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| Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit den Clustern von Dommrath. Für weitere Bedeutungen, siehe: Cluster. |
Die Galaxie Dommrath ist der Herrschaftsbereich der Ritter von Dommrath. Sie liegt in der Nähe der zerstörten Galaxie Kohagen-Pasmereix. Dommrath wurde zur Zeit der Crozeiren Pooryga genannt.
| Astrophysikalische Daten: Dommrath | |
|---|---|
| Katalogbezeichnung: | M 95, NGC 3351 |
| Andere Namen: | Pooryga |
| Entfernung zur Milchstraße: | 38,65 Mio. Lichtjahre |
| Durchmesser: | 84.000 Lichtjahre |
| Bekannte Völker | |
| Aseddos, Berku'Tama, Caranesen, Crozeiren, Druiden, Irrismeeter, Khodod, Kimbaner, Mindandarer, Nyrfolk, Omraben, Sambarkin, Saphoren, Seelenquell, Stuuren, Tayrobo, Zamfochen, Zamumonter ausgestorben: Maraniten, Rasaec, Sonolghar | |
| Sternenreiche | |
| Land Dommrath, Astronautische Revolution, Außenlandkolonisten | |
| Verkehrssprache: | Do'Esanom |
Übersicht
Die beiden Arme der Galaxie werden Do'Cennyr und Do'Gwinyr genannt und bilden ihre Northside und Southside. Der Bereich oberhalb der galaktischen Hauptebene wird als Do'Galgyr, der unterhalb als Do'Gysgyr bezeichnet. (PR 2049)
In der Sprache der Saphoren wird einer der Spiralarme Hywar genannt. (PR 2062, S. 11)
Die Portale
Der gesamte zivile Personen- und Frachtverkehr in Dommrath wird über die Portale abgewickelt. In der
Verkehrssprache Do'Esanom heißt dieses Transmitternetz Do'Tarfryddan. Dazu wurde Dommrath planungstechnisch in 3456 Cluster beziehungsweise Checkalurs genannte würfelförmige Gebiete unterteilt. Jedes Checkalur besitzt eine Kantenlänge von etwa 1330 Lichtjahren. Die Durchnummerierung erfolgte in der Reihenfolge ihrer Erschließung durch die Portal-Installateure. Jeder Cluster besteht aus bis zu zehn Sektoren. Jeder Sektor enthält mindestens ein Sonnensystem.
Ein Portal ist eine schwarz-wogende Fläche, die wie ein Transmitter wirkt. Will man durch Dommrath reisen, so muss man sich an einer Gafwooch-Säule einen Billetstab ausstellen lassen. Reisen mit bis zu fünf Sprüngen sind kostenlos. Der Billetstab enthält die Informationen, wann welches Portal auf das nächste Etappenziel geschaltet ist. Zuerst muss man das Sektorportal erreichen. Bei größeren Sektoren muss man dazu vielleicht schon kleinere Portale verwenden. Vom Sektorportal aus reist man zur Cluster-Hauptwelt. Clusterportale sind als einzige in der Lage, die über tausend Lichtjahre in einen der 26 Nachbarcluster zu überwinden.
Die Installation der Portalaggregate ist nur nach einer tiefgreifenden Hyperraummanipulation am zukünftigen Standort möglich. Die Portal-Technologie ist sechsdimensional. Neben dem Medium, das die Reisenden benutzen, gibt es noch die »hyperphysikalische Parallelspur des Portalen Äthers«. Diese Parallelspur kann nur durch einen speziellen Durchgang im Inneren einer Portalstation betreten werden. Betritt man den »Portalen Äther«, so wird man entstofflicht und kann sich mit reiner Geisteskraft zwischen den Portalen bewegen. Im Portalen Äther sieht man die Portale parallel zu Sternen als weiße Lichtfunken vor schwarzem Hintergrund. Die Reisenden erkennt man als goldene Fünkchen, die von Portal zu Portal springen. Eine Manipulation des Portalen Äthers ist nur durch einen einzigartigen Durchgang im Catterstock der Tayrobo in der Sternenkammer möglich.
Währung
Das galaxieweite Zahlungsmittel ist der Do'Son oder Dommrathischer Son.
