Quantenwinter

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Überblick
Serie: Perry Rhodan Neo (Band 359)
Neo359.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Zyklus: Imprint
Titel: Quantenwinter
Autor: Rüdiger Schäfer
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 20. Juni 2025
Handlungszeitraum:    ... todo ...
Handlungsort:    ... todo ...
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Heinrich Bauer Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Kurz­zusammen­fassung

Im Lakeside-Institut lernt Rhodan den 26jährigen Wissenschaftler Aurem Drayn kennen, der sich mit Pararealitäten beschäftigt und bis auf John Marshall niemanden gesagt hat, dass er die Fähigkeit der Chronoresonanz besitzt, also fallweise unterschiedliche Zeiten, Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukünfte simultan sehen kann. Als der Behälter mit dem Nyrr'Vahl geöffnet wird, werden Rhodan, Thora, Atlan, Gucky, John Marshall und Ras Tschubai cica 80 Jahre in die Zukunft ins Jahr 2543 versetzt, wo sie wieder Aurem Dayn begegnen. In diesem Zeitraum hat die Oxypaminsucht fast zum Zusammenbruch der Zivilisation der Menschheit geführt, als es endlich wieder bergauf ging, begann sich das Quantenflimmern, durch das die Naturkonstanten stabilisiert werden, langsam zu erlöschen. Man spricht von der großen Glättung oder dem Quantenwinter, Energie kann kaum mehr gespeichert oder übertragen werden, die molekulare Bindung von Zellverbänden veränderte sich und löste sich auf, nur noch ein kleiner Bereich innerhalb des Azurschirmes im Sonnensystem ist bis zu einem gewissen Ausmaß geschützt, auch wenn Terrania in Trümmern liegt. Rhodan, Thora und Gucky begeben sich zu einer Signalquelle in der Wüste, begegnen am Weg dorthin der Mutantin Linya, der Thora als Kind im Lakeside-Institut begegnet ist. Sie entdecken in der Gobi ein abgestürztes Raumschiff der Kelokser, in dem sie den Leichnam des Keloskers Varnox finden, dessen mentaler Nachhall sich in Thora Extrasinn eingenistet hat. Der Nachhall formt das Nyrr'Vahl, das auch im Raumschiff aufgetaucht ist, derart um, dass die Daten auch für vierdimensionale Wesen lesbar sind. Dann werden die Unsterblichen wieder ins Jahr 2462 zurückversetzt. Doch das Nyrr'Vahl findet keine Speicher, auf den es seine Daten übertragen kann und es besteht die Gefahr, dass es die gesamte Erde umcodiert. Thora und Linya können diese Gefahr bannen, wobei Lynia sich derart verausgabt, dass sie stirbt. Danach findet man in den Speichern Daten über einen Hyperimpuls, mit dem die Oxypaminsucht mit allen ihren höherdimensionalen Komponenten beseitigt werden kann. Sechs Wochen später ist die Gefahr gebannt. Doch Atlan ist in der Quantenzukunft zurückgeblieben. ...

Handlung

Der Nakk, der Rhodan angesprungen hat, kann schnell beruhigt und in seine Ruheschale zurückgebracht werden. Suki Tyler erklärt, dass es sich um hypnagoge Zuckungen, also unwillkürliche Muskelkontraktionen in der Einschlafphase, gehandelt hat. Dann fängt Bull im Mesh eine Nachricht der SolAb auf, dass ein gewisser Galen Drex das Geständnis einer zwielichtigen Mehandor-Matriarchin aufgezeichnet hat, dass die Anschläge auf die Kosmischen Kontore auf das Konto ihrer Sippe gehen, um die Unsterblichen als Stimme der Vernunft zum Schweigen zu bringen. Die Haftbefehle gegen sie dürften also hinfällig sein. Der Hamamesch Lajorma, der den verletzten Nakken Trimor begleitet hat, stellt sich Rhodan und den anderen vor, und dann auch seine drei Quorven, also seine Ehrengarde, die Hamamesch Rastomar, Yodrass und Sa-Itan.

