Sphäre, die sich wenig später schloss. (PR 3299)

PEGASOS

Am 15. November 2256 NGZ brachen Shinae Bull-Zindher und ihre Mutter Toio Zindher mit der ANGULAR zur Suche nach Wanderer auf. Die Shinobi Dormen Iktodche und Scharwele, die zuvor selbst erfolglos nach der Kunstwelt gesucht hatten, übertrugen ihnen ihre bisherigen Suchdaten. (PR 3396)

Ende Dezember gelang es Mutter und Tochter durch eine Art Mentaltriangulation, eine ungewöhnliche Wahrnehmung bis zum Planeten Zermongul zurückzuverfolgen. Dort stießen sie auf eine Hinterlassenschaft der sogenannten Erschaffer. Beim Berühren eines an Wanderer erinnernden Tores erlebten beide eine mentale Impression, die als vierte Erinnerung bezeichnet wurde. Aufgrund der darin sichtbaren kleinen humanoiden Hand vermuteten sie einen Zusammenhang mit Lua Virtanen. (PR 3396)

Auf der toten Welt Kheresterschong entdeckte Shinae sechs gewaltige Türme, in deren Baumaterial zahlreiche ÜBSEF-Konstanten ohne entsprechende Vitalenergie eingebettet waren. Sie verglich das Phänomen mit einer Seelenfalle der Maahks. Mit ihrer Mentalmodifikation beeinflusste sie die Konstanten so, dass sich eine Öffnung in einem der Türme bildete. Dort fanden Shinae und Toio die sechste Erinnerung. (PR 3396)

Die beiden Frauen erkannten, dass die Fundorte einer eigenen Route folgten, und beschlossen, den Erschaffern statt der früheren Bahn Wanderers zu folgen. Auf Nimmeryn fand Shinae beim Berühren eines technischen Aggregats die elfte Erinnerung. Weitere Hinterlassenschaften führten sie über Sintradal und Manegra bis nach She'drach, wo sie am 16. Februar 2257 NGZ die sechzehnte Erinnerung entdeckten. Am 5. März ortete die ANGULAR schließlich Wanderer. (PR 3396)

Lua Virtanen gestattete ausschließlich Shinae und Toio den Zutritt zur Kunstwelt. Nach einem erfolglosen Landeversuch gelangten sie mit der LUGÜLA nach Wanderer und erfuhren von Virtanen und Vogel Ziellos, dass diese selbst die gesuchten Erschaffer waren. Zugleich wurden sie in den Konflikt zwischen den Navigatoren, der von ihnen geschaffenen Natur und den Robotern Wanderers hineingezogen. (PR 3396)

Während der Auseinandersetzungen gab sich der Chit'axer Serx'zon als das Konzept Worja Dassun zu erkennen. Shinae untersuchte ihn vorsichtig mit ihrer Paragabe und stellte fest, dass tatsächlich acht Einzelbewusstseine in seinem Trägerkörper vereint waren. (PR 3396)

Shinae gelangte gemeinsam mit Toio, Virtanen, Ziellos und Dassun in die unterirdische Anlage des Tempodis. Nachdem Dassuns Trägerkörper dort tödlich getroffen worden war und seine acht Bewusstseine in Wanderer aufgegangen waren, erklärte sich die Kunstwelt bereit, in das Sol-System aufzubrechen. Wegen der enormen Eigenzeit des bevorstehenden Tempodis-Fluges verließen Shinae und Toio Wanderer zusammen mit den Navigatoren und kehrten zur ANGULAR zurück. (PR 3396)

Quellen