Iratio (PR Neo-Roman)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Perry Rhodan-Neo-Roman. Für die Person der klassischen Perry Rhodan-Serie, siehe: Iratio.
Überblick
Serie: Perry Rhodan Neo (Band 244)
Neo244.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Zyklus: Nonagon
Titel: Iratio
Autor: Rüdiger Schäfer
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 22. Januar 2021
Handlungszeitraum: ...
Handlungsort: ...
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Pabel-Moewig Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Kurz­zusammen­fassung

...

Handlung

Iratio Hondro beobachtet nach seiner Flucht mit der Dolphin von Olymp, wie sich seine Hand neu bildet.

Im Quito des Jahres 2056 lebt der siebenjährige Iratio Hondro in ständiger Angst vor seinem Vater. Seine Mutter hatte die Reise mit der Memeter-Arche nicht überlebt. Sein Vater hat ihren Tod nicht überwunden, lebt von seiner Rente und gibt sich dem Alkohol hin. Als eine junge, halbverhungerte Frau, die er für Liebesdienste mit nach Hause genommen hat, seinen letzten Schnaps austrinkt, dreht er durch und erschlägt sie fast. Iratio, der geweckt wurde, greift ein, weil er Angst hat, dass er auch noch dieses schäbige Zuhause verlieren könnte, wenn sein Vater zum Mörder wird. Daraufhin richtet sich die Wut seines Vaters gegen ihn. Iratio flieht, sieht noch, wie die junge Frau von den Klippen springt und findet schließlich Unterschlupf bei der alten Maylin, die zu den Desamaparados, den Obdachlosen von La Floresta, gehört. Doch diese kurz Phase einer gewissen Nestwärme endet, als die Officiales das Zeltlager der Obdachlosen mit Gewalt räumen und die alte Maylin dabei wahrscheinlich erschlagen wird.

Iratio wird zu seinem Vater zurückgebracht, der sich etwas gewaschen und die Wohnung aufgeräumt hat. Doch dieser Wandel ist nur gekommen, weil das Familieninstitut ihm klargemacht hat, dass seine Art zu hausen dem Kindeswohl nicht förderlich sei und er die Unterstützung, die er für Iratio bekommt, weiter beziehen will. Und der Wandle ist nur von kurzer Dauer. An seinem 8. Geburtstag bleibt Iratio etwas länger in der Schule und verpasst dort auch das Mittagessen. Als er heimkommt, will er sich etwas von dem Essen nehmen, das sein Vater, der im Fernsehstuhl eingeschlafen ist, neben sich am Boden stehen hat. Plötzlich erwacht dieser und geht mit dem Messer auf Iratio los. Als sein Vater stolpert und das Messer fallen lässt, erwischt es der Junge und sticht ihm in den Bauch. Dann reißt er endgültig aus.

Auf der Straße lernt er LaMosca kennen einen anderen Jungen, der ihm den Rat gibt, sich an Pepe zu wenden, wenn er Probleme habe. So kommt Iratio mit Paloma, einem Rauschgiftring in Kontakt, der für seine Lieferungen gerne Kinder einsetzt. Und Iratio erweist sich als fleißig und verlässlich und vermeidet es, selbst Rauschgift zu nehmen. So arbeitet er sich in der Organisation nach oben, hat mit 10 Jahren schon ein eigenes Revier und mit 15 einen eigenen Bezirk. Noch immer macht er Lieferungen auch selbst, um den Kontakt mit der Basis nicht zu verlieren. Bei einer derartigen Lieferung trifft er auf Lucia, die in der Schule seine beste Freundin war und davon träumte, zu den Sternen zu fliegen. Nun ist sie nur noch ein Wrack, das Kokain, das er ihr bringt, wahrscheinlich ihr letzter Schuss. Ein anders Mal trifft er auf seinen Vater, der nun Verwalter eines heruntergekommen Wohnwagenparks ist und sich mit dem Rauschgift einen Nebenverdienst geschaffen hat. Es kommt zur finalen Abrechnung der beiden, sein Vater gibt ihm die Schuld an seinem Schicksal und Iratio erwürgt ihn.

