Thoogondu

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Die Thoogondu sind ein Volk aus der Galaxie Sevcooris. Sie selbst nennen sich auch das Vertriebene Volk (PR 2900) und sehen sich als das verlorene Volk. (PR 2905)

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Heft: PR 2903
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Heft: PR 2914
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Heft: PR 2971 – Innenillustration
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Erscheinungsbild und Physiologie

Die Thoogondu sind Humanoide, die leicht mit einem Kolonialterraner verwechselt werden könnten. (PR 2901, S. 7) Sie sind allerdings etwas fragiler und werden zwischen 1,70 und 2,20 Metern groß. (PR 2902 – Glossar)

Ihre Schädel sind haarlos. Sie haben große, dunkle, mit Lidern und Nickhäuten versehene Augen, ihre Wangen sind stark ausgeprägt. Die Nase ähnelt der des Menschen. Die Haut ist bleich, mit zahlreichen blauen Adern durchzogen, welche bei Aufregung anschwellen können. Die Lippen sind voll und rot. Die Hände weisen jeweils sechs Finger mit zwei Außendaumen auf. Von der Stirn bis auf den Nacken und Rücken zieht sich ein aus sechseckigen, etwa daumennagelgroßen Platten bestehender Knochenpanzer. (PR 2901, S. 7) In beweglicheren Bereichen herrschen länglichere Platten vor. Der Panzer ist bei Männern grau, bei Frauen hat er einen rötlichen Stich. Die Wirbelsäule ist sehr flexibel, so dass sich die Thoogondu einrollen können. Die Beine sind kräftig und die Hüften breit ausgestellt. (PR 2902 – Glossar)

Die Thoogondu sind Vegetarier, die aber auch gern Pilzgerichte essen. (PR 2944, S. 10)

In Gefahrensituationen, wenn sie keine andere Chance zum Entkommen sehen, rollen sich Thoogondu ein und vertrauen auf ihren Rückenpanzer. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer. (PR 2936, S. 45)

Sie sind fähig zur Infrarotsicht bis zu einer Wellenlänge von 10 µm. (PR 2901, PR 2937 – Glossar) Im infraroten Licht schillern die Frauen der Thoogondu vielfarbig. (PR 2902 – Glossar) Die Infrarotsichtigkeit der Thoogondu ermöglicht ihnen sogar das so genannte Schattensehen mit geschlossenen Augen – sie erkennen so flimmernde Umrisse ihrer Umgebung. (PR 2935, S. 41) Dafür endet ihr Farbsehen bei kürzeren Wellenlängen früher, das heißt, sie erkennen grün als gelb, während blaue und violette Töne ihnen schwarz erscheinen. (PR 2937 – Glossar)

Neben der Lungenatmung spielt auch die Porenatmung eine wichtige Rolle. Daher sind die Knochenplatten der Thoogondu mit feinen Kanälchen durchzogen. (PR 2904, S. 10) Zu den Erkrankungen der Knochenplatten gehört die Knochenkrätze. (PR 2905, S. 26)

Die Kleidung der Thoogondu lässt oft den Oberkörper frei und wirkt wie eine Art Gaze. (PR 2902 – Glossar)

Charakterisierung

Die Thoogondu haben eine sehr kleine soziale Distanz und bevorzugen den Aufenthalt in Gruppen. (PR 2901, S. 25) Daher gehört das Gebot der Gemeinsamkeit zu den wichtigsten Grundsätzen der Thoogondu-Gesellschaft. Es wird oft mit dem Satz (Zitat) »Vereinzelt euch nicht« betont. (PR 2914)

Schließt sich eine Person einer Gruppe an, so wird für sie, unabhängig von ihrem sozialen Status, immer Platz gemacht, da schließlich niemand gerne alleine stünde und die Gruppe immer verstärkt werden soll. (PR 2911, S. 6, 16)

Bekannte Thoogondu

Gesellschaft

Politik und Regierung

Die Gesellschaft der Thoogondu wird vom Gondunat bestimmt. (PR 2900)

Hauptartikel: Gondunat.

