Kampf der Titanen

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2127)
PR2127.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Das Reich Tradom
Titel: Kampf der Titanen
Untertitel: List und Gegenlist – der Konquestor am Ziel
Autor: Arndt Ellmer
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Michael Wittmann (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 28. Mai 2002
Hauptpersonen: Trah Rogue, Monkey, Reginald Bull, Noviel Residor
Handlungszeitraum: Dezember 1311 NGZ
Handlungsort: Sternenfenster Hayok, Quinto-Center, Solsystem, Trokan
Risszeichnung: MERAT CLASTERAL - Experimentelles Versuchsschiff der USO von Torsten Renz
(Abbildung)
Kommentar: Technologische Entwicklung
Glossar: Tom Abertin / Kelch-Raumer / Khasurn / Kraschyn / PONTON-Tender / TRAJAN
Zusätzliche Formate: E-Book

Vorspann

Kurz nach Weihnachten 1311 NGZ ist Bewegung in die momentane Pattsituation gekommen, die zwischen den Flotten des Reiches Tradom und der galaktischen Flotte aus Arkoniden, Posbis und Terranern auf der jeweiligen Seite des Sternenfensters bei Hayok herrscht. Obwohl das Sternenfenster weiter nur von der Seite der Milchstraße durchflogen werden kann, glaubt keiner der Galaktiker, dass dies von Dauer sein wird. Weiterhin wurde bekannt, dass der Konquestor, Trah Rogue, seine Spione im Solsystem hatte und im Besonderen auf der Forschungsstation auf Merkur Daten über die Aagenfelt-Barriere ausgekundschaftet hat. Doch die Spione wurden entdeckt, über die BASIS nach Paricza bis ins Punta-Pono-System der Überschweren verfolgt. Dort setzte die Neue USO ihren Chef, Monkey, ein. Monkey entdeckte dort eine Basis von Trah Rogue und zerstörte den ganzen Planeten mittels einer Arkonbombe. Außerdem kam die TRAJAN, das neue Flaggschiff der USO, zum Einsatz und vernichtete mittels einer neuen Waffe, des Affengifts, erstmals einen Katamar aus Tradom in einem Eins-gegen-Eins-Gefecht. Diese letzten Entwicklungen sind der galaktischen Flotte bei Hayok jedoch noch nicht bekannt.

Handlung

1. Auftakt am Sternenfenster: Die Arkoniden reorganisieren ihre Flotte, Reginald Bull wartet auf die Wartungsflotte, die die Schutzschirme der terranischen ENTDECKER aufrüsten soll. Dafür haben sie dreieinhalb bis vier Tage Zeit.

2. Trah Rogue analysiert seine Niederlage im Punta-Pono-System und trifft sich mit den sechs restlichen Katamaren. Er beschließt, die Katamare gegen die Wachflotte am Sternenfenster zu senden, in der Hoffnung, dass zumindest ein Katamar es schafft, durchzubrechen oder zumindest die gesammelten Informationen, insbesondere über die Methode zur Überwindung der Aagenfelt-Barriere, durch das Sternenfenster an die dort wartende Invasionsflotte von Trah Zebuck zu übermitteln. Doch er selbst will einen anderen Weg einschlagen ...

3. Monkey trainiert in der TRAJAN. In Quinto-Center erteilt er der TRAJAN unter Oberst Tom Abertin die Aufgabe, Bull in der zu erwartenden Schlacht am Sternenfenster zu schützen. Dann verlässt er Quinto-Center in Richtung Solsystem, da er erwartet, dass Trah Rogue den Pilzdom auf Trokan zur »Flucht« aus der Milchstraße nutzen will.

4. Bull beobachtet die Umrüstung. Dann kommen Informationen über die Auseinandersetzung im Punta-Pono-System. Bull erfährt, dass Paricza, der dritte Planet, in einem Atombrand vergehen wird. Kraschyn, der Kommandant der arkonidischen Teilflotte, deutet an, dass nur noch sechs Katamare in der Milchstraße existieren.

