Androgyn-Roboter

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Die Androgyn-Roboter, kurz Androgyne, sind autarke Spezial-Pionierroboter aus Elementen siganesischer Fertigung. Anfang des 13. Jahrhunderts NGZ wurde der Entwicklungsstand der fünften Generation erreicht.

Allgemeines

Dieser von Siganesen entwickelte Robotertyp sollte ohne Hilfe und Aufsicht von organischen Intelligenzwesen Stützpunkte aufbauen und ausbauen. Die speziell dafür konstruierten Lernkreise passten sich unterschiedlichen Umweltbedingungen an. Die Roboter benötigten keinen Sauerstoff und keine Schwerkraft. (PR 1650, PR 1740)

Der sonderbare Name »Androgyn« bedeutet soviel wie »Zwitter« und soll zum Ausdruck bringen, dass es sich nicht nur um Maschinen, sondern auch um reproduktionsfähige Wesen handelt. (PR 1650)

Androgyn-Roboter der fünften Generation

Die Roboter der fünften Generation wurden nicht speziell für die Reise an die Große Leere entwickelt, jedoch kurz vor Beginn des Unternehmens fertig. (PR 1678, PR 1679)

Hergestellt wurden sie je nach Aufgabengebiet in verschiedensten Formen und Größen. Es gab Würfel, Vielecke, Kugeln. Die Form bestimmte sich rein nach der Zweckmäßigkeit. Die Roboter konnten winzig sein, aber auch Dinosauriergröße erreichen. Sie bestanden aus einem sich unterscheidenden Körpergerüst, das je nach Modell um bis zu tausend Segmente erweitert wurde. Am Körpergerüst waren Arbeitswerkzeuge wie Greifarme befestigt, teils auch ausfahrbar. Die Segmente konnten selbständig agieren, das Körpergerüst umkreisen oder sich weiter entfernen. Dabei standen sie immer untereinander in Verbindung. Auch Medo-Androgyne gab es. (PR 1650, PR 1654, PR 1679)

Die Androgyn-Roboter konnten sich selbst reproduzieren und verbessern. Sie lernten dabei aus Fehlern und Erfahrungen des Stammes. (PR 1650) In begrenztem Rahmen waren sie zu Gefühlen fähig. (PR 1682)

Die Androgyn-Roboter sollten in weit entfernten Galaxien Pionier- und Forschungsarbeiten leisten. Die dabei gebildeten Roboterzivilisationen sollten die Vorarbeit leisten, ihren Erschaffern später einen guten Start in der fremden Umgebung ermöglichen. Je nach Aufgabe konnten sie beispielsweise Land roden, technische Geräte installieren oder Funksignale aus dem All empfangen. (PR 1650)

Stämme der Coma-Expedition

Für die erste Coma-Expedition zur Großen Leere wurden zwölf Stämme an Bord der BASIS mitgenommen. Für diese war Robert Gruener zuständig. Er setzte sie von 1202 NGZ bis 1206 NGZ in regelmäßigen Abständen von etwa 20 Millionen Lichtjahren aus. Sie bauten elf Brückenköpfe bis zum Pulsar Borgia, die Coma-Stützpunkte, und wurden je nach Gegebenheit auf Planeten, Monden und im kosmischen Leerraum eingesetzt. Den Androgyn-Robotern wurden für den Aufbau der Stationen technische Geräte und Teile für Großanlagen mitgegeben. (PR 1650, PR 1651, PR 1657, PR 1679)

Jeder der zwölf »Stämme« setzte sich aus jeweils zwanzig Spezial- und Allzweckrobotern zusammen. Die Roboter des ersten Stammes hießen beispielsweise »A-1-1«, »A-1-2« usw. Dabei steht das »A« für »Androgyn«, die erste Zahl für den Stamm und die zweite Zahl für das Individuum. Gemeinsam war ihnen allen eine Funkanlage zur Kommunikation mit anderen Robotern, Geräten und Menschen sowie eine Sprecheinrichtung zur akustischen Kommunikation mit Menschen. (PR 1650, PR 1652)