Religion

In der vorgeschichtlichen Zeit wurden auch die Asteroiden des Trümmerrings von Thoo verehrt: Sie wurden für Gesichtslose Wächter gehalten – höhere Wesen, die die Thoogondu behüteten. (PR 2937, S. 21) Eine nicht näher bekannte Rolle spielen die Stillen Sternenmächte. (PR 2937, S. 17)

Es gab anscheinend auch Naturgottheiten, deren Namen sich in Sprüchen erhielten, wie zum Beispiel (Zitat) »Seid ihr von Maaron und allen gütigen Erntegöttern verlassen?«. (PR 2970, S. 50)

Totenkult

Die Thoogondu pflegen einen formvollendeten Totenkult, indem sie die sterblichen Überreste desintegrieren und in Fhaagon-Kugeln aufbewahren lassen. (PR 2905, S. 21) Selbst wenn die Leiche des Verstorbenen nicht gefunden werden konnte, fertigen die Dissolvii so genannte Trost-Kugeln an, die genauso behandelt werden wie die Fhaagon-Kugeln. (PR 2905, S. 49) Es sind aber auch andere Begräbnisarten bekannt. So kann die verstorbene Person von der so genannten Gefolgschaft des Todes, der gondischen Entsprechung einer Trauergemeinde, verabschiedet werden. Der Leichnam wird in einer Totentasche dem Weltall überantwortet. Dabei wendet die Gefolgschaft die leeren Handflächen dem All zu: Das Leere wird dem Leeren zugewandt. Im Anschluss nehmen die Trauernden rituelle Gegenstände, die »Kleinigkeiten des Lebens«, in die Hände. Im Glauben der Thoogondu gehen die Verstorbenen in die Eisgrube, die sich erst am Ende der Zeit füllen wird. (PR 2937, S. 14)

Zu einer anderen Form der Ahnenverehrung gehören die Ahnenantlitze. (PR 2937, S. 16) Zahlreiche Klagelieder und Wikipedia-logo.pngRequiems ergänzen die gondischen Trauerriten. Bekannt ist zum Beispiel »Weh und warm unter Madurants Schein«. (PR 2971, S. 44)

Sitten und Gebräuche

Will ein Thoogondu jemanden grüßen oder ihm die Ehre erweisen, richtet er sich auf und biegt die für gewöhnlich gekrümmte Wirbelsäule durch. Dadurch kann er deutlich größer wirken. (PR 2905, S. 5) Als Zeichen der Ehrerbietung die Hände vor das Gesicht zu halten, galt dagegen während der Herrschaft von Narashim bereits als veraltet. (PR 2944, S. 20) Durch das Zusammenkneifen der Augen äußert man seine Verlegenheit. (PR 2914, S. 32)

Besucht ein Thoogondu eine Welt außerhalb des Goldenen Reiches, so führt er bei der Rückkehr eine rituelle Waschung seiner Augen durch. (PR 2905, S. 26)

Von der Schwester/dem Bruder eines Ghuogondu/einer Ghuogonda wird erwartet, dass sie/er den jeweiligen Thronfolger heiratet, sobald dieser zum Garanten wird. (PR 2914, S. 14) Die Geschwisterehe ist aber nicht nur den Eliten der gondischen Gesellschaft vorbehalten, sondern sie ist ganz allgemein üblich und existiert gleichberechtigt neben der Partnerschaft nicht Verwandter. Die Heirat wird von den Thoogondu als das Versprechen des Immerzu Zugewandten Gesichtes beschrieben. Während dieser Zeremonie werden die Rückenschilde des Brautpaares mit bunten Schärpen verbunden. Danach wird das »Lied der Gemeinschaft« angestimmt, das meistens von der (Schwieger-)Mutter oder einer anderen nahen Verwandten vorgetragen wird. (PR 2937)

