Tuxit

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Tuxit ist ein Vogelwesen aus dem Volk der Rhoarxi, und lebt um 1225 NGZ in der Intrawelt.

AM46.jpg
Intrawelt 10
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erscheinungsbild

Er ist über zwei Meter groß, hat stämige schwarze Beine, die in Doppelzehen mit scharfen, spitzen Krallen enden. Sein Gefieder ist grau-schwarz und nicht mehr so voll, was einerseits an seinem hohen Alter liegen kann, adererseits aber auch an der stetigen Folter, die er als Sklave des Nomaden Luck des Proporzen erdulden musste. An den kahlen Stellen ist die grobporige Haut zu sehen. Sein Schwanzgefieder ist buschig und bunt, er selbst bezeichnet es als »Blümchen«. Am Halsansatz besitzt Tuxit eine circa zehn Zentimeter lange Hautfalte von dunkelroter Farbe. Er hat schwarze, kugelrunde Augen, einen orangefarbenen Hakenschnabel und einen dunkelroten, viergezackten Kamm. Seine dünnen Ärmchen erinnern eher an verkümmerte Flügel. Diese versteckt er meist unter dem Federkleid. (Intrawelt 5)

Als Kleidung trägt er meist nur einen breiten Lederschurz. Er spricht in einer sanften Bariton-Tonlage, die man ihm zunächst nicht zutraut. (Intrawelt 5)

Charakterisierung

Sein Aussehen erzeugt den unterschwelligen Eindruck von Entschlossenheit, Stärke und Tatkraft. Doch Tuxit selbst ergibt sich lieber in einer depressiven Aura von Schwermut und Trostlosigkeit. (Intrawelt 5)

Seine Geschichten, die er erzählt, ziehen jeden Zuhörer absolut in ihren Bann, er ist ein Meister der Erzählkunst und man fragt sich unwillkürlich, ob diese ganzen Geschichten nicht alle wahr sind. (Intrawelt 5)

Geschichte

Tuxit gehörte zum Stamm der Aspoghies aus dem Volk der Rhoarxi. Einst war er einer der Hüter des Flammenstaubs. (Intrawelt 8)

Oberster Brüter

Etwa um den 10.000sten Tag nach seiner Geburt, stürzte der damalige Oberste Brüter Aspoghies von seiner Schlafstange und brach sich den Hals. Tuxit hatte zu dieser Zeit gerade mit der Henne Evzita einen Brustand gegründet und die erste Eierbrut legen lassen. Obwohl er seit frühester Jugend auf diesen Moment vorbereitet worden war, war seine Berufung überraschend. In einer überstürzten Zeremonie erhielt er in der Kathedrale von Rhoarx den Flammenstaub. Er sollte gleich danach sein Amt als Oberster Brüter antreten. Er fühlte sich aber noch nicht bereit dazu und spürte, dass sich Aspoghie in eine falsche Richtung entwickelte. (Intrawelt 11)

Tuxit flüchtete und ließ alles hinter sich. In irgendeiner Parzelle, weitab von den drei Wanderstädten, konnte er wieder einen klaren Gedanken fassen. Er lebte von nun an unter fremden Wesen, die teilweise von den Rhoarxi erschaffen worden waren. Erst nach und nach erkannte er, was er angerichtet hatte, dass er jedermann in Aspoghie enttäuscht und ins Unglück gestürzt hatte. (Intrawelt 11)

Sklavendasein

Zum Zeitpunkt des Zusammentreffens mit Atlan Mitte des Jahres 1225 NGZ war Tuxit der »Erzählsklave« Luck des Proporzen, und dies schon seit 60.000 Tagen, davor war er schon für unbestimmte Zeit der Sklave des Großelters von Luck, er war also wohl schon über 200 Jahre alt. Trotz aller Demütigungen durch den Nomaden blieb ihm Tuxit, warum auch immer, treu. Erst als Atlans Position beim Thongning in Pregesbau gefährlich wurde, schritt das Vogelwesen ein und stellte sich auf die Seite des Arkoniden. (Intrawelt 5) So sagte Tuxit zu Luck vor der Versammlung der Nomaden:

Zitat: [...] »Es gibt nur sehr wenige, die dich Freund nennen. Ich war einer von ihnen, doch du warst dir selbst genug. Ich hätte dich bis zum Ende des Weges begleitet, Luck. Ich wäre dir Trost und Beistand gewesen, und keine Peitsche, kein glühendes Eisen hätte daran etwas ändern können. Doch ich kann nicht zulassen, dass Atlan deiner Verdorbenheit und Ignoranz zum Opfer fällt. Er ist so unendlich viel wichtiger als du. Es tut mir leid Luck.« [...] (Intrawelt 5)

