Paddler

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Die Paddler waren ein Volk von begnadeten Ingenieuren und Technikern in Andromeda.

PR1973.jpg
Heft: PR 1973
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Die humanoiden Paddler sind in der Regel 1,50 m groß und ebenso breit. Ihre Hände und Füße haben sechs Zehen, wovon die vier mittleren Greiffinger (-zehen) und die beiden äußeren Daumen sind. Dadurch können die Paddler buchstäblich mit Händen und Füßen arbeiten. Anstelle eines Knochenskelettes wird ihr Körper von starken Muskel- und Sehnenbündeln sowie Knorpelsträngen gehalten. Die Sauerstoffatmer haben eine schwarze Hautfarbe und einen kahlen Schädel. Die Augen ihres flachen Gesichtes liegen tief in den Höhlen. Ihr Herz liegt in Höhe des Nierenbeckens. (Atlan 817) Ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 400 Jahre. (Atlan 823)

Den männlichen Paddlern ist ein langer roter Bart zu eigen, der akribisch gepflegt wird und, in der Mitte geteilt, im Nacken mit einem Knoten (Äschtki) verbunden wird. Ferner tragen alle Paddler einen weißen schmutzabweisenden Kunststoffoverall. Zu rituellen Anlässen tragen Paddler Lippenstift auf.

Die Frauen der in strenger Monogamie lebenden Paddler sind nicht so breit gebaut wie die männlichen Vertreter des Volkes. Sie sind ebenfalls schwarzhäutig, relativ schlank und etwa 1,80 Meter groß. Der Bauch ist flach, die Brust beinahe kindlich. Die flachen Gesichter sind schmal, mit nicht so tief liegenden Augen und ausgeprägteren Lippen als die der Männer. Die Haare auf dem Kopf sind rot und werden zu vielen dünnen Zöpfen geflochten, die bis in den Nacken reichen. (Atlan 847)

Charakterisierung

Die Kosmischen Ingenieure führten das Leben von fahrenden Händlern, die als Dienstleistung die Wartung und Reparatur von Raumschiffen anboten. Mit ihren riesigen Werftplattformen, auf denen sie wohnten und arbeiteten, waren sie in Andromeda gern gesehene Wesen.

Mit ihren dunklen, kehligen Stimmen erzeugen die Paddler eine Sprache in Basslage.

Sie verfügten über ein hervorragendes technisches Verständnis; die Gruppe der Gen-Modulatoren war führend in der Manipulation von Erbgut. Vor langer Zeit konnten die Gen-Modulatoren den Paddlern eine Parafähigkeit anzüchten, durch die die Paddler noch bessere technische Ergebnisse erzielen konnten, das Strukturlaufen. Seither konnten die Paddler mit jeglicher Materie verschmelzen oder sie durchdringen. So konnten sie auch in isolierte Bereiche eines Raumschiffes vordringen und reparieren, ohne die Umgebung demontieren zu müssen. Hierbei war es ihnen möglich auch das Werkzeug und die Kleidung mitzunehmen. Daher stammt auch die Bezeichnung Strukturläufer, unter der sie ebenfalls bekannt wurden. Allerdings hielten sie diese Fähigkeit zunächst geheim.

Der gebräuchlichere Name »Paddler« kam von der Gemächlichkeit, mit der ihre Werften durch den Weltraum flogen. Aufgrund der enormen Masse war es ihnen nicht möglich, schnelle Kurskorrekturen vorzunehmen. Deshalb flogen sie langsam, paddelten also geradezu durchs All.

Nach einem ungeschriebenen Gesetz dürfen an Bord einer Werftplattform nur halb so viele Männer wie Frauen sein. Dies resultiert daher, dass bei den Geburten im Schnitt zehn Prozent der Mütter trotz der modernen technischen Mittel sterben. Als Ausgleich und um die Werftplattformen vor Entvölkerung zu schützen, rückt für jede Tote eine andere Frau nach. (Atlan 847)

Stammbaum

Im Jahre 1291 NGZ wurde aufgedeckt, dass die Paddler von den Erranten abstammten. (PR 1973)

Bekannte Paddler

Gesellschaft

Sprache

Die Paddler sprechen die von ihnen eingeführte Verkehrs- und Handelssprache Interandro.