Die Thoogondu sind ein Volk, dass seine Vergangenheit ehrt. Es gibt unter ihnen die Redewendung (Zitat): »Wie willst du entscheiden, wohin du gehst, wenn du nicht weißt, woher du kommst?«. (PR 2970, S. 12)

Beim Zuprosten unter Freunden achten sie darauf, dass die jeweils freie Hand das Trinkgefäß ihres Gegenübers umfasst und dass sich dabei die Daumen beider Personen berühren. (PR 2970, S. 13)

Freizeitaktivitäten

Thoogondu lieben Musik, insbesondere Chorgesänge. Zu den berühmtesten Interpreten gehört der Shaur-Chor. (PR 2905, S. 12) Zu den bekanntesten Musikinstrumenten gehört die Annamthar, deren größter Virtuose Meister Lanhuunir war. (PR 2914, S. 17) Das Singen im Chor ist so weit verbreitet, dass sogar die Raumschiffe über einen regelmäßig übenden Bordchor verfügen (bekannt ist zum Beispiel die »Hymne des verlorenen Händlers«). (PR 2937, S. 44) Ein weit verbreitetes Blasinstrument ist die Tressodh. (PR 2937, S. 48)

Ihre Wärmebilder (auch Thermobilder genannt) berücksichtigen das Infrarot, so dass ihnen die von Terranern erstellten Bilder als kalt und eintönig vorkommen. (PR 2902 – Glossar) Auch die Bildhauerkunst wird bei ihnen kultiviert – die gondischen Sphärenskulpturen stellen einen Übergang zwischen der Malerei und der Plastik dar. (PR 2905, S. 5) Eine Verbindung von Musik und Malerei stellen die Wärmesinfonien dar. (PR 2970, S. 47)

Zu den bekanntesten Legenden dieses Volkes zählt das Märchen »Die Karawane und die Sonnenspur«. (PR 2970, S. 27)

Sie treiben sehr gerne eine Sportart, die an das altterranische Wikipedia-logo.pngBadminton erinnert. Die berühmtesten Spieler werden mit überdimensionierten Denkmälern geehrt. Zu den absoluten Stars dieser Sportart gehören: Ristwuunge, Reuttesch, die Kulinoor und der unerreichte Meister Waniicz. (PR 2904, S. 26) Auch Spiele, die eine virtuelle Realität abbilden, sind beliebt: Die Geflechtspiele ermöglichen extrem realistische Erlebnisse. (PR 2914, S. 15) Die gondischen Kinder spielen gern das Trakkod-Spiel. (PR 2944, S. 9)

Thoogondu schwimmen sehr gern und benutzen den infiniten Pool, dessen Wasser in einem Kreislauf gepumpt wird. Er ermöglicht es ihnen, selbst in relativ kleinen Räumen gegen eine Strömung anzukämpfen. (PR 2944, S. 21)

Eine sehr oft von den Thoogondu verwendete Droge heißt Luooma. (PR 2904, S. 27) Es gibt auch ein Getränk, das dieser Droge im Aussehen ähnelt, aber keine berauschende Wirkung entfaltet. Es wird Pseudo-Luooma genannt. (PR 2935, S. 5)

Thoogondu rauchen mithilfe der Duftpfeifen bestimmte Krautmischungen, die von so genannten Schmauchdesignern entworfen werden. (PR 2937, S. 5, 17)

Zur Pflege ihrer Rückenpanzer verwenden sie langstielige Schildschaber. (PR 2937, S. 15)

Kulinarisches

Ein weit verbreitetes, scharf schmeckendes Getränk heißt Ghurik. (PR 2905, S. 51) Daneben wird auch Suogha getrunken. (PR 2970, S. 13)

Die Thoogondu lieben Sorbets und genießen sie in Kryokelchen, speziell für diesen Zweck entwickelten, isolierenden Gläsern. (PR 2937, S. 6) Sie genießen auch eingelegte Shevke-Früchte. (PR 2937, S. 9)