5. Monkey trifft Noviel Residor im TLD-Tower auf Terra. Residor hält das Interesse Trah Rogues am Pilzdom für einen Bluff. Doch er gibt Monkey freie Hand und Unterstützung für die geplante Aktion auf Trokan. Monkey geht per Transmitter nach Trokan. Der Pilzdom ist durch Wachtürme und eine Paratronkuppel abgeschirmt. Monkey trifft den Kommandanten der Wachmannschaft, Enver Gordon, und gibt Anweisung, die Paratronkuppel mit blauem Nebelgas zu füllen sowie eine gelbe Kreideschicht auf dem Pilzdomvorplatz aufzubringen. So hofft er, eine Annäherung Trah Rogues zu entdecken. Er selbst begibt sich zum Pilzdom, nimmt eine überschwere Kombiwaffe und eine Pille mit einem speziell auf seine oxtornische Konstitution zugeschnittenen Aufputschmittel mit.

6. Bull täuscht Kraschyn, indem er andeutet, über die Vernichtung des Katamars Bescheid zu wissen. Von Noviel Residor kommt dann die Bestätigung, dass tatsächlich ein Katamar im Punta-Pono-System vernichtet wurde, vermutlich von einem einzelnen Raumschiff. Später kommt Bostich I. mit seiner Thronflotte und 1100 neuen Raumschiffen. Es handelt sich um die ersten Raumer der GWALON-Klasse, aufgrund ihrer Form auch Gwalonkelche genannt. Bull stichelt Bostich mit der Bemerkung, dass Ultraschlachtschiffe früher größer waren (die größte Länge der GWALONS ist lediglich 2400 Meter). Aufgrund des Verhaltens der Arkoniden wird Bull immer klarer, dass nicht die GWALONS oder ein anderes Arkonidenschiff für die Zerstörung des Katamars verantwortlich war.

7. Trah Rogue bereitet seinen Rudimentsoldaten auf seinen nächsten Einsatz vor. Nach vollendeter Nahrungsaufnahme wird er 8 Stunden überleben können. Mit dem Rudimentsoldaten als »Rucksack« verlässt er die Katamare mit einem Beiboot und fliegt damit zum Solsystem. Mit Hilfe seiner überlegenen Tradom-Technik und der suggestiven Einflussnahme des Rudimentsoldaten schafft er es in kurzer Zeit, als blinder Passagier in einem Frachtraumschiff und per Transmitter nach Trokan zu kommen. Vor der Paratronkuppel muss seine Technik kapitulieren, aber nun setzt der Rudimentsoldat seine ganzen Parafähigkeiten ein.

8. Monkey wartet vor dem Pilzdom auf Trah Rogue. Von den Terranern in den Wachtürmen erhält er die Nachricht des Durchbruchversuchs der sechs Katamare am Sternenfenster. Nach kurzen Zweifeln an der Richtigkeit seines Verhaltens bemerkt er Realitätsverschiebungen an der Paratronkuppel, was er mit Trah Rogues Anwesenheit in Verbindung bringt.

9. Trah Rogue muss über eine halbe Stunde warten, bis der Rudimentsoldat eine Pararealität erzeugt hat, in der die Paratronkuppel 'durchlässig' wird. Nun dringt der Konquestor auf den Pilzdomvorplatz vor. Verblüfft stellt er die Anwesenheit des blauen Nebelgases fest und schließt auf die Anwesenheit des 'Saboteurs' von Paricza. Alsbald erkennt er Monkey vor dem Pilzdom und befiehlt seinem Rudimentsoldaten den Angriff.