Zeitrechnung
Die Zeitrechnung basiert auf dem Hiddyn.
Mediane Gleichung
Um die Entwicklung der dommrathischen Völker nicht über ein gewisses Maß ansteigen zu lassen, haben die Ritter die Mediane Gleichung formuliert und setzen diese in ihrer Politik um. Die Mediane Gleichung wurde mit dem Ziel entwickelt, zu verhindern, dass die Hohen Mächte auf das Land Dommrath aufmerksam werden. Sie besagt grob, dass alles unternommen werden muss, um den wissenschaftlichen und kulturellen Stand auf einer konstanten Stufe zu halten. Zu diesem Zweck wird das Land Dommrath nach außen durch die Legion abgeriegelt. Im Inneren gibt es die suggestiv begabten Irrismeeter, die unzufriedene Planetenbevölkerungen »befrieden« sollen. Dommrath verfügt über ein jeden noch so hinterwäldlerischen Planeten einbindendes Transmitternetz. Diese Portale haben den Nebenzweck, den Raumschiffsflug als überflüssig gelten zu lassen.
Bekannte Sternhaufen
- 1-Imera – Sternhaufen in der Northside
- Mintakh – Kugelsternhaufen im Halo, circa 32.300 Lj von Crozeiro, Heimat der Zamfochen und der Tayrobo
Bekannte Sonnensysteme
- Agorar – im Cluster 0185; Hauptwelt Agorar IV (PR 2063)
- Annuze (PR 2062)
- Arwar (PR 2058)
- Ase – im Cluster 1343 (PR 2049)
- Chiritt (PR 2049)
- Coux – im Cluster 0133, drei Planeten (PR 2049)
- Cro – im Cluster 0001
- Crozeiros Stern (PR 2071)
- Dryffo – im Cluster 0092 (PR 2063)
- Horr – im Cluster 0133, orangefarbene Sonne, zehn Planeten
- Horromyia (PR 2049)
- Irris – im Cluster 0057, orangefarbene Sonne des Spektraltyps K8V, zwei Planeten (PR 2070)
- Kaarope (PR 2071)
- Larkinzos Stern (PR 2062)
- Lmumban (PR 2049)
- Mattane (PR 2066)
- Mindan – im Cluster 0133, gelbe solähnliche Sonne, 14 Planeten (PR 2049)
- Norbaclur – im Cluster 0263 (PR 2063)
- Reyzer – im Cluster 0177, orangefarbene Sonne, elf Planeten (PR 257)
- Richgy – im Cluster 0178
- Rimba (PR 2059)
- Rimbas Stern – im Cluster 0178, gelbe Sonne, sieben Planeten (PR 2059)
- Rin – am Rand der Galaxie, orangefarbene Sonne des Spektraltyps K6V, vier Planeten
- Sadeen-Epoq – im Cluster 0342, Ausbruch der Seuche um 1291 NGZ
- Scheim (PR 1987)
- Shi'khuu – Zentrum des Clusters 0096 (PR 2063)
- Stuur – im Cluster 0133, gelbe Sonne, acht Planeten
- Syrkiin – im Cluster 0092
- Thalasser (PR 2059)
- Yegob (PR 2069)
- Zamu – im Cluster 0177, gelbweiße Sonne, sechs Planeten (PR 2057)
- Zem'okhmos Stern – Zentrum des Clusters 0133, gelbweiße Sonne, sechs Planeten (PR 2049)
Bekannte Planeten
- 66-Scheimeramant – Begegnung Torr Samaho/Cairol (PR 1987)
- Agorar IV – reiche Rohstoffvorkommen, erster Einsatz Sig-Zikanders als Mitglied der Legion (PR 2063)
- Annuze I (PR 2062)
- Annuze II (PR 2063)
- Arnaff – im Cluster 0178, Agrarwelt der Berku'Tama, Zwischenstation von Keifan/Trim Marath/Startac Schroeder, Zentrum der Astronautischen Revolution um 670 NGZ (PR 2058)
- Asbarjen – Orientierungspunkt Torr Samahos nach der Vernichtung MATERIAS
- Asedd – Bergwerkswelt, Ursprungswelt der Aseddos, Handelstätigkeit der Seelenquell (PR 2049)
- Blissan Rimba
- Castuur – Wüstenwelt, Zwischenstation auf Keifans Reisen