Zu den bekannten Speisen der gondischen Küche gehören die Salzpilze, deren Hüte ausgelöffelt werden. (PR 2937, S. 15) Daneben sind auch Pilze in Sauerpulver sowie gedünstete Kumalara als Speise bekannt. (PR 2937, S. 48, PR 2971, S. 18)

Die Thoogondu genießen zahlreiche Arten von Knollengemüse. Als Beispiele dienen hier die Baduu-Knolle und die Sinth-Knolle. (PR 2970, PR 2971)

Sprache

Die Sprache der Thoogondu ist das Gondunin. (PR 2902)

Technologie

Raumschiffe

Darstellung bekannter Thoogondu-Raumer
Grafik von Benutzer: HeinzG

Darstellung einer Leerraumfähre der Thoogondu
Grafik von Benutzer: HeinzG

Die Thoogondu verwendeten zuerst Monosphären (PR 2944, S. 16), Doppelsphärenschiffe (PR 2937, S. 8) und Trisphärenraumer (PR 2905, S. 26) Ab dem Zeitpunkt des Zerwürfnisses mit ES, als sie ihre ursprüngliche Heimat verließen, wurden Pentasphärenraumer eingeführt. (PR 2901, S. 10)

Vor dem Exodus legten die Thoogondu in der Milchstraße zahlreiche Basen mit Werften an, an denen Raumschiffe für die Rückeroberung eingelagert wurden. Unter diesen Schiffen befanden sich auch Trisphärenraumer. (PR 2969, S. 6)

Für die Rückkehr in die Milchstraße setzen die Thoogondu sogenannte Leerraumfähren ein. Diese transportierten eine größere Anzahl von Raumschiffen von Sevcooris in die Milchstraße.

Bekannte Raumschiffsklassen

Waffen

Neben Impulsgeschützen und Desintegratoren werden vor allem Lokator-Torpedos eingesetzt. (PR 2902)

Architektur

Die Architektur der Thoogondu basiert auf der Verwendung von auf der Spitze stehenden Tetraedern (quadratischen Pyramiden). Mehrere solcher Elemente werden oft zu einem Turm zusammengefasst, wobei die einzelnen Pyramidem mit der Höhe immer breiter werden. Durch die Verbindung von mehreren solchen Türmen zu einer Struktur entstehen ausladende, mit zahlreichen Stegen und Brücken miteinander verbundene Gevierte, die das Bild der gondischen Städte prägen. (PR 2936, S. 43)

Weitere Technik

Im Gondunat werden Kollten-Schirme eingesetzt, die die Arbeitsweise eines Paratrons und eines Deflektors vereinen. (PR 2902, S. 25)

Es werden Neurotroniken verwendet. (PR 2901)

Sie nutzen Para-Neutralisatoren (PR 2902) und Parafallen zur Abwehr von PSI-Kräften. (PR 2935, S. 31)

Das Verändern der Psyche und das Beeinflussen der Erinnerungen spielt eine große Rolle in der gondischen Politik. Dies führte zur Entstehung des Berufes des Mnemokonstrukteurs. Zu den Geräten, die der Veränderung von Persönlichkeit dienen, gehört der Rememorator-Helm. (PR 2935, S. 42, PR 2970, S. 10)

Die Thoogondu sind in der Lage, die Vorgänge im Inneren der Sterne durch Gravitationssuspensoren zu beeinflussen. (PR 2937, S. 39)

Geschichte

Das Erste Gondunat

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Heft: PR 2937
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Die Thoogondu entwickelten sich auf dem Planeten Thoo im Madurant-System in der Zwerggalaxie Cooris. (PR 2905, S. 28) Im Jahr 35.066 v. Chr. verließen sie zum ersten Mal ihren Heimatplaneten und dreieinhalb Jahrhunderte später erreichten sie unter Kommandant Zokhuulin zum ersten Mal ein anderes Sonnensystem. Im Jahr 33.680 v. Chr. brachen sie zur Milchstraße auf und riefen dort 33.490 v. Chr. das Gondunat aus. (PR 2905, S. 41) Diese Zeit der Expansion in Cooris und Poshcooris nannten sie später das Millenium der Aneignung. (PR 2944, S. 8)

