Bruderschaft

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Untergrundorganisation. Für weitere Bedeutungen, siehe: Bruderschaft (Begriffsklärung).

Die Bruderschaft war eine Untergrundorganisation im Herzogtum von Krandhor.

Übersicht

Die illegale Organisation war nach Meinung des Kranen Killsoffer die zweite große Macht im Herzogtum von Krandhor. Sie war nicht mit der Expansion des Herzogtums einverstanden und verfolgte das Ziel, diese zu beenden, die Herzöge und das Orakel von Krandhor zu stürzen, sowie die Beschränkungen aufzuheben, die bei der Ausstattung der Kranen mit Spoodies bestanden. Auf diese Weise sollte angeblich ein friedliches Reich der Weisheit aufgebaut werden. Sie suchte ständig nach qualifizierten Mitgliedern. Mitglied werden konnte nur, wer mindestens zwei Spoodies trug. (PR 1017)

Das Symbol der Bruderschaft zeigte zwei Kranen, die wie siamesische Zwillinge aneinander gewachsen zu sein schienen. (PR 1040)

Organisation

Das Hauptquartier befand sich auf dem Planeten Ursuf. Die Organisation kontrollierte dort auch einige Einrichtungen. Sie wurde von einem Kranen namens Derrill geleitet. (PR 1050) Von einer eher lockeren Interessengruppe ohne echte Organisation und ohne weitreichende Möglichkeiten der Einflussnahme wurde sie unter seiner Leitung zu einer Opposition, die nicht ignoriert werden konnte und ein weit verzweigtes Netz aus Untergrundkämpfern besaß.

Die Bruderschaft unterhielt eine bedeutende Niederlassung auf der kranischen Kolonialwelt Keryan. (PR 1017) Es handelte sich um subplanetare Relikte einer untergegangenen Zivilisation in der Nähe der Stadt Unadern. Die Tunnels und Kavernen wurden von der Bruderschaft ausgebaut. (PR 1019) Auch auf Couhrs befand sich ein Unterschlupf der Bruderschaft. (PR 1025)

Sogar auf Kran gab es mindestens einen großen Stützpunkt der Bruderschaft. Er befand sich in einem Gewölbe direkt unterhalb des Tärtras und enthielt Einrichtungen, mit denen man sich in sämtliche Kommunikationssysteme des Planeten einklinken konnte. Auf diese Weise konnte die »Stimme der Bruderschaft« unter anderem neue Mitverschwörer rekrutieren. (PR 1040)

Die Bruderschaft unterhielt darüber hinaus Sektionen auf Apardo, Levor und Dvask. (PR 1049)

Bekannte Mitglieder

Geschichte

Das Tragen von mehr als einem Spoodie war im Herzogtum von Krandhor verboten. Die von den herzoglichen Behörden verfolgten Mehrfachträger schlossen sich zur Bruderschaft zusammen. (PR 1018)

Im Verlaufe der Zeit schickte die Bruderschaft mehrere Spione nach Kran, die herausfinden sollten, was es mit dem Orakel auf sich hatte. Sobald die Spione auf Kran ankamen, meldeten sie sich nicht mehr. (PR 1025)

Ab 339 Herzog Lugos wurde der Tart Klaque als Stimme der Bruderschaft auf Kran aktiv. (PR 1040)

Die Betschiden Surfo Mallagan, Brether Faddon und Scoutie erfuhren im Jahre 343 Herzog Lugos (424 NGZ), einige Wochen nach ihrer Rekrutierung für das Herzogtum, von der Existenz der Bruderschaft. Sie gerieten in den Verdacht, der Bruderschaft anzugehören. Auf Keryan begegneten sie dem Kranen Clazzence, der nicht der Bruderschaft angehörte, aber bei der Anwerbung von Doppelträgern wie Mallagan mitwirkte. Die Betschiden ließen sich von Clazzence helfen und strebten eine Kontaktaufnahme mit der Bruderschaft an, obwohl sie sich keineswegs als Feinde des Herzogtums betrachteten. Es ging ihnen lediglich darum, mehr über die Vergangenheit ihres Volkes und das Schicksal der SOL herauszufinden. Kurz nach der Ankunft der Betschiden auf Keryan wurde die Bruderschaft zum wichtigsten Staatsfeind des Herzogtums von Krandhor erklärt. Der Jäger Barkhaden wurde nach Keryan entsandt. (PR 1017)