John Marshall, der noch immer Leiter des Lakeside-Institutes ist, weist ihnen Quartiere zu. Dann suchen sie ein großes Labor auf. Das vom Kelosker Onmark an Perry übergebene Nyrr'Vahl befindet sich in einem schmalen Zylinder, dessen Außenhülle aus einer Polykarbonit-Tantalium-Legierung besteht, einem Verbundstoff, der nicht nur extremen mechanischen Einwirkungen widerstehen kann, sondern auch für die meisten Hyperemissionen undurchlässig ist. Thora hat die anderen nicht begleitet, sondern ist von Unruhe erfüllt durch die Gänge gegangen und in einen Raum gelangt, ein dem sich ein sieben- bis achtjähriges Mädchen befindet, das gerade ein Nest für „Flimmerfische“ baut, die Thora nicht sehen kann, die aber das Mädchen sieht. Das Mädchen heißt Linya, aber eigentlich ist sie das nicht. Sie ist der Teil, der nicht schlafen will. Und sie bittet Thora, ihr zum Einschlafen die Geschichte vom kleinen Nuur zu erzählen. Das trifft Thora, denn diese Geschichte hat sie auch Nathalie am liebsten erzählt.

Unter den Wissenschaftlern im Labor ist auch Aurem Drayn, der 26 Jahre alt und laut Marshall ein Jahrhundertgenie ist. Schon mit 16 hat er auf Gäa ein Institut für Pararealitätsforschung gegründet, das er dann nach Terra verlegt hat, später die Leitung abgegeben hat und ans Lakeside Institut gewechselt ist. Dayn hat bei sich eine Gabe festgestellt hat, die der Chronoresonanz nennt, die man aber auch temporale Interferenz, echotonale Phasung oder parazeitliche Kopplung nennen könnte. Schon seit er fünf Jahre alt war, führt er heimlich den Chrono-Kodex, eine Art Tagebuch über seine Wahrnehmungen, Ideen und Erkenntnisse, mit Diagrammen, Symbolen und Zeichnungen, die er in Notizbüchern analog niederschreibt. Mittlerweile ist er bei Chrono-Kodex 151, die Notizbücher verwahrt er in einem mobilen Tresor in seiner Privatwohnung im Lakeside-Institut. Als er mit fünf zu seiner Mama in die Küche kam, hörte er das Löffelklirren zweimal, aber nicht hintereinander, sondern gleichzeitig, als ob das zweite Klirren schon einmal gewesen wäre und nun zurückgekommen sei. Für ihn ist Zeit keine gerade Linie, in Zeiten intensiver Konzentration oder starker emotionaler Erregung kann er in einen zeitlichen Überlagerungszustand wechseln, hat aber über diese Fähigkeit keine vollständige Kontrolle. Er ist ans Lakeside-Institut gewechselt, weil er Zugang zu den Forschungsdaten über den Teletemporarier Ernst Ellert bekommen wollte, den ihm Marshall schließlich gewährte. Mit Hilfe dieser Daten konnte sich Daym den Ynschat konstruieren, der die Vielzahl von temporalen Echos, die während der Resonanzphasen auf ihn einprasseln, zurückhalten soll. Er trägt den Ynschat, der wie ein leicht rötlich schimmernder Ring aussieht, wie ein Amulett um den Hals.

Bei der Öffnung des Zylinders des Nyrr'Vahl befinden sich Rhodan und seine Begleiter, mit Ausnahme von Thora, weiters Aurem Drayn, der Hyperphysiker Artolk Sander, der die Leitung hat, die Informationsanalystin Doktor Nayela Trisk, die Neuroquantenbiologin Merla Youn sowie Projektionen von Leyden, Prajapati und Perparin im Labor. Der Zylinder des Nyrr'Vahl öffnet sich, noch bevor Sander die Freigabe erteilt, aus dem Zylinder quillt blauer Nebel, der auf einmal lebendig anmutet, Lichtfinger greifen nach den Umstehenden, flirrende Luftwirbel entstehen, Rhodans Handpositronik wird heiß, er lässt sie fallen, das Labor um Rhodan löst sich in Nichts auf, er sieht in der Ferne schneebedeckte Gipfel, dann ist das Labor wieder da, aber verändert, und dann wird es dunkel, ohne dass er das Bewusstsein verliert. Er ruft nach den anderen, doch niemand meldet sich, nicht einmal Gucky, als ihn Rhodan mental ruft. Perry tastet sich die Kunststoffscheibe das Isolationsbereiches entlang, kann das Schott öffnen und gelangt auf den Gang hinaus, wo das Licht nur mehr schwach glimmt. Er stellt fest, dass die gesamte Technik seines Einsatzanzuges ausgefallen ist. Als er ein Schott öffnet, steht ihm Thora gegenüber und hält ihm einen Strahler entgegen. Der Raum, in dem sie mit Linya war, ist leer, alle Einrichtungsgegenstände sind verschwunden und auch Linya selbst. Sie überlegen, ob es sich um einen Zeitsprung handeln könnte, und ob das Nyrr'Vahl ein Speicher für Chronophasen, für vorstellbare Entwicklungen sein könnte. Hinter einem weiteren Schott stehen drei schwerbewaffnete Uniformierte, in ihrer Mitte Aurem Dayn, der mittlerweile über 100 Jahre alt zu sein scheint, und dann meldet sich auch John Marshall.