Wenige Jahrhunderte später fanden die Thoogondu Spuren der Wirkung einer höheren Macht und entdeckten nach einer Jahrhundertsuche Wanderer, der von dem Gondu Sholuud betreten wurde. ES bot Sholuud die Zelldusche an und die Thoogondu wurden zum Hilfsvolk der Superintelligenz. Der Gondu erhielt später einen Vitalenergie-Akkumulator, der vom Herrscher auf den Thronfolger weitergegeben wurde. (PR 2905, S. 42)

Anmerkung: Die Thoogondu fanden die Hinweise des Wirkens von ES »wenige Jahrhunderte«, nachdem sie das Gondunat ausriefen. Die Suche nach Wanderer dauerte »über einhundert Jahre«. Die Thoogondu dürften somit etwa im 33. Jahrtausend v. Chr. zum Hilfsvolk von ES berufen worden sein. Diese Annahme wird auch dadurch gestützt, dass die ununterbrochene Abfolge der Gondus von Sholuud (1426 Jahre im Amt) über Droonur (bis max. 1240 Jahre), Cipheleer (1240 Jahre) bis hin zu Baphoor (259 Jahre im Amt, † 28.461 v. Chr.) bekannt ist. Durch den vorzeitigen Tod Droonurs ist dessen Amtszeit ungewiss. Aus diesen Angaben lässt sich ziemlich genau berechnen, dass ES die Thoogondu zwischen 32.626 und 31.200 v. Chr. zu seinem Hilfsvolk machte.

In der Milchstraße gerieten die Thoogondu in den Streit mit den Gansan und der Union der Chlorgasatmer. In den Verträgen von Zerqert wurden die jeweiligen Machtbereiche festgelegt, allerdings eskalierte der Konflikt wieder, als die Thoogondu mit Sashento eine vertragswidrig aufgebaute Industriewelt der Gansan entdeckten. Die in diesen Streit eher zufällig involvierten Haluter wurden von dem Gondunat erbarmungslos gejagt und die Gansan sowie die Chlorgasatmer wurden in einem Präventivschlag besiegt. (PR 2937, S. 23)

Das Zerwürfnis

In der folgenden Zeit wurden die Thoogondu zum dominierenden Volk der Milchstraße. Doch das Verhältnis der Superintelligenz zu ihrem Hilfsvolk verschlechterte sich zunehmend. Schuld daran waren vor allem die Machenschaften der Gilde des Gondus, die auf eine gezielte Manipulation von ES mithilfe von re-engrammierten Bewusstseinen einiger Völker der Milchstraße hinarbeitete. (PR 2937)

Im Jahre 28.461 v. Chr. kam es zum endgültigen Bruch zwischen ES und den Thoogondu: Der Gondu Baphoor sandte, trotz eines ausdrücklichen Verbotes, eine Expedition in den Untersagten Sternenkreis. Die AANICHOOR sollte dabei das Sonnensystem erkunden, das im zweiten Brennpunkt der Ellipse steht, die von der Wikipedia-logo.pngUmlaufbahn von Wanderer beschrieben wurde. ES entzog Baphoor daraufhin die relative Unsterblichkeit und behielt seine Leiche auf der Bleibe. Die Thoogondu hatten die Milchstraße und Cooris zu verlassen. (PR 2905, S. 43)

Sein Sohn Tothoolar axzeptierte die Entscheidung der Superintelligenz nicht. Er ließ die Flotten des Goldenen Reiches die Bleibe angreifen, was mit einer vernichtenden Niederlage der Thoogondu endete. Durch die Überzeugungsarbeit von Shinoo willigte Tothoolar schließlich ein, an dem Bau der Goldenen Karawane zu wirken, mit der sein Volk die Milchstraße auf der Suche nach einer neuen Heimat verlassen wollte. Gleichzeitig wurden sämtliche Spuren der Anwesenheit des Ersten Gondunats in der Milchstraße getilgt. Einige Jahre später war es so weit: Die Karawane startete zu einem langen Flug, der sie letztendlich nach Sevcooris brachte. (PR 2905, S. 48, 52, 57)