Frauen

Die Frauen der Paddler lebten nicht auf den Werftplattformen, sondern auf den Haremishad. (Atlan 847)

Raumschiffe

Die Werftplattformen der Paddler sind 96 km durchmessende und 32 km hohe Plattformen, mit einem mittigen 36 km durchmessenden Raumhafen, umgeben von Reparaturwerkstätten. Im Inneren der Werft befinden sich Reparaturschächte sowie weitere Werkstätten und Fabriken.

Anmerkung: Für die bekannte Werften und deren Kommandanten, siehe hier.

Darstellung

Risszeichnung: »FLIEGENDE REPRATURWERFT – MA-genial bietet Räume für 8 Kugelraumer von der Größe der Crest III« (PR 284) von Ingolf Thaler

Geschichte

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Planetenroman 354
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Ferne Vergangenheit

Ein Verbund von neun Werftplattformen der Paddler – die DA-komplett, MA-formschön, CA-schnittig, FA-schrottklein, GA-linear, LA-hilfsbereit, PA-günstig, VA-universell und XA-sparsam – bauten im Auftrag der beiden Hathor Yuga und Marduk Lethos im Zeitraum von 18 Jahren das Ewigkeitsschiff. (Atlan 823)

Vor etwa 40.000 Jahren kam ein indirekter Kontakt mit den auf Lemur zurückgebliebenen Lemurern zustande. Die Besatzungen von Fernraumschiffen der Tefroder, denen das Volk der Paddler bekannt war, waren den aus Andromeda in die Milchstraße vertriebenen Maahks gefolgt. Als die Tefroder auf Lemur landeten, nahmen sie Kontakt zu den dortigen Angehörigen einer neuen Zivilisation auf. Dabei ließen sie den Begriff Haremishad zurück, aus dem sich im Verlauf der Evolution der Zweiten Menschheit der Begriff »Harem« entwickelte. (Atlan 847)

1600

Sieben Jahrtausende lang waren die Paddler trotz hoher Löhne geschätzte Ingenieure, die exzellente Arbeit leisteten, bis sie von den Meistern der Insel (MdI) wegen ihres Lebensstiles, ihrer Fähigkeit des Strukturlaufens und ihrer Unabhängigkeit als Sicherheitsrisiko bekämpft und im Jahre 1600 mit einer List nahezu ausgerottet wurden.

Zitat: »[...] ›Jeder Paddler war ein Strukturläufer‹, erklärte Kalak. ›Wir konnten es lange Zeit geheimhalten, doch dann wurden wir verraten. [...] Ich konnte mit meiner Station der Vernichtung entrinnen.‹ [...]« (PR 250)

Es wurde verbreitet, dass die Tefroder einen Reparaturgroßauftrag zu vergeben hätten. Das Datum fiel mit einem rituellen Feiertag zusammen, den die weiblichen Paddler getrennt von den männlichen begingen. Alle Frauen trafen auf zwei Plattformen zusammen, während die Männer sich zu der angegebenen Raumposition begaben, wo sie von einer tefrodischen Flotte vernichtet wurden. Einzig die Werft LE-pünktlich entkam der Vernichtung, da sie aufgrund eines Maschinenschadens ironischerweise »zu spät« ankam.

Die Tefroder stürzten die beiden Plattformen mit den rein weiblichen Besatzungen in eine Sonne. Die wenigen verbliebenen Paddler wurden in den Dienst der MdI gepresst. Der Paddler Malok wurde in die Vergangenheit versetzt und kreiste mit seiner Werft MA-genial um die Maahkwelt Washun in der Milchstraße. Hier musste er die Raumschiffe der Zeitagenten und der MdI reparieren. (PR-TB 354)

Ein ausgestoßenes Splittervolk der Paddler, die sich anstelle von Technik auf biologische Experimente spezialisiert hatten – die Gen-Modulatoren – wurden von den MdI deportiert und dazu gezwungen, ganze Völker zu manipulieren oder gentechnisch zu verändern, so dass sie für deren verbrecherische Zwecke eingesetzt werden konnten.

