Die Winde von Epsal

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Serie: Perry Rhodan Neo (Band 208)
Neo208.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Zyklus: Die Solare Union
Titel: Die Winde von Epsal
Autor: Rainer Schorm
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 6. September 2019
Handlungszeitraum: ...
Handlungsort: ...
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Pabel-Moewig Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Kurz­zusammen­fassung

Auf Epsal treten plötzlich eigenartige Sporen auf, die Intelligenzen gezielt töten können und eine Agressivität und Zielstrebikeit an den Tag legen, die durch rein evolutionäre Prägung nicht erklärbar sind. Sie versuchen auch, in die CREST II einzudringen. Merkosh entdeckt, dass sie mit Dunkelleben infiziert sind. Schließlich stellt sich heraus, dass Iratio Hondro heimlich gelandet ist und die Sporen steuert. Er kann besiegt werden, entkommt aber wieder.

Handlung

Krise auf Epsal

Paulus Moron ist der Pilzsammler schlechthin auf Epsal und kann daher gesalzene Preise für seine Führungen in den Pilzwald von Epsal verlangen. Er führt zwei reiche Ferronen, Erkokk und Summler, in den Ostwald. Die beiden wollen einen Dornschlonz finden, den Trüffel von Epsal, überaus selten und gefährlich, aber mit psychotropen Substanzen. Die Pilze auf Epsal ersetzen Fauna und Flora. Mehrmals muss Moron die beiden vor aggressiven Sporen und anderen Angriffen durch Pilze schützen. Als Erkokk einen Grünspan-Träuschling erkennt, der ein Hauspilz ist, das epsalische Pendant für ein Haustier, setzt er ihn sich auf die Schulter und dessen Wurzelfäden dringen sofort schmerzhaft in ihn ein. Dann entdeckt Erkokk etwa 20 Meter vor ihnen eine in der Luft schwebende Wolke, wie aus Rußteilchen. Das kennt auch Moron nicht. Ein dünnes Filament schießt auf Summler zu, bevor er das Prallfeld einschalten kann, und dann ist etwas im Inneren Summlers. Erkokk will flüchten und wird dabei von der Sporenwolke eines anderen Pilzes erfasst. Moron empfiehlt ihm, sich vom Anzug sedieren zu lassen, dann nimmt er beide über die Schulter und läuft auf Rimdan zu, die Hauptstadt von Epsal, von der aus sie gestartet sind.

Perry Rhodan soll einen Besuch bei Noelani Moana absolvieren, der Obfrau von Epsal. Aus diesem Grund fliegt die CREST II Epsal an. Beim Anflug fallen eigenartige Staubpartikel auf, die von den Strömungen der Startkanäle des Raumhafens bis an die Grenzen der Atmosphäre und darüber hinaus transportiert werden. Sud interessiert sich für Epsal, weil dort das Phänomen der Interaktiven Adaption zwischen menschlichen und einheimischen Biozyklen, das auch auf anderen Welten festgestellt wurde, am deutlichsten ist: Vor der Besiedlung gab es nachweislich keine Fungatoxide. Und der Versuch, menschliche Siedler gegen psychotrope Pilzkomponenten unempfindlich zu machen, baut sich enorm schnell ab, als weigere sich der menschliche Organismus, sich das Rauscherlebnis wegnehmen zu lassen.

So landet auch Sud auf Epsal. Und Kermal Sorum, der Chefmediker und Leiter des MIMERC auf Epsal, hat für sie bereits einen interessanten Fall: Die beiden Pilzsucher, die Paulus Moron abgeliefert hat. Bei Erkokk, der in einer Kaspel isoliert ist, kann man den Kampf zwischen den Fäden der Gyromitra esculenta epsalensis, vergleichbar mit der Giftmorchel, die in den Körper von Erkokk eindringen, mit den Fäden des Träuschlings, des Hauspilzes, der sich von den Fäden der Giftmorchel ernährt, verfolgen. Ohne den Träuschling auf seiner Schulter wäre Erkokk trotz der Behandlung durch das MIMERC schon tot.

Summler, der in einer Nebenkapsel untergebracht wurde, geht es schlechter. Nichts mehr von seiner Gestalt ist erkennbar. Die Sporen entziehen sich einer Entnahme zur Untersuchung. Und dann versuchen sie, die Kapsel zu sprengen. Ein Alarm ertönt: Siegelbruch. Sporen setzen sich in den feinen Haarrissen fest, die sich bereits gebildet haben. Sud fordert von Sorum Maßnahmen, und dieser aktiviert die Plasmafackeln der Kapsel. Drinnen bleibt nichts übrig. Und Sud setzt Qurantäne für ganz Epsal in Gang.