Hilfe für den Schneckenmann

Er schloss sich Atlan an. Der Arkonide, Jolo, Albion und Tuxit befanden sich an Bord einer Gondel. Sie waren froh, den Geschehnissen um die Nomaden der Parzelle Pregesbau mit heiler Haut entkommen zu sein. Ein Alarmruf Jolos schreckte Atlan auf. Albion erbebte in Krampfanfällen. Hellgelber Schaum trat aus seinen Geruchsöffnungen aus. Tuxit riet Atlan, den Körper des Schneckenwesens zu kühlen und ihm Wasser zu trinken zu geben. Atlan befolgte den Rat und massierte zudem sanft die Fühler Albions. Der Schneckenmann beruhigte sich tatsächlich. (Intrawelt 6)

Während dieser Behandlung berichtete Albion von Ereignissen, die weit in der Vergangenheit geschehen waren. Er erzählte von Bidon und Maras, zwei Angehörigen des Volkes der Drieten, das von Unbekannten umworben wurde, um ihre Fähigkeiten beim Bau der Intrawelt zur Verfügung zu stellen – und von Kietai und Onagi. (Intrawelt 6)

Während Albions Bericht erreichte die Gondel die Flachstation ZER-77. Die Gefährten wurden von Maulspindlern in ein Quartier gebracht. Atlan machte sich auf, um Hilfe für den Breiten Mann zu holen. Mit dem Hinweis auf die Parzelle Hüffen, in der angeblich Drieten lebten, kehrte Atlan zu seinen Gefährten zurück. Tuxit war der Meinung, dass Albion die dreitätige Reise nach Hüffen nicht überstehen würde. (Intrawelt 6)

Atlan wettete mit dem kurz vor dem Tod stehenden Albion, dass er es nicht schaffen würde, sich in Albia zu verwandeln. Das würde höchstwahrscheinlich die Rettung für den Breiten Mann bedeuten. (Intrawelt 6)

Probleme auf der Baustelle

Atlan, Jolo, Albia und Tuxit waren mit einer Gondel unterwegs. Der Hohen Frau ging es schlecht. Nach drei Tagen vermeldete Auchloch endlich die baldige Ankunft in der Bodenstation FCBM-272. Zerdenweis, der Hüter von FCBM-272 empfahl beim Anblick Albias, die Hohe Frau schnell zu den Drieten der Parzelle zu bringen. Der Maulspindler zog sich in sein Wärterhäuschen zurück, ohne Angaben zu machen, wo diese zu finden waren. Emball war bereit, die Hohe Frau und ihre Begleiter mit seinem Lastengleiter zum Hort der Drieten zu bringen. Auf einer serpentinenartigen, schmalen Straße ging es nun den Berg Bhinilyn hinauf. Doch ein riesiger Geröllhaufen versperrte bald die Straße. Emball forderte einen Trupp Bajaren an, die den Abraumberg wegräumen sollten. Das würd aber eine Weile dauern. Jolo kletterte die Geröllhalde hinauf und entdeckte einen Tunneleingang mit einem rot schimmernden Energiefeld. Emball bestätigte, dass es sich um den Zugang zum Hort handelte. Atlan und Jolo bestiegen nun die Müllhalde. Atlan verlor den Halt. Das lose Gestein donnerte nach unten. Atlan wurde von Jolo im letzten Augenblick festgehalten. Von einem Steinschlag hatte das Echsenwesen aber nichts bemerkt. Der Extrasinn kam zu dem Schluss, dass Peonu die geistigen Zügel kurz angezogen hatte, die Atlan und den Lutveniden ständig verbanden. Mit einer riesigen Schaufelmaschine räumten die Bajaren die Schutthalde beiseite. Mit dem Bagger drangen Atlan, Jolo, Tuxit, Albia und Emball zum Tunneleingang vor. Den Tunnel selbst mussten sie zu Fuß betreten. Schwarze kugelförmige und fliegende Holo-Kameras begleiteten sie. Das rötliche Energiefeld hüllte die Gruppe ein. Der zuständige Abschnittshauer Eggober wurde verständigt, dass die Eindringlinge festgesetzt worden waren. (Intrawelt 7)