- Chakrab (PR 2057)
- Chirittu – von Caranesen besiedelt, Station Wrehemo Seelenquells, Ankunftsort von Trim Marath und Startac Schroeder, von der Legion eingenommen (PR 2049)
- Clurmertakh – Wüstenplanet, Sperrplanet: Dunkle Null/ZENTAPHER (PR 2062)
- Couxhal – vernichtet (PR 2049)
- Crodhanga (PR 2071)
- Croshoom (PR 2071)
- Crozeiro – Ursprungswelt der Crozeiren (PR 1987)
- Dyffro VII – Ursprungswelt der Omraben (PR 2063)
- Gomantra-Mond (PR 2083)
- Horromyia – Industriewelt, erste Station von Keifans Wanderung (PR 2049)
- Hukarru Rimba
- Irrismeet (PR 2070)
- Kaarope VII (PR 2071)
- Kergo (PR 2085)
- Khod (PR 2071)
- Larkinzo (PR 2062)
- Lmumban XVII (PR 2049)
- Mindandar – Heimat der Mindandarer, Sektorenportal Rangkons Pracht, Zwischenstation Keifan/Marath/Schroeder (PR 2049)
- Mthiesen III – Archivplanet, Wissenszentrum der Crozeiren, jetzt sonnenlos (»Namenspatron Michael Thiesen«) (PR 1987)
- Norbaclur II – Bau von Raumschiffswerften (PR 2063)
- Redein-Lessak (PR 2070)
- Reyzer II – Heimat der Maraniten, ausgerottet von der Seuche (PR 2057)
- Richgy VII – Zwischenstation Keifan/Marath/Schroeder (PR 2058)
- Rinxxa – besiedelt von Kimbanern und Caranesen nach ihrer Flucht aus Kohagen-Pasmereix (PR 2069)
- Roekar – im Cluster 1576, in Zentrumsnähe, Werft- und Industrieplanet (PR 2063)
- Rokru Rimba
- Santhaasch – im Cluster 1576, im Zentrumsbereich, Forschungsplanet, Sambarkin (PR 2063)
- Sastudan Rimba (PR 2059)
- Sesegg (PR 2057)
- Shi'khuu IV – Jugend von Sig-Zikander (PR 2063)
- Sono'Olghain – im Cluster 0182, Heimat der Sonolghar, ausgerottet von der Seuche (PR 2063)
- Stuurmond – Heimat der Stuuren (PR 2049)
- Syrkiin IV – entvölkert von der Seuche (PR 2063)
- Thalasser X (PR 2059)
- Turocs (PR 2063)
- Urirgi (PR 2076)
- Yblai Rimba
- Yegob II – Heimat der Rasaec, ausgerottet von der Seuche (PR 2069)
- Yezzikan Rimba – Zentralplanet der Astronautischen Revolution, Heimat der Sambarkin (PR 2049)
- Zamumont – Ursprungsplanet der Zamumonter (PR 2057)
- Zem'okhmo (PR 2049)
- Zeodd Rimba
Geschichte
3,2 Mio. v. Chr.
Die Crozeiren kämpften in Pooryga gegen einen Feind, der in späterer Zeit nur noch als die Streiter gegen das GESETZ bekannt ist. Es ist unklar, ob es sich dabei um Vertreter der Chaosmächte oder um Anhänger Thoregons handelte; der Ritter Ja-Ron Kascha vermutete Letzteres.
Langsam aber sicher unterlagen die Crozeiren den Streitern, ihr Volk wurde nach und nach ausgerottet. Irgendwann fiel ihre Bevölkerungszahl unter 10.000 und ihre Menta-Quote überstieg den kritischen Wert. Diese 10.000 Crozeiren verwandelten sich in furchtbare Kämpfer mit gewaltigen Parakräften. Sie vertrieben die »Streiter gegen das Gesetz«, waren aber in ihrem Blutrausch nicht mehr zu stoppen. Sie fielen über die anderen Zivilisationen Poorygas her und verwüsteten, angeführt von 24 Feldherren, die halbe Galaxie. Erst als die Bevölkerungszahl wieder über 10.000 Individuen stieg, nach einem Jahrhundert ohne Gnade und ohne Freude, sank die Menta-Quote unter den kritischen Wert und die Crozeiren verloren ihre Macht, gewannen dafür aber ihren Verstand wieder.
