Addanc, der Taucher

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person. Für den Heftroman, siehe: Addanc, der Taucher (Roman).

Addanc, der Taucher war einer der Quintarchen des Chaoporters FENERIK. Neben seinem üblichen Beinamen »Der Taucher« nutzte er je nach Situation für sich selbst beziehungsweise für in seine Larven »verschobene« Bewusstseinsteile auch andere Beinamen.

Erscheinungsbild

Addanc glich einem mindestens zehn Meter langen und knapp einen Meter dicken Borstenwurm, der am Grund des in seiner Domäne befindlichen Meeres in weniger als zweihundert Metern Tiefe in einer Wohnröhre lebte. Dabei befanden sich die vorderen vier bis fünf Meter seines Körpers außerhalb der Röhre im Wasser, während der hintere Teil seines Körpers in der Röhre verankert war. Addanc konnte je nach Bedarf ein Stück weit aus seiner Röhre heraus bzw. zurück hinein kriechen, außerdem war er in der Lage, seinen Körper aus seiner Wohnröhre zu lösen. Letzteres hatte er aber während seinen mehreren Jahrtausenden als Quintarch nur wenige Male getan. (PR 3190)

Manche Personen dachten, dass die Tatsache, dass er unter Wasser lebte, der Grund für seinen Beinamen »der Taucher« war, dies ist jedoch nicht der Fall. (PR 3190)

Addanc war ein  Wikipedia-logo.png Hermaphrodit, der die Geschlechtsorgane beider Geschlechter trug, und auf diese Weise seine Larven zur Welt brachte. Er bezeichnete die tausenden Larven seiner Larven-Armee als »Neuronale Eintracht«. (PR 3190)

Seine Larven, in die er Teile seines Bewusstseins verschieben konnte, waren deutlich kürzer und kleiner, sodass beispielsweise jene Larve, der Anzu Gotjian als erstes begegnete, halb so dick war wie ihr Unterarm, und in ein würfelförmiges Aquarium mit etwa einem Meter Seitenlänge passte. Diese Larve war purpur und grünlich irisierend und wies einen geringelten Körperpanzer auf. An ihrem Kopf saßen etwa fingerdicke Außenkiefer, sowie mehrere Tasttentakel und Fühler. Unter den Fühlern saßen sechs Augen. (PR 3190)

Paragaben

Addanc konnte sein Bewusstsein zur Gänze in eine seiner zahlreichen Larven »verschieben«, diesen Vorgang nannte er Telepathtransfer. Er war auch in der Lage, Teile seines Bewusstseins in eine Larve zu verschieben, wobei der Hauptteil seines Bewusstseins in seinem eigentlichen Körper blieb. In diesem Fall war es ihm möglich, mehrere Larven gleichzeitig zu nutzen. Dabei blieb jeweils eine Verbindung der in den Larven befindlichen Bewusstseinsteile zum Hauptteil seines Bewusstseins bestehen, welche er möglichst weit in sein Unterbewusstsein drängte, um handlungsfähig zu bleiben. (PR 3198)

Addanc war – auch als Bewusstseinsteil in einer seiner Larven – ein Sextadim-Kanonier und hatte in seinem Raumschiff LUCTU eine spezielle Sextadim-Kanone zur Verfügung, die nicht nur alle sechs bekannten Modi nutzen, sondern auch Chaofakta abfeuern konnte. (PR 3190)

Charakterisierung

Addanc genoss es, seine Nahrung – beispielsweise Oktopus– und Fischähnliche Wesen – selbst zu jagen. Er sprach nicht gerne über sein Volk oder den Namen seiner Domäne. Außerdem führte er keine Vater-Sohn-Beziehung zu seinen Larven und verbot diesen auch, ihn als Vater zu bezeichnen. (PR 3190)

Spätestens seitdem Zou Skost Addancs Ansinnen zur Erlangung der Chaonomen Weisung abgelehnt hatte, wurde Addanc machtgierig und versuchte, die Alleinherrschaft über den Chaoporter mit allen Mitteln zu erreichen, auch mit solchen, die den Chaoporter gefährdeten. (PR 3191)