Bei den Drieten

Kugelförmige Roboter geleiteten Atlan und seine Gefährten durch den Tunnel geleitet. Ein Bajare tauchte auf und stürzte sich mit einem Messer auf Albia. Atlan konnte die Klinge abwehren. Der Arkonide setzte die Dagor-Technik ein und vertrieb den Bajaren. Endlich kamen sie in der Höhle der Drieten an. Albia wollte zu ihren Artgenossen gebracht werden. Eggober feuerte aus seiner Schwarzkammer Desintegratorstrahlen auf Atlan und seine Gefährten ab. Tuxit krallte sich an der Schwarzkammer fest, zerstörte einige der Optiken und beschädigte mit Jolos Hilfe die Flugaggregate der Kammer, die auf den Boden aufschlug. Mit äußerst aggressiven Schlägen attackierte der Anstize Atlan. Tuxit kam dem Arkoniden zu Hilfe und betäubte Eggober. Eine weitere Schwarzkammer tauchte auf. Sobensten kümmerte sich zuerst um den Abschnittshauer. Er musste in das Hospiz gebracht werden. Albia meldete sich. Sie sah wie neugeboren aus. An ihrer Seite befand sich ein Kind. Die Hohe Frau dankte Tuxit, Atlan und Jolo für ihre Hilfe, auch im Namen des Kindes. Albia blieb im Hort bei den Drieten, die keinen weiteren Kontakt mit dem Rest der Gruppe wünschten. Albia beauftragte Sobensten, Atlan und Begleiter in das Hospiz zu bringen. Dort würden sie Informationen über den Flammenstaub finden. (Intrawelt 7)

Geheimnisse

Atlan und seine beiden Gefährten Tuxit und Jolo waren zusammen mit Sobensten, der den kranken Eggober mit dabei hatte, auf dem Weg zum Hospiz der Anstizen. Sobensten meinte, dass ein alter Patient des Hospiz, Kartnich, Antworten für Atlan hätte, doch ansonsten gab sich der Anstize seltsam verschwiegen. Auch Tuxit hielt sich bedeckt, aber in der Bodenwelt zeigte er sich seltsam unruhig. (Intrawelt 8)

Auf ihrem Weg kam es zunächst zu einem Angriff von drei Robotern auf die kleine Gruppe. Er wurde zwar abgewehrt, aber Sobensten wirkte nun noch verwirrter von der ganzen Situation. Danach gelangten sie an einen Bereich, an den noch keine Parzelle eingebaut war. Von hier aus war die Membran zu sehen und zu spüren. Wie Sobensten erklärte, hielt die Membran den Flammenstaub in der Intrawelt fest. Die psionische Ausstrahlung war sehr stark. Sie versuchte die Gruppe von sich fernzuhalten. Die Gefährten reagierten darauf mit Schwindel und Übelkeit. Nur die Anstizen waren dagegen immun. Doch Atlan ging mit Sobensten bis zum Rand des »psionischen Ozeans«, und plötzlich schlug die Ausstrahlung um und versuchte, den Arkoniden zu sich zu locken. Nur dank des Extrasinns gelang es Atlan, umzukehren und sich nicht in den Weltraum zu stürzen. (Intrawelt 8)

Schweigend gelangte die Gruppe zum Hospiz. Einige der Würfel, aus denen das Hospiz bestand, stürzten unvermittelt auf die Schwebeplattform der kleinen Gruppe herab. Doch auch dieses Attentat schlug fehl. Endlich innerhalb des Hospiz angekommen, wurde nach einem Gespräch mit den Obersten Arzttechniker Prielsnig klar, dass Kartnich hinter den Manipulationen steckte. Atlan, Tuxit und Jolo begaben sich zu ihm, während sich um das Hospiz Roboter der Anstizen sammelten und den Würfel angriffen. Nach Atlan wollte Kartnich die Begleiter des Arkoniden sehen. Jolo beachtete er nicht, doch Tuxit schien er zu kennen oder zumindest Artgenossen des Vogelwesens. Er rollte sich zu dem Avoiden hin, um ihn zu berühren, danach zog er sich wieder etwas zurück und verfiel in einen extremen Schreianfall. Wie Atlan erkannte, ging es dem Ende entgegen, doch die Schwarzkammer Kartnichs versuchte, an den Anstizen heran zu kommen, um ihn vor dem Tod zu bewahren. Da griff Atlan ein und deaktivierte die Schwarzkammer. (Intrawelt 8)