Thoogondu in Sevcooris

Als die Goldene Karawane der Thoogondu etwa 23.000 v. Chr. die Galaxie Theuershavd erreichte, besiedelten sie zuerst den Planeten Sevthoo. (PR 2939, S. 21)

Anmerkung: Die Ankunft der Goldenen Karawane in Theuershavd wird auch abweichend mit »gut tausend Jahre« nach dem Zerwürfnis angegeben. (PR 2939, S. 21)

Ab 22.900 v. Chr. begannen sie mit der Eroberung von Theuershavd, indem sie zuerst in zehn nahe, unbewohnte Sonnensysteme vordrangen, dort Werften errichteten starteten mit der groß angelegten Produktion von Raumschiffen. Ab 22.895 v. Chr. folgten Jahrtausende bewaffneter Konflikte mit dem Imperium Alarama, der Konföderation von Kunth und schließlich mit der Union der Zehn. (PR 2939, S. 22, 55)

Nach einigen Jahrhunderten der Expansion kamen die Thoogondu in direkten Kontakt zum Plenum der Vanteneuer und den Sternenreichen der Malltynod, der Ruiyume und der Sheoshesen. Das aggressive Vorgehen der Thoogondu führte zum Ausbruch des Krieges, der den Namen Langer Streit bekam. (PR 2912, S. 37, PR 2938) Die Mission einiger Schiffe der Vanteneuer, die ab 21.905 v. Chr. in der Milchstraße nach Informationen über die Thoogondu zu suchen, scheiterte trotz des Kontaktes zu Namenlos. (PR 2939, S. 56)

Der Lange Streit endete etwa 2100 mit dem Untergang der eingesessenen Reiche Theuershavds (nun von den Siegern Sevcooris genannt) und der Besetzung des Alten Armes durch das Gondunat. (PR 2912, S. 37, PR 2939, S. 22) Mit der Zerschlagung der Union der Zehn besetzten die Thoogondu auch den Kugelsternhaufen Esstyld. (PR 2938)

Der Genetische Krieg

Obwohl von ES aus der Milchstraße verbannt, unternahmen die Thoogondu weiterhin die Versuche, auf das Geschehen in ihrer alten Heimat Einfluss zu nehmen. Dabei kooperierten sie mit den Caluriern und den Galkiden. Die Aufmerksamkeit der Thoogondu richtete sich damals weiterhin auf die Bekämpfung der Haluter, die sie als eine ernste Gefahr für ihre zukünftige Hegemonie in der Milchstraße betrachteten. Im Jahre 10.854 da Ark (etwa 7602 v. Chr.) händigte Tomoughash dem Arkoniden Trebon da Minterol eine biologische Waffe aus, mit der einer der externen Genpools der Haluter kontaminiert wurde. Zu einem von den Thoogondu zu bestimmenden Zeitpunkt in der Zukunft sollte diese Waffe, nun als ein Wikipedia-logo.pngViroid vollständig im Genom der Haluter integriert, aktiviert werden. Der Plan gelang und führte Jahrtausende später zum Ausbruch der Haluter-Pest. (PR 2958)

Kontakt mit den Terranern

Obwohl sie nun Sevcooris fest in ihrer Hand hatten, behielten die Thoogondu die Milchstraße stets im Auge. Vorsichtig agierend, um ES nicht auf sich aufmerksam zu machen, erkundeten sie die Galaxis. In diese Zeit fiel die Errichtung von geheimen Basen an neuralgischen Punkten ihrer alten Heimat, den Hooris-Sternen (zum Beispiel die Raumstation Hut-Stahlpark im Zhytorsystem). (PR 2969)

Immer öfter tauchte in den Berichten der gondischen Missionen zur Milchstraße der Name Perry Rhodan auf. Als einem Günstling von ES schenkten ihm die Thoogondu bald viel Aufmerksamkeit und verfolgten mit großem Interesse den Aufbau des Solaren Imperiums. (PR 2970, S. 28)