Geschichte

Ferne Vergangenheit

Einige Jahrtausende vor dem Kasus 443 wurde Addanc von dem Chaotarchen Zou Skost eingeladen, mit ihm in die Tiefen seiner Ampulle, die dessen Haus darstellte, zu tauchen. Addanc sah während dieses Tauchgangs die Entstehung und das Vergehen von Universen, Galaxien, Sternen, Völkern und so weiter, wobei er später mehrere unterschiedliche Erinnerungen an diesen Tauchgang hatte, so als ob er mehrmals mit Zou Skost getaucht sei. Addanc vermutete, dass der Tauchgang bis zur Materiesenke oder bis hinter die Materiesenken ging. Im Zuge dieses Tauchgangs wurde Addanc von Zou Skost zum Quintarchen ernannt; aufgrund dieses Tauchgangs wählte er den Beinamen »der Taucher«. (PR 3190)

Seitdem lebte er in seiner Wohnröhre am Grund seines Meeres, aus der er seinen Körper bis zu seiner Begegnung mit Anzu Gotjian nur zweimal löste. Stattdessen »verschob« er sich, beziehungsweise Teile seines Bewusstseins, bei Bedarf per Telepathtransfer in eine seiner zahlreichen Larven. (PR 3190)

21. Jahrhundert NGZ

Im Jahr 2072 NGZ suchte Addanc in Gestalt einer seiner Larven Anzu Gotjian auf und rief sie zu sich bzw. zu seinem eigentlichen Körper. Gotjians Ausbildnerin Osh'gemta eröffnete ihr dabei, dass es an Bord von Addancs Raumschiff LUCTU eine spezielle Sextadim-Kanone gab, und warnte sie, dass sie nun ihren eigenen Platz finden müsse. Außerdem bestand Osh'gemta darauf, Gotjian zu begleiten. (PR 2190) Addanc eröffnete Gotjian, dass er der letzte verbliebene Quintarch sei, und ihre Dienste an der Sextadim-Kanone benötigte, um die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Zunächst wollte Addanc gemeinsam mit Gotjian den Chaotarchen Zou Skost besuchen und löste dazu erstmals seit langer Zeit seinen Körper aus seiner Wohnröhre, um an Bord seines Raumschiffs LUCTU zu gehen. (PR 3190)

Als Zou Skost erschienen war, begehrte Addanc die Autorität zur Chaonomen Weisung – ein nie zuvor dagewesenes Begehren, das Addanc sechsdimensional aufwerten und ihm die völlige Befehlsgewalt über FENERIK und den Chaofaktenhort geben würde. Die schlimmstmögliche Alternative wäre, dass FENERIK kurz vor der Kollision mit der Yodor-Sphäre sämtliche Chaofakta freisetzen und damit ein Transkosmisches Chaos auslösen würde, welches die Milchstraße und wahrscheinlich auch den Chaoporter zerstören würde. Zou Skost verweigerte dieses Ansinnen mit den Begründungen, dass es eine andere Lösung geben müsse, dass FENERIK nicht sterben werde, und dass mit dem von Addanc angesprochenen Versagen der Quintarchie auch Addanc selbst versagt habe. Daraufhin bereitete Addanc zum Schein ein Treffen mit den auf FENERIK verbliebenen Voten der verstorbenen bzw. abwesenden Quintarchen in einer verlassenen Saumwelt vor und befahl Gotjian, die Voten mit der Sextadim-Kanone zu zerstören, wobei auch die Zerstörung der Saumwelt in Kauf genommen wurde. (PR 3190)

Daraufhin versuchte Addanc, der Teile seines Bewusstseins in drei seiner Larven verschoben hatte, im Chaofaktenhort, Kontrolle über eines der Chaofakta zu erlangen, und wurde dabei von Reginald Bull, Mieke Meideina und Ruuman gestellt. Zwei der Larven wurden getötet, die dritte schwer verletzt. Addanc konnte das Chaofaktum freisetzen, dieses wurde jedoch von Mieke Meideina unschädlich gemacht. Etwas später trafen sich Addanc, Bull und Gotjian »unter dem Nabel von Zou Skost«, wobei sich herausstellte, dass das vielzitierte »knien« nicht wörtlich gemeint war. Zou Skost lud Bull zu einem »Tauchgang« ein und ernannte ihn im Zuge dessen zum Quintarchen, wodurch FENERIK in Sziento-Phase zwei gehoben wurde. Außerdem gewährte er Addanc nun doch die Chaonome Weisung, allerdings nur für genau 33 Tage, während derer sich der Chaotarch viel stärker als sonst in FENERIK lösen würde, und diesen somit um drei weitere Stufen auf Sciento-Phase fünf heben würde. Gleichzeitig erteilte er Reginald Bull das Vetorecht für den Fall eines umfassenden Zugriffs auf den Chaofaktenhort. (PR 3191, PR 3192)