Mit seinen letzten Worten gab Kartnich Atlan zu verstehen, dass er verwirrt wäre, denn der Arkonide kam zu ihm, um Antworten zu erhalten, die er ihm nicht geben durfte. Dabei hatte er einen Begleiter, der viel bessere Auskünfte über den Flammenstaub und die Erbauer der Intrawelt geben konnte. Dieser Begleiter war Tuxit. (Intrawelt 8)

Nachdem Kartnich gestorben war, nahm sich Atlan das Vogelwesen vor. Bebend vor Zorn verlangte er Antworten, und Tuxit brach sein Schweigen. Er bat Atlan um den Cueromb, den er sich anlegte, und dann begann er sein Schweigen zu brechen. Tuxit gehörte den Stamm der Aspoghies aus dem Volk der Rhoarxi an. Und diese waren vor langer Zeit die Hüter des Flammenstaubs. (Intrawelt 8)

Eisparzelle

Tuxit übernahm nach den Ereignissen im Hospiz die Führung der kleinen Gruppe. Mit einer Antigravplattform flogen sie eine Weile durch die Bodenwelt, um dann in der Parzelle Frozenhaim wieder an die Oberfläche der Intrawelt vorzustoßen. Ziel des Rhoarxi war die Gondelstation ZERB-678. Als sie bei der Station eintrafen, war dort gerade ein Angriff von Eisquallen auf die Station im Gange. Tuxit gelang es, die Parasiten zurückzuschlagen. Mit der Gondel fuhren die drei Gefährten hinauf bis zur nächsten Hochstation, um von dort aus das Hochnetz zu nutzen, um schneller zur Parzelle Nabuzym zu gelangen. Dort war die ewige Wanderstadt Aspoghie unterwegs, eine der drei Städte der Rhoarxi. (Intrawelt 9)

Dort angekommen, sichteten sie zunächst von der Ferne aus die Stadt, Tuxit wollte vorerst nicht entdeckt werden. Kurz danach gerieten sie in einen Angriff von Therabols. Diese Geschöpfe konnten nur mit Mühe bezwungen werden. Hier und auch bei einem Zwischenfall im Gondelsystem und dem Angriff der Eisqualle setzte Tuxit den Flammenstaub in Kombination mit dem Cueromb ein. Dabei entstanden für seine Begleiter immer wieder geistige Qualen. (Intrawelt 9)

Tuxit erklärte Atlan, dass die Wanderstädte aus Potista bestanden, das von den Rhoarxi gesteuert wurde. Außerdem gab er dem Arkoniden zu verstehen, dass nur Rhoarxi den Flammenstaub gefahrlos in sich tragen konnten, alle anderen Wesen versagten und wurden zur Gefahr für ihre Umgebung und das Multiversum. Atlan glaubte allerdings an die Kraft seines Zellaktivators, den er allerdings weiter geheim hielt. Dann wurden die drei von der Stadt aufgenommen. (Intrawelt 9)

Ankunft in der Wanderstadt

Tuxit wurde, ebenso wie Atlan und Jolo, von der zähflüssigen Masse des Potista in die Stadt gezogen und dort ausgespuckt. Tuxit wurde von einem jüngeren Rhoarxi erwartet. Beide stießen kleine Mengen Flammenstaub aus. Es kam zum Kampf zwischen den Vogelwesen. Bald wurde das Geschehen von weiteren Rhoarxi verfolgt. Tuxit empfahl Atlan, mit Fontum zu gehen, der ihn und Jolo in ein Quartier bringen würde. Tuxit und Uquart hatten noch viel zu klären, was noch einige Zeit dauern würde. (Intrawelt 10)

Kampf um die Macht

Im Hohen Horst wurde die Auseinandersetzung zwischen Uquart und Tuxit fortgesetzt. Von den gefüllten Sitzstangen kam Tuxit Hass und Misstrauen entgegen. Zentilli erklärte, dass Tuxit und seine Freunde die Stadt verlassen sollten. Andernfalls drohte ihnen der Tod. Der Impostor berichtete auch von der Auslöschung der Familie des Verräters durch den Mob vor 30.000 Tagen. Sein Nest war zerstört worden. Das Potista verlor damals den Zusammenhalt. Viele Rhoarxi starben, auch der Mob, die Impostoren und Zunftangehörige. Der alte Rhoarxi war erschüttert, auch wenn er es immer geahnt, eigentlich gewusst hatte. Es war eine logische Folge seines Verschwindens. (Intrawelt 10)