10. Am Sternenfenster: Die sechs Katamare erreichen den Bereich vor der Aagenfelt-Barriere, als Bulls Flaggschiff, der ENTDECKER ROALD AMUNDSEN, unmittelbar vor dem Abschluss seiner Umrüstung steht. Ein kurzes Manöver bringt sie bis 10 Millionen Kilometer an das Sternenfenster heran, die Aagenfelt-Barriere ist wirkungslos. Jeweils 70.000 galaktische Einheiten versuchen, die verstreuten Katamare zu stellen. (Die Katamare müssen von circa 50 Prozent bis auf 5 Prozent Lichtgeschwindigkeit abbremsen, um das Sternenfenster passieren zu können.) Doch im Getümmel des Gefechts kommen drei Katamare der ROALD AMUNDSEN sehr nahe und landen erst einen Treffer, dann einen zweiten und dann ...

11. Monkey weiß, dass Trah Rogue in der Nähe ist, aber er kann ihn weder sehen noch orten. Die Trickkiste aus Kreide und Nebelgas hat bisher auch nicht geholfen. Doch er spürt ein mentales Tasten und weiß, dass er Ziel eines mentalen Angriffes wird. Seine Wahrnehmung der Umgebung verschiebt sich immer mehr. Dann sieht er einen Kreidewirbel und versucht, auf den vermeintlichen Standort Trah Rogues zu feuern. Doch seine Waffe hat keine Energie; in der Pararealität des Rudimentsoldaten sind die Energiespeicher leer. Sofort versucht Monkey, seine ungeheuren körperlichen Fähigkeiten gegen das Duo Trah Rogue/Rudimentsoldat einzusetzen und spurtet auf den nur 50 Meter entfernten Konquestor los. Doch nun schlägt der Suggestivangriff des Rudimentsoldaten über Monkey zusammen, und er schafft es trotz aller Willensanstrengung nicht, auf Schlagdistanz an den Konquestor heranzukommen. In zehn Meter Entfernung wird Monkey zunächst gestoppt, dann schafft er es einen weiteren Schritt näher. Als Nächstes wirft er mit einer blitzschnellen Bewegung seinen Handstrahler an den Kopf des Konquestors. Doch die blutende Wunde bringt keine Entscheidung. Der mentale Kampf verlangt dem Rudimentsoldaten alles ab, Monkey hofft, vielleicht durch größere Ausdauer den Kampf für sich zu entscheiden. Doch Trah Rogue spielt seine letzten Trümpfe aus.

Seine seltsame, mit dem Kopf scheinbar verwachsene »Krone« entpuppt sich als ein Satz aus 20 psionisch aufgeladenen Messern der Quintatha-Kreaturen. (Monkey kennt sie natürlich nicht, aber der Leser weiß um ihre Eigenschaften, und dass eines der Messer Gucky nahezu umgebracht hat.) Eines der Messer zieht der Konquestor aus seinem Kopf und schleudert es gegen Monkey. Dieser kann in der Pattsituation im mentalen Kampf gegen den Rudimentsoldaten nicht ausweichen und wird an der Brust getroffen. Ungläubig muss der Oxtorner mit ansehen, wie das Messer bis zum Heft in seine (für menschliche Verhältnisse) nicht anzukratzenden Körper eindringt.

12. Die TRAJAN kommt zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort (mit echter USO-Präzision!) und verhindert die Vernichtung der ROALD AMUNDSEN. Dann dreht sie den Spieß um und zerstört den ersten der angreifenden Katamare. Damit wendet sich die »Schlacht«. 300 GWALON-Kelche vernichten einen weiteren Katamar, die terranischen ENTDECKER und Tausende von Fragmentraumern nochmals zwei. Kurze Zeit später sind alle Angreifer vernichtet. Doch Bull befürchtet, dass der Datentransfer durch das Sternenfenster doch gelungen ist.