Während der Schwarmkrise kam es zu einem einschneidenden Ereignis: Der Pentasphärenraumer VELLETHON, der seit über einem Jahrzehnt in der Peripherie der Milchstraße operierte, wurde im Juli 3441 auf die Hilferufe der ORION aufmerksam. Das terranische Ultraschlachtschiff wurde vor dem Sturz in die Sonne Curicaberis bewahrt und mitsamt der überlebenden Besatzung nach Sevcooris gebracht. Diese Terraner bildeten den Grundstock, aus dem später das Zweite Solare Imperium entstand. (PR 2913)

Die Thoogondu griffen gerne auf die Ressourcen des Imperiums zurück und die Gäonen dienten später sogar als Gardisten des Gondus. Als offizieller Beobachter des Gondunats auf Gäon fungierte der Gondische Mentor. (PR 2922)

Die Gäonen wurden, für die meisten von ihnen unbekannterweise, von den Thoogondu in ihre Pläne zur Rückeroberung der Milchstraße einbezogen. So organisierten sie die gemeinsame Expedition im Rahmen der Operation Q-Zündung, die im Jahre 1548 NGZ die alte Heimat erreichte. (PR 2944)

Kontakt mit den Galaktikern

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Gondu Narashim auf seinem
Pedgondit-Thron.
Heft: PR 2970
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Das Verschwinden von ES aus ihrer Mächtigkeitsballung rief die Thoogondu sofort nach dem Erhalt dieser Information im Jahre 1527 NGZ auf den Plan. Gondu Narashim offenbarte seinen Beratern die Absicht, mit Perry Rhodan über ein Bündnis zu verhandeln. Da dieses Vorhaben eine direkte Abwendung von der bisherigen Politik des Gondischen Schwurs bedeutete, waren einige Mitarbeiter Narashims dagegen. Der Gondu erstickte jedoch jeglichen Widerstand im Keim und beschloss, Rhodan nach Sevcooris einzuladen. Auf Anregung von Zeshira, einem Mitglied der Neuen Gilde, sollte die Einladung durch die HaLem-Armee ausgesprochen und die Spur in die neue Heimat der Thoogondu mittels durch Gravitationssuspensoren entzündeter Sterne gekennzeichnet werden. Der Verrat der Neuen Gilde bestand darin, dass eine dieser Sonnensysteme von den Mandaamen bewohnt war. Seine Zerstörung stimmte die Galaktiker sehr negativ dem Goldenen Reich gegenüber. (PR 2970)

Am 10. Juni 1551 NGZ startete die RAS TSCHUBAI nach NGC 4622, der Einladung der HaLem-Armee folgend. (PR 2900, S. 59) Am 26. September dieses Jahres kontaktierte Saaperid das Omniträgerschiff an der Peripherie dieser Galaxie und lud die Galaktiker nach Thooalon ein, wo Perry Rhodan sich mit dem Ghuogondu treffen sollte. Rhodan erfuhr von Saaperid, dass die Thoogondu das mächtigste Volk von Sevcooris sind, das für »Ordnung und Zufriedenheit« in dieser Sterneninsel sorge. (PR 2901, S. 9–10) Nur wenige Tage später fand Karim Balthasar auf Thooalon heraus, dass dieses Volk ursprünglich aus der Milchstraße stammte. (PR 2901, S. 51) Während des Aufenthaltes auf Taqondh fiel Rhodan ein Mosaik mit einem Kugelraumer, der den Namen ORION trug, auf. Es musste deutlich früher bereits Kontakte zu den Terranern gegeben haben. (PR 2904, S. 38) Die Geschichte des Aufstiegs der Thoogondu zum Hilfsvolk von ES und deren Verbannung aus der Milchstraße erfuhr Rhodan bei einer Audienz von Narashim höchstpersönlich. (PR 2905)