Tuxit wollte Zentilli angreifen, blieb aber doch stehen. Er forderte die Übergabe der Verantwortung über Aspoghie. Der Mob und der Impostor konnten zwei Träger des Flammenstaubs in der Stadt jedoch nicht dulden. Dies hätte zur Spaltung der Bevölkerung und zum Chaos geführt. Tuxit forderte erneut die Bestimmung zum Obersten Flammenstaub-Träger. Ein großer Teil der Stadtbevölkerung schien ihn zu unterstützen. Das Potista reagierte auf die immer stärker werdenden Schwingungen, die von den beiden Flammenstaub-Trägern ausgingen. Risse bildeten sich in den Wänden, ein unheilvolles Knistern war zu hören. Die Rhoarxi in der Stadt wurden unruhig, trampelten Umstehende nieder. Der Mob im Hohen Horst forderte offen die Exekution Tuxits. (Intrawelt 10)

Atlan und der zu ihm gestoßene Jolo versuchten den Hohen Horst zu erreichen. Dabei trafen sie auf Curxari, der dem Kampf zwischen Uquart und Tuxit ein Ende bereiten wollte, ehe er außer Kontrolle geriet. Die beiden Kämpfer stießen immer wieder kleine Wolken von Flammenstaub aus, der längst die Kontrolle über sie übernommen hatte. Ihre Krallen zerfetzten die Schwungfedern der Flügel des Gegners. (Intrawelt 10)

Aspoghie kam über der Wüstenlandschaft von Nabuzym zum Stillstand. Atlan, Jolo und Curxari erreichten das Innere des Hohen Horstes. Tuxit und Uquart hörten nicht auf den alten Biologen, der sie aufforderte, ihren Kampf in der Wüste fortzusetzen. In einer kurzen Pause wickelte Atlan ein Kabel oberhalb der Kniegelenke um die Beine Tuxits. Gleichzeitig umfasste er mit beiden Händen den Hals des Rhoarxi und drückte die Luftröhre langsam zusammen. Tuxit stürzte bewusstlos zu Boden. Bevor der Arkonide Uquart erreichte, sackte der Horst in die Tiefe, kam aber wieder zum Stillstand. Ein weiteres Kabel schlang Atlan um den Hals des Obersten Brüters, fesselte die Beine und zerrte ihn zum Ausgang. Erneut sackte der Horst ab. Atlan, Jolo und Curxari zogen Uquart und Tuxit durch den Siliziumstaub und die Trümmer ins Freie. Es ging die Stufen der schwarzen Treppe um den Doppelturm auf dem Platz des Hohen Horstes hinab. Tuxit kam zu sich, löste seine Fesseln und stürmte an Atlan und den beiden Gefährten vorbei, ohne Notiz von ihnen zu nehmen. Ein Teil des Horstes löste sich und begrub Curxari unter sich. Jolo und der nun ebenfalls wiedererwachte Uqaurt erreichten den trümmerübersäten Platz am Fuße des Doppelturmes. Sie sprangen durch ein Tor in der Stadtmauer in den Sand Nabuzyms. Sie mussten mitansehen, wie die Stadt immer mehr in sich zusammenfiel. Zahlreiche Rhoarxi hatten in den Ruinen den Tod gefunden. Tuxit und Uquart nahmen den Kampf wieder auf. Atlan ging mit einem Messer dazwischen, konnte aber nichts ausrichten. Plötzlich warf sich Uquart auf den Boden. Auch Tuxit hielt inne. Der Oberste Brüter beging Selbstmord. Mit seinen letzten Worten gab er bekannt, dass der Mob Tuxit zum Obersten Brüter ernennen sollte. Um Tuxit sanken die Flammenstaub-Partikel zu Boden. Hinter einem Felsen tauchte Peonu auf. Tuxit war überrascht und fragte Atlan, wer da gekommen wäre. Der Arkonide sprach, unter Zwang, von einem »Freund«. (Intrawelt 10)

In der Stadt Aspoghie lebte die uralte Rhoarxi Demio. Sie behütete seit ewigen Zeiten einen »Brüterich«. Demio spürte, dass ihr »Küker« zurückgekehrt war. Sie hatte den Brüterich die ganze Zeit der Abwesenheit Tuxits gepflegt. Nach 30.000 Tagen konnte nun der Letzte der Familie ausgebrütet werden. (Intrawelt 10)