Die planetaren Stützpunkte und insbesondere die großen Raumstationen sollten so aufgebaut werden, dass sie organischen Wesen das Überleben für viele Jahre ermöglichen. So sollten weitere Erkundungen der Galaxien in der Umgebung ermöglicht werden. Dies lag im Interesse der Kosmischen Hanse, die die Expedition zur Großen Leere zu einem Großteil finanzierte und die Brückenköpfe später als Hanse-Stützpunkte nutzen wollte. (PR 1649, PR 1650, PR 1657)

Für die Stämme der Coma-Expedition entwickelte Robert Gruener einen speziellen, später nach ihm als Gruener-Algorithmus (PR 1872) bezeichneten »Androgyn-Algorithmus«. Er verkürzte zudem Entwicklungsprozesse und nahm Modifikationen vor. Vor dem Aussetzen wurden die Roboter zudem anhand harter Testkriterien geprüft, die von Stamm zu Stamm verbessert wurden. So war der 12er-Stamm in einem technisch bereits weit fortgeschrittenen Stadium und zog manche Entwicklung der erst für die sechste Generation angedachten Entwicklungen vor. (PR 1650, PR 1678)

Die Stämme 13 und 14 entstanden an der Großen Leere. Sie hatten optimierte Lernkreise und das gesamte bisherige Wissen der ersten Coma-Expedition. Für den 14er-Stamm erweiterte Gruener seinen Algorithmus um neue Komponenten. Diese sollten dem speziell für den Einsatz innerhalb der Großen Leere entwickelten Stamm ermöglichen, ein Extrapolations-Schema für einen 15er-Stamm zu entwerfen. Der Verlust nur eines der Roboter würde zu einem Verlust von Wissen führen und den Folgestamm schwächen. Gruener brachte die beiden Stämme mit zurück in die Milchstraße, um diese an Wissen und Selbständigkeit den vorigen Stämmen überlegenen Roboter als Prototyp für die sechste Generation zu verwenden. (PR 1678, PR 1679, PR 1684)

Auch die Androgyn-Roboter der zweiten Coma-Expedition gehörten der fünften Generation an. (PR 1740)

Ob und wie sich die Androgynen seit dem Ende der Coma-Expedition weiterentwickelt haben, ist bis zum 14. Jahrhundert NGZ nicht bekannt.

Bekannte Androgyne

  • A-1-1
  • A-1-11
  • A-6-1
  • A-6-16
  • A-6-28
  • A-6-34
  • A-6-55
  • A-6-78
  • A-6-121
  • A-6-134
  • A-6-151
  • A-6-161
  • A-6-199
  • A-6-200
  • A-6-217
  • A-6-220
  • A-6-369
  • A-12-486

Geschichte

Robert Gruener bereitete jeden Stamm auf dem Weg zum nächsten Zwischenhalt vor. (PR 1650)

Der erste Stamm der Androgyn-Roboter wurde am 31. Oktober 1202 NGZ auf dem Planeten einer roten Sonne in einer Kleingalaxie ausgesetzt, die circa 490.200 Lichtjahre von NGC 4826 entfernt ist, also rund 16 Millionen Lichtjahre von der Erde. Sie bauten dort den Stützpunkt Coma-1 auf. Der Planet war eine unscheinbare, trockene Sauerstoffwelt, auf der sich Ruinen einer untergegangenen Hochzivilisation fanden. (PR 1650)

Der zweite Stamm wurde im Leerraum ausgesetzt. Dieser Vorgang zeigte wie erhofft, dass die Androgyn-Roboter auch einen funktionsfähigen kleinen, künstlichen Mond schaffen konnten. (PR 1650)

Vor dem Aussetzen des dritten Stammes auf einem Planeten zerstörten Mitglieder von Arlo Rutans Kampfgruppe einen der Androgynen. Er wurde ersetzt. (PR 1650) Der Stamm baute Coma-3 bis zur Rückkehr der BASIS auf, schloss sich 1210 NGZ aus eigenem Willen einer degenerierenden Roboterzivilisation an und verließ den Stützpunkt. (PR 1684)