Nach diesem Kampf galten die Crozeiren weiterhin als Hilfsvolk der Kosmokraten, ihre Dienste wurden aber nie wieder in Anspruch genommen. So beschlossen die Crozeiren, ihre Herrschaft und ihre Galaxie zu sichern. Sie errichteten in ganz Pooryga robotische Wachsatelliten und stationierten an allen wichtigen Knotenpunkten der poorygischen Zivilisationen robotische Kampfflotten, die jedes aufziehende Gefecht sofort beenden sollten. Auf diese Weise wurde Pooryga zu einer Galaxie der Stabilität und der Ruhe. Bar jeglicher Verantwortung geworden, gerieten die Crozeiren unter den Einfluss von Dekadenz und Degeneration. Eine körperliche Entwicklung zu schwachen, grazilen, kaum lebensfähigen Schöngeistern nahm ihren Anfang. Gleichzeitig verstieg man sich immer mehr in Prunk und selbstverliebte Rituale.
2,8 Mio. v. Chr.
Kronprinz Samaho wurde auf Crozeiro geboren. Seine Mutter starb bei der Geburt, sein Vater, kaum dass er das Erwachsenenalter erreicht hatte. Als Samaho zum Kloster aufstieg, um sich vom uralten Crozeirenzwilling mit dem Sternenkranz krönen zu lassen, verweigerte dieser Samaho die Krönung, mit der Begründung, er wolle den Mörder seines Volkes nicht auch noch ehren. Samaho war geschockt von dieser Prophezeiung. Da er allein mit dem Zwilling im Kloster war, beschloss er, ihn zu töten und die ganze Sache zu vertuschen. Fortan regierte er als Prinzregent.
Eine seiner ersten Amtshandlungen war ein Genetikprogramm, das es Eltern erlauben sollte, ihr zukünftiges Kind hinsichtlich Muskelmasse und Initiative aufzuwerten. Als es zu Meldungen kam, die Nachbargalaxie Kohagen-Pasmereix verwandele sich in ein thermodynamisches Chaos, beschloss Prinz Samaho sofort, sich dort persönlich, und nur mit seinem Leibdiener Karvencehl als Begleitung, umzusehen. Es gelang ihm, einen sterbenden Chhatt aus einer Rettungskapsel zu bergen, der ihm von dem Geschehen um den Dom Dommrath berichtete, bevor das Raumschiff Samahos von einem auftauchenden Chaotender attackiert wurde. Das Folgende sollte Samaho bis an sein Lebensende prägen: der Anblick der Kosmischen Fabrik MATERIA, wie sie sich dem angreifenden Chaotender entgegen warf. Samaho entkam knapp nach Pooryga, wo man schon wenige Jahre später den Zerfall der galaktischen Gravitationslinien von Kohagen-Pasmereix ortete.
Samaho wollte nun unbedingt eine Kosmische Fabrik kommandieren. Als es zu Gerüchten kam, im Galaxisinneren rekrutiere ein Kosmokratendiener außergewöhnliche Wesen, reiste Samaho sofort hin, wurde von Cairol aber abgewiesen, mit der Begründung, er besäße keine Macht. Samaho war schwer geknickt, bis er sich des Mentas entsann. Er beschloss, die gesamte geistige Kraft seines Volkes in sich aufzunehmen. Und so rief er sein gesamtes Volk zu sich, und befahl seinen nur noch wenigen Millionen Untertanen, Gomberach (Selbstmord) zu begehen. Während sein Volk starb, fühlte er, wie ihn die rohe Kraft des Mentas durchströmte. Nun flog er wieder zu Cairol und wurde diesmal akzeptiert.
Die Völker Poorygas, aus der repressiven Aufsicht der Crozeiren entlassen, beschlossen nun, jedes für sich, ihren Einflussbereich auszuweiten. Und so tobte für die nächsten 1,7 Millionen Jahre permanenter, gnadenloser Krieg zwischen allen Völkern der Galaxie Pooryga.