Tuxit kehrte zurück nach Aspoghie, wo zahllose Tote zu beklagen waren, und scharte die Überlebenden um sich. Der Oberste Brüter begann mit dem Wiederaufbau der Wanderstadt. Das Potista wurde zur Zellteilung angeregt. Eine neue Stadtmauer begann zu entstehen. Tuxit wollte Atlan, Jolo und Peonu zur Kathedrale von Rhoarx bringen, wo er Atlan eine Portion Flammenstaub überreichen würde. Unmissverständlich machte der Rhoarxi Peonu klar, dass der Flammenstaub Atlan allein gebührte. Trotz der mehr als 3000 Toten herrschte beste Laune in der Stadt. (Intrawelt 11)

Im Allerheiligsten

Mit einer Gondel reisten Atlan, Jolo, Peonu und Tuxit zur Flachstation ZER-95, von dort weiter zur Hochstation OB-66. Die Gondel erreichte die bereits bekannte Hochstation OB-66, von der die Gruppe zur Wanderstadt Aspoghie gereist war. Tuxit wollte einen Ultrafaden benutzen, der zur Ultrastation D-1 führte. Der schlecht gelaunte, mürrische Maulspindler Joshenbonk holte sie mit einer Ultragondel von OB-66 ab. Das Ziel der Reise war die Station D-1. Die Gondel war für die Bedürfnisse der Rhoarxi eingerichtet. Bisher war kein anderes Wesen als ein Rhoarxi zu einer Ultrastation mitgenommen worden. (Intrawelt 11)

Angekommen in D-1 versucht Tuxit mit Bejbal über die Zustände in D-1 zu reden. Doch ihre Programmierung machte es den Maulspindlern unmöglich, Kritik zu üben- und schon gar nicht in Gegenwart eines Rhoarxi. (Intrawelt 11)

Tuxit stimmte einen Sprechgesang an und berichtete vom Aufstieg und Fall der Rhoarxi und dem Flammenstaub. Mit drei alten Maulspindlern begaben sich Atlan und seine Begleiter an Bord einer Gondel, die den Urfaden benutzte. Mit 3000 Kilometern pro Stunde raste die Gondel auf die Photosphäre der ausgeschalteten Kunstsonne zu. Beim Durchstoßen der zweiten Membranschicht – die erste war mit der äußeren Schale der Intrawelt identisch – litt die Besatzung kurzzeitig unter Atemnot, wie von Tuxit vorhergesagt. Bei einem geplanten Zwischenstopp verließen die drei Maulspindler die Gondel und kletterten auf das Dach. Sie folgten ihrer Bestimmung, die ihnen die Rhoarxi einprogrammiert hatten. Jeder Maulspindler träumte davon, eines Tages sein Leben geben zu dürfen, um den Urfaden vor den Gegebenheiten der Umwelt zu schützen. Die drei Maulspindler klinkten sich in den Urfaden ein und rasten ihn entlang. Ein dabei entstehender weißer, dicker Strich legte sich wie Klebstoff um den Urfaden. (Intrawelt 11)

Die Gondel setzte ihre Fahrt fort, verließ die Photosphäre und gelangte in eine Zone absoluten Vakuums. Die Kathedrale von Rhoarx präsentierte sich als wuchtiger grauer Quader mit abgerundeten Kanten. Tuxit kannte die Kathedrale von seinem ersten Besuch als strahlende Käfigburg, umflutet von Licht. Innerhalb weniger Sekunden bremste die Gondel ab. In einem Zusatzgebäude, das sich nicht wie die Kathedrale veränderte und sich den Wünschen und Erwartungen seiner Gäste anpasste, kam die Gondel zum Stehen. Als sie die Kathedrale betraten, war es unklar wo sie hin mussten. Tuxit erklärte, dass die »Kammer« den finden würde, der zum Träger werden sollte, und nicht umgekehrt. Also durchwanderten sie zunächst ziellos das Gebäude. Unbekannte Zeit verging. Es wurde klar, dass Atlan den Flammenstaub nur bekommen konnte, wenn er Demut zeigte. Zunächst gelang dies dem Arkoniden aber nicht. Atlan, der Peonu in seinem Nacken spürte, wurde immer ungehaltener. Jolos Zustand verschlechterte sich unterdessen durch den harten Marsch und fehlende Flüssigkeit. In Atlan schwelte es, und irgendwann kam es zu einem Wortgefecht zwischen ihm und Tuxit. Doch dies und der immer schlechtere Zustand des Echsenwesen brachten den Erfolg. Als Jolo zu sterben drohte, war die Demut da, eine Bachlandschaft erschien. Jolo stärkte sich, und Atlan wurde klar, wo er hin musste. Im Inneren der Kathedrale wurden Atlan, Jolo, Tuxit und Peonu von Halluzinationen geplagt. Atlan und auch die anderen sahen Bilder aus dem Leben des Arkoniden.