Bis zu einschließlich Coma-9 entsprechen die Zahlen der Stützpunkte der Nummer des Roboter-Stammes. Auf Coma-10 dagegen wurden zwei Androgynen-Stämme eingesetzt, Nummer 10 und 11. Der erste ausgesetzte Stamm wurde von geheimnisvollen Farnen beeinflusst. Um bei einem möglichen Ausfall des zehnten Stammes einen Stützpunkt auf dem Planeten sicherzustellen, wurde der elfte Stamm auf der anderen Planetenhälfte eingesetzt. (PR 1650)

Der zwölfte und gleichzeitig letzte aus der Milchstraße mitgebrachte Stamm wurde 600 Millionen Kilometer vom Pulsar Borgia ausgesetzt. Bei einem Angriff von zwanzig Quappenschiffen am 2. November 1207 NGZ auf die nicht flugfähige und nicht bewaffnete Station wurden fünfzehn der Androgyn-Roboter zerstört, weitere drei beschädigt. Nach deren Reparatur wurden alle fünf Modelle zurück zur Station gebracht, um diese wieder aufzubauen. Teile für neue Roboter wurden mitgeliefert. Im Januar 1216 NGZ wurde die Station komplett zerstört vorgefunden. Die Androgynen waren stellvertretend für die »Tabuverbrechen« der Galaktiker auf die Gegängniswelt Yllax gebracht worden. Durch die Beschäftigung mit diesem Androgynen-Stamm lernte Thean Pi-Poul genügend über die galaktische Zivilisation, um die Bereitschaft zu entwickeln, sich im Januar 1218 NGZ mit Perry Rhodan zu treffen. Dieser Stamm war es auch, der den im April die zweite Coma-Expedion beendenden Galaktikern versprach, als »Boten des Friedens« die eingefahrende Meinung der Theans in den folgenden Jahren zu ändern. (PR 1651, PR 1675, PR 1678, PR 1698, PR 1739, PR 1749)

Nach der Aussetzung des zwölften Stammes baute und entwickelte Gruener zusammen mit den Siganesen Syla Poupin und Moran Rautar die Stämme 13 und 14. Ende 1207 NGZ erhielt der dreizehnte Stamm letzte Instruktionen, hatte jedoch noch kein Einsatzgebiet. (PR 1678, PR 1679)

Die Hälfte des vierzehnten Stammes wurde im Januar 1208 NGZ auf der Dunkelwelt Charon eingesetzt. Drei der Roboter verhielten sich seltsam und wirkten wie fremdgesteuert. Einer wurde von Perry Rhodan zerstört, bevor er ein Artefakt des Planeten vernichtet hätte. Drei weitere gingen ebenfalls durch die Beeinflussung von Moira verloren. (PR 1678, PR 1679)

Die Coma-Stützpunkte wurden auf dem Rückflug von der Coma-Expedition angesteuert, um die benötigten Ressourcen aufzufrischen.

Anfang 1218 NGZ verhalf ein Teil der auf der BASIS befindlichen Androgyn-Roboter einer Gruppe um Robert Gruener und Alaska Saedelaere zur Flucht vor der Hamiller-Tube vom Trägerschiff. (PR 1740)

Während des Flugs zu den Hamamesch plünderten zwei Verbände der Imprint-Süchtigen die ersten sechs Coma-Stationen und nahmen die Androgynen als Tauschwaren mit. Die Stationen Eins bis Drei plünderte der Verband um Homer G. Adams, die Stationen Vier und Fünf wurden vom Verband um Harold Nyman leer geräumt. Die sechste Station räumten die Verbände gemeinsam am 2. Juni 1220 NGZ aus. Zwölf Einheiten wurden bei dieser letzten Station übersehen. Diese begannen sofort mit dem Neuaufbau. Ob auch bei den vorigen Stationen Androgyn-Roboter übersehen wurden, ist nicht bekannt. (PR 1750)

Parallel dazu flog die BASIS von 1218 NGZ bis 1220 NGZ von der Großen Leere zurück Richtung Milchstraße. Auf Coma-10 hatten die Androgyn-Roboter zu diesem Zeitpunkt einen Bestand von mehreren tausend Exemplaren und ihren Lebensraum vollständig erschlossen. Coma-9 entwickelte sich ebenfalls positiv. Auch auf Coma-8 stieg die Zahl der Androgynen. Teils waren diese Kopien bestehender Modelle, teils Neuentwicklungen. Zur Herstellung verwendeten die Roboter nicht benötigte Einrichtungen der im Leerraum befindlichen Station. Nachschub an den ohnehin knappen Rohstoffen konnte die BASIS nicht zurücklassen. Auf Coma-7 hatten die Roboter auf der Planetenoberfläche große Kontore mit großer Aufnahmekapazität geschaffen und ihren eigenen Bestand von 20 auf über 500 Androgyne erhöht. (PR 1751)