1,1 Mio. v. Chr.
Ein kimbanischer und caranesischer Flüchtlingskonvoi aus Kohagen-Pasmereix, bestehend aus 80 Raumschiffen, erreichte den Halo von Pooryga. Auf einer abgelegenen, paradiesischen Welt am Rand Poorygas gründeten sie ihre neue Heimat Atha'Kimb.
Zyn Kascha, der schon die Flucht aus Kohagen-Pasmereix organisiert hatte, brach 200 Jahre später zusammen mit seiner Lebenspartnerin und dem Roboter Haj auf, um Pooryga zu erforschen. Sie sahen Krieg, Zerstörung und sogar einen Planeten, der von der geheimnisvollen Seuche heimgesucht wurde. Schließlich entdeckten sie mithilfe eines Informationshändlers und Geschichtsschreibers namens X51 das Crozeiro-System und erfuhren auch vom Schicksal der einstigen Herrscher dieser Galaxie. Als sie schließlich zurückkehrten, fanden sie Atha'Kimb zerstört vor, nur 10 % der Bevölkerung war noch am Leben. Eines der kriegführenden Völker hatte diesen Planeten aus unbekanntem Grund überfallen. Die Überlebenden flohen in das Crozeiro-System, doch es hatte sich gezeigt, dass der Gen-Pool zu klein geworden war. Binnen weniger hundert Generationen würde das Volk der Kimbaner aussterben.
Nachdem sie sich auf Crozeiro eingelebt hatten, erlaubten die Kimbaner den Caranesen, mit Siedlungsschiffen das System zu verlassen. Sie waren die ersten, die den Namen Dommrath für ihre Heimatgalaxie benutzten. In der Folge versuchten sich die Kimbaner als Friedensstifter, was ihnen aber nicht immer gelang. Im dem Jahr, als die zerstörte Galaxie Kohagen-Pasmereix als »Fanal des Krieges« am Nachthimmel sichtbar wurde, führte Zyn Kascha die neue Domm-Zeitrechnung ein.
Etwa 10.000 Jahre später stieß Zyn Kaschas Tochter Yie Kascha'de im Sternhaufen Mintakh auf das insektoide Volk der Zamfochen. Es handelte sich um passionierte Hochenergie-Hyperraum-Physiker und -Techniker. Ihre zweite Leidenschaft, waren ihre Haustiere, die Tayrobo, die sie evolutionär zu Intelligenzwesen erziehen wollten. Kimbaner und Zamfochen schlossen einen Pakt. Die Zamfochen würden mit Unterstützung der Kimbaner ein interstellares Transmitternetz errichten, und im Gegenzug würden die Kimbaner ihre Friedensbemühungen verstärken.
Yie Kascha'de stieß auch auf die sterbende Superintelligenz PULCIA die Heilerin, die Kohagen-Pasmereix im Dilatationsflug verlassen hatte. Sie erfüllte ihren letzten Wunsch und gewährte ihr einen Gnadentod, bevor sie geistig degenerieren konnte. Der Leichnam PULCIAS, der »nichtflüchtige Nukleus«, wurde nach Crozeiro überführt.
900.000 v. Chr.
Der Orden der Ritter von Dommrath wurde von Yie Kascha'des Tochter Rissa Kascha'de im Tal der Lüfte auf Crozeiro in einer stillen Zeremonie gegründet. Anwesend waren nur die ersten acht Ritter von Dommrath und Haj. Die Ritterweihe fand dadurch statt, dass man den Schwur der Ritter aufsagte und danach den Nukleus PULCIAS berührte. Als Ergebnis bekam der Ritter von Dommrath eine Aura verliehen, die der der Ritter der Tiefe sehr ähnlich war. Die Aufgabe des Ordens sollte es sein, einerseits durch eine Mythenbildung die Vormachtstellung der Kimbaner und ihrer Verbündeter zu stärken, und andererseits, extrem langfristig die friedliche Prosperierung Dommraths zu planen. Dies geschah am 1. Croz des 1. Kado des 1. Rhyn im Jahr 36.380 Domm.