Endlich erreichten sie ein mehr als 50 Meter hohes Tor mit allerlei Schnitzverzierungen und Einlegearbeiten. Das schwere Holztor stellte Atlans Eingang zur gesuchten »Kammer« dar, den nur der Arkonide allein öffnen konnte. Während Jolo und Peonu zurückblieben, schritten Atlan und Tuxit durch das Tor. Seit jeher war es bei den Rhoarxi Brauch, dass ein Flammenstaubträger immer einen Neuling begleitete, um ihn vor der großen Gefahr zu schützen, die von dem Flammenstaub ausging. In der von dickem Nebel beherrschten Umgebung versuchte der Arkonide dem Rhoarxi seine Abhängigkeit von Peonu zu erklären, was ihm aber nicht gelang. Tuxit verstand ihn nicht, sah in Atlans körperlichem Schmerz nur einen Anfall von Nervosität und Ehrfurcht. Endlich standen sie vor dem Ort zwischen den Orten. Durch die Rotation der Kugel entstand feinster Abrieb – Flammenstaub. Tuxit forderte Atlan auf, die Oberfläche der Kugel sanft zu berühren. Dadurch sammelte sich schwarze, ölige Substanz an den Fingern an. Diese schleckte Atlan mit der Zunge auf und nahm somit eine winzige Dosis des »Ortes zwischen den Orten« mit. Dies befähigte ihn, jedwede Wahrscheinlichkeit willentlich zu erzeugen. Dadurch konnte er alle zukünftigen Zeitlinien verändern. Tuxit warnte erneut vor der Gefährlichkeit des Flammenstaubs. Innerhalb der Intrawelt war er ungefährlich für den Träger, doch außerhalb begann er sofort mit der Zersetzung des Trägers. Er bot ihm zwar die Möglichkeit, das Universum zu erschaffen und wieder zu zerstören, doch er ließ ihm keine Zeit dazu. Atlan war überzeugt von sich als Träger, doch Tuxit sah keine besonderen Fähigkeiten, die Atlan als einen fähigen Träger auswiesen. Das Vogelwesen war recht pessimistisch und auch irgendwie deprimiert. Atlan wurde dies klar, als der Rhoarxi seine Vermutungen in Bezug auf sein Volk äußerte. Er und viele seiner Vorfahren gingen davon aus, dass die Kosmokraten die Rhoarxi einst, vor sehr langer Zeit, genetisch konditionierten, um sie später als Flammenstaubträger zu verpflichten und zu missbrauchen. (Intrawelt 11)

Kampf um die Seele

Gleich danach kehrten Atlan und Tuxit zu den wartenden Gefährten zurück. Atlan sah seine Chance für gekommen und rannte Peonu über den Haufen. Mit Schlägen und Tritten bearbeitete er den überraschten Lutveniden. Währenddessen fiel Jolo über Tuxit her. Doch der Seelenfresser war nicht zu überwältigen. Atlan ließ erschöpft von ihm ab. Peonu forderte nun alle Informationen über den Flammenstaub. Unter Tränen und großen Schmerzen, die ihm Peonu mit seinen Sinnen zufügte, küsste ihm der Arkonide die Füße, bettelte um Gnade und verlor endlich das Bewusstsein. Als Atlan wieder erwachte, war Peonu verschwunden. Da das Portal in die Kammer leicht geöffnet war, schien sich sein Peiniger eine Portion Flammenstaub geholt zu haben. Neben Atlan lag Tuxit, verletzt aber am Leben. An das Tor zur Kammer gelehnt, saß Jolo mit einem Ausdruck von innerem Frieden im Gesicht. Er war tot. Atlan wusste, dass er den Chaosdiener nicht aus der Intrawelt entwischen lassen durfte. Doch der Extrasinn stellte die Gegenfrage, warum der Seelenhorter Atlan am Leben gelassen hatte. (Intrawelt 11)

Abschied

Tuxit erging sich in Selbstvorwürfen, da er Atlan, Jolo und Peonu in die Kathedrale gebracht hatte und nun ein Elitekämpfer der Chaotarchen mit einer Portion Flammenstaub unterwegs war, um die Intrawelt über den Transferschlauch zu verlassen. (Intrawelt 12)