Als LaOruga, die Raupe, der bisher den Süden der Stadt beherrschte, versucht, Paloma langsam das Wasser abzugraben und deren Kunden und Lieferanten an sich zu ziehen, ist es Iratio, der gegen dessen Leute vorgehen lässt und Oruga zum Einlenken in den Status quo ante zwingt. Iratio lebt nun in einer noblen Villa, den Flug nach Terrania, von dem er früher träumte, könnte er sich längst leisten doch das hat jetzt seine Bedeutung verloren. Dann wird er eines Tages in seiner Villa von vier Profis aufgelauert, verschleppt und mit Rauschgift geimpft. Als sie ihn laufen lassen, ist er süchtig. Doch er überwindet die Sucht auch ohne Hilfsmittel der Aras. Und er bekommt schnell heraus, dass es Oruga war, der ihm die Profis schickte, und ihn nur laufen ließ, damit jeder sieht, dass er zum Wrack wurde. Er kann die vier Gefolgsleute Orugas stellen und tötet sie. Als es dann darum geht, Oruga selbst eine Falle zu stellen, muss er erkennen, dass es La Mosca, gewesen ist sein Freund, der die Codes zum Zugang seiner Villa verraten hat. Er war der einzige, dem Iratio vertraut hat, ist mit ihm in Paloma aufgestiegen, und will ihn offenbar auch jetzt in eine Falle Orugas locken will. Iratio kann die Falle umkehren, tötet Oruga und dann La Mosca. Doch auch sein Ruf in Paloma ist ruiniert, seine Neider bekommen Oberwasser, weil er dem Falschen vertraut hat.

Letztlich ist er dann bereit, einen wenig attraktiven Bezirk in Brasilien, der erst im Aufbau ist, zu übernehmen. Doch dort schlägt bei einer größeren Lieferung die Policia Especial zu, und Hondros Anwalt muss einen Deal mit der brasilianischen Justiz machen, dass Hondro nicht nach Ecuador ausgeliefert, sondern in Brasilien abgeurteilt wird. Im Gefängnis lernt er dann Froser Chaselle kennen, vor allem aber dessen Schwester Fee. Sie ist nicht nur schön, sondern auch klug und trägt eine Traurigkeit in sich, die Hondro bezaubert. Die Idee entsteht, dass sie sich einem der Kolonisationsprogramme anschließen, was eine rasche Begnadigung zur Folge hätte. Kurz darauf sind sie auf Mimas. Froser lernt Maria Metscho kennen, und sie sind zu viert.

Bei 20 Prozent der Kandidaten wehrt sich der Körper gegen die Eingriffe zur Anpassung an die neue Welt. Und ausgerechnet Hondro gehört zu diesen 20 Prozent. Die Schmerzen hält er mit Schmerzmitteln in Schach, doch irgendwann bricht er zusammen. Maria eröffnet ihm, dass sie die Medikamente in seinem Körper festgestellt hat, das wird melden müssen und er zur Erde zurückgeschickt werden wird. Er bittet um drei Tage, um das Fee selbst sagen zu können. Kurz darauf ist Maria Metscho tot und Iratio fliegt doch nach Plophos. Und dort hören die Schmerzen plötzlich auf.

Auf Plophos arbeitet Iratio für Ichabod Taylor, den Obmann, ist sogar seine rechte Hand. Er macht sich einen Namen, als er die Umzäunung der Hauptstadt organsiert, die die Panzerbären abwehren soll. Eines Tages kommt er von einer Bürgerversammlung, die früher zu Ende war als erwartet, nach Hause und hört ein Stöhnen aus dem Schlafzimmer, von Fee und Taylor. Er verschwindet und kommt später wieder, doch kurz darauf initiiert er einen Gleiterunfall, dem Taylor und Fee zum Opfer fallen. Bei der Abstimmung über die Nachfolge von Taylor erhält Hondro 86 Prozent der Stimmen. Doch Plophos ist arm, immer am Rand zum Staatbankrott. Um die Staatseinnahmen zu erhöhen lässt es Hondro zu, dass das Geminga-Kartell Plophos zum Umschlagplatz macht. Diese Entscheidung wird vom Rat der Kolonie nicht geteilt, und gegen ihn eine Untersuchung wird eingeleitet. Zugleich kommen Gerüchte über den Unfalltod von Fee und Taylor auf. Schließlich bleibt Hondro nur, unterzutauchen und sich vom Kartell von Plophos hinausschmuggeln zu lassen.