Als FENERIKs Kollision mit der Yodor-Sphäre unmittelbar bevorstand, feuerte Addanc zwei Chaofakta gegen das Vektorinverter-Feld und erzwang somit den Einflug zahlreicher Raumschiffe des Chaoporters in die Yodor-Sphäre. (PR 3193) Da sich Addanc offenbar unbegrenzten Zugriff auf den Chaofaktenhort verschafft hatte, rief die Kosmokratin Mu Sargai gleichzeitig die Völker der Milchstraße zu Hilfe. (PR 3194)

Addanc hatte indes einen möglichen Aufenthalt von Mu Sargai ausfindig gemacht, und beschloss, die Kosmokratin zu jagen. Im Zuge der Jagd nannte er sich »Addanc, der Jäger«. Die Kosmokratin konnte jedoch entkommen, indem sie sich in Perry Rhodans Hieroglyphe verbarg. (PR 3196) Im Zuge der beginnenden Verknotung FENERIKs mit der Yodor-Sphäre beschloss Addanc nun, die Infrastruktur der Yodoren möglichst umfassend zu zerstören, da er glaubte, dass er die Verknotung auf diese Weise lösen könnte. Dabei setzte er als »Addanc, der Zerstörer« große Teile von FENERIKs Flotten ein, und setzte ebenfalls mehrere Chaofakta frei. Als die vereinigten Flotten der Milchstraßenvölker und der Yodoren unmittelbar vor der endgültigen Niederlage standen, erschien die LEUCHTKRAFT, deren Kommandantin Soynte Abil mit einer erneuten Kollision mit FENERIK drohte. Gleichzeitig griff der Quintarch Reginald Bull ein, enthob Addanc von den Vollmachten der Chaonomen Weisung, befahl FENERIKs Flotten den Rückzug und verkündete, dass Kasus 443 - die Kollision mit der LEUCHTKRAFT und der Sternensturz - geendet hatte, und sich FENERIK nunmehr in Kasus 444 – der Verknotung mit der Yodor-Sphäre – befand. (PR 3198)

Inzwischen waren Teams um Atlan und Perry Rhodan in das Audhem eingedrungen, welches ein Backup-System von Fenetay Rik, dem zweiten in FENERIK gelösten Chaotarchen, darstellte. Rhodan begann eine Suche nach den in unterschiedlichen Zeitebenen verstreuten Aspekten des Chaotarchen. Addanc verschob Bewusstseinsteile in seine Larven bzw. in Wesen der jeweiligen Zeitebenen, um Perry Rhodan auf unterschiedliche Weise in Versuchung zu führen. Die Versuchungen beinhalteten Macht durch ein in der AETRON ausgelöstes Zeitparadoxon bzw. durch in ferner Zukunft erlangtes Wissen, sowie durch eine Zeitschleife ins Unendliche gedehntes Familienglück. Rhodan erkannte die Versuchungen rechtzeitig und konnte die jeweiligen Bewusstseinsteile des Quintarchen töten, woraufhin er jeweils einen Aspekt von Fenetay Rik finden und aktivieren konnte. Bei Addancs letztem Angriff hatte dieser nahezu sein gesamtes Bewusstsein in Rhodans Tochter Suzan versetzt. Perry konnte Suzan mittels des Anzugs der Verheißung einige Sekunden in die Zukunft versetzen, wobei Addancs Bewusstsein als blau schimmernde Hyperkristallwolke zurückblieb und von Rhodan getötet wurde, bevor es sich zurückziehen konnte. Lediglich ein kleiner Bewusstseinsrest war in einer von Addancs Larven auf FENERIK zurückgeblieben, der sich fortan Addanc vom Rest nannte und von Zou Skost zum Junior-Quintarchen ernannt wurde. (PR 3199)

Quelle

PR 3190, PR 3191, PR 3192, PR 3193, PR 3194, PR 3196, PR 3198, PR 3199