Kersyl, Fumont, Yars und Bandar hielten die Betschiden unter Beobachtung. Sie erfuhren über Mittelsleute, dass Faddon und Scoutie Kopfgeldjägern in die Hände gefallen waren. Die beiden Betschiden wurden unter hoher Gewaltanwendung befreit, später auch Mallagan, der von Barkhaden festgenommen worden war. Faddon und Scoutie wurden äußerst herablassend behandelt, weil sie nur je einen Spoodie trugen. Die beiden Betschiden wiederum waren entsetzt wegen der brutalen Vorgehensweise der Bruderschaft. Kersyl erhielt den Auftrag, alle drei Betschiden nach Unadern zu Sargamec zu bringen. (PR 1018)

Sargamec betrachtete Mallagan als Konkurrenten. Er inszenierte verschiedene schikanöse Prüfungen für ihn und seine beiden Freunde. Bevor die Situation zwischen dem Tart und dem Betschiden eskalieren konnte, griffen Sorghyr, Lyrst und zahlreiche Schutzgardisten die Basis der Bruderschaft an. Automatische Verteidigungsanlagen aktivierten sich. Infolge mehrerer Explosionen kam es zu Wassereinbrüchen. Die Kavernen wurden allmählich geflutet. Sargamec brachte sich in Sicherheit. Es gelang Sorghyr und Lyrst nicht, ihn zu stellen. Lediglich die Betschiden fielen ihnen in die Hände. (PR 1019)

Nachdem die Betschiden auf Couhrs angekommen waren, dem Austragungsort der Lugosiade, arrangierte der Chef der dortigen Niederlassung der Bruderschaft, dass sie Doevelynk besuchten. Gleichzeitig mit den Betschiden drangen vermummte Mitglieder der Bruderschaft in Doevelynks Anwesen ein und entführten den Tart. Die Betschiden wurden aufgefordert, sich der Bruderschaft anzuschließen. Da bei einer Untersuchung des Vorfalls herausgekommen wäre, dass Surfo Mallagan ein Doppelträger war, willigten sie ein. Sie wurden im Unterschlupf der Bruderschaft eingesperrt. Man setzte Mallagan zwei weitere Spoodies ein, um sicherzustellen, dass er zum Superspiel berufen und als Sieger nach Kran gebracht wurde. Dort sollte er für die Bruderschaft spionieren. (PR 1025)

Durch eine mentale Konditionierung wurde Mallagan zu einem willigen Gefolgsmann der Bruderschaft gemacht. (PR 1025) Danach wurde er bei der Lugosiade eingeschleust. Mitglieder der Bruderschaft ermordeten Cylam, um zu verhindern, dass der Meisterkämpfer Mallagan enttarnte. (PR 1026) Der Betschide ging wie von der Bruderschaft erhofft als Sieger aus dem Superspiel hervor (PR 1027) und versuchte einige Zeit später, die Kontrolle über das Spoodie-Schiff an sich zu reißen. (PR 1036) Es gelang dem Orakel jedoch, ihn von den posthypnotischen Befehlen der Bruderschaft zu befreien. (PR 1040)

Die Bruderschaft rekrutierte verschiedene Helfer auf Kran, deren Aufgabe es war, einen Anschlag auf die Herzöge zu verüben. Diese Personen begegneten ihren Auftraggebern nie persönlich. Sie sprachen stets nur mit der Stimme der Bruderschaft. Die Bruderschaft verfügte über Mittel und Wege, ihre Stimme praktisch überall auf Kran erschallen zu lassen. Der Bombenanschlag wurde wie vorgesehen durchgeführt. Dabei wurde Herzog Gu schwer verwundet. (PR 1039)

Als Herzog Carnuum die Macht im Herzogtum an sich zu reißen versuchte, stellte sich die Stimme der Bruderschaft auf seine Seite, was von ihm allerdings nicht beabsichtigt war. Gus Agenten war es inzwischen gelungen, Beweise gegen Klaque zu sammeln, der mit der Stimme der Bruderschaft identisch war. Klaque wurde enttarnt und von Gus Spezialroboter Fischer getötet. (PR 1040)

Die Krise führte zu einem Erstarken der Bruderschaft, zumal das Herzogtum vorübergehend führungslos war; die Herzöge waren vom Orakel in den Wasserpalast berufen worden. Überall auf Kran traten Mitglieder der Bruderschaft an die Öffentlichkeit und forderten Unabhängigkeit vom Orakel. Viele Bewohner Krans sympathisierten mit den Zielen der Bruderschaft, so dass diese die stärkste politische Macht im Herzogtum zu werden drohte. Mitglieder der Bruderschaft besetzten mehrere Gebäudekomplexe der Zentralverwaltung. (PR 1041)