Die Quarantäne wird ausgerufen, als Rhodan gerade mit einer Personenfähre in die CREST II zurückkehrt. Thora befiehlt den sofortigen Start. Die CREST II geht in einen geosynchronen Orbit. Rhodan ist nicht kontaminiert. Merkosh will auf Epsal Untersuchungen vor Ort anstellen. Er bekommt die Erlaubnis, mit seinem Vitron zur Oberfläche zu starten.

Dann gibt es Bioalarm, weil Sporen, die durch die Jetstreams hochgetragen wurden, durch die geschalteten Strukturlücken im Bereich des einfachen Wartungstechnikers Cedric McCallum in das Schiff eingedrungen sind. Sie verteilen sich nach einem auffälligen Muster. Man will im Schiff eine Strömung erzeugen, die sie wieder ins All bläst. Sud erfährt davon, dass auf der CREST II nun auch eine Quarantäne ausgerufen wurde. Und ihr ist klar, dass Raumschiffe nicht das Ziel einer evolutionären Prägung sein können. Dazu sind sie viel zu singulär. Keine Spore hat ein Interesse, die eigene Biosphäre zu verlassen. Dann kommt die Nachricht, dass eine weitere Gruppe aus dem Ostwald am Eingang der Stadt steht. Sofort werden sie mit Schutzschirmen eingeschlossen. Sud und Sorum erkennen, dass sie bereits vollständig infiziert sind. Wieder scheitert ein Versuch der Sporenentnahme. Und wieder bleibt nur noch der Einsatz von Plasmafackeln.

Der Grunner Kor Staal ist Blogger mit aktiver ID-Tarnung im Mesh. Er polemisiert vor allem gegen die CHF, die Complex Humanity Foundation. Er hatte schon bei der Ankunft der CREST II ein ungutes Gefühl. Als dann die Quarantäne ausgerufen wurde, wobei der Grund nicht offengelegt wurde, weil man keine Panik erzeugen wollte, rief er zum Widerstand gegen die Quarantäne auf: Quarrel Quarantine, Quarreltine! Und die Leute folgen ihm, protestieren gegen die Obfrau. Nun sieht er ein Video von der Einäscherung der Gruppe am Stadteingang. Und er bekommt eine Ahnung, dass die Quarantäne vielleicht doch gerechtfertigt ist und er mit seiner Kritik nicht richtig liegt.

Thora überlegt inzwischen bereits, nicht nur die CREST II, sondern gleich die gesamte Oberfläche von Epsal zu sterilisieren, um eine Ausbreitung der Sporen zu verhindern. 2024 hatten die Chinesen Teile der Ausbruchsgebiete der M-Ebola-Welle sterilisiert, unter allgemeiner Kritik, aber heimlicher Zustimmung der Welt. Tifflor, der von Mimas aus zugeschaltet wird, äußert wie schon zuvor Merkosh die Überzeugung, dass es einen externen Einfluss geben muss. Merkosh und Sud sind überzeugt, dass nur ein Vorstoß einer Expedition zum Ursprungsort Aufklärung bringen kann.

Und dann ist die Expedition unterwegs. Paulus Moron führt sie. Sud und Merkosh sind dabei. Außerdem hat Sorum ihnen den Medotechniker Cedrus Jallko mitgegeben, einen durchschnittlich wirkenden Epsaler, sowie Ensim Garrol, der sich in den Dienst des MIMERC gestellt hat, sodass CHF an ihm alle Rechte verloren hat. Der Grunner ist massig wie ein Panzerschrank. Moron warnt sie zwar immer wieder vor gefährlichen Pilzen, merkt aber, dass die Luft weniger stickig ist als sonst. Er untersucht die Krume: Das Myzel stirbt, trocknet aus. Als plötzlich harte Myzelstränge nach oben schnellen, wird Jallkos Oberschenkel durchbohrt, bevor sich sein Schirm aktivieren kann, und danach muss ihn Moron tragen.

Immer wieder branden Sporenmassen gegen die CREST II, versuchen sogar, durch die Strukturlücken beim Funkverkehr zu kommen. Und immer wieder fackelt sie O'Sullivan mit den Bordwaffen ab. Und dann müssen McCallum und Rhodan den Techniker Meek herausholen, der auf seinem Posten von Sporen eingeschlossen wird und dem die Energie für die Schirme auszugehen droht. Im Schiff blasen Gasströme die Sporen in die Bereiche, in denen man sie haben will. Rhodan befiehlt Verschlusszustand und dann: Steppenbrand.

Die Expedition kommt zu einer Art Grube, in der sich ein kugelförmiges Raumschiff befindet, größer als Merkoshs Vitron, aber kleiner als eine Korvette. Das Myzel in der Grube ist abgestorben. Merkosh steigt hinunter, holt abgestorbene Sporen herauf und untersucht sie mit seinen Instrumenten. Sie sind Dunkelleben, wie er befürchtet hat. Und Sud sagt: Hondro. Jetzt müssen sie ihn finden und ausschalten.