Man schreibt den 19. März 2543. Das Nyrr'Vahl hat sich damals von selbst geöffnet und sofort ist im Lakeside-Institut und auch im weiteren Umkreis die Energie ausgefallen. Danach waren Rhodan und seine Begleiter verschwunden, nicht einmal mehr DNS-Reste vorhanden. Die Auswirkungen der Oxypaminsucht führte in den folgenden Jahren zum Zusammenbruch der meisten Zivilisationen, und als sich die Reste der Menschheit wieder aufzurappeln begannen, kam der Quantenwinter, der nun zum endgültigen Zusammenbruch führen wird.

Unter Quantenflimmern versteht man das Grundrauschen des Universums, die Entstehung von virtuellen Teilchen, Teilchen und Antiteilchen, die aus dem Nichts auftauchen, nur für einen winzigen, kaum messbaren Moment existieren und dann wieder verschwinden. Sie sind für die Raum-Zeit wesentlich, stabilisieren die Naturkonstanten, ohne sie gäbe es keine kohärente Realität. Doch diese Quantenflimmern schwächt sich seit Jahrzehnten kontinuierlich ab, der Effekt wird die große Glättung genannt, Daym selbst nennt es Flimmerfrost. Dies Abschwächung des Quantenflimmerns lockert die Verankerung der Naturkonstanten in der Raum-Zeit, und wenn sich zB. Lichtgeschwindigkeit oder die Planck-Masse nur minimal verändern, lockern sich zB. Molekülbindungen, was zum Zelltod fürht, oder die Realität entflechtet sich. Das erste Warnsignal kam von Kentur Drei, wo ein Forschungsposten die Eignung der Welt für eine Besiedlung durch die TU untersuchen sollte. Vier Männer und drei Frauen waren dort stationiert, und übermittelten einen Bericht über Fehlfunktionen von Geräten, dass zunächst die internen Uhren verrücktspielten, nicht mehr synchron liefen, fast so, als seien sie aus der Raum-Zeit gefallen. Die wissenschaftliche Leiterin der Station Pina Tessalindros berichtete über einen Stillstand der Zeit, dass sich das Licht verändere. Als der Leichte Kreuzer FEROCCA die Station aufsuchte, fand man die Besatzung tot, ohne dass eine Todesursache feststellbar war, keine Verletzungen, keine Vergiftung. Dann stellte sich heraus, dass sich die molekularen Bindungen ihres Zellgewebes zum Teil aufgelöst hatten. Nur Pina Tessalindros fand man in der Nähe einer Schleuse, bei Bewusstsein, sie sagte bis zu ihrem Tod immer denselben Satz: „Die Zeit flieht nicht, sie verlernt das Gehen!“.

Das Phänomen breitete sich aus, sie wissen nicht, ob es nur die Lokale Blase, die Milchstraße oder das ganze Universum erfasst. Ein Teil des Sonnensystems ist vom Azurschirm umhüllt, der bisher die Effekte der großen Glättung zum Teil ferngehalten hat. Die Kommunikation mit Luna ist schwierig, NATHAN hat sich verändert, und Eric Leyden und sein Team mussten schon vor 30 Jahren von NATHAN abgeschaltet werden.