Atlan, der den toten Jolo trug, und Tuxit waren auf dem Rückweg von der Kathedrale von Rhoarx zur Gondelstation D-1. Auf den Wunsch des Arkoniden hin löste Tuxit den Leichnam mit der Desintegratorfunktion seines Cueromb auf. Ihre Route führte von D-1 nach OB-66. Dort kämpften die Maulspindler gegeneinander. Dies war das Werk Peonus, der einen Teil der Besatzung zu Seelenhäppchen gemacht und auf die unbeeinflussten Artgenossen gehetzt hatte. Der Rhoarxi setzte den Bann-Emitter ein, begrenzte aber dessen Reichweite, um eine eben ankommende Gondel nicht der Wirkung auszusetzen. Die Maulspindler flüchteten nach allen Richtungen. Als Atlan und Tuxit mit der Gondel D-1 verließen und der Rhoarxi den Bann-Emitter abschaltete, ging der Kampf weiter. Nach 30 Stunden erreichten Atlan und Tuxit die Bodenstation in der Parzelle Karaporum. In XACK-331 residierte nicht mehr Abertack, sondern Kozalack. Der Maulspindler bestätigte die Ankunft Peonus, was allerdings schon elf Stunden her war. Am Fuß des Rundkegels warteten Tausende Bewaffnete auf die beiden Reisenden. Peonu hatte ihnen versprochen, das zurückzugeben, was er ihnen weggenommen hatte, wenn sie niemanden die Station verlassen ließen. (Intrawelt 12)

Tuxit äußerte die Idee, den Ring aus bewaffneten Soldaten Peonus fliegend zu überqueren. Kozalack gab Atlan die Information, dass Peonu einen riesigen Drogg benutzt hatte, um sich von XACK-331 zu entfernen. Tuxit startete den Flug von der Plattform der Station. Für Atlan überraschend, gewann er an Höhe. In einem ruppigen Gleitflug ging es über den Ring der Belagerer. Erst als die Nacht anbrach, landete der Rhoarxi völlig erschöpft. Nach einer Ruhepause ging der Flug weiter. Nach etlichen Stunden erreichten Tuxit und Atlan Poricium. Der Rhoarxi landete vor der Basaltwand, in der der Transferschlauch mündete. Hier stand auch das Drogg. Von der Mündung war in der Wand ebenso wenig zu sehen wie von Peonu. (Intrawelt 12)

Atlan war sichtlich enttäuscht, dass der Transferschlauch nicht mehr existierte. Doch Tuxit beruhigte den Arkoniden. Teph befand sich derzeit in einer Phase der Regeneration. Danach würde die Verbindung zum Normalraum wieder vorhanden sein. Das würde aber einige Stunden in Anspruch nehmen. Da der Transport von der Intrawelt in das Normaluniversum eigentlich nicht vorgesehen und für Teph ziemlich unangenehm war, musste sich seine Hyperraummuskulatur erst entkrampfen. Ein sofortiger Transfer Atlans würde für den Arkoniden tödlich enden. Atlan entdeckte einen dünnen Draht, der sich von einem von Peonu zurückgelassenen Kleiderbündel zur Bio-Lok spannte. Der Arkonide und der Rhoarxi zogen sich zurück. Atlan warf eine große Frucht auf das Bündel. Eine heftige Explosion zerfetzte das Drogg und die Ausrüstung. In der Mauer bildete sich nun das erwartete Loch. Atlan verabschiedete sich von Tuxit. (Intrawelt 12)

Die Rhoarxi würden den Zugang zur Intrawelt schon lange vor der endgültigen Fertigstellung schließen. Die Vogelwesen hätten allerhand gutzumachen. Sie verhinderten die Entwicklung der Technologie über ein bestimmtes Ausmaß hinaus, sie setzten aber für ihre eigene Gentechnik eine Grenzen, sie stellten Forderungen und Bedingungen, ohne die Bewohner der Intrawelt darüber zu informieren, warum dies so geschehen war. (Intrawelt 12)

Tuxit hatte die Absicht, einiges zum Besseren zu ändern. Atlan entledigte sich nun seiner Kleider und stürzte sich in das Loch. (Intrawelt 12)

Quellen

Intrawelt 5, Intrawelt 6, Intrawelt 7, Intrawelt 8, Intrawelt 9, Intrawelt 10, Intrawelt 11, Intrawelt 12