Iratio Hondros Erinnerungen

1. Schritt: Er lebt in Quito, hoch oben in den Anden, bei seiner Mama Maria. Seinen Vater kennt er nicht. Maria lebt mit Ignacio zusammen, der trinkt und immer wieder sowohl Maria als auch ihn verprügelt. Und er weiß, es ist Zeit zu gehen.

2. Schritt: Er ist in Villanueva in Venezuela, kommt gerade aus dem Gefängnis. Seit drei Jahren arbeitet er für das Kartell. In Cali hat ihn die Polizei erwischt. Den Mord konnten sie ihm nicht nachweisen, aber sie fanden Koks bei ihm. Und so kam er dafür ins Gefängnis. Nun erwartet ihn der massige Mendoza für den nächsten Auftrag.

3.Schritt: Er ist nur noch Lastenträger, sein Patron dirigiert ihn mit seinem Stock. Das meiste von dem wenigen Geld, das er bekommt, wird das Leben auffressen, etwas zu essen, zu trinken und eine dreckige, durchgelegene Matratze. Doch ganz wenig kann er sparen. Er träumt von Terrania. Die Hoffnung stirbt angeblich zuletzt. Aber sie stirbt.

4. Schritt: New Frontiers hat ihn akzeptiert. Das Trainingsprogramm ist exzessiv. Der Alkoholkonsum hat seine Leber geschädigt, aber er hält durch. Er ist auf Mimas. Die Genom-Modifizierung wird unangenehm, hat man ihm gesagt, doch er will ein neuer Mensch werden, von der Raupe zum Schmetterling. Gegen Arkturus und Altair hat er Einspruch erhoben, die Massigkeit dieser Menschen machte ihm Angst. So wurde er der Capella zugeteilt. Die Umkonstruktion der Augen wird schmerzhaft sein, bis sie sich mit dem Rest des Organismus vertragen. Aber Schmerzen machen ihm keine Angst mehr.

5. Schritt: Fee Chaselle war der Glücksgriff seines Lebens. Doch sie hat sich verändert. Sie ist Ichabod Taylors Assistentin, eine von mehreren. Sie zieht sich immer mehr von ihm zurück und ist immer stärker beschäftigt. Und jetzt hat er die Analyse des Genoms des Kindes, das sie bekommt: Keine Übereinstimmung mit dem Genom von Iratio Hondro.

6. Schritt: Die Untersuchungskommission hat eine Pressekonferenz abgehalten und ihre Ergebnisse präsentiert: Es war ein Unfall. Seine Helfer stehen bereit. Man wird ihn geradezu in die Position des Obmannes drängen.

7. Schritt: Die beiden Sonnentransmitter von Capella haben nicht die Kapazität von Castor und sind unzuverlässiger. Capella gerät gegenüber Olymp immer mehr ins Hintertreffen. Und der Alltag an der Spitze langweilt Hondro. So nimmt er Kontakt zum Geminga-Kartell auf.

8. Schritt: Nach dem Kontrollbericht des terranischen Rechnungshofes zwingt man Hondro, sein Amt ruhen zu lassen. Nun begibt er sich zu einer Space-Jet, die nur er betreten kann. Auf Wiedersehen Plophos. Ich gehe nicht für immer.

Das Ende

Das Protokoll Steppenbrand wurde noch nie erprobt. Wenn es schiefgeht, steht über Epsal eine neue Sonne. Der Sticksoff wird abgesaugt, der Hangar mit Plasma geflutet.

Sud und ihre Gruppe bewegen sich weiter, immer stärker wirkt die Umgebung abgestorben. Dann sehen sie vor sich eine Gestalt schweben. Es ist Hondro. Er kann sie nicht übernehmen, die Kontrolle der Sporenschwärme lastet ihn aus. Doch die Sporen greifen ihre Schirme an, die Energie geht zur Neige, dann werden sie sich durch die Anzüge fressen. Sie werden hier sterben.

Da spürt Hondro plötzlich enormen Schmerz, als würde er verbrennen. Er spürt, wie in der CREST II die Sporenschwärme verbrannt werden. Seine Konzentration zerbricht, ihm bleibt nur noch die Flucht mit seinem Schiff.

Als Hondro die Kontrolle über die Sporen verliert, sterben diese ab. Die Natur von Epsal stürzt sich auf sie, verdaut sie sofort und gerät außer Rand und Band. Der Expedition bleibt nur noch Flucht in die Stadt zurück.

Kor Staal forderte seine Follower auf, nach Hause zu gehen. Doch das wollten sie nicht hören. Es wird schwer werden, das Vertrauen seines Publikums wiederzugewinnen. Und Noelani Moana hat alles richtig gemacht.

Hondro ist wieder entkommen. Diesmal hatte er Zugriff auf unzählige Kleinlebewesen. Vielleicht war das nur unter den Bedingungen von Epsal möglich. Rhodan schwört, dass er ihn erwischen wird, und wenn es das letzte ist, was er tut.