Um weitere Informationen zu bekommen, durfte Rhodan mit der Erlaubnis Narashims den Planeten Porass besichtigen. Die Hauptwelt des kürzlich ins Gondunat aufgenommenen Reiches der Soprassiden sollte als gelungenes Integrationsprojekt präsentiert werden. Der Plan der Thoogondu scheiterte, als Rhodans Team am 21. Oktober auf Porass in Kontakt mit der dortigen Untergrundorganisation kam. (PR 2910) Puoshoor setzte Oberst Ptaranor und den Gäonen Gi Barr ein. Zusammen mit einigen Soldaten drangen die beiden in den Abgrund der Altvorderen ein. Dort entzog sich ihnen Rhodans Team erneut, lediglich Gi Barr konnte ihm durch den Paratrans-Sender folgen. Rhodans Flucht bewies, dass er ihre Machenschaften in Sevcooris zumindest teilweise durchschaut hatte. (PR 2911) Puoshoor befahl nun, den Terraner ohne Rücksicht auf andere Galaktiker in Gewahrsam zu bringen, doch am 26. Oktober rettete sich Rhodan von der untergehenden AN-ANAVEUD zurück auf die RAS TSCHUBAI. Dabei erlitt die Flotte der Thoogondu schwere Verluste im Gravitationsfeld des Pulsars Oto-Otonnu. (PR 2914)

Auch der Versuch der Observanten auf Oschal, Guckys und anderer Besatzungsmitglieder der BJO BREISKOLL habhaft zu werden, misslang gründlich. (PR 2934) Zudem sicherten die Galaktiker dort ein Heroldisches Gewölle, das die wahre Geschichte von Sevcooris offenbarte. (PR 2935)

Nachdem Rhodan im Neo-Sol-System aufgetaucht war und der Putschist Arbo P. Dannan um gondische Hilfe bei der Bekämpfung des »Handlangers des Wanderers« bat, sandte das Gondunat am 21. November die Westarm-Flotte unter Galaktschwarmlenker Ruogoovid dorthin. (PR 2939) Nachdem jedoch der Putsch beendet worden war, verzichteten die Thoogondu auf die Waffengewalt und ihre Flotte zog sich am 28. November zurück. (PR 2941)

Kampf um die Milchstraße

Am 2. und 3. April 1552 NGZ, kurz nach der Rückkehr der RAS TSCHUBAI in die Milchstraße, wendeten sich Zuo und fünf andere gondische Besatzungsmitglieder der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN offen gegen das Personal von Quinto-Center und die Besatzung der RAS TSCHUBAI, indem sie die Hooris-Prozessoren aktivierten und das Flaggschiff der gäonischen Flotte kaperten. (PR 2956) Nur drei Tage später ein Hyperfunkimpuls aktiviert die Pentasphären der Schweigsamen Werften. Diese Schiffe sollten die HARUURID-Mission unterstützen und sammelten sich in der Nähe des Pulsars Zhytor. (PR 2967, PR 2968) Dieser Sonnentransmitter wurde ab dem 15. April zum Brennpunkt der Ereignisse, als dort Puorengirs TAYLITTIR auftauchte und die Thoogondu Perry Rhodan um Asyl bat. Kurze Zeit später folgte der angehenden Gonda ihr von der Neuen Gilde manipulierter Bruder Puoshoor. Der Usurpator verlangte allerdings die Auslieferung seiner Schwester und versuchte, den Oberbefehl über die dort versammelten Robotraumer zu erlangen. (PR 2970, PR 2971)

Die Entdeckung der Zusammenarbeit zwischen den Gemeni und den Thoogondu erfolgte Mitte April 1552 NGZ, als im Stahlpark die Gemen-Neurotronik Sharibakeph vorgefunden wurde. (PR 2969, S. 53–54) Dieser Verdacht wurde erhärtet, als Tamareil und Zau wenige Tage später die Kooperation der beiden Völker beim Transfer der Bewusstseinsfäden in die Milchstraße aufdeckten. (PR 2972, S. 32)

Quellen