Vom Dach des Lakeside-Institutes blicken Perry und Thora durch Schneefall auf das, was von Terrania geblieben ist: Der Stardust Tower ist auf weniger als die Hälfte der ursprünglichen Höhe reduziert, benachbarte Gebäude halb eingestürzt, nur wenige Lichter sind zu sehen. Von Dayn wissen sie, dass Terrania in verschiedene Zonen zerfallen ist, über die unterschiedliche Gruppierungen die Kontrolle ausüben, mit Namen wie Graue Väter, Sektor Null, Das Kollektiv oder Die Brennenden Kinder. Auch das Lakeside-Intitut sieht von außen wie eine richtige Festung aus, verfügt über autarke Energieversorgung und zwei unterirdische Fabriken. Wenige Tage vor der Rückkehr der verschwundenen Unsterblichen haben die Sensoren des Lakeside Instituts von einem Ort mehrere Hundert Kilometer entfernt außerhalb von Terrania in der Wüste seltsame Impulse aufgefangen. Rhodan will überprüfen, ob dort das Nyrr'Vahl aufgetaucht ist. Das Institut verfügt noch über zwei Gleiter, doch Daym rät davon ab, sie zu benutzen, denn sie könnten abgeschossen werden. So brechen Rhodan, Thora und Gucky mit Einsatzanzügen auf.

Zunächst geht alles glatt, doch dann setzen die Antigravs der Anzüge aus. Gucky schlägt vor, beim Terrania Medical Center, in dem er seine Kryoschlafkammer hatte und sich daher auskennt, vorbeizuschauen. Tatsächlich finden sie dort eine Medorikscha, das ist eine Technospinne, wie sie auch auf den Asteroiden verwendet wurde und die im Falle eines Energieausfalles mit einer Handkurbel angetrieben werden konnte. Am Stadtrand fängt Gucky in einem Gebiet mit verlassenen Industrieanlagen Impulse auf, denen sie zu folgen versuchen. Sie stoßen auf einen dürren acht- bis neunjährigen Jungen, dann tauchen weitere Kinder auf, fast als würden sie aus dem Schnee wachsen, und bilden einen gespenstischen Kreis um die Medorikscha, und dann erscheint wie aus dem Nichts eine junge Frau: Linya. Sie ist nicht mehr das kleine Mädchen, aber auch nicht die 80 Jahre des Zeitsprunges gealtert. Sie ist erstaunt, dass sich Thora erinnert, meint, dass sie damals ein Schatten gewesen sei, spricht von Wegen, die in der Dunkelheit beginnen und im Licht enden, und will sie führen. Nach kurzer Zeit besteht Linya darauf, dass sie die Rikscha verlassen und zu Fuß durch die Gobi gehen. Zum ersten Mal sieht Perry die Wüste von Schnee bedeckt. Und dann sehen sie hinter einer Düne den Ausgangsort der Signale, ein abgestürztes Blütenschiff der Kelokser.

Linya verharrt vor dem Schiff, steckt die Hand aus, ein Gang öffnet sich und Lynia tritt ein. Sie müssen sich beeilen, ihr zu folgen. Lynia hockt sich hin und presst die Hände auf den Boden, Thora, die seit dem Sprung in die Zukunft ihren Logiksektor nicht mehr gespürt hat, verhält sich auch abwesend, und Gucky spürt den Nachhall von etwas. Thora erinnert sich an eine Legende, die sie oft Nathalie erzählt hat, was der zweite derartige Vorfall in Gegenwart von Linya ist. Sie gelangen in einen Raum, in dem ein Kristall von der Größe des Nyrr'Vahl schwebt, dann haben sie eine Vision, wie das Blütenschiff Terra anfliegt und ohne Vorwarnung von zwei schweren Kreuzern der TF abgeschossen wird. Gucky meint, etwas Fremdes habe den Platz von Thoras Extrasinn eingenommen, dann öffnet sich ein Stück der Wand. Dahinter ist ein Tank mit einer transparenten Abdeckung, in der ein toter Kelosker liegt.

Aurem Dayn hat einen seiner Temporaleindrücke, in dem er sieht, dass ein potentiell Unsterblicher sterben wird, sieht aber nicht, welcher es ist. Es kann jeder der in die Zukunft versetzten Unsterblichen sein, Rhodan, Thora, Gucky, Atlan, John Marshall oder Ras Tschubai. Und er sieht es nicht als Möglichkeit, sondern als Ereignis, das sicher eintreten wird. Als Marshall ihn fragt, was ihn bedrückt, vertraut sich Dayn ihm an.