Zu dieser Zeit hatten die Zamfochen in einem fünftausend Lichtjahre durchmessenden Gebiet um Crozeiro schon einen Teil des Dommrathischen Transmitternetzes errichtet. Durch diese neu geschaffene Infrastruktur kam es zu einem Aufschwung bei der Konsumwirtschaft und dadurch zu einem verstärkten Interesse, an diesem Gewinn wirtschaftlich teilzuhaben. Krieg wurde als unwirtschaftlich entlarvt und der Wunsch nach Wohlstand führte zu Frieden.
Am 7. Croz des 5. Kado des 8. Rhyn im Jahr 41.122 Domm wurde ein Mega-Pilzdom im
Orbit um die Riesensonne Mattane entdeckt. Da das Gebilde nicht untersucht werden konnte, beschloss man, eine Forschungsstation einzurichten. Ungefähr zu dieser Zeit wurden auch die zukünftigen Legions-Planeten Roekar und Annuze I durch ein Großaufgebot an Doppelstabrobotern erschlossen.
Rissa Kascha'de machte erstmals von ihrem Titel als Ritterin von Dommrath gebrauch, als sie, einige hundert Jahre später, ein unbekanntes Raumschiff begrüßte, das zwei Völker dazu gebracht hatte, eine Raumschlacht abzubrechen. Das riesenhafte Schiff stellte sich als die reisende Inzaila Paumyr auf ihrem S-Zentranten vor. Paumyr erzählte von ihrem Entschluss, durch das Universum zu wandern und Frieden zu verbreiten, und Rissa Kascha'de erzählte von der Mission der Ritter von Dommrath, in Dommrath einen »Frieden von oben« durchzusetzen. Als Rissa Kascha'de Paumyr schließlich um Hilfe bei der Befriedung bat, willigte diese ein. Etwa einhundert Jahre lang reiste Paumyr von einer kriegerischen Zivilisation zur nächsten und überzeugte sie vom Frieden. Als Paumyr schließlich Dommrath wieder verließ, hinterließ sie auf Crozeiro einen Ableger ihrer selbst, den denkenden Wald Pauchann.
800.000 v. Chr.
Der Ritter von Dommrath Lanhan Kascha machte eine ungewöhnliche Entdeckung, als er die genetischen Archive in den Groß-Zentroniken der Cro-Schwestermonde durchforstete: Das ausgestorbene Volk der Crozeiren hatte offenbar genetische Verwandte in Dommrath zurückgelassen. Diese Verwandten wären phänotypisch so verschieden, dass es als Erklärung nur ein massives genetisches Großexperiment unter dem letzten Regenten Torr Samaho geben konnte, vielleicht im Rahmen seines genetischen Optimierungsprogramms. Dieses Volk nannte sich wegen seiner an Suggestion grenzenden Eigenschaften Seelenquell. Wegen dieser Fähigkeit und einer Art »Menta-Reflex« wurden die Seelenquells von Lanhan Kascha und Haj als potentielle Gefahr eingestuft und standen von da an unter geheimdienstlicher Beobachtung.
675.000 v. Chr.
Unter Anleitung Ja-Ron Kaschas wurde die Sternenkammer erbaut. Sie enthielt von nun an den Nukleus PULCIAS, den Catterstock der Tayrobo, die beiden Großzentroniken der Cro-Schwestermonde und die Hangaranlagen für die zukünftigen Ritterschiffe. Die beiden Planeten Roekar und Annuze I waren inzwischen zu leistungsstarken Rüstungsschmieden ausgebaut worden. Auf Roekar sollten ab nun die Legions- und die Ritterschiffe gebaut werden.
Unter Ja-Ron Kascha wurde auch die Mediane Gleichung entwickelt, um Dommrath der Aufmerksamkeit der Hohen Mächte zu entziehen. Ja-Ron Kascha kam dieser Gedanke, während er sich in eine Weihezeremonie der Ritter der Tiefe geschmuggelt hatte.