Nach der Landung des Spoodie-Schiffes auf Kran Ende 343 Herzog Lugos hatte die Bruderschaft großen Zulauf, denn viele Kranen waren der Meinung, das Herzogtum müsse sich selbst regieren und dürfe nicht am Gängelband des Orakels hängen. Die Bruderschaft konnte in aller Öffentlichkeit Versammlungen und Demonstrationen abhalten. Von einer Verfolgung der Bruderschaftler war keine Rede mehr. (PR 1049)

Während das Orakel (der Arkonide Atlan) Gu und Carnuum über die kosmischen Zusammenhänge informierte und einen Machtwechsel vorbereitete, forderte die Bruderschaft ein öffentliches Auftreten der Herzöge. Atlan wusste, dass seine Rolle als Orakel ausgespielt war. Er trat zurück und veranlasste, dass die Wahrheit über das Orakel publik gemacht wurde, wenn auch nicht die wahren Hintergründe für die Ausdehnung des Herzogtums. Es war klar, dass die Kranen kein Fremdwesen mehr als Berater der Herzöge akzeptieren würden. Deshalb wurde Gu als neues Orakel ausgerufen. Die Tatsache, dass Mallagan Atlans Platz als Symbiosepartner der Spoodie-Wolke einnahm, wurde der Öffentlichkeit verschwiegen. Gu und Carnuum sprachen zum Volk und riefen zur Zusammenarbeit auf. Sie bezeichneten die Bruderschaft als obsolet, weil angeblich keine Beeinflussung durch ein fremdes Orakel mehr existierte. Die Lage im Herzogtum stabilisierte sich, aber die Gefahr eines Bürgerkrieges war noch nicht gebannt. (PR 1048)

Nach der Abdankung Atlans als Orakel wurden drei Abgesandte der Bruderschaft bei Carnuum vorstellig. Sie forderten eine Beteiligung ihrer Organisation an der Regierung. Ein Bruderschaftler sollte dritter Herzog werden. Carnuum lehnte dieses Ansinnen ab. Atlan unterwanderte die Bruderschaft und beteiligte sich gemeinsam mit Dambor und Rammbock an Anschlägen auf den Wasserpalast und das Spoodie-Schiff, die letztlich fehlschlugen. In diesem Zusammenhang erfuhr Atlan, dass sich das Hauptquartier der Bruderschaft auf Ursuf befand. (PR 1049)

Die Bruderschaft löste Unruhen auf den Planeten Apardo und Levor aus, um von der totalen Abriegelung Ursufs abzulenken. Dort wurde an allen kritischen Punkten gleichzeitig zugeschlagen. Ursuf befand sich danach in der Hand der Bruderschaft. Der Planet wurde zum Sperrgebiet erklärt. Alle nicht mit der Bruderschaft verbündeten Personen wurden als Geiseln genommen und in Lagern interniert. Die Organisation forderte die Abschaffung des Orakels und den Übergang der Regierungsgewalt an die Bruderschaft. Bis zur Erfüllung dieser Forderungen sollte der Kriegszustand herrschen. Atlan befürchtete, die Bruderschaft könnte den zur Wiederaufbereitung nach Ursuf geschafften Giftmüll als Waffe gegen Kran einsetzen. Er begab sich persönlich mit drei Begleitern nach Ursuf, um der Bruderschaft das Handwerk zu legen. Währenddessen entführten Anhänger der Bruderschaft den Herzog Carnuum sowie Syskal, das Oberhaupt der Schutzgarde von Kran. (PR 1049)

Derrill strebte die Alleinherrschaft im Herzogtum an. Er versuchte Carnuum für seine Pläne zur Umgestaltung der kranischen Regierung zu gewinnen, denn der Herzog genoss hohes Ansehen in der Bevölkerung. Carnuum wusste, dass er lediglich Derrills Marionette sein würde, und ließ sich auf nichts ein. Atlan und seine Begleiter befreiten zahlreiche Geiseln. Derrill wurde unschädlich gemacht. Nilgord trat automatisch Derrills Nachfolge an, unternahm jedoch nichts, um gegen Atlan vorzugehen. Er versprach, die Bruderschaft werde die Reformbewegungen der gegenwärtigen Administration unterstützen. Wenig später legte die Bruderschaft die Waffen nieder und Nilgord erklärte die Organisation für aufgelöst. (PR 1050)

Quellen

PR 1017, PR 1018, PR 1019, PR 1025, PR 1026, PR 1027, PR 1039, PR 1040, PR 1041, PR 1048, PR 1049, PR 1050