Im November 1220 NGZ wurden hundert der von Coma-6 entführten Androgyn-Roboter in deaktiviertem Zustand auf dem Level-Planeten Skeat entdeckt und nach Mollen gebracht. Ihre Bezeichnungen lauteten A-6-121 bis A-6-220. Sie bekamen den Auftrag, bei der Eroberung der Station NETWORK zu helfen. Auf dem Weg dorthin wurde ein Fünftel durch Tréogen zerstört. Als kurz vor der erfolgreichen Übernahme der Station eine letzte Verteidigungseinrichtung alle Galaktiker lähmte, konnte der von Wotan Idal umprogrammierte und leicht verwirrt wirkende A-6-199 den die Paralysestrahlung erzeugenden Apparat zerstören. In der Folge sollten sie die Äquatorialstation vermessen und einen holografischen Aufriss erstellen. Im Zuge seiner letzten erfolgreichen Übernahmeversuche von NETWORK vernichtete Tréogen weitere der Roboter. Bei Aufgabe der Station waren 38 Androgyne übrig. (PR 1780, PR 1781, PR 1784)

Anmerkung: Obwohl sich nur die hundert Androgyn-Roboter A-6-121 bis A-6-220 auf den langen Weg zur Station NETWORK begeben haben, ist in Heft 1784 von A-6-16, A-6-28 und A-6-34 sowie in Heft 1785 von A-6-55 und A-6-78 die Rede. In Heft 1781 wurde ausdrücklich betont, dass unter den gefundenen Robotern keiner mit niedrigerer Nummer als A-6-121 ist. Zudem tauchen noch A-4-88 und A-5-318 auf. Deren Coma-Stationen Vier und Fünf wurden zwar auch von Imprint-Süchtigen geplündert, doch diese Androgynen wurden bis dahin nicht erwähnt und waren zudem nicht mit auf dem Weg zur Station.

In der Folge wurden die 38 Androgynen zur Bestattung von toten Imprint-Süchtigen eingesetzt. Um mit einer fliegenden Fabrik in den Verladebahnhof und Umschlagplatz RAILWAY-STATION einzudringen, sabotierten zwanzig der Roboter den Antrieb des Flugobjekts und zwangen es so zur Landung. So gelangten die Galaktiker und die anderen Androgynen an Bord der Fabrik und nutzten diese nach Reparatur des Antriebs als Trojanisches Pferd. Innerhalb des Geländes wurde die Gruppe entdeckt und angegriffen. Mehrere der Roboter wurden dabei zerstört. Nachdem Icho Tolot das die Anlage steuernde Robotergehirn RobRepair lahmgelegt hatte, lieferten die verbliebenen 24 Androgynen aus ihren körpereigenen Aggregaten die Energie zur teilweisen Reaktivierung der Positronik. (PR 1785, PR 1786)

Nach diesem Einsatz wurden die 24 Roboter an Robert Gruener zurückgegeben, der 20 von ihnen in kurzer Zeit wieder einsatzbereit bekam. Anfang Dezember wurden diese zwanzig Roboter dem Kommando Wunderkerze zugeteilt, das den vermissten Reginald Bull und sein Team auf Nundor finden sollte. In der Ebene der Kelche wurden die Androgynen von einer rosafarbenen Biomasse eingeschlossen und zersetzt. Vor ihrem Ende konnten sie in der Biomasse noch arachnoide Genstrukturen identifizieren. (PR 1789)

Darstellungen

Quellen

PR 1650, PR 1651, PR 1652, PR 1654, PR 1657, PR 1678, PR 1684, PR 1739, PR 1740, PR 1749, PR 1750, PR 1751, PR 1780, PR 1781, PR 1784, PR 1785, PR 1786, PR 1789, PR 1872