Als zwischen den gewaltigen Datenmengen, die die Ritter auf ihren Reisen durch das Universum gesammelt hatten, Querverbindungen gezogen wurden, wurde man auf die Konsequenzen der Thoregon-Bildung aufmerksam. Die Ritter von Dommrath beschlossen deshalb, gegen jeden Versuch einer Thoregongründung in Dommrath gewaltsam vorzugehen. Dazu formulierten sie den »Krisenfall Heliot«.
Als Ja-Ron Kascha sich auf den Weg machte, um ungewöhnliche Vorkommnisse auf Irrismeet zu untersuchen, stellte er fest, dass die Irrismeeter die Suggestion entwickelt hatten, und so ihren politischen Einfluss ausbauten. Die Ritter beschlossen, den Irrismeetern eine Chance zu geben, und so wurden sie zu den »Suggestoren der Ritter«. Die Ritter wussten, irgendwann würde der Tag kommen, an dem die Kimbaner ausstarben. Deshalb beschlossen sie, als Exempel einen Irrismeeter in ihre Reihen aufzunehmen. Nach mehreren hundert Jahren Suche und eingehenden Prüfungen wurde der Irrismeeter Paristez als erster Nicht-Kimbaner zu einem Ritter von Dommrath ernannt.
Als Pendant zu Roekar und Annuze I wurde der abgelegene Planet Santhaasch zu einem Wissenschaftszentrum, mit mehreren zehntausend ausgewählten Wissenschaftlern aus dem Volk der Sambarkin, ausgebaut.
65.000 v. Chr.
Das dommrathische Portalnetz war erstmals so dicht, dass man praktisch alle Verkehrsangelegenheiten ohne Raumschiffe abwickeln konnte. Und so verkündete der Ritter von Dommrath Kalfym Kascha am letzten Croz des Jahres 408.550 Domm das Verbot der Raumfahrt. Obwohl es zu örtlichen Unruhen kam, unternahmen die Ritter nichts, und binnen 200 Jahren sank das Raumschiffsaufkommen auf ein Niveau, das nicht mehr nennenswert war.
Ungefähr zu dieser Zeit wurde auch erstmals ein Seelenquell als Hüter des Speichers in der Sternenkammer eingesetzt.
55.000 v. Chr.
Im Halo von Dommrath wurde ein gigantisches dahintreibendes Raumschiff geortet. Haj erkannte als Erster, dass es sich um Paumyr handelte und dass sie schwer verletzt war. Unter seinem Kommando schleppte eine Flotte von Legionsschiffen den S-Zentranten in einen
Orbit um Crozeiro. Dort wurden die Schäden an Aggregaten und Schiffshülle repariert, aber erst als Paumyr die Gedanken ihres Ablegers Pauchann spürte, erwachte sie aus ihrer Bewusstlosigkeit.
Sie berichtete, sie sei in der Nachbargalaxie Gaansuhr auf ein Volk gestoßen, das dringend Hilfe benötige, und sie bat die Ritter von Dommrath um Hilfe. Nach langen philosophischen Diskussionen beschlossen die Ritter, Paumyrs wegen eine Ausnahme zu machen und sich in äußere Angelegenheiten einzumischen. Sie gaben Paumyr 50.000 robotische Legionsschiffe unter dem Kommando Hajs mit auf den Weg. Kalfym Kascha reiste als Beobachter mit. Nach einem schnellen Vorstoß und schweren Rückzugsgefechten konnte so das Volk der Druiden vor dem Untergang bewahrt werden. Die Druiden wurden dann im Norden Dommraths auf dem Planeten Couxhal angesiedelt.
Einige Jahrzehnte später griffen verschiedene Völker Gaansuhrs Dommrath an und wurden von der Legion zurückgeschlagen. Die überlebenden Gaansuhrer wurden in der Northside Dommraths angesiedelt.
10.000 v. Chr.
9857 v. Chr. wurde der Letzte der Kimbaner, Mohodeh Kascha, geboren. Er ließ auf Annuze I ein Zentrum zur Erforschung der Seuche errichten, das von den Druiden geführt werden würde. Die Überlebenden der Seuche sollten die ersten lebenden Mitglieder der Legion werden. Er verbot das Herumexperimentieren mit den Artefakten in der Sternenkammer, nachdem es bei einem Unfall tausende Tote gegeben hatte.