In Thoras Geist erscheint ein Name: Varnox. An der Stelle ihres Logiksektor hat sich ein mentaler Nachhall des Kelokers in ihrem Geist eingenistet, eine transdimensionale Residualintelligenz, ein latentes Quantenmuster, das den physischen Tod des Keloskers überdauert hat und langsam verweht. Dann sieht sie das Nyrr'Vahl vor sich. Und der Gedankensplitter will das Nyrr'Vahl umformen, denn dessen elfdimensionales Wissen ist vierdimensionalen Wesen nicht ohne weiteres zugänglich. Auf die Frage, warum der Gedankensplitter sie ausgewählt hat, meint er, dass der Extrasinn von Atlan zu stark gewesen sei und ihn bekämpft hätte. Der von Thora war hingegen noch jung. Dann meint der Splitter, das Werk sei getan, als Thora fragt, was nun geschehe, meint der Splitter, sie würden zurückkehren, was sonst?

Atolk Sander ruft, dass er keine Freigabe erteilt hat. Rhodan steht wieder vor der Kunststoffscheibe vor dem Isolationsbereich, hinter dem sich die Schutzschirme mit dem Zylinder des Nyrr'Vahl befinden. Diesmal erscheint kein Rauch aus dem Zylinder, stattdessen ein blaues Leuchten, das sich langsam ausdehnt und die Laboreinrichtung, die es berührt, zerfallen lässt. Rhodan denkt, dass die Realität zerfällt. Leyden meint, das Leuchten würde nicht bloß Materie, sondern die darin enthaltene Information zur Auflösung bringen. Offenbar versucht das Nyrr'Vahl, Informationen zu übermitteln, findet aber keinen geeigneten Speicher und nun besteht die Gefahr, dass es die gesamte Erde umcodiert. Plötzlich hört Rhodan eine wunderschöne Melodie, Linya, die wie in der Zukunft erwachsen ist, singt sie, und kommt mit Thora ins Labor. Thora fragt sich, warum sie eine derart intensive Verbindung zu Linya spürt. Und Linya scheint sich vollkommen zu verausgaben, Thora will, dass sie aufhört, doch sie will beenden. Sie stirbt in Thoras Armen.

Sechs Wochen später findet in einem Konferenzraum im 50. Stockwerk des Stardust Tower eine Besprechung mit Leyden statt. Nach dem Erlöschen des Nyrr'Vahl hat man in mehreren Datenspeichern umfangreiche Informationen über ein hochkomplexes neurotemporales Kohärenzmuster gefunden, mit dem ein Hyperimpuls codiert werden konnte, der neuronal, quantenfluktuativ und imprintkognitiv wirkte. Leyden erklärt den Mechanismus von Sucht, die das Belohnungssystem des Gehirns in eine Schleife zwingt, bis der Betroffene nicht mehr deshalb handelt, um sich gut, sondern um sich nicht schlecht zu fühlen. Genau diese Schleife kann der Hyperimpuls auflösen, indem er eine Art Neustartbefehl gibt. Gucky fragt, warum ihnen die Kelosker nicht einfach einen Datenkristall gegeben haben, Leyden meint, es habe sich nicht um gespeicherte Daten gehandelt, sondern Möglichkeitsräume, die sich erst bei Kontakt mit Rhodan - während des Fluges der MAGELLAN - und Thora eröffnet hätten. Und dann hätte Thora, deren Logiksektor wieder da ist, für das geordnete Öffnen der Daten Linya als Gegenpol benötigt. Woher Linya eigentlich gekommen ist, weiß man nicht so genau, sie ist eines Tages vor dem Lakeside-Institut gestanden und ist aufgenommen worden. Wer ihre Eltern oder sonstigen Verwandten waren, konnte man nicht klären, in den Wirren der Rückkehr von Gäa ist so etwas öfter vorgekommen. Seit mehreren Wochen sind nun viele tausend Schiffe der TF, der Posbis und Hamamesch unterwegs, um den Hypermimpuls zu verbreiten. Doch es gibt auch Fälle, in denen die Rückabwicklung nicht mehr möglich ist.

Rhodan hält eine Ansprache vor der Vollversammlung der TU, in der er sagt, dass es nicht darum geht, eine lebenswerte Zukunft zu erreichen, sondern sie immer wieder neu zu erschaffen. Später sitzen, während Gucky und Aveline Celestaris eine Karottenfarm in Alaska besuchen, Rhodan, Bull, Marshall und Tschubai auf der Terasse der rhodanschen Villa am Goshun See. Bull hat eine Flasche Zhaem Khur mitgebracht, ein extrem seltenes und teures Ritualgetränk des Khasurns der Hegeth'Tan. Und sie stoßen auf einen abwesenden Freund an: Atlan ist als einziger aus der Quantenphase der Zukunft nicht zurückgekommen.