24./25. Jahrhundert

Um 2360/2361 konnten Terraner etliche Planetenbevölkerungen vor dem Aussterben retten, indem sie die von Gen-Modulatoren verursachten Mutationen stoppten. (PR-TB 31, PR-TB 32)

Im Jahre 2404 trafen die Terraner auf die Werftplattform des Paddlers Kalak, der die letzten 800 Jahre seit der Vernichtung seines Volkes in molekularer Konservierung in einem Stahlblock geruht hatte. Er stellte nach anfänglichen Missverständnissen seine Plattform KA-preiswert, sein Wissen und das heilige Werkzeug der Paddler – Kildering – den Terranern für den Kampf gegen die MdI zur Verfügung.

Auf dem Planeten Bengal fand die CREST III die dort abgestürzte Werftplattform OL-hilfreich mit 6000 überlebenden Paddlern, die seit zwei Generationen mit Flammstrahlern einen verzweifelten Kampf gegen die Botas und die Kampfpflanzen führten. Nach Beendigung des Kampfes gegen die Gemeinschaftsintelligenz fanden sie auf KA-preiswert eine Zuflucht und bildeten die neue Besatzung. Die Nachkommen der zweiten auf Bengal abgestürzten Plattform, deren Besatzung auf Botanik spezialisiert war, waren von der Gemeinschaftsintelligenz als Botas integriert worden.

Nach der Versetzung der CREST III in die Vergangenheit des lemurisch-halutischen Krieges stießen die Terraner zunächst auf die Plattform MA-genial im  Wikipedia-logo.pngOrbit um Washun und standen ihr bei der Abwehr eines halutischen Angriffes bei. Später wurde die Werft bei der roten Riesensonne Redpoint von lemurischen Kriegsschiffen vernichtet.

Bei der Benutzung des Zeittransmitters auf Pigell traf die Besatzung der CREST III auf die Gen-Modulatoren, die von den MdI in die Vergangenheit deportiert worden waren. Um nicht länger in den Diensten der Beherrscher Andromedas stehen zu müssen, hatten sie ihre Werftplattform abstürzen lassen und waren in den Dschungel von Pigell geflüchtet. Dort modifizierten sie ihre eigene Gestalt zu humanoiden Riesenfledermäusen, den Ikas, um durch diese genetische  Wikipedia-logo.pngMimikry getarnt zu überleben. Sie formten auch die Pflanzen- und Tierwelt zu Polern und Thermoflammern um und bekämpften so die Besatzung der Zeitstation Pigells.

Auf dem Planetoiden Runaway trafen die Terraner mit dem von den Moduls gebauten Psi-Roboter Log zusammen. Von ihm erfuhren sie, dass die Gen-Modulatoren einen Teil der nach Bengal deportierten Moduls dort zu Pflanzenwesen transformiert hatten. Die Moduls waren aus von den MdI entführten lemurischen Wissenschaftlern des Luna-Klubs hervorgegangen.

14./15. Jahrhundert NGZ

Auf Evolux traf Mondra Diamond im Jahre 1347 NGZ auf die Metaläufer, die wie die Paddler die Fähigkeit des Strukturlaufens besaßen und auch eine ähnliche Physiognomie besaßen.

Im Rahmen der Operation Hathorjan stieß Atlan im Jahre 1463 NGZ mit der vom Galaktikum ausgesandten Flotte auf eine im Raum-Zeit-Labyrinth des Holoin-Fünfecks eingeschlossene Werftplattform der Paddler. Von der Hauptpositronik HOL des Sonnentransmitters erfuhr man, dass die Paddler etwa um 27.800 v. Chr. im Auftrag der Meister der Insel das Raum-Zeit-Labyrinth als Fallensystem gebaut hatten. Nach Fertigstellung und beim Abflug mit ihrer Werftplattform waren die Paddler selbst in diesem Fallensystem gefangen gesetzt worden. (PR 2519)

Quellen