Am 02C.04K.07R./432.000D kam Paumyr ein letztes Mal nach Dommrath, um Mohodeh Kascha ein Angebot zu machen: Das Angebot, bei ihr zu bleiben, um mit den Bewusstseinen anderer vergeistigter Kimbaner zusammenzuleben. Sein Herz zerbrach an dieser Entscheidung, aber er lehnte zum Wohle Dommraths ab.
Irgendwann stellte er fest, dass die Holoprogramme der Ahnengalerie über die Generationen durch das Alter zerstört worden waren. Jetzt hatte er nicht einmal mehr eine Historie. Als er den uralten Roboter Haj aufsuchen wollte, der seiner Familie seit einer Million Jahren treu gedient hatte, bekam er die Botschaft, Haj wäre mitsamt all seinen antiken Robotergehirnen in ein unbemanntes Raumschiff der Legion gestiegen und mit unbekanntem Ziel davongeflogen.
Etwa um diese Zeit kam wieder eine Flotte aus Gaansuhr nach Dommrath und überzog viele friedliche Planeten mit Krieg. Nachdem die Legientin im Kampf gegen eine Übermacht fiel, wurde Sig-Zikander zum neuen Oberbefehlshaber der Legion. Der erste Befehl, der an ihn erging, lautete, die Invasoren aus Dommrath zu vertreiben. Sig-Zikander versagte, da die Gaansuhrer nicht flohen und er sie bis auf den letzten Mann vernichten musste. Die abgesetzten Landetruppen wurden ohne Raumschiffe in der Northside Dommraths angesiedelt.
13./14. Jahrhundert NGZ
Im 13. und 14. Jahrhundert NGZ begehrte zweimal eine Astronautische Revolution gegen das Raumfahrtverbot der Ritter von Dommrath auf. Den ersten Versuch schlugen die Ritter im Ansatz nieder. Über fünfhundert Jahre später unternahm der Sambarkin Ruben Caldrogyn einen zweiten Anlauf, der beinahe ebenfalls scheiterte – diesmal weil die Außenlandkolonisten, Nachfahren der besiegten Gaansuhrer, sich von der Astronautischen Revolution lossagten und die Welten Dommraths mit Krieg überzogen. Die Ritter befahlen der Legion, zu warten, bis der Konflikt von selbst endete. Aber im Jahr 1303 NGZ unterlag der oberste Waffenträger der Außenlandkolonisten, Rembatta-O-E, in einem Duell dem Monochrom-Mutanten Trim Marath, der durch die Materiewippe Ruhar nach Dommrath versetzt worden war. Die Außenlandkolonisten waren nun zum Frieden verpflichtet.
Durch den Pilzdom von Mattane kommend, tauchte Anfang 1304 NGZ die SOL in Dommrath auf. Eine Flotte der Legion geleitete die SOL in das Crozeirosystem. In der Sternenkammer erlebte Atlan die Weihe von Ruben Caldrogyn zu einem neuen Ritter von Dommrath und er erfuhr, dass Mohodeh Kascha seit 13 Jahren im Sektor CLURMERTAKH verschwunden war.
Die SOL flog den Sektor an. Auf dem Planeten Clurmertakh befreite ein Stoßtrupp der Galaktiker Mohodeh Kascha aus dem havarierten Chaotender ZENTAPHER. Torr Samaho stellte sich ihnen entgegen, unterlag aber im Kampf. Auf seinen Notruf hin erschien Cairol III, aber nicht, um ihm zu helfen. Der Kosmokratenroboter startete ZENTAPHER mit Kurs auf die Sonne, ließ dessen Bewohner aber mit 200.000 Schürfraumern in ein benachbartes Sonnensystem evakuieren.
Nun standen die Ritter von Dommrath und besonders Ruben Caldrogyn vor der schwierigen Aufgabe, die zahlreichen neuen Völker in Dommrath anzusiedeln.
Quellen
PR 1987, PR 2049, PR 2056, PR 2057, PR 2058, PR 2059, PR 2060, PR 2061, PR 2062, PR 2063, PR 2066, PR 2069, PR 2070, PR 2071, PR 2076, PR 2077, PR 2078, PR 2083, PR 2085, PR 2095