13. Trotz des Messers in der Brust fällt Monkey nicht. Trah Rogue traut seinen Augen nicht, verliert aber keine Zeit und wirft ein zweites der psionischen Messer. Monkey kann nicht ausweichen, aber noch ist er stark genug, den mentalen Kampf mit dem Rudimentsoldaten fortzusetzen und stehen zu bleiben. Allerdings kann er keine Initiative ergreifen und muss hilflos zusehen, wie Messer nach Messer in seinem Körper einschlägt. Erst mit dem zwanzigsten und letzten Messer aus Trah Rogues Zackenkrone verliert Monkey die Kontrolle und fällt auf den Rücken. Zuerst denkt Trah Rogue, dass Monkey tot ist, doch nachdem er näher tritt, stellt er seinen Fehler fest. Monkey lebt und atmet noch, wird aber zusehends schwächer aufgrund der inneren Blutungen. Doch auf ein langsames Verenden will Trah Rogue nicht warten. Also versucht er, Monkey zu erwürgen, doch vergebens, seine Muskelkraft reicht nicht aus, die Haut des Oxtorners auch nur einzudrücken. In seiner Wut beginnt er, Monkeys Kunstaugen mit Fußtritten zu traktieren.

Monkey wird derweil immer schwächer und merkt, dass ihm nur noch kurze Zeit bleibt, bevor der Rudimentsoldat die Oberhand über sein Bewusstsein erhält. Der Konquestor hat inzwischen die Sinnlosigkeit seiner Fußtritte eingesehen und versucht, Monkey mit einem Brei aus Speichel und Kreidestaub die Atemwege zu verstopfen und damit zu ersticken. Dabei kommt er wieder in die Reichweite der Arme Monkeys. Der Oxtorner beißt auf die Kapsel in seinem Mund. Das schnell wirkende Stimulanz gibt ihm kurzfristig die Energie, den Einfluss des ebenfalls von den mentalen Anstrengungen mitgenommenen Rudimentsoldaten zurückzudrängen und seine Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen.

In einer einzigen Armbewegung rammt er Trah Rogue die Faust in den Bauch und zerfetzt sein Bauchfell und seinen Magen, die Finger verletzen die Lunge des Konquestors. Schwerstverletzt versucht Trah Rogue, robbend in den nahen Pilzdom zu fliehen, und zieht eine Blutspur hinter sich her. Monkey schafft es, mit großer Anstrengung aufzustehen, und folgt dem Konquestor ganz langsam. Dann kann Monkey Trah Rogue überholen, tritt dem Konquestor beiläufig noch auf die Finger und lässt sich dann mit den Worten »Dich nehme ich mit!« (und zwanzig Messern in der Brust) rückwärts auf den Konquestor und den Rudimentsoldaten fallen. Bei einem Gewicht von etwa einer Tonne (bei ungefähr Erdgravitation auf Trokan) bleibt vom Rudimentsoldaten nicht viel übrig, und auch der schwer verletzte Trah Rogue hat das Ende seines Lebens erreicht.

14. Doch Monkey überlebt. Mit dem Ende des Rudimentsoldaten tauchen die Kämpfer wieder in der normalen Realität Trokans auf, und die terranischen Wachsoldaten handeln schnell. Sie bringen den Oxtorner per Transmitter zur Spezialklinik für Umweltangepasste auf dem Saturnmond Mimas. Dort kann in einer Notoperation das Leben des Chefs der Neuen USO gerettet werden. Der TLD-Chef, Noviel Residor, informiert Monkey über die Ereignisse am Sternenfenster, wo inzwischen festgestellt wurde, dass eine Sonde der Katamare das Sternenfenster unversehrt durchqueren konnte. Damit wurden die Daten zur Überwindung der Aagenfelt-Barriere doch noch zur Invasionsflotte in Tradom übermittelt. Außerdem wurde durch genetische Tests bestätigt, dass der Rudimentsoldat eindeutig terranischen Ursprungs ist. Mit diesem Rätsel und dem düsteren Ausblick auf eine baldige Invasion von 22.000 Katamaren endet dieser Roman.

Innenillustration