Die MADISON, Ein Schiff des Kartells bringt ihn zu Teegardens Stern, mit den beiden Planeten Rhett und Scarlett. Dort soll er sich mit Dak Khoon, dem Kopf des Geminga-Kartells treffen. Auf Scarlett gibt es Hyprionen, in der Atmosphäre schwebende Moosteilchen, die sich durch jedes Material fressen. Und im Untergrund wurden Geminga-Drusen geortet. Alles war eine Falle, Dak Khoon wird nicht kommen, und Hondro, so wie andere Delinquenten des Kartells, hier ausgesetzt. Man konnte einen Prozess gegen ihn nicht riskieren, bei dem er sein Wissen über das Kartell hätte breittreten können. Wenn er eine Druse findet, nehmen sie ihn wieder zurück an Bord. Doch bisher ist das keinem Delinquenten gelungen.

Hondros Anzug hat nur wenig Energie. Er findet einen Einstieg in eine Schlucht und von dort in eine Höhle voller Kristalldrusen. In diesen ist etwas Dunkles, plötzlich umringen dunkle Würmer seine Füße, durchdringen seinen Anzug und erreichen sein Gehirn. Er ist in Panik. Dann kann er plötzlich die Gedanken der Mannschaft der MADISON wahrnehmen, als wäre er einer von Rhodans Mutanten. Er kann die Kapitänin des Schiffes zwingen, sich selbst zu erwürgen und die Mannschaft, ihn abzuholen. Zurück auf Olymp quartiert er sich in einem unauffälligen Hotel ein und beginnt von dort, die Herrschaft über das Kartell an sich zu ziehen. Doch sein Körper baut immer mehr ab und er erkennt, dass er das nicht lange überleben wird. Da taucht in seinen Gedanken der Begriff Tian jin si auf, der Name der chinesischen Kolonie im Deneb-System. Er lässt sich dorthin bringen, entdeckt eine weitere Höhle voller Kristalldrusen, und plötzlich spürt er höllische Schmerzen. Dann hört er eine Stimme, Tihit ist in ihm. Sie sagt ihm, dass er etwas Besonderes sei, die Menschen etwas Besonderes seien und er sie führen könne. Als er hinaufkommt, ist fast eine Woche vergangen und in der Stadt lebt fast niemand mehr. Die wenigen, die überlebt haben, gehen geistlos wie Zombies umher, geistig ausgebrannt durch den Kontakt mit Tihit.

Dann landet Jessica Tekener und nimmt ihre Ermittlungen auf, und kurz darauf Thomas und Farouq Rhodan. Hondro wird gefangen genommen, flieht mit Hilfe von Ras Tschubai von Mimas, und kehrt nach Plophos zurück. Froser Metscho, der mit den Behörden gegen ihn zusammen gearbeitet hat, macht er zu seinem Link. Und als dieser auf dem Mond eingesetzt ist, bekommt Hondro von ihm den entscheidenden Hinweis: NATHAN vernetzt sich offenbar mit den neun Planetenmaschinen, die Tihit im Schwarzen Loch festhalten sollen, als deren zentrale Steuereinheit. Dann gelingt es Rhodan offenbar im Zentrum der Galaxis, das Dunkelleben abzusaugen. Nun liegt es an Hondro, die Maschine die Tihit im Black Hole festsetzen sollte, zu ihrer Befreiung zu verwenden. Die Weichen sind gestellt, und Jessica Tekener nun genau dort, wo er sie haben will. ...